Auf nach Tokio - Presseecho

2017 – 201620152014201320122011201020092008

Schwimm-WM in Budapest: „Hierzulande ist ein Finale nichts wert“

Tagesspiegel15.07.2017. Von Johannes Nedo – Die Berlinerin Lisa Graf spricht vor der Schwimm-WM über zu hohe Erwartungen, ihr Leben zwischen Training und Studium sowie stilles Singen unter Wasser.

Lisa Graf, nach den deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Berlin lauteten ihre Stationen Hamburg, Rom, Heidelberg und nun bald Budapest. Ist das viele Unterwegssein für Sie als Schwimmerin schon Normalität geworden?
Eigentlich war ich in den vergangenen Wochen gar nicht so viel unterwegs verglichen mit anderen Jahren. Die nächste Zeit wird dann wieder stressig, weil ich nach der WM auch noch bei der Universiade in Taiwan und bei anderen Weltcups schwimme. Ich finde es nicht schlimm, so viel zu reisen – und wir haben ja auch immer wieder Zeit zu Hause. Anstrengend und nicht so schön ist es nur, wenn es die längeren Strecken gibt, bei denen man nicht bei Familie und Freunden sein kann. Mitte August bin ich erst wieder in Berlin für zehn Tage.
Haben Sie schon überschlagen, wie viel Zeit für das Schwimmen draufgeht?
Ich glaube, es ist besser, wenn man sich das nicht so genau vor Augen führt. Im vergangenen Jahr musste ich für meine Steuererklärung zusammenfassen, wie viele Tage ich unterwegs war, und bin dann auf etwa 220 Reisetage im Jahr gekommen. Das war schon echt heftig. Normal ist das natürlich nicht. Aber es ist ja auch schön, so viel rumzukommen. Wer hat das schon? Ich kann so viel von diesen Reisen für mich mitnehmen. Klar ist viel mit Training verbunden, aber ich habe auch Spaß dabei.
Wie sieht Ihr normaler Trainingstag aus?
Meist fange ich um 7 Uhr mit dem Training an, das geht bis 10 Uhr. Dann gehe ich danach zwei- bis dreimal pro Woche zur Uni, etwa bis 14 Uhr. Und dann habe ich von 16 Uhr bis 19 Uhr wieder Training. Das ist seit etwa fünf Jahren für mich der normale Tagesablauf in Berlin.
Viele Schwimmer bezeichnen das Training als Kachelzählen. Ist es das für Sie auch?
Ich weiß nicht, wie man es schöner beschreiben könnte. Gerade diese langen Ausdauerphasen, wenn wir unsere fünf bis sieben Kilometer schwimmen, sind sehr anstrengend – auch für den Kopf.
Weil es so monoton ist?
Es sind ja zwei bis zweieinhalb Stunden, die man hin- und herschwimmt. Man kann nicht reden und muss sich mit sich selber beschäftigen. Ich singe dann meist still vor mich hin. Denn man schafft es ja nicht, komplett seinen Kopf auszuschalten. Und eh man jeden einzelnen Meter zählt, ist es besser, wenn man versucht sich abzulenken. Aber es gibt auch Phasen, in denen wir unser Training reduzieren, an der Schnelligkeit arbeiten und regenerieren. Das ist meist vor den großen Wettkämpfen und darauf freut sich jeder das ganze Jahr.
Das harte Training hat sich für Sie zuletzt ausgezahlt. Bei den deutschen Meisterschaften haben Sie über 200 Meter Rücken einen neuen deutschen Rekord aufgestellt.
Das hat meine Erwartungen übertroffen. Nach den Olympischen Spielen in Rio hatte ich vier Monate pausiert und erst am 1. Januar wieder mit dem Training angefangen. Mein Trainer Gerd Eßer und ich waren aber voll entspannt und haben uns nur vorgenommen: Mal schauen, wo wir hinkommen. Außerdem wussten wir, dass es echt schwer wird zur WM zu kommen – wegen der schnellen Normzeiten. Im Verlaufe der Monate haben wir dann gemerkt: „Wir sind besser drauf als vor Rio! Wie kommt das?“ Manchmal tut so eine Pause wahrscheinlich richtig gut, das braucht man auch für den Kopf.
Wie groß ist der Anteil von Trainer Gerd Eßer, dass Sie sich so verbessert haben?
Wir sind einfach ein gutes Team, haben uns immer besser kennengelernt und uns gegenseitig hochgezogen. So haben wir zuletzt auch mein Potenzial in den Kraftbereichen noch besser ausgeschöpft – indem ich unter anderem Ein-Kilo-Fußmanschetten zusätzlich beim Schwimmen getragen habe. Damit ich die Kraft besser ins Wasser bekomme.
Welche Ziele haben Sie sich nun für die WM vorgenommen?
Ich will vor allem an die Zeit der deutschen Meisterschaften, also den deutschen Rekord, wieder herankommen. Dann ist auch eine Finalteilnahme drin, die ich in den vergangenen zwei Jahren ganz knapp verpasst habe.
Zur Weltmeisterschaft reist der Deutsche Schwimm-Verband nur mit einem kleinen Team von 14 Athleten. Um die härteren Normen und das neue Kraftkonzept von Bundestrainer Henning Lambertz gab es zuletzt viele Diskussionen. Was halten Sie davon?
Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Gerade die Zentralisierung ist wichtig. Wir müssen einfach sehen, dass wir mehr zusammen an den Stützpunkten trainieren. Die Amerikaner leben uns das vor. Auch das Kraftkonzept tut uns gut. Im ersten Jahr ist es immer schwierig, aber über den langfristigen Aufbau bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio sollte das eigentlich bei allen gut angekommen sein.
Die Reformen wurden stark kritisiert – unter anderem vom ehemaligen Weltmeister Paul Biedermann. Wie stehen Sie dazu?
Wir beschäftigen uns natürlich damit. Aber wenn man weiß, wie es wirklich abgelaufen ist, versteht man alles besser.
Was müsste passieren, damit das Schwimmen in Deutschland wieder mehr Aufmerksamkeit erfährt?
Grundsätzlich ist es wichtig, dass sich die deutsche Öffentlichkeit auch mit einer Finalteilnahme zufriedengibt. Selbst Platz acht oder vier von der ganzen Welt ist doch eine Wahnsinnsleistung. Dieses Denken müssen wir in die deutschen Köpfe bekommen. Denn hierzulande ist es nichts wert, wenn man ein Finale erreicht – das ist so traurig. Wir investieren so viel dafür und geben so viel dafür auf, aber es ist nicht verankert in den deutschen Köpfen.
Woran merken Sie das persönlich?
Ich höre schon manchmal: „Schwimmen in Deutschland – das geht ja gar nicht.“ Wenn jetzt auch die Öffentlich-Rechtlichen uns nicht mehr im Fernsehen zeigen, wie sollen wir dann je wieder irgendwie ins Rampenlicht kommen?

Bereit für den ersten Titel

Berliner Morgenpost14.6.2017, Philip Häfner: Schwimm-DM – Die Berlinerin Leonie Kullmann (17) will den nächsten Schritt Richtung Weltklasse schaffen. Meisterschaften an der Landsberger Allee.

Leonie Kullmann wird einiges zu erzählen haben. Die 17-Jährige hat gerade ihr Abitur hinter sich, am Dienstag war die letzte mündliche Prüfung im Fach Erdkunde. Davon wird sie ihren Schwimmkolleginnen nun ausführlich berichten, wenn sich Deutschlands Beste ab Donnerstag in Berlin zu den nationalen Meisterschaften versammeln. „Ich bin keine, die sich abschottet“, sagt Kullmann. Wenn andere sich in den Tunnel zurückziehen, sich einen Kopfhörer aufsetzen und niemanden mehr an sich heranlassen, steht sie am liebsten noch mit ihren Freunden zusammen und quatscht. Am liebsten bis kurz vor dem Rennen. Es ist diese Lockerheit, die Kullmann auszeichnet. Das war schon so, als sie vor acht Jahren in den USA mit dem Schwimmsport begann. Ihre Eltern waren damals der Meinung, sie bräuchte einen Ausgleich zur Schule, und Schwimmen war der einzige Sport, der für ihre Altersgruppe angeboten wurde. Kullmann war fasziniert, mit wie viel Leidenschaft und Spaß schon die jüngsten Athleten ihre Bahnen zogen. „Training war dort nichts, was man machen muss, sondern will“, erinnert sie sich.

Spiele in Rio sorgen für viel Motivation
Diese Einstellung hat sich die Sportlerin der SG Neukölln bis heute bewahrt. Auch wenn es selbst ihr im Winter manchmal schwerfällt beim Training, wenn nur wenig Tageslicht in die Schwimmhalle fällt. Die Berlinerin ist deshalb ganz froh, dass die Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr etwas später stattfinden als sonst. „Ich brauche immer eine Weile, bis ich in Fahrt komme. Wenn die Tage wieder länger werden und die Sonne am Morgen in die Halle scheint, fällt mir das Training gleich viel leichter.“ Aber jetzt ist die Form da: Bei den Jahrgangsmeisterschaften siegte sie vor Kurzem bei vier Starts vier Mal – über 100, 200, 400 und 800 Meter Freistil. Die Zeiten: „Okay bis gut“, so Kullmann. Bei den Titelkämpfen des Nachwuchses spielte sie die Hauptrolle: Als Teenager, der sich im Vorjahr mit 16 den Traum von Olympia erfüllt hatte. Als jüngste deutsche Schwimmerin war sie dabei. Mit der 4×200-Meter-Freistilstaffel schied sie dort im Vorlauf aus, am Ende wurde Deutschland Zwölfter. Doch Olympia war für Leonie Kullmann mehr, als diese Zahlen beschreiben können. „Früher habe ich immer gedacht, dass eine Olympiateilnahme das Größte ist, dass man danach eigentlich auch aufhören könnte, weil man im Sport nicht mehr erreichen kann“, sagt sie. Doch als sie sich in Rio zwischen all den Schwimmstars wiederfand, habe sie realisiert, „dass es das noch nicht gewesen sein kann. Ich habe gesehen, was ich alles noch besser machen kann. Das war eine riesige Motivation für die nächsten vier Jahre.“

Mehr Fokus auf die Kraft
Zusammen mit ihrem Trainer Alexander Römisch setzt sie seither vermehrt auf kürzere und schnellere Einheiten; zudem legt sie wie alle DSV-Schwimmer größeren Fokus auf das Krafttraining. Dass sie mit Römisch weiter zusammenarbeiten kann, ist für Kullmann wichtig. Sein Vertrag lief aus, es war lange Zeit offen, ob er verlängert wird. „Keiner kennt mich so gut wie er“, sagt sie. Manchmal kann ich selbst nicht genau einschätzen, wozu mein Körper in der Lage ist. Aber er weiß immer ganz genau, was gut für mich ist.“ Bei den Deutschen Meisterschaften will sie mit seiner Hilfe nun erstmals einen Titel gewinnen. Denn obwohl Kullmann bereits bei Olympischen Spielen startete: Deutsche Meisterin bei den Erwachsenen war sie noch nie. In Berlin startet sie in drei Einzelwettbewerben und mit der Neuköllner Lagenstaffel. Am wichtigsten sind die 400 und die 200 Meter Freistil am Donnerstag beziehungsweise Freitag – dort will sich die gebürtige Dresdnerin jeweils für die WM im Juli in Budapest qualifizieren.

Leichtere Norm für U23-Athleten
Anders als ihre ärgsten Konkurrentinnen – über 200 Meter sind das vor allem Annika Bruhn und Johanna Friedrich, über die doppelt so lange Distanz Sarah Köhler, Leonie Beck und Reva Foos – muss sie nur eine leichtere Norm für U23-Athleten erfüllen, um den Sprung ins WM-Team zu schaffen. Es ist das erste Mal, dass der Deutsche Schwimm-Verband eine solche Regelung eingeführt hat. „Das kommt mir natürlich sehr entgegen“, sagt Leonie Kullmann. Doch für sie zählt nur der Titel. Auch wenn sie es nicht offen so sagt: Platz drei wie im Vorjahr wäre dieses Mal wohl eine Enttäuschung. „Ich bin nicht mehr die Kleine“, sagt sie. Hinzu kommt, dass sie nicht weiß, wann sie das nächste Mal an einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen wird. Mitte August zieht es Kullmann in die USA. Sie wird nach Alabama gehen, wo sie als Kind schon mit ihren Eltern gelebt hatte, und dort für vier Jahre an der University of Alabama studieren, Architektur und Ingenieurswesen. In Amerika wird sie mit dem Hochschulteam trainieren und Wettkämpfe bestreiten, im Sommer will sie dann auch in Deutschland starten. Man darf davon ausgehen, dass sie auch dann wieder viel zu erzählen haben wird.

Sportliches Umland – Die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln

BER aktuellJuli 2017. Mit ca. 4.500 Mitgliedern ist die SG Neukölln Berlins größter Schwimmverein, in dem seit 1898 gemeinsam Sport betrieben wird. Die SG Neukölln hat auf dem Vereinsgelände Sportbad Britz mit ihrem beheizten 50m-Freibad viele Angebote im Gepäck. Angeboten wird Schwimmen und Wasserball im Breiten- und Freizeitsport sowie auf Leistungsniveau an.

Für die kleinen Schwimmbegeisterten gibt es die Schwimmschule, in der die Kinder ab Babyalter ihre ersten Erfahrungen mit dem Wasser sammeln und bis zum Seepferdchen kommen können. Weiterhin können Mitglieder auch zwischen einer Auswahl an Gesundheitskursen wie zum Beispiel der Rückenschule wählen. Wer sich lieber für Teamsport interessiert, für den ist die Wasserballabteilung genau das Richtige. Hier wird ebenfalls Breiten- und Leistungssport angeboten. In der Jugendarbeit wird sich außersportlich engagiert, so werden Ideen bei vereinseigenen Veranstaltungen wie dem Kinderfest oder dem Ostereiersuchen umgesetzt.

Als Sponsor unterstützt die FBB GmbH seit 2008 die jeweiligen olympischen Hoffnungsträger der SG Neukölln. Das hat sich wieder gelohnt: Im vergangenen Jahr waren die beiden Schwimmerinnen Lisa Graf und Leonie Kullmann in Rio mit dabei. Zusammenfassend bietet die SG Neukölln ein breit gefächertes Angebot an Wassersport, bei der die körperliche Betätigung im Vordergrund steht sowie ein geselliges Vereinsleben nicht zu kurz kommt.

Lisa Graf sichert Weltmeisterschaftsteilnahme

hier in Rudow20. Juni 2017. Bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften vom 15. bis 18. Juni 2017 in Berlin konnte von der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln insbesondere Lisa Graf mit zwei Titeln und einem deutschen Rekord überzeugen.

Über die 200 Meter Rücken stellte Lisa Graf in 2:07,63 Minuten erstmals in ihrer Laufbahn eine neue deutsche Bestmarke auf. Die 26-Jährige verbesserte den alten Rekord um 0,67 Sekunden. Damit verteidigte sie ihren Titel und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaften in Budapest. Zudem war das die fünftbeste Leistung weltweit in diesem Jahr. Nach dem Rennen sagte sie: „Ich habe mit dem Deutschen Rekord geliebäugelt, aber dass ich ihn soweit unterbieten würde, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet. Ich habe mich heute Vormittag richtig gut gefühlt und wusste, da ist einiges drin.“ Auch über 100 Meter Rücken schwamm sie in persönlicher Bestzeit von 1:00,37 Minuten zum Titel, der ihr einen WM-Start in der gemischten Lagenstaffel ermöglichen könnte.
Leonie Kullmann konnte mit ihrer Silbermedaille über 200 Meter Freistil ihre WM-Träume nicht erfüllen. Die neu eingeführte U23-Norm verfehlte sie mit ihren 1:58,89 Minuten um acht Zehntel. Auch die Staffel verpasste die Norm. Die Zeitaddierung der vier schnellsten Schwimmerinnen ergab für eine Meldung der 4×200 Meter Freistil sieben Zehntel zu viel. Immer etwas weiter nach vorne schwimmt sich Ole Braunschweig. Mit Bronze über 50 Meter Rücken gewann der 19-Jährige seine erste DM-Medaille im Erwachsenenbereich. 25,60 Sekunden ist seine neue Zeit. Zudem wurde Braunschweig über die 100 Meter Rücken (55,01 Sekunden) und 200 Meter Rücken (2:01,48 Minuten) zweimal vierter.

