Köln ist gut – Neukölln ist besser. SGN-Wasserballer demontieren 11 Kölner

Am Samstag, den 15.06.2019 mussten die Bundesliga-Wasserballer der SG Neukölln am achten Spieltag der Relegationsrunde zum Verbleib in der A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga gegen die Startgemeinschaft Wasserball aus Rhenania und BW Poseidon Köln antreten. Das Spiel fand bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein im vereinseigenen Sportbad Britz statt.

Die favorisierten Neuköllner mussten ohne ihren Stammtorwart Florian Thom und Centerverteidiger Christian Saggau auskommen. Thom befindet sich momentan mit der Nationalmannschaft auf Mallorca und Saggau musste dringenden universitären Verpflichtungen nachkommen. Dennoch hatten die Neuköllner die Favoritenrolle ganz klar inne. Der zweitstärkste Angriff traf auf die schlechteste Verteidigung. Das Hinspiel in Köln endete 6:17 für die Berliner. Aber das Spiel nahm zunächst einen anderen, unerwarteten Verlauf …

Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht. Die Gäste aus der Domstadt begannen engagiert und kämpferisch, deutlich bemühter als die Gastgeber. Folgerichtig erzielten Robin Toth und Bohumil Ondraska die ersten beiden Treffer des Spiels für die Gäste. Kurz vor der Pause verkürzte Timo Laufer mit einem sehenswerten Konter über das gesamte Spielfeld zum 1:2. Leider fingen sich die Gastgeber auch nach der Pause nicht und mussten zusehen, wie die Kölner sich Chancen um Chancen erarbeiteten, diese aber glücklicherweise größtenteils nicht nutzen konnten. Maximilian Sturz erzielte den 2:2-Ausgleich und David Kleine brachte die Gastgeber erstmalig mit 3:2 in Führung. Die Kölner glichen aber postwendend aus und gingen drei Minuten vor der Halbzeitpause erneut in Führung. Somit ging es mit einem für die Neuköllner glücklichen 3:4-Rückstand in die fünfminütige Pause.

Das SGN-Trainergespann Schertwitis/Chiru fand anscheinend deutliche Worte, denn nach der Pause erlebten die Zuschauer eine andere Neuköllner Mannschaft. Niklas Braatz leitete mit dem 4:4 die anrollende Neuköllner Torflut ein. Tarek Chiru erzielte mit einem schönen Centertor die 5:4-Führung, David Rösch markierte keine dreißig Sekunden später das 6:4. Im weiteren Spielverlauf konnten sich nun fast alle Spieler in die Torschützenliste eintragen lassen. Die Gastgeber waren nun drückend überlegen und die Gäste aus dem Rheinland gaben sich auf. Am Ende stand ein deutliches 13:5 (1:2/2:2/5:1/5:0) auf der Anzeigentafel, mit dem die Berliner ihren dritten Platz in der Relegationsrunde weiter festigen. Mit nunmehr 10:6 Punkten bei noch zwei ausstehenden Spielen. Dieser dritte Platz berechtigt dazu, auch nächste Saison in der spielstarken Gruppe A der Deutschen Wasserball Liga zu starten. Der SV Bayer Uerdingen könnte ihnen dabei aber noch einen Strich durch die Rechnung machen. Die Krefelder müssen noch vier Spiele absolvieren, da zwei ihrer Partien abgesagt und noch ausgetragen werden müssen. Sollten sie alle vier Spiele für sich entscheiden und Neukölln die letzten beiden verlieren, dann müssten die Neuköllner doch noch den Weg in die Gruppe B antreten.

Aktueller Tabellenstand:
1. White Sharks Hannover 14:0 7/10 Spiele
2. SV Ludwigsburg 12:2 7/10 Spiele
3. SG Neukölln 10:6 8/10 Spiele
4. SV Bayer Uerdingen 4:8 6/10 Spiele
5. Duisburger SV 98 4:12 8/10 Spiele
6. SGW Köln 0:16 8/10 Spiele

Für die SG Neukölln im Einsatz waren: Finn Dörries, Martin Andruszkiewicz (1), Tarek Chiru (1), Joel Buchholz (1), David Rösch (1), David Kleine (1), Marek Molnar, Timo Laufer (1), Sascha Pacyna, Aleksandre Kazakhisvili (2), Niklas Braatz (2), Maximilian Sturz (3), Tim Hauschild.

Weiter geht es für die Neuköllner bereits am kommenden Samstag beim schweren Auswärtsspiel gegen den Duisburger SV 98. Im Fall eines Auswärtssieges wäre der SGN der dritte Platz nicht mehr zunehmen, unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz.


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