Neuköllner Wasserballer verabschieden sich mit zwei Niederlagen in die Weihnachtspause

Am Wochenende 7./8.12.2019 waren Neuköllns Wasserballer doppelt gefordert. Beim Heimspiel am Samstag hieß der Gegner OSC Potsdam und am Sonntag mussten die Neuköllner „auswärts“ beim deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 ran. Um es vorwegzunehmen – es gab nicht Zählbares für die Männer der SG Neukölln zu verzeichnen.

Gegen die „Orcas“ aus Potsdam hatten sich die Jungs von Coach Andreas Schlotterbeck viel vorgenommen. Genauso konzentriert starteten sie auch in die Begegnung. Im Angriff setzten die Neuköllner die taktischen Vorgaben ihres Coaches gut um. Es wurden Blöcke gestellt, um die etatmäßigen Centerverteidiger aus ihrer Position zu lösen und mit schwächeren Verteidigern den Erfolg zu suchen. Zwei direkte Centertore sowie vier Hinausstellungen gegen den OSC waren die Belohnung. Leider stand die Verteidigung nicht optimal und es wurde den Gästen zu leicht gemacht, Treffer zu erzielen. Der starke Gäste-Center Ferdinand Korbel zwang die Neuköllner zu oft in eine tiefe Zonenverteidigung, so dass die sicheren Potsdamer Distanzschützen aus sechs Metern zum Abschluss kamen und dem Neuköllner Keeper Finn Dörries keine Chance ließen. Dennoch stand es zum Ende des ersten Abschnitts 4:5. Der zweite Abschnitt verlief sehr ähnlich. Die Neuköllner erarbeiteten sich mühevoll und kraftraubend ihre Chancen, machten es den Potsdamer Angreifern aber oft zu einfach, Tore zu erzielen. Spielstand zur Halbzeit 7:11.

Ab Mitte des zweiten Viertels entschieden die Unparteiischen auf zehn! Wasserverweise in Folge gegen Spieler der SG Neukölln. Diese Möglichkeiten ließen die Potsdamer nicht ungenutzt und zogen Tor um Tor davon. Opfer dieser Hinausstellungsserie waren Neuköllns Kapitän David Kleine, Spielmacher Marek Molnar sowie Center Maximilian Sturz, die aufgrund von drei persönlichen Fehlern teilweise ab der Halbzeit nicht mehr am Spiel teilnehmen durften. Führungslos versuchten sich die Neuköllner gegen die drohende Niederlage zu wehren, aber mehr als Ergebniskosmetik kam nicht mehr dabei heraus. Am Ende stand ein 12:19 (4:5/3:5/1:4/4:4) auf der Anzeigetafel.

Eine weitere Kuriosität durften die Zuschauer in der Schöneberger Schwimmhalle miterleben, als Potsdams Philipp G. nach einem zugesprochenen Strafwurf lauthals lachend der Neuköllner Bank, für alle gut sichtbar, den Stinkefinger entgegenstreckte. Die einzige Reaktion der Schiedsrichter war es, Neuköllns Coach Andreas Schlotterbeck die Gelbe Karte zu zeigen, weil dieser sich schützend vor seine Spieler stellte und für diese ehrverletzende Geste eine Sanktion gegen Philipp G. forderte.

Fairer ging es dann am Folgetag zu. Am Sonntag mussten die Neuköllner beim deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 antreten. Die Fronten waren hier ganz deutlich geklärt und die einzige offene Frage lautete, wie hoch wohl die Differenz ausfalle, mit der die Spandauer das Spiel für sich entscheiden würden. Der Deutsche Meister trat mit fünf Jugendspielern an. Gemalmazuglu, Chiru, Andruszkiewicz, Ostmann und Sekulic. Letztgenannter konnte sich sogar mit drei Treffern im Protokoll verewigen. Außerdem schickte Spandaus Coach Peter Röhle „Routinier“ Dirk Klingenberg (50) ins Rennen, der im vierten Viertel das 19:7 für die Wasserfreunde markierte. Trotzdem wurde der deutsche Meister seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Am Ende des ersten Abschnitts beim Stand von 7:0 gelang es Neuköllns Tarek Chiru den ersten Treffer für die SGN zu markieren. Das Bruderduell konnte er damit für sich entscheiden. Sein kleiner Bruder Yannek ging auf Spandauer Seite leer aus. Der Spielverlauf lässt sich als unspektakulär zusammenfassen und das Endergebnis lautete 21:9 (8:1/5:4/4:2/4:2).

Für die SG Neukölln im Einsatz waren: Finn Dörries/Mihaly Peterfy, Timo Laufer, Yannick Kaack (1/3), Pascal Hübscher (1/-), David Rösch, David Kleine, Marek Molnar (3/1), Staffan Langner, Tarek Chiru (1/1), Aleksandre Kazakhishvili (-/1), Niklas Braatz (2/1), Maximilian Sturz (-/1) und Melwin Meißner (4/1).

Jetzt geht es für die Wasserballer der SG Neukölln erst einmal in die Weihnachtspause, ehe am 25.01.2020 die nächste Herausforderung auf sie wartet. Gegner werden im SLZ Hannover die White Sharks Hannover sein.


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