International Swim Meeting: Leonie Kullmann legt ein enormes Tempo vor

Berliner Zeitung04.03.2017. Von Karin Bühler Berlin – Den peinlichen Tag im Babykostüm mit Schnuller, Decke und rosa Strumpfhose an den Beinen hat Leonie Kullmann lange hinter sich. Wer neu ins Nationalteam der Schwimmer kommt, muss sich traditionell beim ersten Lehrgang versteigern lassen. Der Meistbietende darf den Neuling einen Tag lang herumkommandieren. Leonie Kullmann findet, sie hatte Glück, dass sie vorigen Sommer im vorolympischen Trainingslager von Florianapolis von ihrer Zimmerkollegin Sarah Köhler ersteigert wurde: „Ich musste ihr nur Eierkuchen zum Frühstück backen, die Sporttasche tragen, naja, und dann eben einen Tag im Babykostüm herumlaufen.“

Die Verkleidung passte zu Kullmanns Rolle. Sie war 16, die jüngste im deutschen Olympiateam der Schwimmer. „Sie kam ja aus der Nachwuchsgruppe. Als 16-Jährige im Nationalteam zu sein, ist im Schwimmen nicht so üblich“, sagt ihr Berliner Trainer Alexander Römisch, „die Qualifikation für Olympia war ein Bonbon – nichts, was man erwartet hat. Die Erfahrung hat sie bestärkt in ihrem Weg.“ Auf diesem Weg hat die junge Schwimmerin, die in Dresden geboren wurde und im Alter von neun bis zwölf mit ihren Eltern in Tuscaloosa, Alabama, drei Jahre in den USA verbrachte, bisher vieles deutlich schneller geschafft als andere. Die Olympiaqualifikation als Staffelschwimmerin über 200 Meter Freistil etwa: ihre Bestzeit (1:59,17 Minuten) bedeutete vorigen Mai Platz drei bei den deutschen Meisterschaften, zwei Monate später gewann sie das Finale der German Open in 1:58,62 Minuten. Olympia ist seither in Kullmanns Gedanken immer wieder gegenwärtig, „weil es so anders war“, sagt sie. „Es hat so viel Spaß gemacht im Wasser zu sein, auf der Startbrücke zu stehen. Es war so cool, dass mir klar ist: Das kann es nicht gewesen sein. Ich möchte das wiederholen und mehr erreichen, als nur dabei zu sein.“

Ein Vollstipendium lockt
Ihr Gewinn war größer als Platz zwölf mit der Staffel. Olympia ist ein Ansporn für sie gewesen. Ihr Trainer sagt, er habe schon Athleten erlebt, die nach so einem Höhepunkt abgehoben oder in ein Motivationsloch gefallen seien. „Diese Gefahren sehe ich bei ihr nicht. Sie hat einen guten Draufblick auf ihren Weg. Aber sie ist immer noch ein Mädchen, im Habitus noch relativ verspielt“, findet Römisch. Locker bleiben, loslassen können, lachen. Das ist den beiden wichtig. An diesem Vormittag hilft dabei auch die Frühlingssonne, die beim Morgentraining durch die Glasfassade der Halle im Sportforum scheint. Kullmann dehnt sich auf ihrem Handtuch. Sie ist eine kräftige Athletin. Ihre Mutter war Triathletin, ihr Vater Nordischer Kombinierer.

Das International Swim Meeting (ISM), bei dem dieses Wochenende Topathleten aus 25 Nationen in der Halle an der Landsberger Allee starten, sieht Kullmann als Formtest. Ihr Freistilprogramm: 400 Meter am Freitag, 100 m am Sonnabend, 200 m am Sonntag. „Ziel ist es schneller zu sein als zum selben Zeitpunkt im vorigen Jahr“, sagt Römisch. Er hat Kullmanns Trainingsplanung auf die EM 2018 ausgelegt. „Um so besser, dass es schon mit Rio geklappt hat. Um so besser, wenn es diesen Sommer mit der WM klappt. Aber das ist kein Muss. Sie ist erst 17“, sagt Römisch. Dass sie enormes Tempo vorlegen und beibehalten kann, hat Leonie Kullmann auch in der Schule bewiesen: Mit 17 macht sie jetzt ihr Abitur am Sportgymnasium. Klasse neun hat sie übersprungen. Nach ihrer Rückkehr aus den USA verbrachte sie zwei Jahre in Dresden und entschied sich dann nach je einer Probewoche in Leipzig, Halle und Berlin für die Hauptstadt – „weil die Trainer, die Hallen, das Gemeinschaftsgefühl, die Unterstützung der SG Neukölln und die Internatskosen dafür sprachen“. Jetzt überlegt sie, zum Studieren zurück in die USA zu gehen. Ein Vollstipendium lockt. „Ich bin reif für was Neues“, glaubt Leonie Kullmann. „Und die USA ist im Schwimmen so ein starkes Land.“

Pressespiegel 2016

Aller Achtung bei Olympia mit guten Erfolgen

Berliner Woche19. August 2016 – Britz. Bei Olympia in Rio de Janeiro fanden vom 7. bis 13. August die Schwimmwettbewerbe statt. Leonie Kullmann und Lisa Graf von der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln erzielten bei ihren ersten Olympischen Spielen auf ihren Strecken die Plätze 12 und 13.

Auch wenn das Abschneiden der deutschen Schwimmer insgesamt enttäuschend war, gab es doch für die Berliner Schwimmerinnen kleine Erfolge: Im Vorlauf über 200 Meter Rücken beeindruckte Lisa Graf von der Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln immerhin mit neuer Bestzeit und Vereinsrekord von 2:08,67 Minuten. Auf ihrer starken letzten Bahn gewann die 23-Jährige ihren Lauf und zog als Vierte ins Halbfinale ein. Nach einem schwachen Start kam sie dort allerdings nicht mehr richtig ins Rennen zurück und belegte mit einer Zeit von 2:09,56 Minuten nur den 13. Platz. Lisa Graf sieht ihr Abschneiden im Wettkampf mit gemischten Gefühlen: „Leider habe ich im Halbfinale den Start verpatzt, aber das Rennen im Vorlauf mit Bestzeit war ein tolles Erlebnis.“

Ihre Vereinskollegin Leonie Kullmann erzielte mit der vier Mal 200 Meter Freistilstaffel den zwölften Platz. Nach 7:56,74 Minuten fehlten den vier deutschen Schwimmerinnen der Staffel 3,31 Sekunden zum Finale. Eine Zeit, die eigentlich nach den Leistungen bei den vorangegangenen Deutschen Meisterschaften im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Leonie Kullmann schwamm an zweiter Position von 1:59,04 Minuten. Damit lag sie etwas über ihrer Bestzeit von 1:58,62 Minuten. Fazit der 16-jährigen Schwimmerin: „Die Spiele waren eine einmalige Erfahrung, die mich wahnsinnig motiviert für die Zukunft.“ SB

Eine wird schon vor Olympia verlieren

Tagesspiegel30.7.2016. Von Frank Bachner – Zwei junge Frauen, ein Traum: Olympia in Rio. Nur für eine wird er wahr. Die andere muss verkraften, was an Deutschlands erfolgreichster Eliteschule des Sports Lernstoff ist: verlieren. Eine Langzeitbeobachtung.

Leonie Kullmann hat sich eine pinkfarbene Badekappe übergestülpt, deshalb leuchtet ihr Kopf jetzt wie eine Boje auf dem Wasser. Eine Boje in Bewegung: Kullmann pflügt auf Bahn vier durchs Becken der Halle an der Landsberger Allee. Bahn vier ist optimal, dort sieht man die Gegnerinnen links und rechts am besten. Sie gewinnt ihren Vorlauf über 200 Meter Freistil an diesem Tag Anfang Juli, aber es ist kein glanzvoller Sieg, Kullmann schwimmt seltsam verhalten. An der Anzeigentafel leuchtet ihre Zeit auf: 2:00,81 Minuten, weit entfernt von ihrer Bestzeit, die zu dieser Zeit bei 1:59,10 Minuten steht. Und Kullmanns stärkste Konkurrentinnen kommen erst noch, sie treten in anderen Vorläufen an. Wer hier am schnellsten ist, bekommt im Finale Bahn vier, die beste Bahn. Am Ende wird Leonie Kullmann in den Vorläufen nur die viertschnellste gewesen sein. Sie haben das Psycho-Spiel gewonnen. Trainer Alexander Römisch klatscht sich dennoch ganz entspannt mit seiner Schwimmerin ab. Sie haben das Psycho-Spiel gewonnen. „Das hat sie super gemacht“, sagt Römisch. Der muskulöse Oberkörper des Trainers steckt in einem gelben T-Shirt, um seinen Hals hängt eine Stoppuhr. „Sie sollte die ersten 100 Meter eher langsam angehen“, sagt er, „sie liegt mit ihrer Vorlaufzeit genau im Plan, perfekt.“ Kullmann sollte nämlich gar nicht die schnellste sein, das hatte Römisch ihr vorgegeben, als irreführende Botschaft an die Gegnerinnen: Leonie Kullmann, 16 Jahre alt, Mitglied der SG Neukölln, Deutsche Vizemeisterin 2016 über 200 Meter Freistil auf der Kurzbahn, ist nicht optimal in Form – so sollte es für die anderen aussehen. Eine bewusste Täuschung, um die Gegnerinnen in Sicherheit zu wiegen. Schließlich geht es um ein Ticket für die Olympischen Spiele. In der Halle an der Landsberger Allee finden die German Open statt. Hier wird geklärt, wer in Rio die beiden noch offenen Plätze in der 4-x-200-Meter-Freistil-Staffel besetzt. Sollten im Finale zwei Frauen, die noch nicht qualifiziert sind, schneller sein als Leonie Kullmann, wäre sie draußen. Aus der Traum von Rio. Das Finale, sechs Stunden später. Die Verwirr-Taktik geht auf, die Bahn ist egal: Leonie Kullmann gewinnt in 1:58,62 Minuten, sie holt das Ticket mit persönlicher Bestzeit. Römisch strahlt, seine Athletin sagt: „Einfach geil. Dass es geklappt hat, kann ich noch gar nicht richtig realisieren.

(…) Zwei junge Frauen kämpfen ums Olympia-Ticket, die eine scheitert, die andere holt es. Aber beide hätten ohne ihren schulischen Hintergrund diesen Kampf nie so führen können, wie sie ihn führten. Leonie Kullmann und Michelle Thimm sind Schülerinnen des Schul- und Leistungssportzentrums in Berlin-Hohenschönhausen (SLZB). Beide profitieren von den Unterrichtsbedingungen der größten deutschen Eliteschule des Sports. Aber wie sieht ihr Schulalltag aus? Wie funktioniert der Spagat zwischen knüppelhartem Training und anstrengendem Schulunterricht? Der Tagesspiegel hat die beiden Athletinnen bei ihrem Kampf um ein Rio-Ticket begleitet.

Zwei Tickets für Rio – Schwimmerinnen der SG Neukölln sind bei Olympia dabei

Berliner Woche18. April 2016 – SB. Lisa Graf und Leonie Kullmann vom Perspektivteam „Zeit für Rio“ der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln gehören zum 27-köpfigen Team des Deutschen Schwimm-Verbandes, das bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ab 5. August an den Start gehen wird.

Die beiden Schwimmerinnen vom Perspektivteam „Zeit für Rio“ sind zum ersten Mal bei dem begehrten Sportevent dabei. Vor ihnen ist dies zehn Sportlern der Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln gelungen. Lisa Graf hat sich über 200 Meter Rücken qualifiziert, wo sie bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Mai in 2:08,98 Minuten erstmals nationale Titelträgerin wurde. Mit dieser Zeit liegt sie in der Weltrangliste auf Platz 19. Nachdem sie im letzten Jahr bei den Weltmeisterschaften in Kasan (Russland) mit einem neunten Platz knapp das Finale verpasst hatte, könnte es diesmal mit einer Teilnahme am Endlauf klappen. Leonie Kullmann ist mit 16 Jahren die jüngste Teilnehmerin der deutschen Mannschaft. Sie wird in der vier Mal 200 Meter Freistil-Staffel an den Start gehen und hatte sich mit einer Zeit von 1:58,62 Minuten als drittschnellste deutsche Schwimmerin qualifiziert. Sie war die einzige Kandidatin, die beim zweiten Nominierungswettkampf German Open ihre Zeit von den Deutschen Meisterschaften noch steigern konnte. Die beiden Schwimmerinnen der SG Neukölln reisen am 6. August mit der deutschen Mannschaft ins Olympische Dorf nach Rio de Janeiro. Der bisher aussichtsreiche Robin Backhaus von der SG Neukölln verfehlte knapp die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Weitere Infos unter www.sgneukoelln.

Die fabelhafte Welt der Leonie Kullmann

Berliner Morgenpost10.7.2016, Klaus Weise: Das Berliner Schwimmtalent Leonie Kullmann qualifiziert sich für die Olympischen Spiele. Auch Lisa Graf kann für Rio planen.

Berlin. Vier Tage German Open gingen dank Leonie Kullmann von der SG Neukölln doch noch mit einem Erfolgserlebnis für die Schwimmer aus der Hauptstadt zu Ende. Zum Abschluss der Olympiaqualifikation in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee kraulte die 16-Jährige, die 2013 aus Dresden in die Hauptstadt kam und seitdem bei Alexander Römisch trainiert, die 200 Meter in 1:58,62 Minuten. Sie sicherte sich mit dieser persönlichen Bestzeit einen Staffelplatz für die Spiele in Rio (ab 5. August). Die Wahl-Berlinerin sprach nach dem Endlauf vom „besten und schönsten Rennen meiner bisherigen Karriere“.

„Du hast alles richtig gemacht. Super!“

Von Beginn an führte Kullmann, schwamm einfach vornweg und davon, hielt die Führung mit hoher Frequenz und schlug als Erste in gesteigerter Bestzeit an. Die Eltern auf der Tribüne – Mutter Anke war einst Top-Triathletin, Vater Raik Nordischer Kombinierer – waren nicht zu bändigen, Trainerchef Lambertz klatschte die von allen Seiten geherzte Sportlerin ab, Römisch lobte den Schützling übersprudelnd: „Du hast alles richtig gemacht! Super!“

Und hängte auf Nachfrage an: „Das hätte ich so nicht erwartet. Der Druck war da, und damit ist sie so mutig und großartig umgegangen. Vielleicht gibt das noch mal einen richtigen Push.“ Dass Leonie, Schülerin der zwölften Klasse im Sportgymnasium, für einen Teenager ungewöhnlich genau weiß, was sie tut und akribisch arbeitet, packt Römisch in die Charakteristik: „Sie ist relativ aufgeräumt im Kopf.“

Ihr Vorbild ist Olympiasiegerin Missy Franklin

Und auch seine weiteren Zuschreibungen klingen nach Zukunftsversprechen: „Sie ist völlig klar, clever, fokussiert, engagiert.“ Leonie Kullmann, die mit ihrer Familie im Alter von neun bis zwölf drei Jahre in den USA zugebracht und dort Missy Franklin zum Vorbild erkoren hat, lieferte mit ihrem Auftritt bei den German Open dann auch den Grund dafür, dass hinterher niemand mehr davon sprach, die lange Freistil-Staffel der Frauen erst gar nicht für Olympia zu nominieren.

Was die Sächsin bei den Frauen vormachte, gelang bei den Männern Robin Backhaus (ebenfalls Neukölln) nicht. Die vage Staffelhoffnung des im Zeitranking zuvor auf Position sieben rangierenden Berliners war mit Platz sechs (1:48,74 Minuten) nicht zu realisieren. Bliebe Rückenschwimmerin Lisa Graf als Nummer drei der Rio-Kandidaten, deren Traum sich trotz krankheitsbedingten Fehlens erfüllen sollte. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juni hatte sie die 200 Meter Rücken mit klar unterbotener Normzeit gewonnen, dann die German Open als zweite Qualifikation gewählt.

Lisa Graf scheint auch am Ziel zu sein

Dennoch startete sie auch bei der Mare Nostrum Tour und unterbot dort, quasi inoffiziell, die Normen. Nun entging ihr plötzlich ihre zweite offizielle Chance, weil sie erkältet war – mit ärztlichem Attest. „Sie hat sich nicht gedrückt oder durchzumogeln versucht. Für die Situation kann das Mädel absolut gar nichts. Wir werden sie also zur Nominierung vorschlagen und gehen davon aus, dass der DOSB das am 12. Juli auch absegnet“, so DSV-Diagnosetrainer Frank Lamodke.

Rücklings Richtung Rio

Berliner ZeitungKarin Bühler. 9.5.2016. Am Montag hat Lisa Graf bei der „Rio-Einweisung“ des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) ihre Flugdaten erhalten: Berlin, Florianópolis, Rio de Janeiro. Das Hochgefühl hielt bei der Rückenschwimmerin der SG Neukölln immer noch an. Sie sah in der Präsentation von Chef-Bundestrainer Henning Lambertz Bilder von Florianópolis, wo das DSV-Team sein vorolympisches Trainingslager aufschlägt und Fotos vom Olympic Aquatics Stadion in Rios Stadtteil Barra da Tijuca. Zudem boten am Tag nach den deutschen Meisterschaften drei Sportartikelhersteller ihre Wettkampfkollektionen all jenen zum Testen an, die Teil eins der Olympia-Qualifikation überstanden hatten.

