DM 2017: Lisa Graf schwimmt deutschen Rekord über 200m Rücken

Die Deutschen Meisterschaften fanden dieses Jahr vom 15. bis zum 18. Juni 2017 zum wiederholten Mal in Berlin statt. Die SG Neukölln hatte 19 Sportler mit 44 Einzelstarts sowie eine Staffel gemeldet.

Die Besten konnten sich für die Weltmeisterschaften in Budapest vom 24.- 30.7.2017 qualifizieren, was Lisa Graf gelang. Hierfür waren wieder wie früher nur die Deutschen Meisterschaften entscheidend. Beibehalten wurde aber die Erfüllung von Vor- und Endlaufnormen. Wiederum neu war, dass für die U23 eigene Normzeiten galten. Auch wurden für 400 Meter und länger die Normzeiten schon und nur im Vorlauf abgefordert. Ebenfalls neu war, dass die WM-Teilnehmer dann bereits jetzt für die im Dezember stattfindenden Kurzbahneuropameisterschaften in Kopenhagen vom 13.-17.12.2017 nominiert wurden. Außer sie sind bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr wie Lisa Graf, dann müssen sie nämlich zu den Militärweltmeisterschaften vom 10.-17.12.2017 in Rio de Janeiro.

Mit auf den Startblöcken waren Anne-Helen Schultz, Charlotte Blanke, Deborah Enge, Jakob Schubert, Josi Platalla, Kai Lehmann, Kevin Behnke, Lara-Marie Schönfeldt, Leonie Kullmann, Lisa Graf, Luca Dyroff, Marlene Blanke, Maurice Ingenrieth, Maximilian Dachner, Ole Braunschweig, Olivia Wróbel, René Asmus, Robin Backhaus und Tobias Niestroy.


Erster Wettkampftag

Augenmerk lag am ersten Tag der DM auf Leonie Kullmann, die über 400m Freistil die Chance auf ein WM-Ticket hatte. Bereits im Vorlauf musste die WM-Norm, in Leonies Falle die U23-Norm, von 4:10,57 Minuten unterboten werden. Mit 4:12,17 Minuten kam sie drei Zehntel an ihre Bestzeit heran und verfehlte die Norm. Damit wurde sie Vorlaufdritte und meldete um Kräfte zu schonen das Finale ab. Ole Braunschweig verbesserte sich und seinen Vereinsrekord über 100m Rücken auf 55,01 Sekunden. Leider verpasste er als Vierter das Treppchen um eine Zehntel. Doch ist es eine schöne Leistungssteigerung und das trotz des Abistresses der vergangenen Wochen. Den hatte auch Olivia Wróbel durchmachen müssen, sie wurde über 50m Schmetterling Sechste in 27,39 Sekunden. Im B-Finale über 400m Freistil standen Marlene und Charlotte Blanke. Sie machten es spannend, Marlene Blanke belegte in 4:28,29 Minuten den 14. Platz, dicht dahinter Charlotte in 4:28,43 Minuten auf dem 15. Platz.

Weitere Ergebnisse aus den Vorläufen: 50m Schmetterling: 24. Deborah Enge 28,61 Sekunden, 49. Josi Platalla 29,75 Sekunden; 50m Schmetterling: 49. René Asmus 26,35 Sekunden; 400m Freistil: 3. Leonie Kullmann 4:12,17 Minuten (Finale abgemeldet), 28. Lara-Marie Schönfeldt 4:34,28 Minuten; 400m Lagen: 20. Anne-Helen Schultz 5:09,60 Minuten, 22. Josi Platalla 5:09,93 Minuten; 100m Rücken: 31. Kevin Behnke 59,66 Sekunden

Zweiter Wettkampftag

Erstmalig über die 100m Rücken wird Lisa Graf Deutsche Meisterin. In 1:00,37 Minuten verbesserte sie ihren Vereinsrekord vom April aus Eindhoven. Zudem kann sie sich als Siegerin Hoffnung machen auf einen WM-Start in der Lagenstaffel. Leonie Kullmann hat das WM-Ticket jedenfalls verpasst. Ihre Vizemeistertitel über 200m Freistil reichte nicht aus. Ihre 1:58,89 Minuten reichten nicht zur Norm und auch die Staffeladdierung der vier schnellsten Schwimmerinnen ergab knapp eine Sekunde zu viel. Ihren ersten Titel verpasste Leonie nur um drei Hundertstel, die Potsdamerin Isabel Gose war hauchdünn schneller. Ole Braunschweig durfte sich nach dem gestrigen vierten Platz über seine erste Medaille im Erwachsenenbereich freuen. Im Rückensprint über 50m gewann er in 25,62 Sekunden Bronze. Im Vorlauf gelang ihm zudem ein neuer Vereinsrekord in 25,60 Sekunden. Damit war der komplette Medaillensatz an diesem Tage perfekt. Maurice Ingenrieth kam im B-Finale über 200m Schmetterling in 2:07,80 Minuten auf den 15. Platz.

