Die Norddeutsche Meisterschaften der Masters in Goslar. Eine Woche nach den Deutschen Meisterschaften der Masters fanden in Goslar am 19. und 20. Juni 2010 noch die Norddeutschen Titelkämpfe statt. Da viele Neuköllner Masters bereits in Hamburg bei den „Deutschen“ an den Start gegangen waren, fand sich nur noch ein kleines Neuköllner Grüppchen in Goslar ein. Auch der Freibad-Wettkampf lockte nicht jeden, denn der Sommer wollte ja in unseren Gefilden noch nicht so richtig Fuß fassen.
So machten sich bei durchwachsener Wetterprognose am Samstagmorgen Brigitte und Klaus Merten sowie Angelika Radau, Andrea Kunkel und Wolfgang Haack auf den Weg nach Niedersachsen. Katja Sotzmann war aus privaten Gründen in der Nähe und nutzte die Chance, noch einmal wettkampfmäßig ins (kühle) Nass zu springen. Schon beim Einschwimmen trieb ein kühler Wind die ersten dunklen Wolken über das Aquantic-Freibad. Kurz kam die Überlegung auf, sich das Einschwimmen einfach zu schenken und in den wohlig-warmen Gefilden des Wärmemantels zu verharren. Aber da uns ja die Techniken des Aufwärmens etc. bestens vertraut sind, ging‘s dann doch zum Antesten ins Wettkampfbecken. Auch hier wünschte sich so manch einer das warme Wasser unserer „Britzer Edelstahlwanne“ her, denn mit 24 Grad Wassertemperatur und kühlem Wind von oben kam irgendwie keine wirkliche Freude auf. Dafür konnten wir mit dem ersten Start, der 4×50m Lagen-Mixed-Staffel der AK 200 in der Besetzung Gitti, Wolfgang, Klaus und Andrea gleich den ersten Sieg einfahren. Die meisten Starts hatten das Ehepaar Merten gemeldet. Diese sollten auch zur Vorbereitung auf die WM in Göteborg dienen. Beide betätigten sich als erfolgreiche Edelmetall-Schürfer, während Klaus die Silbermine ausräumte, fand Gitti die Goldmine und konnte jeden Start mit einem Sieg beenden.
Gold und Silber gab es auch für Katja, sie gewann die 100m Brust in der AK 30 und belegte über 50m Schmetterling den zweiten Platz. Andrea gewann überraschend die 100m Brust in der AK 40 und freute sich sehr, da dies nicht unbedingt ihre Hauptlage ist. Wolfgang hatte auf derselben Strecke leider etwas Pech, durch eine Verletzung gehandicapt reichte es in dem stark besetzten Feld der AK 45 nur zu Platz 5. Angelika verzichtete auf einen Einzelstart, verhalf aber der 4×50m Lagenstaffel der Frauen in der AK 200 als Schlussschwimmerin zum ungefährdeten Sieg. Ein besonderer Dank geht auch noch einmal an Katjas Freund Ulf, der alle Zeiten mitstoppte und notierte, so dass auch jeder Staffelschwimmer am Ende seine Einzelzeit kannte.
Nach dem Wettkampfende am Samstag verzogen sich Andrea, Angelika, Wolfgang, Katja und Ulf in die warmen Autos und traten die Heimreise an, während Gitti und Klaus sich noch einen weiteren Wettkampftag gönnten. Die beiden berichteten, dass sich das Wetter nicht wesentlich besserte, Gitti ihre Siegesserie fortsetzte und Klaus auch noch die Goldmine fand, bei einem Sieg über 50m Rücken.
Andrea und Angelika
Ergebnisse:
50 m Schmetterling
AK 30 Katja Sotzmann 0:33,73 2. Platz
50 m Freistil
AK 60 Brigitte Merten 0:34,63 1.Platz
AK 60 Klaus Merten 0:31,60 2. Platz
100 m Brust
AK 40 Andrea Kunkel 1:35,14 1.Platz
AK 30 Katja Sotzmann 1:28,45 1.Platz
AK 45 Wolfgang Haack 1:22,22 5.Platz
100 m Rücken
AK 60 Brigitte Merten 1:33,37 1. Platz
200 m Lagen
AK 60 Brigitte Merten 3:10,96 1. Platz
AK 60 Klaus Merten 3:29,80 2. Platz
100 m Schmetterling
AK 60 Brigitte Merten 1:28,45 1.Platz
100 m Freistil
AK 60 Brigitte Merten 1:19,84 1.Platz
AK 60 Klaus Merten 1:10,97 2. Platz
50 m Rücken
AK 60 Klaus Merten 0:44,22 1.Platz
4 × 50 m Lagen mixed AK 200 2:34,39 1. Platz
Brigitte Merten, Wolfgang Haack, Andrea Kunkel, Klaus Merten
4 × 50 m Lagen weiblich AK 200 2:40,13 1. Platz
Brigitte Merten, Katja Sotzmann, Andrea Kunkel , Angelika Radau