Dass sie zu den Athleten gehörte, fand Graf, 23, auch zwei Tage nach ihrem Sieg über 200 Meter Rücken „echt unbeschreiblich“. Sie hatte ihre Bestzeit um vier Zehntel auf 2:08,98 Minuten gedrückt und damit die Olympianorm des DSV unterboten. „Und dass es dann auch noch mit dem Titel geklappt hat…“ Es ist der erste deutsche Meistertitel der Athletin, die 2012 von Leipzig nach Berlin gezogen war. In der Heimatstadt saßen ihre Freunde vor dem Fernseher, um Daumen zu drücken. Aber dann war es wie zuletzt oft: medial kam Lisa Graf nicht zum Zug. Das Fernsehen beendete die Übertragung aus Berlin kurz bevor sie ins Wasser sprang und wechselte zum Fußball. „Leider hat Lisa in den vergangenen Jahren nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient“, sagt ihr Trainer Gerd Eßer. „Sie hatte immer ein bisschen Pech oder stand im Schatten von Jenny Mensing.“
Vor zwei Jahren wurde Graf bei der EM in Berlin Vierte über 200 Meter Rücken, bei der WM in Kasan fehlte ihr als Neunte ein Wimpernschlag ins Finale, andere schwammen ins Rampenlicht. „Sie hat sich kontinuierlich entwickelt und das auch in diesem Jahr bestätigt. Ich hoffe, dass in Rio noch was geht. Ein, zwei Zehntel schneller – dann hat sie durchaus Endlauf-Chancen“, sagt Eßer. „Das ist das Ziel.“
Dass Graf in Rio startet, ist wichtig für den Trainingsstandort Berlin, wo man auch auf Alexander Kunert gehofft hatte. Der gewann zwar den Titel, verfehlte über 200 Meter Schmetterling aber die Olympianorm. Auch Graf muss bei den German Open (5. bis 8. Juli in Berlin) noch Richtzeiten knacken, aber die gelockerten Normen „sollten nicht allzu schwierig sein“, meint die Athletin, die im Sportinternat Hohenschönhausen wohnt und an der Beuth-Hochschule BWL studiert. Als zweite Berliner Olympiaschwimmerin hat sich Leonie Kullmann für die 4 × 200-Meter-Staffel empfohlen. Die 16-Jährige wurde am Sonntag im Einzelrennen Dritte.
Am Berliner Stützpunkt zählt Graf zu den erfahrenen Athleten. „Sie ist sehr realistisch, kann sich gut einschätzen, weiß, was sie kann und was sie noch verbessern muss“, meint Eßer. Naja, fügt Graf an, da gebe es bei ihr ja leider noch viel Potenzial. „Mein Start und die Delfinkicks sind sehr, sehr schlecht. Genauso die Wenden. Schwimmen kann ich. Aber der Rest ist verbesserungsfähig“ – was ja auch motivierend sein kann. In Rio liebäugelt sie jedenfalls mit dem deutschen Rekord, den Jenny Mensing 2012 in 2:08,30 Minuten aufstellte.
Viele Baustellen in Grundlagenausdauer, Technik und aktuell vor allem im Krafttraining hat Eßer mit ihr bereits beackert. Nach einem Gespräch mit 200-Meter-Brust-Weltmeister Marco Koch kam Graf zuletzt darauf, sich auf Lebensmittelallergien untersuchen zu lassen. Ähnlich wie Koch reagierte sie stark auf Gluten. Seither backt sie selber Brot und kauft glutenfreie Nudeln. Ihrem Körper, sagt sie, tue das gut.
Außerdem verzichtet sie auf Süßigkeiten, die sie, genau wie ihr Trainer, so gerne mag. Als sie in der Türkei im Trainingslager waren, erzählt Eßer, hätten die üppigen Desserts sie beide oft sehr angelacht. „Aber Lisa hat sie noch konsequenter verweigert als ich.“ Graf schmunzelt, als sie das hört, und sagt: „Wir haben uns ganz gut mit Obst gerettet.“

Eine Dresdnerin schwimmt nach Rio

Sächsische Zeitung10.5.2016. Leonie Kullmann qualifiziert sich bei den Meisterschaften in Berlin für Olympia. Auf die Nominierung muss die 16-Jährige noch warten.

Als sie nach 200 Metern am Beckenrand anschlägt, weiß Leonie Kullmann nicht, wo sie gelandet ist. Erst ein Blick auf die Anzeigetafel verrät der 16-Jährigen: Es hat gereicht. Dritte wurde die Freistil-Spezialistin bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin – mit neuer Bestzeit von 1:59,17 Minuten. „Da war ich ganz schön erleichtert“, sagt die Dresdnerin. Normalerweise ist ein dritter Platz bei einem Qualifikationswettkampf ein undankbarer, weil maximal die zwei Besten zum Saisonhöhepunkt dürfen. Aber Bundestrainer Henning Lambertz will bei den Olympischen Spielen in Rio eine 4 × 200-Meter-Freistil-Staffel an den Start schicken. Und dafür braucht er die vier Schnellsten.

Zu denen gehört nun Leonie Kullmann. „Nominiert bin ich deshalb aber noch nicht“, sagt sie. Bist Anfang Juli haben die Top 6 vom DM-Finale die Chance, ihre Zeiten zu verbessern. Dann wird entschieden. „Aber natürlich war mein dritter Platz ein erster und wichtiger Schritt nach Rio“, sagt die Sportschülerin, die seit 2013 in Berlin lebt und trainiert. Fliegt sie Anfang August tatsächlich nach Brasilien, wäre sie mit noch nicht ganz 17 Jahren eine der Jüngsten. Und nach 1980 die erste Schwimmerin aus Dresden, die wieder bei Olympischen Spielen startet. In Moskau waren Rica Reinisch, Birgit Treiber und Bettina Löbel vom SC Einheit dabei.

„Wenn Leonie auf geradem Weg bleibt, dann wird sie uns mit Sicherheit noch viel Freude machen“, findet Lambertz. Das Talent hat sie geerbt. Mutter Anke war 1990 die erste und gleichzeitig letzte Triathletin, die für die DDR bei einer EM antrat. Vater Raik war in der Nordischen Kombination aktiv. Bereits am Mittwoch fliegt Leonie ins nächste Vorbereitungs-Trainingslager in die Türkei. Hätte sie Olympia verpasst, wäre Kullmann zur Junioren-EM nach Ungarn gereist: Hodmezovasarhely statt Rio de Janeiro – das ist nicht wirklich ein Alternativprogramm. (SZ/dk)

Lisa Graf schafft es als einzige Berlinerin nach Rio

Berliner Morgenpost9.5.2016, Klaus Weise: Die Schwimmerin von der SG Neukölln gewann die 200 Meter Rücken. Talent Leonie Kullmann darf noch auf einen Staffeleinsatz hoffen.

Berlin. Lisa Graf, 22-jährige Schwimmerin von der SG Neukölln, lächelte viel am Wochenende. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin, der ersten Qualifikationsstufe des Verbandes für die Olympischen Spiele, gab sie sich offen und mitreißend. Die Studentin hatte allen Grund dafür, am Sonnabend war sie über 200 Meter Rücken zum ersten Mal nationale Meisterin geworden und hatte ihre Bestzeit um eine halbe Sekunde auf 2:08,98 Minuten verbessert. Das Beste daran freilich war: Mit dieser Zeit unterbot sie die Olympianorm des Verbandes (2:10,39 Minuten) klar und steht damit auf der Nominierungsliste für Rio de Janeiro. Nun muss sie ihre Leistung noch einmal bei den German Open Anfang Juli, wiederum in Berlin, bestätigen. Aber das scheint derzeit kein Problem zu sein. „Ich bin überglücklich, dass ich bei Olympia dabei sein darf. Rio kann kommen“, sagte Graf. Sie wird einzige Hauptstadt-Aktive bei Frauen wie Männern sein, die nach Lage der Dinge diese Chance bei Olympia erhält. Eventuell kann es noch Leonie Kullmann (16/SG Neukölln) über die 4×200-Meter-Freistilstaffel schaffen, im Einzelrennen wurde sie da am Sonntag Dritte. … Lisa Graf war auch am Sonntag noch einmal im Einsatz, wurde über 100 Meter Rücken wie schon auf den 50 Metern Vierte. „Sie hat ihre Sache insgesamt gut gemacht“, sagte Trainer Gerd Eßer, der schon Asse wie Steffen Zesner oder Franziska van Almsick unter seinen Fittichen hatte. „Sie ist wohl eine der unterschätztesten deutschen Schwimmerinnen. Ihre Leistungen in den vergangenen Jahren sind medial zu Unrecht etwas untergegangen“, so der Coach. Wie zum Beispiel bei der EM 2014 in Berlin, wo sie als Vierte über 200 Meter Rücken die beste deutsche Einzelplatzierung bei den Frauen schaffte. „Sie ist kraftvoller geworden, zudem sehr bewusst. Sie weiß, was sie will“, lobte Eßer die gebürtige Leipzigerin, die an der Beuth-Hochschule Betriebswirtschaftslehre studiert. In den drei Jahren Zusammenarbeit hat das Duo „viele Dinge aufgearbeitet, bei denen noch Verbesserungen möglich waren, von der Ernährung bis zum Zeitmanagement“. Das zahle sich jetzt aus. In der Olympiasaison konzentriert sich Graf ganz auf Olympia, hat laut Trainer „Prioritäten gesetzt“. Bei den Meisterschaften ist sie mit dem klaren Ziel angetreten, den Titel zu gewinnen und die Rio-Norm zu schaffen. Das ist ihr souverän gelungen beim Heimspiel.

Pressespiegel 2015

Viel los bei den Vereinsmeisterschaften

Buckower PrismaOktober 2015. Traditionell zum Herbstbeginn fanden die Vereinsmeisterschaften der SG Neukölln am 19.9.2015 im Sportbad Britz statt. Neben der Vergabe von 20 Titeln in der offenen Klasse, 8 Kinder- und 6 Erwachsenenwettbewerben, Familienstaffeln in vier Kategorien mit ganzen 23 teilnehmenden Familien sowie einer Trainerstaffel war auch außerhalb des Schwimmbeckens viel los.

In der Mittagspause gab es eine Autogrammstunde mit den „Zeit für Rio“-Sportlern Leonie Kullmann und Lisa Graf. Leonie gewann bei den Jugend-Europameisterschaften in Baku Silber über 400m Freistil und Bronze über 200m Freistil und schwamm übrigens ein paar Strecken bei den Vereinsmeisterschaften. Lisa Graf belegte bei der WM in Kazan dieses Jahr über 200m Rücken den 9. Platz. Wer sein Autogramm abgeholt hatte, fand dann unter dem großen Verpflegungsangebot das Leckere seiner Wahl; z.B. am Grillstand des Fördervereins. Ferne wurde das ANOPA-Projekt vorgestellt, ein Entwicklungsprogramm in Ghana mit Sportangeboten für Kinder und junge Menschen; Schwimmen ist da natürlich auch dabei.

Nach der Mittagspause wurden neun Sportler von ihrer aktiven Laufbahn und zwei Trainer verabschiedet, darunter Tom Siara, Freddy Gaugg und Selina Klamt. Geehrt wurden für ihre Erfolge in diesem Jahr Leonie Kullmann, Lisa Graf sowie Tobias Niestroy, der bei den Jugend-Europameisterschaften Siebter über 400m Lagen wurde. Dann ging es wieder auf die Startblöcke, um die insgesamt knapp 800 Starts über die Schwimmbühne zu bringen.

Ein Schmetterling für Rio – Lisa Graf schwimmt in jeder Lage oben

Kiez und KneipeSeptember 2015 – pschl: Sie schwimmt zweimal täglich drei bis dreieinhalb Stunden, steht um sechs Uhr früh auf und das sechsmal die Woche. Die eiserne Disziplin hat sich gelohnt für die 22-jährige Lisa Graf. Sie schwamm für die »SG Neukölln« bei der Weltmeisterschaft im russischen Kasan und erreichte dort den neunten Platz. Zwar verpasste sie knapp das Finale, doch stellte sie einen neuen Vereinsrekord in der »SG Neukölln« auf. Ihr großer Traum sind nun die Olympischen Spiele im August 2016 in Rio de Janeiro.

Zwar muss sie sich dafür bei den deutschen Meisterschaften im April 2016 qualifizieren, doch die Chancen stehen gut. Findet sie doch beim »SG Neukölln« optimale Trainingsbedingungen vor. Die gebürtige Leipzigerin begann mit etwa zehn Jahren mit dem Leistungssport. Bald spezialisierte sie sich auf Schmetterlings- und Rückenschwimmen, da diese beiden Disziplinen am besten mit ihrer Statur harmonieren. Die Trainingsbedingungen beim »SSG Leipzig« waren aber nicht optimal. Deshalb wechselte sie nach ihrem Abitur in der Saison 2012 bis 2013 zur »SG Neukölln«. Hier fühlt sie sich sehr wohl und bestens betreut – in einem Verein, bei dem auch die Doppelolympiasiegerin Britta Steffen trainierte. Mit Steffen teilte sie auch das Zimmer bei ihrer ersten WM-Teilnahme 2013 in Barcelona. Mittlerweile ist Graf auf Rückenschwimmen spezialisiert. Sie schwimmt auch in der Lagenstaffel über 4 × 100 Meter mit, die in Kasan Elfte wurde. Mitte Juli trainierte sie mit dem »DSV-Team» in Belek in der Türkei und flog von dort direkt nach Kasan. Über die Bedingungen war sie angenehm überrascht. Die WM in Kasan war perfekt organisiert, da der Schwimmsport in Russland ein großes Ansehen genießt. Nach der erfolgreichen WM-Teilnahme liegt der Fokus der hochmotivierten und ehrgeizigen Topathletin ganz auf den Olympischen Spielen in Rio. Zwischen den beiden Trainingseinheiten geht Lisa Graf täglich zur Uni, wo sie Betriebswirtschaftslehre studiert. Bei einem derart ausgefüllten Tagesablauf bleibt zwar das Privatleben etwas auf der Strecke, doch der Traum von Rio entschädigt sie dafür.

Neuköllner Schwimmerin bei WM erfolgreich

Berliner Woche12.8.2015 – SB: Britz. Lisa Graf hat die Farben der Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln bei den Weltmeisterschaften im russischen Kasan vom 3. bis 9. August vertreten. Die 22-Jährige qualifizierte sich für die Titelkämpfe über 200 Meter Rücken, durfte aber auch über die halbe Distanz und in der Lagenstaffel an den Start gehen.

Bei ihrer erst zweiten Weltmeisterschaftsteilnahme über 200 Meter Rücken kam Lisa Graf mit einer gewohnt starken letzten Bahn auf den neunten Platz. Mit einer Zeit von 2:09,40 Minuten verpasste sie zwar knapp das Finale, kann aber dennoch zufrieden sein. Bereits im Vorlauf schwamm sie in 2:09,68 Minuten erstmals unter der Marke von 2:10 Minuten. Beide Leistungen sind neue Vereinsrekorde in der SG Neukölln.

Auch über die 100 Meter Rückenschwimmen erzielte Lisa Graf eine beachtliche Leistung: Zwar schied sie als 19. im Vorlauf aus, konnte aber in 1:00,71 Minuten ebenfalls einen neuen Vereinsrekord aufstellen und die beste deutsche Leistung erzielen.

Deshalb durfte sie auch am Schlusstag in der Lagen-Staffel über 4 × 100 Meter mitschwimmen. Sie wurde zusammen mit Vanessa Grimberg, Alexandra Wenk und Annika Bruhn Elfte in 4:01,40 Minuten. Als Startschwimmerin erzielte sie eine Zeit von 1:01,19 Minuten.

Zeit für Rio: Schwimmgemeinschaft Neukölln mit drei neuen Sportlern

Berliner Woche3.3.2015 – Klaus Tessmann: Neukölln. Die Schwimmgemeinschaft Neukölln bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro vor. Mit drei neuen Sportlern wollen die Schwimmer an den Start für die Auswahlkämpfe gehen.

Unter dem Motto „Zeit für Rio“ stellt der Verein sein Team für die Wettkämpfe vor. Nach dem plötzlichen Karriereende des Europameisters und Olympia-Vierten Tim Wallburger war es an der Zeit, drei junge hoffnungsvolle Sportler in das Team zu holen. Jetzt bereiten sich Anna Dietterle, Felix Auböck und Leonie Kullmann für die Olympischen Spiele vor. Die drei Sportler sind gerade dabei, sich erfolgreich in den Erwachsenenbereich zu schwimmen.

Anna Dietterle wurde 2014 erstmals deutsche Meisterin in der offenen Klasse über 100 Meter Freistil. Damit qualifizierte sie sich für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften. Bei den Wettkämpfen konnte sie einen beachtlichen achten Platz über 4 × 100 Meter Freistil erreichen. Bereits 2012 ist die nun 18-Jährige Jugend-Europameisterin geworden.

Der Österreicher Felix Auböck ist ebenfalls 18 Jahre alt und lebt seit eineinhalb Jahren in Berlin. Er wurde 2014 erstmals österreichischer Kurzbahnstaatsmeister über 1500 Meter Freistil. Bei den Europameisterschaften startete er in Berlin. Ferner nahm er an Junioren-Weltmeisterschaften, Jugend-Europameisterschaften und Kurzbahn-Welt- und Europameisterschaften teil.

