SwimCup Amsterdam: Maurice Ingenrieth & Ole Braunschweig on tour

Am 19.10.2017 ging es für uns zusammen mit Timo Zwiesigk und Alexander Litke, beide Angehörige des Berliner TSC, mit dem Flieger nachmittags nach Amsterdam (Niederlande), wo der SwimCup Amsterdam auf der Kurzbahn vom 20. bis zum 22.10.2017 stattfand. Den Wettkampf sind wir ohne Vorbereitung aus dem Training geschwommen, also hatten wir auch am Abflugtag noch eine Früheinheit. Der Flug verlief ohne große Probleme und wir wurden am Flughafen Amsterdam freundlich von unserem Fahrer empfangen, der uns zum Hotel und immer zur Schwimmhalle kutschiert hat, sowie auch wieder zurück zum Hotel. Obwohl es nur zwei Kilometer waren, waren wir heilfroh ihn zu haben, da das Wetter die meiste Zeit schlecht war. Mit dem Hotel waren wir echt zufrieden, auch wenn das Essensystem interessant für uns war. Mittags und vor allem abends wurde nicht immer das gleiche Essen nachgebracht, sondern immer was anderes, das heißt man musste schnell sein, aber man ist satt geworden. In dem Hotel waren außer wir auch noch Iren, Belgier und Dänen, wo unter anderem auch Pernille Blume, die Olympiasiegerin und Ex-Sportlerin unseres Trainers Stefan Hansen, bei war.

Tag 1

Gestartet sind wir in den Wettkampf mit 50m Schmetterling, wobei ich eine neue Bestzeit in 25,18 Sekunden erzielen konnte. Ole musste erstmal in den Wettkampf reinkommen und schlug mit einer 25,60 Sekunden an. Leider konnten wir mit diesen Zeiten keiner von uns Finals erreichen. Auf Oles Hauptstrecke, die 100m Rücken, konnte er sich in einer Zeit von 54,21 Sekunden für das A-Finale am Abend qualifizieren. Als letzter des Vormittagsabschnitts durfte ich mich über sie 200m Freistil behaupten, wo ich mit fast drei Sekunden unter meiner vorherigen Bestzeit anschlug (neue Bestzeit 1:50,37 Minuten). Damit habe ich mich allerdings nur ins B- Finale geschwommen.

Nach einer drei stündigen Mittagspause im Hotel, wo wir zu Mittag gegessen haben und Mittagsschlaf gemacht haben ging es gegen 14:30 Uhr wieder zurück in die Schwimmhalle zum Einschwimmen. Von uns beiden durfte ich als erster ran, da immer zuerst die B-, C-, manchmal auch D- und die Paralympischen Finals gestartet sind. Im 200m Freistil-Finale konnte ich nochmal meine Bestzeit aus dem Vorlauf um 0,04 Sekunden verbessern und kam mit einer 01:50,33 auf der vierten Position an die Wand. Nun war Ole an der Reihe im A-Finale, welche nach einer kleinen Pause nach den anderen Finals starteten. Auch er schaffte es, seine Zeit aus dem Vorlauf zu unterbieten. Ole schlug als Zweiter mit einer 53,88 Sekunden an. Anders als erwartet, gab es keine Siegerehrungen der Gewinner des A- Finals. Der Erstplatzierte bekam ein Kuscheltier, einen Blumenstrauß und ein Foto. Keine Medaillen und auch nichts für den zweiten und dritten Platz.

Tag 2

Am Samstag ging es für mich direkt mit dem ersten Wettkampf den 400m Freistil los. Auch über diese Strecke konnte ich eine neue Bestzeit schwimmen. Jedoch war ich mit der Zeit von 3:58,98 Minuten eher weniger zufrieden, da ich mir nach meinen überraschend guten 200m Freistil am Vortag mehr erhofft hatte. Dennoch konnte ich mich damit ins A-Finale schwimmen und hatte damit noch eine Chance. Ole ging an dem Tag nur über die 50m Rücken an den Start und schwamm sich in 25,18 Sekunden ebenfalls ins A-Finale am Abend. Ich hatte nochmal die Ehre über die 200m Schmetterling an den Start zu gehen dürfen. Nach einer eher kurzen Pause zwischen den 400m Freistil und 200m Schmetterling, konnte ich mich trotzdem noch mit 2:04,09 Minuten in das A- Finale schwimmen.

Der Mittag verlief sowie am Tag zuvor und wir waren heiß ins Wasser zu springen und unser Bestes zu geben. Mit Unterstützung meiner Familie, die schon am Morgen zu den Vorläufen aus Süchteln, Nordrhein-Westfahlen, anreiste, konnte es nur gut werden. Wie schon in den Vorläufen durfte ich als erster von uns in die A-Finals über die 400m Freistil und konnte nochmal unter der Vier-Minuten-Marke bleiben. Das doch sehr harte Rennen brachte mich somit in einer Zeit von 3:59,38 Minuten auf den 6. Platz. Im Finale über die 50m Rücken erzielte Ole in 25,02 Sekunden den vierten Platz. Mit der knappen Zeit über 25 Sekunden, war er nicht wirklich zufrieden. Aber was ich so sehr an uns vier geschätzt habe, ist dass wir uns gegenseitig unterstütz haben. Damit waren viele Dinge dann schnell vergessen. Mit einer noch kürzeren Pause als bei den Vorläufen hatte ich noch das Rennen über die 200m Schmetterling offen. Auch hier erreichte ich in diesem Finale als Sechster das Ziel. Die Zeit war auch leider hier mit einer 2:05,16 Sekunden langsamer als im Vorlauf.

Tag 3

Der letzte Tag bedeutete noch mal alles geben. Der Wettkampf begann diesmal früher als an den anderen Tag, aber für uns immer noch human. Mit 100m Schmetterling begann ich den Wettkampf und erzielte mit einer Zeit von 55,86 Sekunden als schnellster den Platz für das B-Finale. Ebenfalls als erster schwamm Ole über die 200m Rücken mit einer Zeit von 1:58,14 Minuten sehr souverän in das A-Finale. Nach dem Abschnitt hieß es dann für uns, ab ins Hotel und unsere Taschen packen, da wir um 12:00 Uhr aus dem Hotel auschecken mussten. Danach haben wir noch im Hotel gegessen und in der Lounge uns entspannt und auf den Fahrer gewartet, der uns wieder in die Halle gefahren hat.

Auch am letzten Tag hatten wir Fans aus Deutschland dabei. Sie haben uns nicht nur angefeuert, sondern auch am Samstag die leckersten Mandelhörnchen mitgebracht. Mit Extraenergie ging es dann in den letzten Abschnitt des SwimCup Amsterdam 2017. Überraschen gewann ich in 55,77 Sekunden mein Finale über 100m Schmetterling und konnte somit zufrieden in den Feierabend gehen. Nur Ole hatte noch das Vergnügen, als Favorit zu Starten. Ihm gelang es mit der exakt gleichen Zeit wie im Vorlauf anzuschlagen. Jedoch reichte die 1:58,14 Minuten diesmal nicht für den Sieg, wurde jedoch mit einem guten dritten Platz gekrönt.

Im Großen und Ganzen hatten wir ein erfolgreichen, lustigen, erfahrungsreichen aber natürlich auch einen anstrengenden Wettkampf hinter uns gebracht. Das Highlight für uns war dann noch ein Bild mit Pernille Blume. So konnten die drei Berliner zufrieden wieder nach Berlin zurück und ich machte noch einen kleinen Umweg mit dem Auto in meine Heimatstadt, Süchteln.

Ein Bericht von Maurice Ingenrieth


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