Kurioses 6:6 gegen Esslingen

Am vergangenen Adventswochenende, genauer gesagt am 2.12.2017, mussten die Schützlinge von SG Neukölln Coach Thomas Schertwitis gegen den SSV Esslingen antreten. Das mit Vorfreude erwartete hochklassige Spiel blieb leider aus, aber spannend war es allemal. Die Zuschauer in der Schöneberger Schwimmhalle erlebten einen recht kuriosen Spielverlauf und ein irgendwie gerechtes 6:6 (1:5/1:1/2:0/2:0)-Unentschieden. Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient, obwohl die Hausherren serienweise hochkarätige Chancen vergaben und auch keines ihrer Überzahlspiele in Zählbares verwandeln konnten.

Die Esslinger erwischten einen Traumstart und führten die Neuköllner regelrecht vor. Ein schnelles Umschaltspiel und gefährliche Konter sorgten nach nur sechs Minuten für eine stabile 5:1-Führung. Es dauerte sechs Minuten im zweiten Viertel, ehe Spencer Hamby für die Neuköllner zum 2:5 verkürzte. Aber leider sorgte im direkten Gegenangriff der Esslinger Kapitän Heiko Nossek für den erneuten 4-Tore-Vorsprung, nachdem Neuköllns Georgischer Nationalspieler Aleksandre Kazakhishvili für 20 Sekunden das Wasser verlassen musste. Mit dem 2:6 ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Für die Esslinger sollte es das letzte Tor gewesen sein. Beide Mannschaften spielten konsequentes Press und ließen so gut wie keine Chancen zu. Jedoch gelang es den Schertwitis-Schützlingen sich Stück für Stück heranzuarbeiten. Im dritten Spielabschnitt sorgten Kazakhishvili und Kleine für das 3:6 und 4:6. Als Tom Völkel drei Minuten vor dem Spielende aus dem Rückraum das 5:6 erzielte, glaubten die Spieler und die Zuschauer plötzlich wieder an ein Happyend. Die Verteidigung der Neuköllner stand sicher und ein hervorragend aufgelegter Florian Thom im Tor der Berliner sorgte dafür, dass es bei dem knappen Vorsprung der Esslinger blieb. David Kleine war es, der eineinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff die Zuschauer jubeln ließ, und mit seinen zweiten Treffer das 6:6 erzielte. Auch in den letzten Sekunden hatten die Gastgeber noch Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. Aber anscheinend gibt es Tage, an denen einfach nichts zu gelingen scheint …

„Leider konnte, aufgrund der krankheitsbedingten Ausfälle unserer Center die Taktik nicht umgesetzt werden“, fasst SGN-Coach Schertwits zusammen. „Wir hätten im Angriff variabler agieren und den starken Timo van der Bosch aus der Verteidigerposition weglocken können“, erklärt Schertwitis. Alle Centerspieler waren für dieses Spiel ausgefallen. Andreas Schlotterbeck und Sascha Pacyna mussten von draußen zusehen, genauso wie der polnische Nationalspieler Martin Andruszkiewicz. Lediglich Spencer Hamby konnte kurze Einsätze absolvieren. Eine Gehirnerschütterung machte längere Einsätze aber unmöglich. „Ich denke, dass man unter diesen Umständen und wenn man den Spielverlauf betrachtet, mit dem Punktgewinn zufrieden sein kann. Auch wenn wir trotz allem noch genügend Chancen hatten, das Spiel für uns zu entscheiden“, erklärt Torhüter und Spieler des Tages Florian Thom, der für dieses Spiel das Kapitänsamt vom erkrankten Andreas Schlotterbeck übernahm. Mit einem Sieg wären die Neuköllner auf Platz 3 der DWL-Gruppe A geklettert, nun ist es leider nur Platz 4.

Das nächste Spiel der SGN findet am 16.12.2017, um 18:00 Uhr, in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg statt. Gegner ist der SV Bayer Uerdingen, der zurzeit mit fünf Punkten auf Platz 6 der Gruppe A steht, nur einen Punkt hinter den Neuköllnern.


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