Erst 15 Jahre jung ist Leonie Kullmann. Sie wurde 2014 dreifache Silbermedaillengewinnerin bei den Jugend-Europameisterschaften in diversen Staffeln und gewann Bronze im Einzel über 200 Meter Freistil.

Alle drei Sportler sind sehr talentiert und könnten neben den bewährten Teammitgliedern Robin Backhaus, Lisa Graf und Maximilian Oswald den Sprung in die olympische Mannschaft 2016 schaffen.

Neues Team für Rio

hier in Rudow26. Februar 2015. Das Schwimmer-Perspektivteam „Zeit für Rio“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln hat sich neu aufgestellt. Nach dem plötzlichen Ende der Karriere von Tim Wallburger, dem Europameisters und Olympia-Vierten, war es Zeit, drei junge hoffnungsvolle Sportler in das Team für die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro zu holen. Von daher sind Anna Dietterle, Felix Auböck und Leonie Kullmann gerade dabei, sich erfolgreich in den Erwachsenenbereich zu schwimmen.

Anna Dietterle wurde 2014 erstmals deutsche Meisterin in der offenen Klasse über 100 Meter Freistil und qualifizierte sich damit für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften, wo sie Achte über 4×100 Meter Freistil wurde. Bereits 2012 ist die nun 18-Jährige Jugend-Europameisterin geworden. Der Österreicher Felix Auböck ist ebenfalls 18 Jahre alt und lebt seit eineinhalb Jahren in Berlin. Er wurde 2014 erstmals Österreichischer Kurzbahnstaatsmeister über 1500 Meter Freistil und schwamm bei den Europameisterschaften in Berlin. Er nahm bereits an Junioren-Weltmeisterschaften, Jugend-Europameisterschaften und Kurzbahn-Welt- und Europameisterschaften teil. Erst 15 Jahre jung ist Leonie Kullmann. Sie wurde 2014 dreifache Silbermedaillengewinnerin bei den Jugend-Europameisterschaften in verschiedenen Staffeln und gewann Bronze im Einzel über 200 Meter Freistil. Alle drei Sportler sind sehr talentiert und können neben den eingesessenen Teammitgliedern Robin Backhaus, Lisa Graf und Maximilian Oswald den Sprung in die olympische Mannschaft 2016 schaffen.

Tim Wallburger klagte bereits 2013 und dann 2014 vor der WM über Schulterprobleme und kündigte schon im April an, dass er wohl den Schwimmsport an die Wand hängt. Tim Wallburger feierte seine Erfolge mit der deutschen 4 × 200 Meter Freistilstaffel. In Debrecen wurde er 2012 an der Seite von Paul Biedermann, Clemens Rapp und Dimitri Colupaev Europameister. Im selben Jahr gelang dem gleichen Quartett ein starker vierter Platz bei Olympia in London. Wallburger verließ Mitte Januar das Berliner Sportzentrum, zog zurück in seine Heimatstadt Dresden und gab am 20. Januar seinen Rücktritt bekannt. Er dankte seien Fans und allen, die ihn im Schwimmsport voranbrachten und unterstützten und teilte mit: „Es ist ein schwerer Abschied. Trotz aller Entbehrungen, Schmerzen bei Training, Wettkampf und nach so mancher Niederlage und Enttäuschung – es werden die schönen Seiten meines Sports für immer in meinem Gedächtnis hängen bleiben. Ich erlebte tolle Trainingslager, spannende Rennen gegen die Uhr und meine Konkurrenten. Ich war bei deutschen, europäischen und Welttitelkämpfen als Aktiver dabei – gewann Titel und Medaillen. Unvergessen für mich bleiben die Rennen mit meinen Jungs der 4×200m Freistilstaffel bei den Olympischen Spielen in London, der WM in Shanghai und EM´s in Budapest sowie Debrecen. Doch das aller Größte für mich war der Einmarsch inmitten unserer deutschen Olympiamannschaft zur Eröffnungsfeier 2012 in London.

Seit gestern stehe ich wieder auf einen Startblock, doch der Sprung geht diesmal nicht ins Wasser, sondern in das Leben nach dem Schwimmsport.“

Pressespiegel 2014

Trio dominiert und fasziniert

Freie Presse16.12.2014 – Andreas Bauer: Nach ihren internationalen Erfolgen war klar, dass Simona Baumartova, Lisa Graf und Tim Wallburger beim 19. Erzgebirgs-Schwimmcup den Ton angeben. Die prominenten Starter beeindruckten aber auch abseits des Beckens. Marienberg. Sobald der Startschuss des Erzgebirgs-Schwimmcups ertönt, droht das Marienberger Freizeitbad „Aqua Marien“ aus allen Nähten zu platzen. Bei der diesjährigen 19. Auflage des zweitägigen Wettkampfes war der Trubel am 25-Meter-Becken sogar noch etwas größer als sonst, denn mit der Tschechin Simona Baumartova sowie Lisa Graf und Tim Wallburger von der SG Neukölln Berlin waren drei international erfolgreiche Athleten am Start. Während sie den Finalläufen der Erwachsenen ihren Stempel aufdrückten, hatten im Nachwuchsbereich einige junge Lokalmatadoren Grund zum Jubeln.

Bei Lisa Graf spielte der gute Kontakt zu Organisator Alexander Steiner vom Schwimmteam Erzgebirge eine wichtige Rolle. „Ich habe Lisa 2009 in Leipzig trainiert“, erklärt der Olbernhauer. Schaffte die 22-Jährige damals den Sprung in die nationale Spitze, so klopft sie nun an die Tür zu Europas Elite. Als Vierte verpasste Lisa Graf bei der diesjährigen EM in Berlin über 200 Meter Rücken das Podest nur hauchdünn. Knapp geschlagen geben musste sie sich auch diesmal in Marienberg, denn Simona Baumartova war noch einen Tick stärker. „Sie ist die beste Schwimmerin, die Tschechien seit Jahren hervorgebracht hat“, so Steiner. Da das Schwimmteam Erzgebirge zu ihrem Heimatverein TJ Slavie Chomutov über einen guten Draht verfügt, sagte die Europameisterin (50 m Rücken) ihr Kommen zu und wurde dann auch in allen Finals ihrer Favoritenrolle gerecht. Silber ging jeweils an Lisa Graf. Vorbilder inspirieren die Talente Bei den Finalläufen der Männer gab sich Tim Wallburger keine Blöße. Hinter dem Staffel-Europameister über viermal 200 Meter Freistil musste sich der Erfurter Thilo Mordt jeweils mit Platz 2 begnügen. Genau wie Baumartova und Graf beeindruckte allburger auch abseits des Beckens – und zwar mit einer ausgesprochen lockeren Art. Für jedes Autogramm, jedes Foto und auch jede Frage aren die Spitzen-Sportler zu haben. „Das sind Menschen wie du und ich. Sie sind offen für alles“, sagt Steiner, der sich dank des prominenten Trios ber eine riesige Begeisterung unter den jungen Teilnehmern freuen durfte. Zudem stellten reichlich 70 Helfer einen reibungslosen Ablauf sicher, für den die Erzgebirger Lob von allen Seiten ernteten.

Inspiriert von den Vorbildern, liefen viele Nachwuchs-Vertreter zu Höchstform auf. Für die beste eistung aus lokaler Sicht sorgte laut Steiner der 14-jährige Benjamin Ihle aus Seiffen: „Er krönte ein gutes Jahr nach guten Trainingsleistungen mit ollen Steigerungen.“ Aus den Reihen des SV 1990 Zschopau hinterließ vor allem Julie Marschner einen starken Eindruck, der im Jahrgang 2003 die unktbeste Leistung aller Mädchen gelang. Bester Verein kommt aus Berlin Für das Schwimmteam erkämpften auch Cassandra Stopfkuchen (Pobershau), Lisa Scherf (Pockau), mely Kirsche (Seiffen), Joelina Mildner (Pobershau) Elisabeth Richter (Grünhainichen), Konrad und Johann Weiß (Augustusburg), Maja uschmann (Pockau), Eric Reuter (Drebach) sowie die 50-Meter-Lagen-Staffel Medaillen. Damit belegten die Gastgeber Platz 7 in der Vereinswertung. Der ieg im Nachwuchs- und Erwachsenenbereich ging an das Team „Aqua Berlin“. Gemäß der erzgebirgischen Tradition des chwimmcups erhielten die Hauptstädter dafür ein riesiges Reiterlein aus Holz sowie einen Herzog-Heinrich-Räuchermann. Der Hainsberger SV und homutov folgten auf den Rängen 2 und 3.

Drei auf einen Streich – Schwimmer lösen WM-Ticket in Wuppertal

Berliner Woche19.12.2014 – Sylvia Baumeister: Britz. Bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften vom 19. bis 22. November in Wuppertal holte sich Tim Wallburger vom Perspektivteam „Zeit für Rio“ der Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln den nationalen Titel über 400 Meter Lagen. Auch Anna Dietterle und Felix Auböck waren erfolgreich.

Tim Wallburger sicherte sich damit die Nominierung für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften vom 6. bis 7. Dezember in Doha, Katar. Auch Vereinskollegin Anna Dietterle hat mit ihrem Titelgewinn über 100 Meter Freistil und Silber über 50 Meter Freistil das WM-Ticket sicher in der Tasche.

Der in Berlin lebende Österreicher Felix Auböck, der ebenfalls in der SG Neukölln schwimmt, qualifizierte sich bei den parallel laufenden österreichischen Staatsmeisterschaften für sein Heimatland. Er holte einen kompletten Medaillensatz mit einem Sieg über 1500 Meter Freistil, einem zweiten Platz über 400 Meter Freistil und einem dritten Rang über 200 Meter Freistil.

Nach seinem vierten Platz über 200 Meter Freistil hatte sich auch Robin Backhaus für die 4 mal 200 Meter Freistil-Staffel für die WM-Teilnahme in Katar qualifiziert. Wegen eines Bundeswehr-Lehrgangs musste er seine Teilnahme allerdings absagen. Zu den Erfolgen der Neuköllner Schwimmer in Wuppertal kamen noch weitere Medaillengewinne: Den dritten Titel holten sich mit der 4 mal 50 Meter Lagen-Staffel Lisa Graf, Jeanine Roggenbuck, Olivia Wrobel und Anna Dietterle.

Maximilian Oswald wurde deutscher Vizemeister über 50 Meter Freistil mit nur einer Hundertstelsekunde Rückstand, zudem gewann er Bronze über 50 Meter Schmetterling. Zwei weitere dritte Plätze gingen an Robin Backhaus über 200 Meter Schmetterling und Lisa Graf über 50 Meter Rücken.

Robin Backhaus ist Europameister

hier in Rudow25. August 2014. Robin Backhaus hat bei der Schwimm-Europameisterschaft im Berliner Velodrom vom 18. bis zum 24. August 2014 seinen ersten großen internationalen Titel gewonnen. Der Sportler der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln gewann mit der 4×200 Meter Freistilstaffel in 7:09,00 Minuten zusammen mit Yannick Lebherz, Clemens Rapp und Paul Biedermann die Goldmedaille.

Backhaus war Startschwimmer der Staffel, deren Sieg Paul Biedermann auf den letzten Metern festmachen konnte. Zweiter wurde Russland vor den Belgiern. Nach Marco Koch über 200 Meter Brust war dies die zweite Goldmedaille, die das deutsche Team gewonnen hat. Die zweite Schwimmerin der SG Neukölln, Lisa Graf, holte sich den vierten Platz über 200 Meter Rücken in 2:10,64 Minuten. Damit hat sie bedauerlicherweise das beste Ergebnis der deutschen Frauenmannschaft erzielt. Der dritte Neuköllner war Felix Auböck, der für Österreich startet und hier in Berlin trainiert. Das beste Ergebnis des 17-Jährigen ist der zehnte Platz über 4×200 Meter Freistil. In seinen Einzelrennen wurde er 33. über 200 Meter und 400 Meter Freistil. Alle drei Sportler konnten persönliche Bestzeiten erzielen.

rbb

RBB26.8.2014 Deutsche Schwimmer auf langem Weg zurück in die Weltspitze

… Von Rekorden sind die in den letzten Jahren chronisch erfolglosen deutschen Schwimmer weit entfernt. Immerhin haben sie bei der Heim-EM ihren leichten Aufwärtstrend fortgesetzt. Auf dem langen Weg zurück in die Weltspitze – Fernziel Olympische Spiele 2020 – konnte das Team von Bundestrainer Henning Lambertz die Pflichtaufgabe von sechs bis acht Medaillen erfüllen.

Daran hatten die fünf Athleten aus Berlin und Brandenburg ihren Anteil. Yannick Lebherz und Robin Backhaus waren sogar am emotionalen Höhepunkt der Veranstaltung beteiligt. Das Duo aus Potsdam und Berlin holte im brodelnden Velodrom Gold mit der 4×200 Meter Freistilstaffel. „Zuhause so eine Goldmedaille zu gewinnen, mit einem fantastischen Publikum, ist mit eines der größten Dinge, die man so erleben kann“, beschrieb Lebherz das außergewöhnliche Ereignis.

… Neben Diener konnte sich die ebenfalls erst 21-jährige Lisa Graf in der europäischen Spitze etablieren. Die Berlinerin wurde über 200 Meter Rücken starke Vierte. Diener und Graf gehören zu den wenigen Hoffnungsträgern des DSV für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Das gilt auch für die erst 16-jährige Sonnele Öztürk. Bei ihrem ersten großen internationalen Auftritt scheiterte die Tochter des früheren Alba-Basketballers Teoman Öztür allerdings schon im Vorlauf. …

Jochen Trus am Morgen

Spreeradio12. August 2014: Vor der Schwimm-EM in Berlin sprach 105.5 Spreeradio mit Robin Backhaus, um herauszufinden wie er sich auf das Ereignis vorbereitet.

Robin Backhaus zweifacher Militär-Weltmeister

Rudower PrismaJuni 2014. Bei den Militär-Weltmeisterschaften in Tenero in der Schweiz (13.-15.6.2014) gewann Robin Backhaus den Titel über 200m Freistil in 1:49,22 Minuten. Ebenso war er Mitglied der siegreichen 4×100m Lagen-Staffel, wo er als Schlussschwimmer 49,52 Sekunden erzielte.

Lisa Graf sammelte insgesamt fünf Medaillen. Sie wurde Zweite über 100m Rücken (1:02,13 min) und 4×100m Lagen sowie Dritte über 50m (29,12 s) und 200m Rücken (2:17,76 min) und 4×100m Freistil. Tobias Zajusch wurde jeweils Zehnter über 100m (56,03 s) und 200m Schmetterling (2:06,45 min). Alle drei Neuköllner sind Angehörige der Sportfördergruppe der Bundeswehr, alle zwei Jahre finden diese Meisterschaften unter den Sportsoldaten der Welt statt.

Pressespiegel 2013

Schnelle Schwimmer – Robin Backhaus, Maximilian Oswald und Tim Wallburger in der Schwimm-Arena von Herning

Berliner Woche19.12.2013 – Sylvia Baumeister: Britz. Drei Sportler der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln komplettierten das deutsche Team bei den Kurzbahn-Europameisterschaften im dänischen Herning Mitte Dezember. Einer brachte immerhin Staffel-Bronze mit nach Hause.

Seine erste internationale Medaille im Erwachsenenbereich gewann der 19-jährige Maximilian Oswald bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Herning. Zusammen mit Christian Diener, Hendrik Feldwehr und Steffen Deibler ging der mehrfache Jugend-Europameister in der 4×50 Meter Lagen-Staffel an den Start. Als Schlussschwimmer konnte er die deutsche Führung gegen den russischen Freistilsprint-Europameister Vladimir Morozov zwar nicht halten, es reichte aber noch für Bronze.

„Das war ein sehr wichtiger Schritt für Maximilian, im Erwachsenenbereich Fuß zu fassen, was für jeden Schwimmer schwierig ist“, lobt Pressesprecher Jochen Hanz von der SG Neukölln. Mit seiner persönlichen Bestzeit von 21,85 Sekunden fehlten Maximilian Oswald im Rennen danach nur drei Hundertstelsekunden zu seiner zweiten Medaille in der gemischten 4×50 Meter Freistil-Staffel.

Fast einen deutschen Rekord schaffte Tim Wallburger über 400 Meter Lagen. Mit seinen 4:05,24 Minuten fehlen ihm nur zwei Zehntelsekunden, um sich erstmals in die Rekordlisten einzutragen. Er kam als Vierter ins Ziel. Zwei weitere Finalplätze gelangen ihm über 400 Meter Freistil und 200 Meter Schmetterling. Robin Backhaus erzielte zwei 17. Plätze über 200 Meter Schmetterling und über 200 Meter Freistil. Die nächsten wichtigen Wettkämpfe für die Schwimmer der SG Neukölln sind im Mai die deutschen Meisterschaften und im August die heimischen Europameisterschaften in Berlin.

Erfolg in Barcelona – Schwimmerin Lisa Graf wurde bei der Weltmeisterschaft Achte

Berliner Woche19.8.2013 – Klaus Tessmann: Neukölln. Mit einem persönlichen Erfolg kehrte die Schwimmerin von der Schwimmgemeinschaft Neukölln, Lisa Graf, von der Weltmeisterschaft in Barcelona zurück.

