Neuköllner Bundesliga-Wasserballer kehren mit zwei Punkten im Gepäck aus Ludwigsburg zurück

Vergangenes Wochenende (29./30.05.2021) stand das erste Platzierungsturnier um die Plätze 5-8 im Freibad Hoheneck des SV Ludwigsburg an. Gegner waren der Gastgeber Ludwigsburg sowie Esslingen und die White Sharks Hannover. Die Mannschaft reiste bereits am Freitagabend an, um optimal vorbereitet zu sein.

Der Plan schien am Samstagvormittag aufzugehen, als die Männer von Coach Andreas Schlotterbeck gegen die White Sharks konzentriert zur Sache gingen. Aus einer sicheren Verteidigung heraus, um den hervorragend aufgelegten SGN-Keeper Finn Dörries, agierten die Neuköllner fokussiert und kaltschnäuzig. Sie führten schnell 2:0 und zur Halbzeit 4:2. Doch was dann kam, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Die Neuköllner verloren mannschaftlich geschlossen den Faden und gaben das Spiel aus der Hand. Die White Sharks übernahmen die Kontrolle und kamen schnell zum 4:4 Ausgleich. Mitte des dritten Viertels konnte Vincent Hebisch noch einmal zum 5:4 treffen, aber das sollte das letzte Neuköllner Tor bleiben. Die Sharks zogen Tor um Tor davon und schlussendlich stand ein enttäuschendes 11:5 auf der Anzeigetafel (2:2/2:0/1:4/0:5).

Am Nachmittag, gegen den SSV Esslingen, sollte dies besser gemacht werden. Doch leider blieben die Neuköllner auch hier hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dieses Mal wurde der Start total verschlafen. Man agierte verkrampft, stand im Angriff viel zu weit vom Tor weg und von Teamzusammenhalt keine Spur. So konnten die Schwaben bis zur Halbzeit auf 8:2 davon ziehen. Das Spiel schien entschieden. Doch nun ging ein Ruck durch die Berliner und man stemmte sich gegen die drohende Blamage. Tor um Tor holten die Jungs um SGN-Kapitän David Kleine auf und 30 Sekunden vor Schluss erzielte man sogar den 8:9-Anschlusstreffer. Leider hatte der liebe Gott etwas anderes zu tun, so dass alle Bemühungen nichts halfen und man zwei Sekunden vor der Schlusssirene noch das 8:10 hinnehmen musste. Neukölln verlor auch das zweite Spiel – völlig unnötig – mit 8:10 (2:5/0:3/3:1/3:1).

Am Sonntagmittag stand das letzte Spiel gegen den Gastgeber und Topfavoriten SV Ludwigsburg an. Die Süddeutschen konnten ihre Spiele gegen die White Sharks und den SSV Esslingen beeindruckend gewinnen (20:13 und 18:9). Ich weiß nicht, was Coach Andreas Schlotterbeck seinen Männern mit auf den Weg gegeben hat, aber es wirkte. Die Mannschaft präsentierte sich von Beginn an als Team und man merkte ihr deutlich an, gewinnen zu wollen. Ein wiederum hervorragend aufgelegter Finn Dörries im SGN-Tor war der Grundstein des Erfolges, aber auch die mannschaftliche Geschlossenheit war beeindruckend zu beobachten. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der Favorit vom Neckar stets in Führung ging – phasenweise sogar mit drei Treffern – aber die Neuköllner nie den Anschluss verloren. Der Kampf und das Nichtaufstecken wurden schließlich belohnt, als „Guga“ Kutchuashvili 6:45 Minuten vor dem Spielende den ersten Ausgleich zum 13:13 markierte. Dieser Treffer war eine Art Initialzündung und legte die letzten Reserven bei den Neuköllnern frei. Moritz Ostmann und noch einmal Guga Kutchuashvili waren es, die mit ihren Treffern zum 13:14 und 13:15 kurz vor Schluss die Weichen auf Sieg stellten. Die Ludwigsburger konnten noch einmal verkürzen aber am Ende stand ein hochverdientes 14:15 (3:5/5:1/5:6/1:3) zu Buche. Kapitän David Kleine fand nach dem Spiel deutliche Worte und fasste zusammen: „Man sieht, dass man mit uns rechnen muss. Wir haben einen super Kader, mit tollen Einzelakteuren. Wenn wir es schaffen zusammen zu spielen und auch mehr Konstanz in unsere Leistung zu bringen, können wir hier jeden schlagen.“

Alle Ergebnisse des Wochenendes im Überblick:

SV Ludwigsburg – SSV Esslingen 20:13
WS Hannover – SGN 11:5
SSV Esslingen – SGN 10:8
SV Ludwigsburg – WS Hannover 18:9
WS Hannover – SSV Esslingen 15:4
SV Ludwigsburg – SGN 14:15

Die Rückrunde dieser Veranstaltung findet bereits am kommenden Wochenende in Esslingen statt. Die Neuköllner haben noch jede Chance auf den 5. Platz gewahrt. Hierfür wären aber drei Siege Pflicht.

Für die SGN im Einsatz waren: Finn Dörries, Guram Kutchuashvili (4), Vincent Hebisch (9), Pascal Hübscher, Jonas Fehn (2), David Kleine (3), Marek Molnar (6), Moritz Ostmann (2), Tarek Chiru (1), Moritz Meißner, Lauritz Lück, Maximilian Sturz, Philipp Kotowski (1)


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