Playoff-Viertelfinale: Männer rehabilitieren sich, liegen aber dennoch 1:2 hinten

Am 24. und 25.03.2018 ging es in der heimischen Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg für die Männermannschaft der SG Neukölln in die Spiele 2 und 3 des Play-Off-Viertelfinales gegen den Lokalrivalen OSC Potsdam. Das erste Spiel der Serie am Mittwoch, 21.03.2018 im Potsdamer Blu verloren die Männer von SGN-Coach Schertwitis deutlich mit 8:15. Wiedergutmachung war also angesagt.

Die Potsdamer fanden am Samstag besser ins Spiel und führten zum Ende des ersten Viertels mit 4:1, zur Halbzeit sogar mit 6:2. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft und man stemmte sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage. Sascha Pacyna und ein Doppelpack von Tom Völkel sorgten dafür, dass der Rückstand zum Ende des dritten Viertels auf zwei Tore schrumpfte (5:7). Hoffnung und Ehrgeiz waren nun endgültig geweckt und man merkte der Mannschaft an, dass sie den 1:1-Ausgleich in der Serie erzwingen will und auch spielerisch in der Lage dazu war. So gab es im letzten Viertel einen offenen Schlagabtausch und es fielen neun Tore. Am Ende stand leider ein enttäuschendes 10:11 (1:4/1:2/3:1/5:4) und somit ein 2:0 in der Serie für den OSC Potsdam. Spieler des Tages wurde ein Neuköllner Jung in Reihen des OSC Potsdam, U23-Nationalspieler Reiko Zech. Überzahlverhältnis: 10:7 zu Gunsten Potsdams, wobei 7 der 10 Zeitstrafen gegen Neukölln „ohne Ball oder Bewegung, am Rande des Geschehens“ verhängt wurden.

Zeit zum Wunden lecken gab es nicht, denn bereits 16 Stunden später wurde zum dritten Spiel der Serie angepfiffen. Die Neuköllner standen mit dem Rücken zur Wand und so hieß die Devise: das Heil in der Flucht nach vorn suchen! Und genauso agierten die Männer um Kapitän Andreas Schlotterbeck. Zwar lag man zum Ende des ersten Viertels mit 1:2 im Hintertreffen, ging aber hochkonzentriert und beherzt zur Sache. Ende des ersten Viertels musste man dann den Verlust von Goalgetter Tom Völkel hinnehmen. Er lieferte sich bereits seit einigen Minuten kleinere Nicklichkeiten mit Potsdams Erik Miers. Die Schiedsrichter entschieden im Halbkreis auf überharten Einsatz bzw. Revanchefoul … Diese Entscheidung schien die Neuköllner erst so richtig zu motivieren und sie spielten wie entfesselt auf. Tor um Tor zogen sie davon, so dass zur Halbzeit ein 7:4 auf der Anzeigetafel stand. Überragend zu diesem Zeitpunkt: Centerverteidiger David Kleine, der Nationalmannschaftscenter Ferdinand Korbel sicher im Griff hatte und selbst drei Tore erzielte, sowie Torwart Tim Höhne, der nicht nur einen Fünfmeter parierte sondern auch unzählige Potsdamer Chancen bravurös vereitelte.

Zu Beginn des dritten Viertels musste dann Spielmacher Tim Donner mit seinem dritten Persönlichen Fehler das Wasser verlassen und Ende des Viertel wurde auch noch gegen den slowakischen Nationalspieler Marek Molnar auf Ausschluss mit Ersatz entschieden. Dieses Viertel ging mit 2:3 an die Gäste aber die SGN führte noch mit 9:7. Im letzten Viertel wurden noch einmal sämtliche Kraftreserven mobilisiert und die jüngeren Spieler wie Niklas Braatz und David Rösch reihten sich mühelos in die Riege der „Alten“ ein. Der 17-jährige Niklas Braatz erzielte sogar drei Treffer und David „Goliath“ Rösch einen. Man konnte sich der Potsdamer Angriffswelle erwehren und verwaltete den 2-Tore-Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Am Ende stand ein 11:9 für die SGN zu Buche und somit ein 1:2 in der Serie.

Betrachtet man die Tatsache, dass man ohne Florian Thom (Fingerbruch), Martin Andruszkiewicz, Jan Zoske (beide krank), Tom Völkel (AmE), Marek Molnar (AmE) und Tim Donner (drei Wasserverweise) gespielt hat, grenzt das Ergebnis an ein Wunder. Spieler des Tages mit einer überragenden Vorstellung wurde SGN-Centerverteidiger David Kleine.

Für die SGN im Einsatz waren: Tim Höhne, Yannick Arnhold, Niklas Braatz (1/3), Tom Völkel (2/0), David Kleine (2/3), Marek Molnar (2/1), Andreas Schlotterbeck (1/0), Sascha Pacyna (1/1), Aleksandre Kazakhishvili (0/1), Spencer Hamby (0/1), Tim Donner (1/0), David Rösch (0/1).

Weiter geht es mit dem vierten Spiel in der Best-of-Five-Serie am Mittwoch, 04.04.2018 im Potsdamer Blu. Sollte die SG Neukölnn auch dort siegreich sein, fände das letzte, entscheidende Spiel dann wieder in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg am Samstag, 07.04.2018 statt.


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