Bei der Schwimm-WM in Barcelona vom 28. Juli bis 4. August schwamm Lisa Graf für die SG Neukölln und dem Team „Zeit für Rio“. Mit der 4 mal 100 Meter Lagenstaffel erreichte in 4:01,81 Minuten den achten Platz zusammen mit Caroline Ruhnau, Alexandra Wenk und Britta Steffen. Lisa Graf schwamm als Startschwimmerin über die 100 Meter Rücken in 1:01,22 Minuten. Bereits im Vorlauf konnte sie mit einem neuen Vereinsrekord von 1:00,89 Minuten überzeugen.
Es war die erste Weltmeisterschaft für Lisa Graf. Die 21-Jährige Schwimmerin wurde zur Absicherung der Staffel nachträglich nominiert und während der Wettkämpfe eingeflogen. Ursprünglich hatte sich Tim Wallburger qualifiziert, der aber die Teilnahme verletzungs- und krankheitsbedingt absagen musste

Jochen Trus am Morgen

Spreeradio1. August 2013: Während der Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona begab sich Toni Schmitt zur SG Neukölln ins Sportbad Britz, um herauszufinden warum die deutschen Schwimmer der internationalen Spitze hinterher schwimmen. Charlotte Blanke, Stephanie Backhaus und Jochen Hanz gaben Antworten.

WM: DSV lässt Lisa Graf für Staffel einfliegen

Bild31.7.2013. Nach dem schwachen WM-Debüt von Rückenschwimmerin Selina Hocke lässt der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit Blick auf die Lagenstaffel Lisa Graf nach Barcelona einfliegen.

Die Berlinerin wird am Dienstag zum WM-Team stoßen und mit dem DSV-Quartett am WM-Schlusstag (4. August) an den Start gehen. Zuvor hatte die erst 16-Jährige Hocke im Vorlauf über 100 m Rücken als 31. (1:02,94 Minuten) enttäuscht und ein auch ein paar Tränen vergossen. „Das war eine Kopfsache, weil mich alles total überrollt hatte”, sagte die Berlinerin, die nach ihren zwei Titeln bei der DM in einer Boulevardzeitung schon mit Franziska van Almsick verglichen wurde: „Es war alles ein bisschen viel für mich nach den deutschen Meisterschaften. Ich hoffe, dass ich mich auf den 50 m wieder total konzentrieren kann.”

Berliner Wallburger aus WM-Kader gestrichen

Bild16.7.2013. Herbe Enttäuschung für Tim Wallburger (23): Der Freistil-Spezialist von der SG Neukölln wurde aus dem deutschen Aufgebot für die WM in Barcelona gestrichen.

Obwohl sich der Berliner für einen Start in der 4 × 200 Meter Freistilstaffel empfohlen hatte, verzichtet Bundestrainer Henning Lambertz (Essen) auf ihn. Zuletzt hatten Wallburger eine Grippe und eine Schulterverletzung ausgebremst. Lambertz: „Tim ist seit den Deutschen Meisterschaften nicht in die Gänge gekommen. Aufgrund dieser Ausfälle hat er Motivations-Probleme bekommen, und sich nicht mehr in der Lage gesehen, das Training auf dem hohen Niveau durchzuführen, wie es für eine WM nötig gewesen wäre.“ Das 27-köpfige DSV-Aufgebot reist am 24. Juli nach Spanien.

Ein SG Neuköllner nominiert für die Schwimm-WM in Barcelona

Buckower PrismaMai 2013. Die Deutschen Meisterschaften (25.-28.4.13) in Berlin sind geschafft. Wie jedes Jahr ging es bei diesem wichtigen Wettkampf, darum sich gegenseitig zu messen und seine persönlichen Bestzeiten aus dem Vorjahr wieder um ein paar Hundertstel oder sogar um ein paar Sekunden zu verbessern. Als einziger SG Neuköllner konnte sich Tim Wallburger ein Ticket für die WM in Barcelona (28.7.-4.8.2013) sichern.

Die SG Neukölln ging mit 15 Sportlern auf 49 Strecken bei den Deutschen Meisterschaften an den Start.
Lisa Graf durfte sich zweimal aufs Podest stellen. Sie erzielte mit ihren Zeiten über 200m Rücken und über 100m Rücken jeweils Platz drei. Leider reichte es für 50m Rücken nur für Platz vier. Tim Wallburger wurde Deutscher Vizemeister über 400m Freistil und dritter über 200m Freistil, womit er sich für die 4×200m Freistil-Staffel qualifizierte. Über die Strecke 200m Schmetterling konnte sich Robin Backhaus über seinen Titel als Deutscher Vizemeister freuen. Für Maximilian Oswald reichte es nur für Platz vier über 50m Freistil, ganz knapp am dritten vorbei.
Aber auch die anderen SGN Sportler wie Franziska Wohlert, Alisa Riebensahm, JeanineRoggenbruck, Tyra Blue Mauer, Tom Siara, René Asmus, Celine Ihl, Tony Wiegmann, Marcel Selinger, Tobias Zajusch und Fredrik Gaugg können auf sich stolz sein, der ein oder andere über eine neue Bestzeit oder einfach das sie dabei sein konnten und so ein spannendes Spektakel miterleben konnten.

Pressespiegel 2012

London in Neukölln – Ein fast olympischer Spagat

taz, die Tageszeitung29. Juli 2012. Von Karen Grass. Seit 1996 haben Mitglieder der Schwimmgemeinschaft Neukölln sechs olympische Medaillen geholt, allen voran Britta Steffen. Dennoch sagt der Club: Unsere Basis ist der Breitensport

Sie haben sich trefflich in Schale geworfen in der Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln. „Sportbad Yard – London 2012: Auf der Suche nach Britta, Robin, Tim & Benjamin“ steht auf Jochen Hanz’ T-Shirt. Dazu trägt der Geschäftsführer des Schwimmvereins mit Sitz in Britz einen Detektivhut auf den dunklen Locken und eine Sonnenbrille auf der sonnengebräunten Nase. Er sagt: „Natürlich ist London großes Kino für uns. Wir stecken hier viel Herzblut rein.“
Der Heimatverein der deutschen Medaillen-Hoffnungen Britta Steffen und Benjamin Starke fiebert mit seinen vier Abgesandten in London mit; sein gesamtes Gelände ist auf die Olympischen Spiele abgestimmt. Der Vater eines Vereinsmitglieds ist Tischler und hat Hand angelegt: Der Wachturm ist so zu Big Ben geworden, die elektronische Anzeigetafel zur Tower-Bridge inklusive der olympischen Ringe, auch die Themse darf nicht fehlen, zu der neuerdings auch die Wasserflächen des Sportbads Britz zählen.
Dieser Samstag ist ein besonderer Tag: Es ist Bergfest, die Kinder der SG Neukölln haben die Hälfte ihres jährlichen zweiwöchigen Trainingslagers geschafft, und alle kommen zusammen zum Feiern. Höhepunkt des Abends sollte das Public Viewing der Finale über 400 Meter Freistil der Herren und die 400-Meter-Staffel der Damen werden – schließlich wurden den Deutschen Paul Biedermann und der Staffel um Britta Steffen im Vorfeld gute Chancen auf eine Medaille eingeräumt. Doch spätestens seit 13.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist klar: Kein Deutscher hat die Vorläufe überstanden. Tiefe Enttäuschung.
Also lassen sie sich im Sportbad Britz am Abend etwas mehr Zeit mit dem Aufbau der Public-Viewing-Arena. Während der US-Amerikaner Ryan Lochte die 400 Meter Freistil holt und sein Landsmann Michael Phelps auf Platz vier entzaubert wird, installiert Hanz noch Beamer und Übertragungskabel. „Wenn Britta in den Medien richtig zitiert wurde, ist sie mit angezogener Handbremse geschwommen, auf taktische Weisung der Trainer hin“, sagt der 35-Jährige. „Diese taktischen Spielchen, die waren vielleicht 2006 angebracht, als die Deutschen noch Weltrekorde am laufenden Band lieferten.“
Bis 2004 ist Hanz in einer Trainingsgruppe mit Steffen geschwommen, er weiß, dass „Britta vor dem Wettkampf immer mehr Angst als Vorfreude hatte“. Er hat ihre Entwicklung vom Talent, das sein Potenzial nicht abrufen konnte, zur „Gold-Britta“ hautnah mitbekommen, die seiner Ansicht nach erst mit ihrem Wechsel zur SG-Neukölln 2002 begann. Heute liegt Steffens Lebensmittelpunkt wie auch der ihres DSV-Kader-Kollegen Benjamin Starke am Olympia-Stützpunkt Hohenschönhausen. Sie kommen nur noch vier- bis fünfmal im Jahr bei ihrem Heimverein vorbei zur Autogrammstunde oder dem jährlichen internationalen Pfingstturnier.
Stellt man den Kindern im Trainingslager die Frage, wer ihr Idol ist, kommt dennoch zuerst: „Britta Steffen!“ Viktoria Plonies erklärt, warum: „Wenn sie kommt, schwimmen wir zusammen und machen Fotos, und sie erzählt uns, wie es ist, Rekorde aufzustellen und berühmt zu sein.“ Doch, ja, sagt die Zehnjährige, Steffen erzähle auch, dass Berühmtsein hart sein kann.
Während die zweifache Olympiasiegerin und Freistil-Weltrekordlerin Steffen den Rest des Jahres bei internationalen Wettbewerben versucht, ihre Furcht gegen Freude einzutauschen, sorgt Hanz heute vor allem dafür, dass in der SG-Neukölln jeder sein ganzes Potenzial in die Waagschale wirft. Was nicht unbedingt nur auf sportliche Leistung bezogen ist. Zwar schickt der 4.700 Mitglieder umfassende Verein in der Regel zehn Kinder pro Jahrgang auf Sportschulen, wo sie mit 15 bis 18 Trainingseinheiten pro Woche an sportliche Topleistungen herangeführt werden. „Aber wir gehen auch schon mal dazwischen und holen Kinder von den Schulen zurück, wenn wir merken, dass es von den Eltern ausgeht und sie überfordert sind“, sagt Jugendwart Markus Wyrwal, der bei der SG ausdrücklich für „alles außer Sport“ zuständig ist.
Der 50-Jährige schlürft sein wohlverdientes Bier und beschreibt, worin er den Kern des Vereins sieht: „Unser Fundament ist der Breitensport. Bei uns sollen Kinder und Erwachsene Spaß haben, und wenn jemand sich für etwas anderes mehr interessiert, hört er halt zwischendurch mal auf.“ Es ist ein schwieriger Spagat zwischen Spitzensport und familiärer Vereinsatmosphäre, doch die SG-Neukölln meistert ihn bisher erfolgreich.
Selina Klamt und Eileen Medau haben jetzt schon entschieden, dass sie zwischendurch mal aufhören werden, auch wenn Schwimmen für die elf und zehn Jahre alten Freundinnen momentan alles ist. „In Rio 2016 dabei sein, das ist unser Ziel“, sagt Selina selbstbewusst. Sie weiß, dass sie das mithilfe ihres Vereins schaffen kann, seit 1996 haben Vertreter der SG-Neukölln sechs olympische Medaillen geholt. Doch einmal das olympische Fieber erleben, das würde Selina schon genügen: „Ich werde sicher nicht Profisportlerin. Ich werde Meeresbiologie studieren und so mein ganzes Leben mit Wasser zu tun haben“, sagt die Elfjährige.
Obwohl sie sich sonst nicht so für die Übertragung der Wettkämpfe bei Olympia interessieren, sitzen Selina und Eileen pünktlich zum Finale der 400-Meter-Staffel der Frauen vor der Leinwand. Während die Erwachsenen im Hintergrund ob des zweiten Platzes der Niederlande förmlich ausrasten – „Schau dir diese Holländerinnen an, das sind nicht die Chinesen, das sind die Oranjes, hinter den Australiern!“ –, sagt Selina ziemlich optimistisch: „Das ist nicht so schlimm, dass Britta Steffen es heute nicht geschafft hat. Sie wird bei den anderen Wettkämpfen noch aufdrehen.“

Kunstwerke statt Poller: Auf der Welle der Sport-Sponsoren

Rudower MagazinJuni 2012. Die „Welle“ auf der Sonnenbrücke war am 5.5.2012 der Ort des diesjährigen Sportler-Sponsoren-Treffens des London-Teams „Go Gold“. So traf man sich über dem Neuköllner Schifffahrtskanal, um den Sportlern viel Glück für die Olympia-Qualifikation zu wünschen und den Künstler Gidius Knops sein Werk erklären zu lassen.

“Anfangs hatte ich ein Ruderboot im Kopf, um das Wasser des Kanals visuell auf die Brücke zu holen. Dann kam ich auf die Idee, dass sich Wasser und Neukölln doch gut mit den Erfolgen der SG Neukölln rund um Britta Steffen und den anderen verbinden lässt. So sind es zwei Schwimmer geworden.” Bezirksstadtrat Thomas Blesing (SPD) stellte die Gelder dafür zur Verfügung und erklärte welchen Vorteil das Werk hat: „Nun verhindern die 480 Poller des Kunstwerkes das Falschparken auf der Mittelinsel.“
Im Anschluss ging es in den Barbereich des Estrel Hotel. Dort mussten auch einmal die Sponsoren zur Autogrammstunde antreten.
Im Bild – im Hintergrund sieht man die Figuren, die die Brücke verzieren – (v.l.): Bezirksstadtrat Thomas Blesing (SPD), Antonia Riedel (BER), Klaus-Peter Arndt (stellv. Schatzmeister), Viktoria Plonies (HUK Coburg), Renate Backhaus (Vizepräsidentin), Michael Steinke (Präsident), Dorothea Brandt, Benjamin Starke, Nicole Warnatzsch (Cheftrainerin), Tim Wallburger, Britta Steffen, Oliver Schwarz (Vakuplastic), Gidius Knops (Künstler), Sascha Dühring (Intersport Olympia), Christian-Claudius Hamann (Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892), Norbert Warnatzsch (OSP-Trainer), Jochen Hanz (Geschäftsführer) und Sven Liermann (Targobank).

Nicht atmen, gnadenlos durchziehen

Tagesspiegel21.5.2012. Von Frank Bachner. Schwimmerin Dorothea Brandt hatte sich für die Olympischen Spiele 2008 schon qualifiziert – allerdings zum falschen Zeitpunkt. Mitfahren durfte sie dann doch nicht nach Peking. Und auch für London wird es eng.

