Dorothea Brandt brachte bei den Kurzbahn-Europameisterschaften vom 10.-13.12.2009 in Istanbul zwei Bronzemedaillen mit nach Hause. Ganz besonders erfreulich ist der dritte Platz über 50m Freistil. Damit erkämpfte sie sich zum ersten Mal auf einer Einzelstrecke eine internationale Medaille und einen Deutschen Rekord.
Im Finale über 50 Meter Freistil bewies Dorothea Brandt ihre zuletzt gute Form und verbesserte den deutschen Rekord von Britta Steffen um sechs Hunderstel auf 23,74 Sekunden. Der dritte Platz war ihr Lohn. Damit steigerte sie sich vom Vorlauf (5. Platz in 24,37 Sekunden) über Halbfinale (4. Platz in 24,14 Sekunden) zum Finale kontinuierlich. Es gewann die Niederländerin Hinkelen Schreuder in 23,32 Sekunden vor ihrer Landsfrau Ramoni Kromowidjojo (23,58 Sekunden). Herzlichen Glückwunsch!
Ihre zweite bronzene Medaille holte sich Dorothea mit ihren drei Kolleginnen über 4×50m Freistil. 1:36,73 Minuten brauchten Dorothea (24,24 Sekunden als Startschwimmerin), Daniela Samulski, Lisa Vitting und Daniela Schreiber dafür. Es gewannen die Niederländerinen mit neuem Weltrekord von 1:33,25 Minuten vor dem Team aus Schweden, welches 1:35,46 Minuten benötigte.
Im Vorlauf über 50 Meter Brust musste Dorothea sich sputen. Denn nicht nur die schnellsten 20 qualifizieren sich für die Halbfinals, sondern auch nur die schnellsten zwei jeder Nation. So dürfen im Vorlauf bis zu vier Schwimmer pro Land antreten, aber nur zwei können weiter kommen, auch wenn sie ganz vorne mitschwimmen. Dieses Schicksal ereilte Sarah Poewe aus Wuppertal, die als Vorlauf-Dritte (!) mit 30,19 Sekunden ausscheiden musste. Schneller waren Janne Schäfer (29,85 Sekunden) und Dorothea mit neuem Vereinsrekord von 30,07 Sekunden. Im Halbfinale über 50 Meter Brust schlug Dorothea als Vierte nach 30,14 Sekunden an. Im Finale schließlich erzielte sie 30,19 Sekunden und wurde Sechste. Es gewann die Holländerin Moniek Nijhuis mit 29,68 Sekunden.
Über 100 Meter Freistil schied Dorothea nach 53,97 Sekunden als 18. aus und über 4×50 Meter Lagen hätte es noch eine Silbermedaille sein können, wenn da nicht Dorothea als Schlussschwimmerin eine Hundertstel zu früh ins Wasser gesprungen wäre…