Klassenerhalt gesichert – Neuköllner Wasserballer können Ihren Kapitän Sascha Pacyna ohne Druck verabschieden

*Am Samstag, den 29.06.2019 mussten die Bundesliga Wasserballer der SG Neukölln, am zehnten und somit letzten Spieltag der Relegationsrunde zum Verbleib in der A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga im heimischen Sportbad Britz gegen den Runden-Primus White Sharks Hannover antreten.
Für die Mannschaften ging es um nichts mehr. Beide Teams hatten den Klassenerhalt bereits im Vorfeld gesichert und konnten so befreit und ohne Druck aufspielen. Dennoch sollte es kein bedeutungsloses Spiel werden …*

Neuköllns Kapitän und Eigengewächs Sascha Pacyna absolvierte sein letztes Bundesligaspiel. Mit 16 Jahren stieß Sascha zur Männermannschaft der SG Neukölln und lernte von Top-Spielern wie Boris Schulmann oder Radu Sabau. Schulmann war es dann auch, der Sascha bei seinem Karriereende die Kappe mit der Nummer 9 vermachte, die Sascha seitdem stolz und voller Selbstbewusstsein trug. Es war ein schweres Erbe, das Sascha antrat, aber der Schuh war zu keinem Zeitpunkt zu groß für ihn. Nun sind 21 !!! Spielzeiten für die SG Neukölln vorüber. In dieser Zeit absolvierte Sascha mehr als 4.000 Trainingseinheiten, 500 Bundesligaspiele und erzielte auch genauso viele Tore für SEINEN Verein, die SG Neukölln. Fünfmal konnte er sich mit der Mannschaft für den Europapokal qualifizieren und auch der Sprung in die A-Nationalmannschaft gelang ihm mit neun Einsätzen. Eine bewegende Karriere ging nun zu Ende. Doch so ganz wird er dem Wasserballsport nicht den Rücken kehren. In der kommenden Saison wird er auf Mallorca die Badehose schnüren und in der Balearen-Liga aktiv sein. Buena suerte!

Kommen wir nun zum Spielgeschehen. Die Zuschauer sahen bei besten äußeren Bedingungen, 30°C und strahlend blauem Himmel, eine gut aufgelegte Neuköllner Mannschaft, der man anmerkte, dass sie ihrem Kapitän zum Abschied einen Sieg schenken wollte. Bis Mitte des zweiten Viertels sahen die Zuschauer ein munteres Spiel mit wechselnden Führungen, ehe sich Hannover mit 3:6 leicht absetzen konnte. Diesen Rückstand egalisierten Tim Hauschild, Sascha Pacyna und David Kleine, so dass es zu Beginn des dritten Spielabschnitts 6:6 stand. Aber der Neuköllner Lauf war keineswegs zu Ende. David Kleine und Maximilian Sturz sorgten sogar für eine 8:6-Führung. Hannover konnte noch einmal verkürzen, aber Timo Laufer stellte zwei Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels den erneuten Zwei-Tore-Vorsprung her. Spielstand: 9:7. Im letzten Abschnitt ging es recht torarm zu. Die Mannschaften neutralisierten sich größtenteils und ließen kaum Chancen zu. Dennoch gelang es Sascha Pacyna, den Hannoveraner Schlussmann zum 10:7 zu überwinden und neun Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielte Martin Andruszkiewicz sogar noch den 11:7-Endstand (2:2/3:4/4:1/2:0).

Für die SG Neukölln im Einsatz waren: Finn Dörries, Martin Andruszkiewicz (1), Timo Laufer (1), Joel Buchholz, David Rösch, David Kleine (2), Marek Molnar, Christian Saggau, Sascha Pacyna (4), Aleksandre Kazakhishvili, Niklas Braatz (1), Maximilian Sturz (1), Tim Hauschild. (1)

Die SG Neukölln beendet diese Relegationsrunde somit auf dem dritten Platz und darf nächste Saison erneut in der A-Gruppe spielen.
Jetzt geht es in die wohlverdiente Sommerpause, ehe am 05.08.2019 wieder zum Training geläutet werden wird.

Endstand Relegationsrunde:

1. White Sharks Hannover 18:2 Punkte +57 Tore
2. SV Ludwigsburg 16:4 +32
3. SG Neukölln 13:7 +36
4. SV Bayer Uerdingen 6:14 -42
5. Duisburger SV 98 5:15 -25
6. SGW Köln 2:18 -58


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