Erste Chance vergeben. Dorothea Brandt hat nach ihrer Niederlage bei der deutschen Meisterschaft die Möglichkeit, sich bei der EM für London zu qualifizieren. – Foto: dpaNur alle vier Jahren finden Olympische Spiele statt, und beim Versuch, sich dafür zu qualifizieren oder als Favorit eine Medaille zu gewinnen, kann einiges dazwischenkommen. Wir stellen in unserer Serie Athleten vor, für die London die letzte olympische Chance ist – entweder, um überhaupt einmal bei den Spielen dabei zu sein oder um endlich den erhofften Erfolg zu feiern. Heute: Schwimmerin Dorothea Brandt.
Es war ein Reflex, was kann man gegen Reflexe schon machen? Nichts kann man machen. Die Lunge brannte, die Muskeln schmerzten, der Wille hatte keine Macht mehr über den Drang des Körpers. Also drehte sie den Kopf zur Seite, öffnete den Mund, sog Luft ein, sie füllte ihre brennend Lunge.
Dorothea Brandt hatte geatmet.
Nun war alles aus.
Das Ticket für London, die Olympia-Norm, der große Traum, alles erledigt mit einem Atemzug. Man atmet nicht über 50 Meter Freistil, man hält den Kopf unter Wasser, man keult die Bahn durch, koste es, was es wolle. Wer atmet, verliert den Rhythmus, verliert Zeit, verliert ein Rennen. Dorothea Brandt war im Vorlauf die Schnellste über 50 Meter Freistil bei den deutschen Schwimmmeisterschaften. Sie hatte nach 25,31 Sekunden angeschlagen, ohne Atemzug. Die Olympianorm beträgt 25,11 Sekunden. „Die Zeit hat sie physisch locker drauf“, sagt ihr Trainer Steffen Zesner.
Aber im Finale drehte sie den Kopf, 20 Meter vor dem Ziel, sofort zog Daniela Schreiber an ihr vorbei. Schreiber Zweite, 25,30 Sekunden, Brandt Dritte 25,45 Sekunden. Danach flossen Tränen.
Sie hat jetzt eine zweite Chance, der Verband gibt Leuten wie Brandt die Möglichkeit, sich noch bei der EM in Debrecen/Ungarn, die morgen beginnt, für London zu qualifizieren. Dorothea Brandt von der SG Neukölln, 28 Jahre alt, hat noch nicht alles verloren.
Es ist alles eine Frage der Psyche. Zesner sah sie vor dem Finale zum Startblock gehen, da wusste er: Es würde ein Problem geben. „Sie wurde mit jedem Schritt nervöser.“ Die mehrfache deutsche Kurzbahn-Meisterin scheiterte an ihren Nerven, für Zesner gibt’s keinen Zweifel. Die 28-Jährige selber sagt, „es lag nicht an der Psyche, die Fehler wurden im Trainingsaufbau gemacht“.
Vielleicht, aber die Psyche hat entscheidende Bedeutung für den Kern ihres Rennens: Sie darf nicht atmen. Nichts hat sie in den vergangenen Monaten intensiver trainiert als diesen Punkt. Weil sie geatmet hatte, ist sie bei der WM 2011 früh gescheitert. Den Kopf unten zu lassen, das ist brutal. „Da schreit jede Zelle, jede Faser des Körpers, jeder Muskel: atme, atme.“ So beschreibt Dorothea Brandt dieses Gefühl, wenn das Ziel noch ein paar Meter entfernt ist. Nur wer psychisch stabil ist, hält den Kopf unten.
Bei der EM wird wieder ihr Körper aufheulen. Aber in Debrecen, sagt sie, „da ist die Atmosphäre ruhiger als in Berlin. Außerdem sind da viele international starke Schwimmerinnen, die mich mitziehen.“ Mitziehen nach London, zu den Olympischen Spielen. 2012 möchte sie dabei sein.
Brandt schaffte 2008 zwar die Norm, durfte aber dennoch nicht mit
2008 war sie nicht dabei. Obwohl sie die Olympianorm klar unterboten hatte. Damals hatte sie geatmet, es reichte trotzdem. Nur hatte sie die Norm im Vorlauf erreicht, nicht im Finale.
Sie hatte einen Deal mit ihrem damaligen Trainer. Der Deal, so schildert ihn Dorothea Brandt, sah so aus: Sie verzichtet auf die 100 Meter Freistil, sie konzentriert sich ganz auf die 50 Meter, damit das Projekt Olympia in Peking nicht gefährdet wird. Aber dann habe der Coach sie bei der Qualifikation doch zu den 100 Metern überredet, wegen der Staffel. Die Chance für einen Platz in der Freistilstaffel in Peking war groß. Aber Dorothea Brandt verpatzte ihr Rennen völlig, sie schlug als Siebte an. Vom Staffelplatz war damit nicht mehr die Rede. Kurz darauf war auch von Peking keine Rede mehr. Dorothea Brandt wurde Zweite im Finale über 50 Meter Freistil. Das war gut, aber das reichte nicht. Sie hätte auch die Norm erfüllen müssen.
Aber bitte, der Vorlauf, da hatte sie doch die Norm erfüllt, das müsste doch trotzdem reichen. An diesen Punkt klammerte sie sich. Doch Cheftrainer Örjan Madsen blieb hart, Dorothea Brandt musste zu Hause bleiben. „Eine Wunde, die heilen muss“, sagt sie. Regeln, Richtlinien, diese rationalen Punkte, die Erklärungen liefern, die greifen nicht bei Dorothea Brandt bei diesem Thema. Paragrafen kann man nicht fühlen. Aber Schmerzen, die kann man fühlen. „Ich war sauer und enttäuscht.“ Deshalb hat für sie London überragende emotionale Bedeutung. Der Start in London würde auch eine Wunde endgültig schließen.
2008 waren die Schmerzen überragend. Und ihre Wut richtete sich gegen Madsen, gegen dieses Gefühl, betrogen worden zu sein. Die Schwimm-Wettbewerbe in Peking verfolgte sie trotzdem, das hatte auch viel mit Trotz zu tun, sie zog aus den Rennen Motivation fürs weitere Training. Nur beim Vorlauf über 50 Meter Freistil, da spielte Trotz keine Rolle, da beherrschte der Schmerz ihre Gefühle. „Das hätte mein Rennen sein können“, schoss ihr durch den Kopf. Aber die 50 Meter Freistil wurden das Rennen von Britta Steffen, ihrer Vereinskollegin, ihrer Trainingsrivalin. Die beiden haben ein eher distanziertes Verhältnis zueinander. Doch Steffens grandioser Auftritt, gekrönt mit Gold, überdeckte in dieser Sekunde alle Unterschiede. Dorothea Brandt feierte mit der Kollegin. Und so nebenbei, sagt sie, „hatte Brittas Erfolg auch etwas Betäubendes“. Sie spürte kurze Zeit die Schmerzen nicht mehr.
Dieses Gold von Steffen, das zweite nach dem Sieg über 100 Meter Freistil, das pushte auch jene Frau mit den langen schwarzen Haaren und diesem Modelgesicht, dem sie auch einen Vertrag mit IMG, dem größten Sportvermarkter der Welt, verdankte. Dorothea Brandt spürte „einen Schub“, sie hatte den Willen, „für 2012 alles besser zu machen“. Das trieb sie die ganzen Jahre an.
Jetzt, im olympischen Jahr, sagt die 28-Jährige, während sie nach ihrem verpatzten 50-Meter-Rennen in einem kleinen Raum der Berliner Schwimmhalle sitzt, die Spuren der Tränen noch erkennbar, „da kommt alles nochmal besonders hoch“. Die EM ist ihre zweite, ihre letzte Chance. Sie wird alles daran setzen, dass sie das London-Ticket holt. Wenn die Psyche stimmt und die Erinnerungen sie nicht einholen. „Hundertprozentig verarbeitet“, sagt die 28-Jährige, „habe ich die Enttäuschung von damals noch nicht.“

SG Neukölln e.V.: Auf der „Welle“ des Sportler-Sponsoren-Treffens

Berlin Sport9.5.2012. Die „Welle“ auf der Sonnenbrücke war am 5.5.2012 der Ort des diesjährigen Sportler-Sponsoren-Treffens des London-Teams „Go Gold“. So traf man sich über dem Neuköllner Schifffahrtskanal, um den Sportlern viel Glück für die Olympia-Qualifikation zu wünschen und den Künstler Gidius Knops sein Werk erklären zu lassen.

“Anfangs hatte ich ein Ruderboot im Kopf, um das Wasser des Kanals visuell auf die Brücke zu holen. Dann kam ich auf die Idee, dass sich Wasser und Neukölln doch gut mit den Erfolgen der SG Neukölln rund um Britta Steffen und den anderen verbinden lässt. So sind es zwei Schwimmer geworden.” Bezirksstadtrat Thomas Blesing (SPD) stellte die Gelder dafür zur Verfügung und erklärte welchen Vorteil das Werk hat: „Nun verhindern die 480 Poller des Kunstwerkes das Falschparken auf der Mittelinsel.“

Im Anschluss ging es in den Barbereich des Estrel Hotel. Dort mussten auch einmal die Sponsoren zur Autogrammstunde antreten. Denn mit den Sportlern wurden extra angefertigte „Viel Glück“-Karten gegen „Dankeschön“-Karten ausgetauscht. Bei Kaffee und Lachsschnitten – vielen Dank an das Estrel Berlin – klang das Sportler-Sponsoren-Treffen aus.

Pressespiegel 2011

Kurzbahn-EM: Team-«Mama» Steffen: Titel fürs Selbstvertrauen

Süddeutsche11.12.2011. Stettin war nur eine Zwischenstation auf Britta Steffens langem Weg nach London 2012. Mit Siegen tankte sie mentale Kraft für die beim WM-Debakel von Shanghai verletzte Spitzensportler-Seele – auch ohne Spitzen-Konkurrenz. Die 28-Jährige sah sich als deutsche Team-«Mama».

Ihre ersten internationalen Siege nach dem WM-Desaster registrierte Britta Steffen eher kühl als überschwänglich. Die Kurzbahn-EM in Stettin hakte der Gefühlsmensch mit drei Goldmedaillen wie alle anderen als Zwischenstation auf dem langen Olympia-Weg nach London ab – auch wenn Steffen die Siegerehrungen sichtlich genoss. In der Nähe ihrer Geburtsstadt Schwedt waren die Erfolge eine willkommene Stärkung für die im Sommer bei den Weltmeisterschaften in Shanghai so angeknackste Seele. «Selbstvertrauen baut sich ab, Selbstvertrauen baut sich auf, und im Moment bin ich am Aufbauen», erklärte Steffen, die im Juli in China vorzeitig abgereist war.

Auch ohne die ganz große Konkurrenz schwamm Steffen bei ihrem Sieg über 100 Meter Freistil Weltjahresbestzeit. «Der aufgezeigte Weg ist also der richtige», sagte sie – und untermauerte dies mit dem Sieg über 50 Meter. Zudem konnte sich die Doppel-Olympiasiegerin auch um andere kümmern und ganz ihre fürsorgliche Seite zeigen. Im Becken verteilte die 28-Jährige mit ihren Goldmedaillen keine Geschenke, dafür umso mehr Zuneigung im eigenen Team. Besonders die Staffeln mit Nachwuchsschwimmerinnen hatten es der Doppel-Olympiasiegerin angetan. «Das macht schon Spaß. Die Paulina ist ‚ne ganz Süße. Sich um die zu kümmern, macht mir Spaß», sagte Steffen. «Ich glaube, ich habe mich da in einer ganz guten Rolle gefunden. Ich werde hier schon wegen meines Alters als Mama bezeichnet.»

Beispielsweise zeigte Steffen der 18 Jahre alten EM-Debütantin Paulina Schmiedel das Prozedere bei der Siegerehrung. «Ich möchte den Jüngeren den Druck nehmen. Hier scheint als Mannschaft etwas zu wachsen, was sich als Team anfühlt, und das ist eine gute Tendenz», berichtete Steffen, für die ein gutes Miteinander ein Mosaikstein ihres persönlichen Wohlfühlfaktors ist.

Nach der heftig kritisierten WM-Abreise betont Steffen nun zwar den Teamgedanken, stellt die Jungen in der ausgewiesenen Individualsportart aber auch nicht unter generellen Welpenschutz. Wie das auch Freund Paul Biedermann nicht macht («Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen»).

Den Wechselfehler der 18-Jährigen EM-Debütantin Doris Eichhorn, der der dann disqualifizierten Lagen-Staffel mit Schlussschwimmerin Steffen die Bronzemedaille kostete, kommentierte sie eher nüchtern: «Das ist traurig, aber das ist der Sport.» Teamkollegin und Aktivensprecherin Dorothea Brandt reagierte deutlich emotionaler, bedauerte unter Tränen die verpasste erste internationale Medaille der Berliner Schülerin.

Zweimal Bronze in China

Buckower PrismaZwei Bronzemedaillen waren am Ende der Schwimm-Weltmeisterschaften vom 24. bis 31. Juli 2011 in Shanghai die Ausbeute der vier Schwimmer des Neuköllner Olympia-Team „Go Gold 2012“. Britta Steffen mit der 4×100 Meter Freistil- und Benjamin Starke mit der 4×100 Meter Lagen-Staffel gewannen jeweils Bronze.

Nicht zufrieden vor allem mit sich selber war Britta Steffen, die als Vorlaufsechszehnte über 100 Meter Freistil (54,86 Sekunden) alle weiteren Starts absagte und sogar abreiste. Dagegen konnten sich über einen vierten Platz Tim Wallburger und Benjamin Starke über 4×200 Meter Freistil (7:08,32 Minuten) freuen. Zu diesem Abschnitt fand der “chinesische Tag” der SG Neukölln statt. Die Kinder und Eltern der Ferienbetreuung feuerten dazu die Sportler beim Public Viewing an. Leider fiel die Hälfte des bunten chinesischen Programms wie Drachenbootrennen, chinesischer Staffellauf, der chinesische Staatszirkus und Kung-Fu auf dem Wasser dem Dauerregen zum Opfer. Doch die Chinatattoos, das chinesische Wettessen, die Verlosung und die Chinapfanne kamen gut an.

Pech hatte Dorothea Brandt, die im Halbfinale über 50 Meter Freistil (25,06 Sekunden) um eine Hundertstel das Finale verpasste und Neunte wurde. Ebenfalls Neunter wurde Benjamin Starke über 100 Meter Schmetterling (52,18 Sekunden). Ihm fehlten immerhin zwei Zehntel zum Finale. Wieder nur eine Hundertstel fehlte Tim Wallburger über 200 Meter Freistil (1:48,43 Minuten) zum Einzug ins Halbfinale. Er wurde Siebzehnter.

Gedämpfte Feier bei Steffens Klub SG Neukölln

Berliner Morgenpost30.7.2011, Melanie Haack: Walter Rettig blickt hinaus in den Regen. Eigentlich wollte der 90-jährige Schwimm-Liebhaber mit vielen Vereinskollegen der SG Neukölln draußen bei bestem Sommerwetter ein chinesisches Fest feiern. Alles war so schön gedacht. Aber die Leinwand für die TV-Übertragungen der WM in Shanghai hängt heute drinnen statt draußen – dort plätschert der Regen unaufhörlich in das nur ein paar Meter entfernte, leere Schwimmbecken.

Ungemütlich ist es. Die Neuköllner Tristesse passt gut zu dem Bild, dass Deutschlands Vorzeigeschwimmerin Britta Steffen in Shanghai abgegeben hat. „Ich bin ein bisschen traurig“, sagt die sieben Jahre alte Selina Richter.
Eigentlich wollten die Mitglieder der SG Neukölln ihre Britta Steffen (27), auf die sie alle so stolz sind, mental unterstützen und zur erfolgreichen Titelverteidigung schreien. Doch während des 100-Meter-Freistil-Finals springt keiner auf. Denn Steffen ist nicht am Start – Gesprächsthema ist sie dennoch. Sie war am Donnerstag nur 16. im Vorlauf gewesen, zum Halbfinale nicht mehr angetreten, hatte gleich dazu noch die 50 Meter Freistil und die Lagenstaffel abgesagt und war stattdessen aus China geflüchtet. Die Meinungen darüber sind hier geteilt.
„Sie hätte da bleiben sollen – wir haben uns so gefreut. Aber ich verstehe das auch. Sie braucht eine Pause“, sagt Diana Blum. Die Neunjährige mit dem SG-Neukölln-Shirt ist eines von etwa 60 Kindern, die das Beste aus diesem tristen Tag machen. Statt der Vorfreude auf die 100 Meter Freistil freut sie sich jetzt auf das chinesische Tattoo, das ihr mit Schablone und Spray auf den Arm gezaubert wird. Auch der acht Jahre alte Robert Gert hat schon eine feste Meinung zum Thema: „Sie hätte sich ausruhen sollen und es noch mal versuchen können.“ Böse sind sie ihr aber nicht.
Während des 100-Meter-Finals hat Walter Rettig Wichtigeres zu tun, als auf die Leinwand zu schauen. Er, der Archivar des Vereins, fotografiert lieber. Mit Blick auf das Rennen sagt er wehmütig: „Es ist ein komisches Gefühl. Da fehlt etwas.“ Diskutiert wird nicht Steffens schwache Leistung. Da stimmen sie mit Rudolf Taege (74) überein. „Britta ist doch keine Maschine“, sagt er. „Aber als Frontfrau hätte sie dort bleiben müssen“, entgegnet Walter Rettig. „Ziemlich unsportlich“, raunt ein anderes Mitglied mit Blick auf die Lagenstaffel, die ohne Steffen auskommen muss. Taege hat Verständnis und sagt versöhnend: „Mensch, das ist doch nur Sport.“ Nicht zu vergessen, so hört man, Steffen sei ein Vereinsmensch, komme hierher, spiele mit den Kindern, setze sich ein. Das zählt.

Wasserscheue Britta

Junge Welt29.7.2011, Die Bilanz des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Schanghai war bislang nicht besonders rosig. Jetzt droht sogar eine richtige Blamage, denn »Trabi« (Selbstauskunft) Britta Steffen hat nach ihren blamablen Zeiten über die 100m Freistil alle weiteren Starts bei dieser WM abgesagt, darunter auch den mit der Lagenstaffel.

Was natürlich reichlich für böses Blut sorgte – Lagenstaffelkollegin Daniela Schreiber nannte Steffens Entscheidung »egoistisch«, und auch Altstar Franziska von Almsick mäkelte: »Ich kann verstehen, daß es ihr im Moment nicht gut geht. Aber ich kann nicht nachvollziehen, daß sie alles hinschmeißt.« Steffen selbst meinte, sie sei »vom Kopf her sehr klar« gewesen, »aber der Mensch besteht nun mal aus Körper und Geist, das kann man nicht radikal trennen. Es wird beides sein.«
Schockiert sein wird auch ihr Heimatverein, die SG Neukölln Berlin, die die WM live und in Farbe als »Public Viewing« im Sportbad Britz im Süden Berlins überträgt. So teilte sie in einer Pressemeldung trotzig mit: »Unser Chinatag am Freitag findet trotz Brittas WM-Absage statt. Wir haben ja noch Benjamin Starke (auf dem Foto rechts, mit der hotten Steffen im Arm) und Tim Wallburger (2.v.l., neben Dorothea Brandt) im Wasser, die es anzufeuern lohnt!«
Von der allgemeinen Wassermüdigkeit wurde jetzt auch Kurzbahn-Europameister Yannick Lebherz angesteckt. Er verpaßte das Finale über die 200 m Rücken. Unterdessen feierten die Chinesen den überraschenden Heimsieg Jiao Liuyangs über die 200 m Schmetterling der Frauen. Anastasia Sujewa (Rußland) gewann die 50 m Rücken. Weitere Sieger waren James Magnussen (Australien) über 100 m Freistil, Ryan Lochte (USA) mit Weltrekord über 200 m Lagen und die Frauenstaffel der USA über die 4×200 m Freistil. Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer gingen – man ist fast geneigt zu sagen: selbstverständlich– leer aus. (sid/jW)

Keine Angst vor Michael Phelps

Berliner Morgenpost6.6.2011, Melanie Haack: Eigentlich ist Benjamin Starke kein Typ, der extreme Herausforderungen scheut. Im Gegenteil: Der Berliner Schwimmer liebt das Ausreizen von Grenzen im Training und plant für die Zeit nach der Karriere „irgendetwas Extremes, das mit Ausdauer zu tun hat“. Eine Ärmelkanaldurchquerung vielleicht. Zu Fuß nach Italien oder mit dem Rad nach Moskau.

