Britta Steffen holt drei Titel, Dorothea Brandt mit einer Gold- und einer Silbermedaille und Tom Siara sowie Robin Backhaus mit Finalteilnahmen waren das Fazit der diesjährigen Kurzbahn-Europameisterschaften im polnischen Szczecin (Stettin).
Erster Tag
Der erste Tag startete mit dem ersten Einsatz von Dorothea Brandt über 50 Meter Brust. Souverän qualifizierte sie sich in einer Zeit von 30,74 Sekunden als Zweitplatzierte für die Semifinals am Nachmittag. Zum Ende des Abschnitts erfolgte der erste Auftritt Britta Steffens. Über 100 Meter Freistil schwamm sie im Vorlauf auf Platz zwei in 52,84 Sekunden und stand damit ebenfalls souverän im Halbfinale.
Am Nachmittag begann Dorothea Brandt erneut mit den 50 Meter Brust. Sie gewann ihren Halbfinallauf sicher in 30,38 Sekunden und lag in der Abrechnung wiederum auf Position zwei. Auch Britta Steffen siegte in ihrem Habfinale. Sie benötigte 53,02 Sekunden für die Strecke und zog als Viertplatzierte in das Finale am Folgetag ein. Im Anschluss stand Dorothea Brandt zum dritten Mal auf der Startbrücke. Das Finale über 50 Meter Brust stand auf dem Zettel. In 30,17 Sekunden holte sie die Silbermedaille und schwamm nur 0,11 Sekunden langsamer als die Siegerin und ihre persönliche Bestzeit, die sie in der Ära der Anzüge aufstellte.
Zweiter Tag
Wiederum eröffnete Dorothea Brandt den Wettkampftag mit den 50 Meter Schmetterling. Die frischgekürte Deutsche Meisterin erschwamm sich lediglich den 26. Rang in 27,34 Sekunden. Zusammen standen die beiden Frauen der SG Neukölln auf der Startbrücke. Die 4×50 Meter Freistilstaffel stand auf dem Programm. Britta Steffen als Startschwimmerin in 24,40 Sekunden und Dorothea Brandt als im Anschluss in 24,68 Sekunden schwammen die Staffel zu Platz eins in den Vorläufen und standen damit als Favoritinnen für den Nachmittag fest.
Britta Steffen startete auf den 100 Freistil in das Finale. In neuer Weltjahresbestzeit von 51,94 Sekunden, und damit auch nur knappe 2/10 Sekunden über ihrem Deutschen Rekord, gewann sie den Titel auf kontinentaler Ebene. Zum Ende des Tages stand die Freistilstaffel der Frauen auf dem Programm. Britta Steffen (24,11) und Dorothea Brandt (23,88) führten die Staffel durch ihre hervorragenden Leistungen zur Goldmedaille.
Dritter Tag
Am dritten Tag startete Dorothea Brandt erneut als erste Neuköllnerin. Über 100 Meter Brust qualifizierte sie sich zwar in 1:08,45 Minuten für das Halbfinale, aber meldete sich für dieses ab. Erstmals dann auch die Männer der SG Neukölln über 200 Meter Schmetterling am Start. Robin Backhaus schwamm knapp persönliche Bestzeit in 1:56,22 Minuten auf Platz 18 und Tom Siara landete in 1:56,43 Minuten direkt dahinter auf Rang 19. Die Frauen dann wieder vereint in der 4×50 Meter Lagenstaffel. Dorothea Brandt als Brustschwimmerin in 30,52 Sekunden und Britta Steffen als Freistilschwimmerin in 24,33 Sekunden landeten mit ihren beiden Staffelkolleginnen auf Platz vier der Vorläufe.
Demnach am Nachmittag im Finale nur die beiden Frauen im Einsatz mit der Staffel. Leider wurde die auf Platz drei angekommene Staffel aufgrund eines Wechselfehlers disqualifiziert. Schade, aber auch das gehört zum Sport dazu.
Vierter Tag
Britta Steffen und Dorothea Brandt standen am Morgen über die 50 Meter Freistil am Start, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Dies schafften sie auch souverän auf Position drei und sieben. Britta schwamm 24,66 Sekunden und Dorothea 24,74 Sekunden. Die beiden Männer starteten erneut zusammen über 200 Meter Freistil. Robin Backhaus zog in 1:45,13 Minuten als Neuntplatzierter in sein erstes internationales Einzelfinale und Tom Siara schwamm in 1:46,29 Sekunden auf Rang 21. Kurz darauf schwamm Tom dann als Mitglied der 4×50 Meter Freistilstaffel in 21,94 Sekunden und Platz sieben in sein erstes internationales Finale bei seinem ersten internationalen Auftritt.
Mit dem Semifinals der 50 Meter Freistil der Damen startete der Nachmittag. Beide Damen der SG Neukölln standen im zweitem Halbfinale und qualifizierten sich für das Finale. Britta Steffen schwamm als Schnellste 24,09 Sekunden und Dorothea Brandt in 24,55 Sekunden als Sechstplatzierte. Dann das Finale über 200 Meter Freistil der Herren. Robin Backhaus konnte seinen Platz trotz langsamerer Zeit verteidigen und schwamm 1:45,91 Minuten. Zwei deutsche Frauen in einem Finale und beide von der SG Neukölln standen im Finale der 50 Meter Freistil. Britta Steffen holte die Goldmedaille in 24,01 Sekunden und gewann ihren dritten Titel der Veranstaltung. Dorothea Brandt schrammte in 24,28 Sekunden um 0,05 Sekunden an der Bronzemedaille vorbei und landete auf Rang vier. Zum Abschluss Tom Siara mit der 4×50 Meter Freistilstaffel. Er konnte sich wie das gesamte Team nochmals steigern und schwamm 21,67 Sekunden und verpasste leider wie Dorothea als Viertplatzierter die Medaillenränge.
Robin Backhaus