Wasserball-Männer entscheiden Schützenfest für sich - 31 Tore in Esslingen

Nach der enttäuschenden Niederlage im Viertelfinale der Deutschen Wasserballmeisterschaft gegen den Lokalrivalen OSC Potsdam, ging es für die Männer von SGN-Coach Thomas Schertwitis nun nur noch um Schadensbegrenzung. Hatte man nach Abschluss der Hauptrunde noch Platz 4 inne, rutschte man durch die Niederlage im Viertelfinale auf Rang 5 ab. Aber auch diese Platzierung ist noch nicht sicher, denn in einer Best-of-Three-Serie muss gegen den Hauptrundensechsten SSV Esslingen darum gekämpft werden. Start der Serie war am Samstag, den 14.04.2018 im Merkel’schen Schwimmbad in Esslingen.

Den Zuschauern wurde im 25m-Becken des Merkel’schen Schwimmbades in Esslingen ein bis zum Schlusspfiff spannendes Spiel geboten mit laufend wechselnden Führungen. Erst knapp zwei Minuten vor dem Ende konnte sich eine der Mannschaften zum ersten Mal mit zwei Toren absetzen und das war das Team um SGN-Kapitän Andreas Schlotterbeck. Marek Molnar und Tim Donner waren es, die mit ihren Treffern zum 15:14 und 16:14 die Weichen auf Sieg stellten. Esslingens Valentin Finkes konnte zwar 22 Sekunden vor Schluss noch per Strafwurf auf 15:16 verkürzen, der Neuköllner Sieg geriet aber nicht mehr in Gefahr. Am Ende steht dieser 15:16 (4:4/4:5/2:2/5:5)-Auswärtserfolg zu Buche und somit auch das 1:0 in der Best-of-Three-Serie. Überragend auf Neuköllner Seite waren Centerverteidiger David Kleine, der vier Tore zum Sieg beisteuern konnte, sowie Spielmacher Tim Donner, der mit seinen fünf Toren auch zum Spieler des Tages gewählt wurde.

Für die SG Neukölln im Einsatz waren: Tim Höhne, Martzin Andruszkiewicz (1), Joel Buchholz, David Rösch, David Kleine (4), Marek Molnar (2), Andreas Schlotterbeck (2), Sascha Pacyna (1), Aleksandre Kazakhishvili (1), Tim Donner (5), Jan Zoske

Weiter geht es für die Neuköllner am kommenden Samstag, den 21.04.2018 um 20:00 Uhr in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg. Sollten die Schertwitis-Schützlinge erneut siegreich sein, wäre dies das entscheidende 2:0 in der Serie und zugleich der versöhnliche Saisonabschluss mit Platz 5.

Das Rückspiel in Berlin wird mit einem bunten Aktionstag gegen Homophobie begleitet, um ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt im Wasserball zu setzen. Das Team der SG Neukölln wird sich an diesem Tag in eigens produzierten Regenbogenbadehosen und -wasserballkappen präsentieren. Für Interessierte gibt es Informationsstände und ein begleitendes Rahmenprogramm.

Der Aktionstag, zudem alle bei freiem Eintritt eingeladen sind, ist in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V. (LSVD) entstanden. Hierzu erklärt Christian Rudolph Bereichsleiter für Prävention des LSVD: „Ich freue mich sehr über die Initiative und das Engagement von der Wasserballabteilung der SG Neukölln und dem Berliner Schwimm-Verband. Für uns ist es wichtig, nicht nur im Fußball aufzuklären und Flagge zu zeigen, sondern überall da wo Sport betrieben wird.“


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