Nur bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai war ihm dann doch mulmig zu Mute. „Ich bin mit Höhenangst auf 474 Metern gewesen und dort über einen Glasboden gelaufen“, erzählt er über den Moment auf der Aussichtsplattform des World Financial Center.
Sportliche Herausforderungen sind dem 24-Jährigen lieber. Nicht einmal US-Superstar Michael Phelps kann ihm da Angst einjagen. Auf Starkes Paradestrecke, den 100 Meter Schmetterling, wird es vielleicht schon am Freitag im Halbfinale, spätestens am Sonnabend im Endlauf zum Aufeinandertreffen mit dem Ausnahmeathleten kommen. Nach einer bitteren Erfahrung im vergangenen Jahr will Starke jetzt erstmals bei internationalen Titelkämpfen auf sich aufmerksam machen. Und seine Chancen stehen gut: Bisher schwamm nur Phelps in diesem Jahr schneller als der Berliner.
„Wenn ich meine Zeit von den Deutschen Meisterschaften bestätige und noch ein, zwei Zehntel schneller schwimme, ist das auf jeden Fall ein Finalplatz – und dann wird es vorne eine ziemlich enge Geschichte“, sagt der gebürtige Cottbusser. Bei den nationalen Meisterschaften hatte er im letzten Lauf des Wettkampfes alle überrascht, als er fast unbemerkt in 51,65 Sekunden eine neue Weltjahresbestzeit aufstellte. „Das sieht schon geil aus – der kleine Benjamin Starke vor dem großen Michael Phelps“, hatte er mit Blick auf die Tabelle gesagt. Phelps, immerhin Weltrekordhalter und Olympiasieger über diese Strecke, legte aber Anfang Juli nach und stellte die gewohnte Rangordnung wieder her. Zwar geht Starke davon aus, dass der Amerikaner im WM-Finale am Sonnabend vor dem Rest des Feldes schwimmen wird, doch er sagt auch: „Michael Phelps ist nicht unschlagbar.“ Und: „Mein Ziel ist natürlich, Phelps zu besiegen – wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes oder zu einem späteren Zeitpunkt.“
SIEBTER MIT DER STAFFEL
Dabei verliefen ausgerechnet die letzten Tage der WM-Vorbereitung nicht gerade optimal. Ein ähnliches Desaster wie im vergangenen Jahr, als Starke wegen einer Gürtelrose „in der besten Form meines Lebens“ die Saison abbrechen musste und die EM verpasste, blieb aber zum Glück aus. Irgendetwas Falsches hatte er jedoch am 13. Juli gegessen, die Nacht danach mit Fieber und Schüttelkrämpfen verbracht. Wirklich wohl fühlte er sich auch die folgenden Tage nicht und muss immer noch Antibiotika einnehmen. Es gehe ihm aber jetzt wieder besser, vermeldet er aus Shanghai und sprang zum Beweis am Sonntag mit der 4×100-Meter-Freistil-Staffel ins Wasser, die Siebter wurde.
Starke musste lange darauf warten, dass er – wie jetzt – bei einer WM startet und die Gegner durch die Weltjahresbestenliste seinen Namen kennen. Bisher hat er es noch nie in einen WM-Endlauf geschafft. Sein größter Erfolg: WM-Silber mit der Lagenstaffel 2009 in Rom. Die Chance auf den ersten Coup auf einer Einzelstrecke will sich Starke jetzt nicht nehmen lassen. Warnsignale seines Körpers wird er dennoch kein zweites Mal überhören. „Ich habe im vergangenen Jahr alles ein bisschen übertrieben“, sagt er über den Ausfall durch die Gürtelrose. „Ich habe gelernt, dass ich nicht Superman bin und mir Ruhephasen nehmen muss.“
Ganz so einfach ist das mit der Erholung bei ihm jedoch nicht, denn Starkes Leben besteht längst nicht nur aus Schwimmen. Nachdem er auf der Sportschule Potsdam den Grundstein für seine Karriere gelegt und dort 2007 Abitur gemacht hatte, zog es ihn nach Berlin zur SG Neukölln in die Gruppe von Norbert Warnatzsch, in der auch Doppelolympiasiegerin Britta Steffen trainiert. Starkes Fokus liegt zwar auf dem Schwimmsport, sein Studium der Sanitäts- und Rettungsmedizin mit paralleler Ausbildung zum Rettungssanitäter läuft aber nicht nur nebenbei. „Ich will für die Zukunft meinen Weg ebnen und auch etwas für den Kopf haben. Wenn du nur trainierst, ist das auch nicht gut“, sagt der 24-Jährige.
So richtig wohl fühlt er sich aber dennoch vor allem im Wasser. Und zwar dann, wenn er an seine körperlichen Grenzen stößt. „Wenn es wirklich weh tut, ist es erst richtig schön“, sagt er. „Dann geht es richtig los.“ Beste Vorraussetzungen für die letzten Meter eines hart umkämpften WM-Finals.

Auch oben ohne Weltklasse

Die Welt

24.7.2011 … Biedermanns Freundin Britta Steffen gewann zeitgleich mit der deutschen 4 × 100-Meter-Staffel Bronze hinter den Niederlanden und den USA. Aber die Olympiasiegerin von der SG Neukölln mochte partout nicht einstimmen in die Feierlaune, die ihre Kolleginnen Silke Lippok, Lisa Vitting und Schlussschwimmerin Daniela Schreiber verbreiteten. Die Berlinerin kauerte auf einem Plastikstuhl und grübelte über ihre maue Zeit. „54,51 Sekunden – damit bist du nur Mittelklasse“, grummelte sie. „Damit kommst du nicht mal ins Finale.“ Als sie auf die Anzeigetafel geschaut habe, war sie geschockt: „Ich dachte, ich hab mich verguckt. Das ist schwer von ‚nem Super-Auto zurück zu ‚nem Trabi. Das ist gerade Britta Steffen, Britta Steffen ist gerade nicht mehr als ein Trabi.“ Bundestrainer Dirk Lange war zufrieden. „Wir sind mit zwei Medaillen gestartet. Insbesondere Paul Biedermann hat dem Team einen guten Drive gegeben“, sagte er. Die Männerriege mit Markus Deibler, Benjamin Starke, Christoph Fildebrandt und Marco di Carli wurde Siebter; es gewann Australien vor Frankreich und den USA.

„Chinesische Woche“ im Sportbad Britz

Berliner Woche20.7.2011. Britz. Die Schwimm-WM ist live zu sehen.

Noch bis 31. Juli finden in Shanghai die Schwimmweltmeisterschaften statt. Aus diesem Anlass findet im Sportbad Britz die „chinesische Woche“ statt. Live-Übertragung, Drachenbootrennen, Wettessen und Kung-Fu auf dem Wasser: Im Sportbad Britz am Kleiberweg 3 wird den Besuchern, die die Wettkämpfe in China verfolgen, viel geboten. Die SG Neukölln und ihre Gäste wollen Britta Steffen und die anderen Teilnehmer von der Heimat aus kräftig anfeuern.
Mit Steffen, Tim Wallburger, Dorothea Brand und Benjamin Starke haben sich vier Sportler des Olympia-Teams „Go Gold“ der SG Neukölln qualifiziert. Alle Wettkämpfe werden während der „chinesischen Woche“ täglich ab 12 Uhr live im Sportbad Britz übertragen. Am Freitag, 29. Juli, wird es besonders spannend. Dann hoffen die Neuköllner auf einen Erfolg ihrer Team-Kollegen bei den Finalkämpfen. Voraussetzung ist, dass sie die Ausscheidungskämpfe bestehen. WM-Ergebnisse: www.sg-neukoelln.de.

DSW Darmstadt: Ein Härtetest, der Spaß macht

Echo Online4. Juli 2011. Schwimmen: WM-Hoffnung Dorothea Brandt bestreitet in Darmstadt ein Vielseitigkeitsrennen der besonderen Art

Foto: Alexander Heimann Dorothea Brandt war nach Darmstadt gekommen, „um sich ein bisschen Härte abzuholen“. Härte für die Schwimm-WM in Shanghai (16. bis 31. Juli), bei der in drei Wochen die Beckenwettbewerbe beginnen. Und alles spricht dafür, dass die Siebenundzwanzigjährige von der SG Neukölln Berlin ihr Vorhaben beim 48. internationalen Schwimmfest des DSW auch umgesetzt hat. Auf Sprinter-Niveau freilich. Dabei verbuchte die Spezialistin gleich drei Siege in drei verschiedenen Lagen und lieferte bei den Frauen die herausragenden Leistungen des Wochenendes. Ähnlich wie Lokalmatador und Nationalmannschaftskollege Yannick Lebherz, der als Vielstarter bei den Männer gleich fünf Siege einfuhr und dabei noch drei Veranstaltungsrekorde aufstellte, allerdings auf deutlich längeren Strecken (mehr dazu auf dieser Seite).
Brandt bestritt ihre Finals allesamt am Samstagnachmittag. Freistil, Brust, Schmetterling. Immer nur eine Bahn, aber jeweils volle Kraft voraus . Die beiden ersten innerhalb weniger Minuten und trotz der schwierigen Umstellung in überlegener Manier. Erst 50 m Freistil in 25,36 Sekunden, dann 50 m Brust in 32,08. Bei den etwas später folgenden 50 m Schmetterling rettete Brandt (28,03) den Sieg vor der Niederländerin Kelly Jong (28,06) nur mit drei Hundertstel ins Ziel.
Nur eine Nebenstrecke für sie, aber ein Wettkampf ganz nach ihrem Geschmack. Ein Härtetest, der Spaß macht. Denn gerade „diese Enge im Sprint“ empfindet Brandt als Reiz. Spannung und Konzentration bis zum letzten Zug. Das lässt sich im Training „nicht so effektiv“ simulieren. Da ist Wettkampf die beste Übung für den Wettkampf.
Bei den deutschen Meisterschaften in Berlin war ihr das Kunststück missglückt, wie im Vorjahr die Sprinttitel über die so unterschiedlichen Disziplinen Brust und Freistil einzufahren. Weltrekordlerin Britta Steffen, ihre Berliner Clubkollegin, war auf den letzten Metern der Kraulstrecke vorbeigezogen, elf Hundertstel lag sie schließlich voraus. Beide hatten aber die Norm für die WM unterboten.
Die interne Konkurrenz durch die Weltmeisterin und Olympiasiegerin spornt Brandt an, es macht sie zugleich stolz, dass sie als Duo vorne stehen. Da spielt es keine Rolle, dass sie völlig unterschiedliche Typen seien. Oder auch, dass Brandts Ansprüche noch etwas kleiner sein mögen als bei Deutschlands Vorzeigeschwimmerin.
Bei der WM peilt die frühere Hamburgerin den Endlauf an und will „dann nur nicht Achte werden“. Mit den Plätzen sieben bis fünf „wäre ich wirklich zufrieden“. Und bei Olympia 2012 in London, dem Fernziel, will sie dann noch eins draufsetzen.
Brandt selbst hat eine Wandlung vollzogen. Mag sie früher unberechenbar oder gar „zickig“ gewesen sein, wie sie es selbst in einem Rückblick eingeräumt hat, so wirkt sie nun ausgeglichen, offen, selbstbewusst. Die BWL-Studentin bringt sich – zusammen mit ihrem Stellvertreter Yannick Lebherz vom DSW– als Aktivensprecherin der Nationalmannschaft ein. Vielseitigkeit, die sie inzwischen auch im Becken demonstriert.
Dass sie auch Brustsprint schwimmt, sei eigentlich einem Zufallseinsatz für ihren Club vor zwei Jahren in der Bundesliga entsprungen. Der als „absurd“ empfundene Versuch erwies sich als Glücksfall. Im vergangenen Herbst wurde sie in Eindhoven Kurzbahn-Europameisterin über 50 m Brust. Es sei einfach „ein schönes Gefühl, dass ich mehrere Sachen gut kann“, sagt die Siebenundzwanzigjährige. „Das bringt mir sehr viel, das macht mich entspannter“. Leute, die vielseitig sind, könnten sich auch gut spezialisieren.
In Shanghai wird das wiederum nötig sein, da der Zeitplan eine ähnliche Überschneidung wie in Darmstadt mit sich bringt. Was im DSW-Freibad gelegen kam, das ist bei einer WM allerdings ein Unding. Die Konzentration gelte daher „definitiv“ der Freistilstrecke, zumal der Brustsprint nicht olympisch ist. Brandt, bei Olympia 2004 in Athen über 50 m Freistil auf Rang 16 eingekommen, blickt mit Selbstbewusstsein auf ihre erste WM-Teilnahme. Sie sieht ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft. „Ich weiß, welche Fehler ich in den letzten Rennen gemacht habe“, sagt sie. Nun brennt sie darauf, es noch besser zu machen.
Im DSW-Freibad war sie zum vierten Mal zu Gast: „Weil ich den Wettkampf sehr gern mag“. Es sei ein Traditionswettkampf. „Schade, dass er diesmal nicht so viel Anklang findet“. Auch da sie sieht sie Steigerungsmöglichkeiten, zumal „man hier definitiv schnell schwimmen“ könne.

Schwimmstars zum Anfassen

Rudower MagazinJuli 2011. An den herrlich sonnigen Pfingsttagen fand das Sportler-Sponsorentreffen des Neuköllner Olympia-Team „Go Gold“ im Rahmen des internationalen Sportbadpokals der SG Neukölln statt. Die Sportler des Teams eröffnet die Veranstaltung mit einer über einstündigen Autogrammstunde bei der etliche T-Shirts, Badekappen und Autogrammkarten unterschrieben wurden. Nach einer kleinen Präsentation wurde beim Torwandschießen um den heißbegehrten Siegerpokal gekämpft.

Zum Wettkampf kamen wieder viele Teilnehmer von weit her, um bei dem Wettstreit der Medaillen und Pokale mitzumischen. Es waren etliche Sportler aus Berlin, Deutschland, Polen, Russland und Litauen vertreten. Auf den Wiesen des Freibads wurden am Freitagvormittag viele Zelte aufgeschlagen und die Sportler richteten sich es gemütlich ein. Am Samstag um 9 Uhr in der Früh war das Schwimmbecken brechend voll, denn es war Zeit zum Einschwimmen. Die kleinen Sportler starteten den Wettkampf mit den 50 Meter Strecken. Im Laufe des Tages wurden etliche Bestzeiten erzielt und viele Medaillen abgeräumt. In der Mittagspause schlugen viele Herzen ein Stückchen höher, denn Britta Steffen, Dorothea Brandt, Benjamin Starke und Robin Backhaus unterschrieben T-Shirts, Badekappen und verteilten ihre Autogrammkarten. Leider musste Tim Wallburger krankheitsbedingt absagen. Pünktlich um 19 Uhr begann das traditionelle Jugendfest, die Oskar-Heinroth-Schule war mit der Tanz-AG mit von der Partie und die Tanzschule des Südens ermöglichte den Zuschauern einen Einblick in die Welt des Tanzens. Trotz der langen Nacht am Vortag waren alle wieder fit und gingen mit neuer Motivation an den Start. Während des Wettkampfes spielte die Band Claudy Blue Sky ausgelassen auf der Festwiese und unterhielt die vielen Zuschauer. Am Ende gewannen die Sportler von Kaunas Zentrum Sportschule aus Litauen den Gesamtsiegerpokal der besten Mannschaft.

Schwimm-Asse kommen – Spannung pur beim Sportbadpokal und Bärliballturnier

Berliner Woche8.6.2011. Britz. Bei der Schwimmgemeinschaft Neukölln ist an den beiden kommenden Wochenenden viel los: Am 11. und 12. Juni veranstaltet sie den 15. Internationalen Sportbadpokal und am 18. Juni das Wasserball-Turnier „Bärliball“.

