Neuköllner Wasserballer fahren gegen Esslingen erste Punkte ein – Die Sternstunde Marek Molnars

Am Samstag, den 26.10.2019 waren die Wasserballer der SG Neukölln im Heimspiel gegen den SSV Esslingen gefordert. Unmittelbar vor dem Spielstart wurden die Zuschauer in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg Zeuge einer Showeinlage der Synchronschwimmerinnen des SC Wedding. Zu Musik aus „Blues Brothers“ wurde eine atemberaubende Choreographie ins Wasser gebracht, die die Zuschauer verzückte. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die Sportlerinnen des SC Wedding.

In der Vergangenheit waren die Spiele gegen den SSV Esslingen stets spannend und knapp. Von den letzten fünf Spielen endeten vier unentschieden. Und auch dieses Match sollte es in sich haben … Die Gäste vom Neckar erwischten trotz anstrengender Anreise den besseren Start und gingen durch zwei Konter sowie einem Rückraumtreffer von Kapitän Heiko Nossek nach drei Minuten mit 0:3 in Führung. Die Männer um SGN Kapitän David Kleine kamen zu diesem Zeitpunkt nicht richtig ins Spiel, verursachten Offensiv-Fouls und wenn Abschlüsse getätigt wurden, waren diese ungefährlich. Glücklicherweise ließen die Esslinger zahlreiche gute Chancen ungenutzt und somit ging es mit dem 0:3 in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt präsentierte sich eine andere, leidenschaftlich kämpfende Neuköllner Mannschaft den Zuschauern. Marek Molnar war es, der eine Überzahlsituation zu Beginn des zweiten Viertels zum 1:3 nutzen konnte und 50 Sekunden später gelang ihm sogar der 2:3 Anschlusstreffer. Der slowakische Nationalspieler in Reihen der Neuköllner strotzte an diesem Nachmittag nur so vor Selbstvertrauen. Um es vorweg zu nehmen, in diesem Spiel gelangen dem Slowaken 7 Treffer. Vor zwei Wochen qualifizierte er sich mit der Nationalmannschaft für die kommende EM, in der die Slowakei in der Vorrunde unter anderem auf das deutsche Team treffen wird. Zurück zum Spiel … Die Gäste konnten durch einen Treffer von Hannes Rothfuß noch einmal mit zwei Toren auf 2:4 davonziehen, allerdings war dies das letzte Mal, dass die Mannschaften mehr als nur ein Tor trennte. Im darauf folgenden Angriff verkürzte Melwin Meißner mit einem Hammer aus dem halbrechten Rückraum ins linke obere Eck auf 3:4. Eine Minute später glich Marek „Molny“ Molnar unter lautstarkem Jubel der Zuschauer mit seinen dritten Treffer in diesem Spiel zum 4:4 aus.

Nun begann ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem die Esslinger stets in Führung gingen, Neukölln aber postwendend ausgleichen konnte. Sechs Minuten vor den Schlusspfiff beim Stand von 9:9 war es dann endlich soweit. Die erste Neuköllner Führung zum 10:9, erzielt durch Marek Molnar. Im Gegenzug glichen die Gäste aber direkt wieder zum 10:10 aus. Zwei Minuten später schloss David Rösch einen Konter aus der halbrechten Position mit einem schönen Aufsetzer über die Schulter des Gästekeepers ab und erhöhte auf 11:10. Aber keine 20 Sekunden später bekamen die Gäste einen Strafwurf zugesprochen, den SSVE Kapitän Heiko Nossek zum 11:11 verwandelte. Zweieinhalb Minuten vor Spielende bekamen die Gäste erneut einen Strafwurf zugesprochen und erneut trat Kapitän Heiko Nossek an. Doch an diesem Nachmittag war der Wasserballgott ein Neuköllner. Der erfahrene Olympiateilnehmer von 2004 und Italien-Legionär verschoss und setzte damit die letzten Kraftreserven und den unbedingten Siegeswillen in den Köpfen der Neuköllner frei. Eine Minute vor der Schlusssirene gelang Aleksandre Kazakhishvili aus dem Rückraum der erneute 12:11-Führungstreffer. Sollte es das gewesen sein…

In ihrem vermutlich letzten Angriff des Spiels erarbeiteten sich die Gäste eine Überzahlsituation, die der erst 17-jährige Neu-Nationalspieler Zoran Bozic 15 Sekunden vor dem Ende zum 12:12 Ausgleich nutzte. Aber die Neuköllner wollten sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden geben und schwammen noch einmal unter lautstarkem Anfeuern durch die Zuschauer auf das Esslinger Tor zu. Auf der halblinken Seite stellten Maxi Sturz und Niklas Braatz einen Block, „Nicci“ bekam den Ball auf ca. 9 Metern und wurde gefoult. Noch 1,2 Sekunden auf der Uhr. Der erst 19-jährige Niklas nahm den Ball, schraubte sich in die Höhe und schoss den Ball als Aufsetzer ins linke untere Eck zum vielumjubelten 13:12-Siegtreffer (0:3/6:4/3:2/4:3).

Für die SG Neukölln im Einsatz waren: Finn Dörries, Timo Laufer, Yannick Kaack (1), Pascal Hübscher, David Rösch (1), David Kleine (1), Marek Molnar (7), Staffan Langner, Melwin Meißner (2), Aleksandre Kazakhishvili (1), Niklas Braatz (1), Maximilian Sturz, Mihaly Peterfy.


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