Weitere Ergebnisse aus den Vorläufen: 50m Brust: 56. Anne-Helen Schultz 34,92 Sekunden; 50m Rücken: 28. Kevin Behnke 27,61 Sekunden, 32. Luca Dyroff 27,75 Sekunden; 50m Freistil: 36. Kai Lehmann 24,16 Sekunden, 57. René Asmus 24,87 Sekunden; 200m Lagen: 8. Robin Backhaus 2:04,52 Minuten (Finale abgemeldet); 200m Freistil: 30. Charlotte Blanke 2:07,55 Minuten, 47. Marlene Blanke 2:09,26 Minuten; 200m Schmetterling: 40. Maximilian Dachner 2:15,35 Minuten

Dritter Wettkampftag

Die einzige gemeldete Staffel, die gemischte Lagenstaffel, gewann in der Besetzung Ole Braunschweig, Jakob Schubert, Olivia Wróbel und Leonie Kullmann in 4:00,31 Sekunden die Bronzemedaille. Sieger wurde die SG Frankfurt in 3:57,68 Minuten. Ole schwamm in Rücken ganz nah an seine Einzelzeit heran, 55,05 Sekunden. Jakob, desses Auftritt der einzige Start bei der DM war, half über die Brustdistanz in 1:06,81 Minuten aus. Olivia schmetterte 1:02,07 Minuten und Leonie sicherte in 57,38 Sekunden den Medaillenplatz. In den Wechselzeiten 0,47, 0,48 und 0,37 Sekunden liegt durchaus noch etwas Steigerungspotential. Ole Braunschweig schwamm auch über die letzte Rückendisziplin, den 200 Meter, eine neue persönliche Bestzeit und wie über die 100 Meter fehlte nur wenig für das Treppchen. Sein vierter Platz in 2:01,48 Minuten kann sich aber sehen lassen. Nach längerer Durststrecke konnte Tobias Niestroy wieder eine tolle Leistung zeigen. Über 400m Lagen wurde er in 4:25,89 Minuten Sechster und kam auf eine Sekunde an seine alte Zeit heran. Robin Backhaus kam im 100m-Freistilfinale in 50,38 Sekunden als Achter ins Ziel.

Weitere Ergebnisse aus den Vorläufen: 100m Freistil: 39. Charlotte Blanke 59,15 Minuten; 100m Freistil: 22. Kai Lehmann 51,79 Sekunden; 200m Rücken: 31. Kevin Behnke 2:12,50 Minuten; 200m Lagen: 22. Anne-Helen Schultz 2:24,75 Minuten; 1500m Freistil: 9. Charlotte Blanke 17:40,60 Minuten

Vierter Wettkampftag

Lisa Graf gewann über 200m Rücken mit neuem deutschen Rekord von 2:07,63 Minuten. Es war ihr erster deutscher Rekord über eine Einzelstrecke. Die vorherige Bestmarke wurde von Jenny Mensing in 2:08,30 Minuten gehalten. Damit verteidigte sie ihren Titel und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaften in Budapest. Zudem war das die fünftbeste Leistung weltweit in diesem Jahr. Herzlichen Glückwunsch, Lisa! Leonie Kullmann belegte über 800m Freistil in 8:46,34 den fünften Platz. Der Vereinsrekord von Cornelia Seithe aus dem Jahr 1996 wackelte, fiel aber nicht. Zwei Starts in den B-Finals beendeten die Veranstaltung aus Neuköllner Sicht: Olivia Wróbel wurde über 100m Schmetterling in 1:01,99 Minuten Zehnte. Robin Backhaus schwamm in 1:49,60 Minuten über 200m Freistil zum elften Platz.

Weitere Ergebnisse aus den Vorläufen: 200m Rücken: 33. Lara-Marie Schönfeldt 2:26,72 Minuten; 100m Schmetterling: 28. Maurice Ingenrieth 56,60 Sekunden; 100m Schmetterling: 49. Josi Platalla 1:06,72 Minuten; 800m Freistil: 14. Marlene Blanke 9:15,66 Minuten, 16. Charlotte Blanke 9:18,24 Minuten, Lara-Marie Schönfeldt 9:24,01 Minuten

Allen Sportlern und Trainern einen herzlichen Glückwunsch! Lisa, viel Glück in Budapest!

Alle Ergebnisse


Suche

Mitglied werden Schwimmschule Vorschwimmen Jugentreff “LIP29“

RSS IconRSS: News & Berichte