Seit 2004 trägt der Internationale Sportbadpokal im Gedenken an den langjährigen Schwimmwart der Schwimmgemeinschaft Neukölln den Zusatz „Dietrich-Bolz-Gedächtnis-Schwimmen“. Dieses Jahr erwartet der Verein im Sportbad Britz am Kleiberweg 3 etwa 500 Sportler aus Dänemark, Litauen, den Niederlanden, Polen, Russland und Schweden. Die Wettkämpfe beginnen am 11. und 12. Juni jeweils um 10 Uhr. Auf der Festwiese des Fördervereins gibt es für die Besucher Grillspezialitäten und Getränke.

Das Sponsorentreffen des GoGold-Olympiateams London 2012 wird am Sonnabend um 12 Uhr mit einer Autogrammstunde mit Britta Steffen und weiteren Weltklasse-Schwimmern des Vereins eröffnet. Für musikalische Unterhaltung sorgt am Sonntag von 11 bis 15 Uhr die Country-Band „Claudy Blue Sky“. An beiden Tagen endet die Veranstaltung gegen 17 Uhr. Für kleine Wasserballer, die einmal ihr ganzes Können unter Beweis stellen wollen, findet am 18. Juni von 10 bis 14 Uhr das 7. Bärliball-Turnier der Neuköllner Grundschulen im Sportbad Britz statt. Bei dem Turnier geht es darum, dass die Kinder zeigen können, was sie im Schulsport gelernt haben. Neun Mannschaften haben sich bisher zu dem Turnier angemeldet, eine neue Rekordteilnehmerzahl. Der Eintritt ist frei. syri

Weltjahresbestzeit für Benjamin Starke

Rudow-LiveJuni 2010. Ein Neuköllner Quartett wird bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Shanghai (25.-31.7.2011) an den Start gehen. Bei den deutschen Meisterschaften in Berlin (31.5.-5.6.2011) lösten vom Neuköllner Olympia-Team „Go Gold“ mit Britta Steffen, Dorothea Brandt, Benjamin Starke und Tim Wallburger gleich vier Sportler das begehrte Ticket.

Dabei ging es golden zu. Benjamin Starke erzielte in 51,65 Sekunden Benjamin eine neue Weltjahresbestzeit und kam er seinem deutschen “Anzugrekord” von 51,22 Sekunden sehr nahe. Er war acht Hundertstel schneller als US-Star Michael Phelps in diesem Jahr. Damit gewann er Gold gut eine Sekunde vor dem ebenfalls stark eingeschätzte Steffen Deibler. Die geforderte WM-Norm von 52,24 Sekunden unterbot er klar.

Zweifache deutsche Meisterin wurde Britta Steffen über 50 und 100 Meter Freistil. Über die 100 Meter in 54,14 Sekunden noch ohne WM-Norm, sicherte sie sich über die halbe Distanz in 24,67 Sekunden die Nominierung. Zusammen mit Dorothea Brandts 24,78 Sekunden gab es einen Doppelsieg zu feiern. Auch sie blieb unter der geforderten Richtzeit. Ganz oben stand Brandt über 50 Meter Brust. In 30,83 Sekunden kam den dem deutschen Rekord von 30,77 Sekunden sehr nahe.
Tim Wallburger versuchte sich über 200 Meter Schmetterling am Uraltrekord von Michael Groß. Seine 1:58,22 Minuten reichten zu Gold, aber nicht zum Rekord. Auch die WM-Norm verfehlte er dort. Das WM-Ticket sicherte sich Wallburger schließlich als Zweiter über 200 Meter Freistil. Hinter Weltrekordler Paul Biedermann (1:45,72 Minuten) war er in 1:47,61 Minuten vom Rest der Konkurrenz nicht zu schlagen.
Lediglich bei Robin Backhaus hat es dieses Jahr nicht hingehauen. Über 200 Meter Freistil verpasste er um drei Hundertstel das Finale und damit seine WM-Chance. Erfreulich aber, dass sich mit Maximilian Oswald und Tobias Zajusch zwei Neuköllner für die Jugend-Europameisterschaften in Belgrad (6.-10.7.2011) qualifiziert haben.

Starke schneller als Phelps

Süddeutsche7.6.2011. Benjamin Starke selbst ist natürlich keineswegs untergegangen bei den Deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin. Im Gegenteil: Über 100 Meter Schmetterling war der 24-Jährige so schnell unterwegs, dass er nicht nur den Meistertitel und einen Platz im 24-köpfigen deutschen Aufgebot für die WM in Shanghai (16. bis 31. Juli) erreichte, sondern auch den US-Rekord-Olympiasieger Michael Phelps (51,75) als Weltjahresbesten ablöste. Allerdings sind Starkes 51,65 Sekunden etwas untergegangen im Trubel um WM-Normen und die Auftritte des Weltmeister-Paares Britta Steffen/Paul Biedermann. Zumal er sie im letzten Rennen der Meisterschaften erzielte.
Trotzdem war der Student der Rettungsmedizin, unter Coach Norbert Warnatzsch in Berlin Trainingskollege von Britta Steffen, die größte Überraschung des Wochenendes. Starke ist ein ehrgeiziger junger Mann. ‚Ich trainiere, um irgendwann einmal in Phelps“ Nähe zu kommen oder ihn vielleicht sogar mal zu schlagen‘, sagt er. Und wahrscheinlich hätte er sich schon im Vorjahr mit der Weltelite gemessen, wenn ihn nicht eine Gürtelrose vor der EM 2010 in Budapest ausgebremst hätte. Nach Starkes Coup traut Warnatzsch ihm bei der WM Ähnliches zu: ‚Er kann dort das Finale erreichen. Und dann ist alles möglich.‘ Benjamin Starke wiederum genoss erstmal die neue Weltrangliste: Er vor Phelps – ‚schon geil‘, sagte er. ‚Der kleine Benjamin Starke vor dem großen Michael Phelps. Für ein paar Minuten habe ich nur auf den Bildschirm gestarrt und gedacht: krass!‘

Britta Steffen löst im zweiten Anlauf WM-Ticket

Berliner Morgenpost6.6.2011: Britta Steffen und Paul Biedermann sind am letzten Tag der deutschen Meisterschaften in Berlin zur WM-Norm für Shanghai gekrault. Doch die Hoffnungsträger sind wohl andere.

… Für Steffen und Biedermann endeten die Meisterschaften versöhnlich, nachdem beide es vor dem letzten Finaltag verpasst hatten, die WM-Norm zu schwimmen. „Vom Hocker gehauen hat mich das nicht – ganz und gar nicht“, sagte Dirk Lange zu den ersten Endläufen. Nachdem Steffen am Sonnabend über 100 Meter Freistil die Norm noch ganz knapp verfehlt hatte, reichte ihre Siegerzeit über die 50 Meter jedoch aus. „Die Erleichterung ist groß“, sagte die Doppelolympiasiegerin nach ihrem zweiten Titel in Berlin: „Ich will aber mehr sein, als nur eine Normerfüllerin, deshalb bin ich nicht ganz zufrieden.“ Ihr Höhepunkt, auf den das Training ausgerichtet ist, sind ganz klar die Weltmeisterschaften – und dort will sie schließlich aufs Treppchen. …
Insgesamt haben elf Schwimmer die geforderte Norm für die Weltmeisterschaften erreicht; der Berlinerin Dorothea Brandt (27) gelang das als einzige über zwei Strecken. Nach ihrem Sieg am Freitag über 50 Meter Brust schlug sie am Sonntag nur knapp hinter Britta Steffen im Kraulsprint an, unterbot aber dennoch die Norm. Nach 25 Metern sah es sogar so aus, als könne sie Steffen, der Weltrekordhalterin, den Tag vermiesen. „Platz zwei wäre ein Weltuntergang gewesen“, gab Steffen zu. Bis zur Weltmeisterschaft müsse noch einiges passieren.
Benjamin Starke, Steffens Teamkollege von der SG Neukölln, schaut bereits sehr optimistisch auf die Titelkämpfe. Sein Ziel ist zwar das Finale, der 24-Jährige hat aber so viel Selbstvertrauen und Glauben an seine Stärke, dass er sagt: „Wenn es weiter so gut läuft, ist eine Medaille drin.“ Damit zählt er zu einem erlesenen Kreis in Deutschland. „Wir haben eine kleine Anzahl von Sportlern, die auf den Einzelstrecken mitmischen können, und ansonsten noch ein gutes Stück zur Weltspitze“, sagte Bundestrainer Dirk Lange. …

Ein Berliner Junge auf den Spuren des Albatros

Berliner Morgenpost4.6.2011: Tim Wallburger hat dieses eine große Ziel: Die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Juli in Schanghai. Und doch sieht die Sache mit der WM bei dem 21-jährigen Berliner von der SG Neukölln etwas anders aus. Spannender, bedeutender.

Denn wenn Wallburger bei den Weltmeisterschaften in China (16. bis 31. Juni) mitmischen möchte, muss er heute bei den nationalen Titelkämpfen schneller durch das Wasser fliegen, als es „Albatros“ Michael Groß je gelungen ist.
Der Startschuss zu Wallburgers Paradestrecke, den 200 Meter Schmetterling, fällt am Nachmittag. Und nur auf dieses eine Rennen kommt es an, jetzt muss der Vize-Europameister auf der Kurzbahn zeigen, dass er auch auf der 50-Meter-Bahn über sich hinauswachsen kann. Alles andere reicht nicht, um die vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) geforderte Qualifikationszeit für die WM zu schaffen. Die liegt mit 1:56,03 Minuten nicht nur unter Wallburgers Bestzeit, sondern auch 21 Zehntelsekunden unter dem 25 Jahre alten Deutschen Rekord des dreimaligen Olympiasiegers Michael Groß, der einst von der US-Presse aufgrund seiner Spannbreite auf den Namen „Albatros“ getauft wurde.
„Mein Ziel ist es, Rekord zu schwimmen und die Norm zu schaffen. Möglich ist es“, sagt Wallburger ohne zu zögern und mit festem Blick auf das Schwimmbecken an der Landsberger Allee, in dem sein Vorhaben Realität werden soll. Wie groß ist die Chance tatsächlich? „Sie liegt bei zwanzig Prozent“, schätzt der gebürtige Dresdener und lacht dann. Angst machen ihm die verbleibenden 80 Prozent nicht, sie motivieren ihn vielmehr. „Das wird ganz hart, aber Tim hat eine Chance“, sagt sein Trainer Norbert Warnatzsch, der auch Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen zu Höchstleistungen gepuscht hat.
Wallburger ist keiner, der sich zu sehr in seine Ziele verbeißt, sich in Gedankenspielen verliert und am Ende an flatterigen Nerven scheitert. „Ich gehe einfach an den Start und schwimme. Bei mir ist das ganz unkompliziert. Ich bin da eher der lockere Typ. Kurz vor dem Rennen werde ich dann richtig nervös, aber das brauche ich“, sagt er und sein Trainer bestätigt: „Mental ist er stark. Wenn es darauf ankommt, kann er seine Leistung abrufen.“
Um dahin zu kommen, wo er jetzt ist – und noch weiter -, wechselte Wallburger 2004 aus Dresden zur SG Neukölln. Zwei Bahnen in einem Schwimmbecken, in dem nebenan Freizeitsportler von vier bis 80 Jahren ihr Wassergefühl testen, waren auf Dauer nicht die optimalen Voraussetzungen, um sich an die Spitze zu kämpfen. In Berlin sieht das anders aus. Aber auch menschlich passt es in der Trainingsgruppe. „Wir haben viel Spaß zusammen“, sagt Wallburger mit einem schelmischen Grinsen. Warnatzsch weiß, wovon sein Schützling spricht. „Es gibt immer mal wieder Anlässe, um locker zu lassen und auch mal herumzualbern. Tim gehört zu jenen, die das mit Lust betreiben“, sagt er.
Heute Nachmittag muss er die richtige Mischung aus Lockerheit und Ehrgeiz finden. Sollte Wallburger im zeitlichen Fernduell mit dem Albatros doch noch nicht mithalten können und die WM-Norm verfehlen, hat er morgen noch eine zweite Chance: Über 200 Meter Freistil will er sich für die Staffel in Schanghai qualifizieren. Nach dem EM-Silber über 4×200 Meter im vergangenen Jahr ist das sogar sein Hauptziel für dieses Wochenende, zumal seine Chancen hier bei weit mehr als 20 Prozent liegen. Andersherum: Die Nicht-Qualifikation für die Staffel wäre eine kleine Überraschung. Schlägt er heute in Rekord- und Qualifikationszeit an, wäre das hingegen „eine Riesen-Sache“. mel

SGN-Mädels gewinnen Bronze – Neue Vereinsrekorde

Buckower Prisma Im Dortmunder Südbad hat Ende Februar die Meisterrunde der deutschen Mannschaftsmeisterschaften mit den beiden Mannschaften der SG Neukölln stattgefunden. Die Frauen lagen auf Medaillenkurs und die Männer wollten eine Aufholjagd starten.

April 2011. Da die Punkte aus dem Vorkampf, sozusagen die Hinrunde der Schwimm-Bundesliga, mitgenommen wurden, lagen die Frauen vor Beginn des Endkampfes auf Position zwei und hatten auch große Chancen, die anvisierte Medaille zu gewinnen. Die Männer starteten von Platz fünf und hatten durch die Rückkehr von Benjamin Starke ins Team sich vorgenommen, noch einmal in den Kampf um die Medaillenränge einzugreifen.
Nach 22.274 Punkten im Vorkampf, steigerten sich die Frauen im Endkampf auf 22.547 Punkte trotz einer Disqualifikation und einen dadurch entstandenen Punkteverlust. Trotzdem musste man der Mannschaft vom SV Halle/Saale den Vortritt lassen, gewann man aber am Ende eine verdiente Bronzemedaille mit den gesammelten 44.821 Punkten. Meister wurde wie erwartet das Team der SG Essen. Das Team bestand aus Britta Steffen, Dorothea Brandt, Alisa Riebensahm, Tyra Blue Mauer, Enna Rodewald, Isabelle Tschirch, Franziska Wohlert, Gözde Tekin sowie Anna und Lena Stiefvatter. Desweiteren stellte Dorothea Brandt über 50 Meter Brust in 31,37 Sekunden einen neuen Vereinsrekord auf. Durch die Ausfälle im Vorkampf hatten die Männer mit dem Rückstand des Vorkampfes umzugehen, allerdings fehlte Oliver Wenzel auch im Endkampf krankheitsbedingt, was erneut zu Umstellungen der Streckenbesetzung führte. Dagegen kam Benjamin Starke zurück ins Team. 22.112 Punkte führten im Vorkampf zu Platz fünf, 22.946 Punkte im Endkampf bedeuteten eine Verbesserung auf Position vier. Leider fehlten allerdings am Ende rund 500 Punkte zur erhofften Medaille, die sich die Mannschaft vorgenommen hatte. Timo Spring, Tom Siara, Maximilian Oswald, René Asmus, Jochen Hanz, Sören Meißner, Robin Backhaus und Tim Wallburger sowie der angesprochene Benjamin Starke bildeten das Team. Tim Wallburger erzielte gleich zwei Vereinsrekorde über für ihn ungewohnte Strecken. Bei den 100 Meter Brust blieb die Uhr bei 1:04,71 Minuten stehen und auch über die doppelte Distanz mit einer Zeit von 2:22,34 Minuten stand am Ende ein Vereinsrekord zu Buche. Meister wurde auch hier die SG Essen.

Ergebnisse Frauen:
1. SG Essen, 47.646 Punkte
2. SV Halle/Saale, 45.409 Punkte
3. SG Neukölln Berlin, 44.821 Punkte
4. SV Würzburg 05, 43.671 Punkte
5. SV Nikar Heidelberg, 43.335 Punkte
6. SSG Leipzig, 42.543 Punkte

Ergebnisse Männer:
1. SG Essen, 46.412 Punkte
2. SG Frankfurt, 45.671 Punkte
3. SC 1911 Wiesbaden, 45.579 Punkte
4. SG Neukölln Berlin, 45.058 Punkte
5. SV Würzburg 05, 44.687 Punkte
6. SSG Saar Max Ritter, 44.433 Punkte

Britta Steffen schwimmt bis 2014

Berliner MorgenpostAls Berlin den Zuschlag für die Schwimm-EM 2014 bekam, musste Britta Steffen nicht lange überlegen.

28. März 2011. Die Doppel-Olympiasiegerin von der SG Neukölln verschob ihren Rücktritt um ein Jahr nach hinten, um ihre erfolgreiche Karriere gemeinsam mit Fans, Freunden und der Familie bei der Heim-EM zu krönen. „Ich freue mich total, dass die Europameisterschaften in Berlin stattfinden. Es ist meine Heimatstadt, und nach 2002 darf ich dann noch einmal das erhebende Gefühl erleben, vor einem heimischen Publikum um Medaillen zu kämpfen“, sagte die 27-Jährige. Ursprünglich hatte Steffen geplant, nach den Olympischen Spielen 2012 in London noch ein Jahr „abzutrainieren“ und danach endgültig den Schwimmanzug an den Nagel zu hängen. Doch nach dem Jahr Pause in der vergangenen Saison hat Steffen wieder die Lust an ihrem Sport gepackt. „Ich bin hungrig. Mir geht es einfach schlecht ohne das Schwimmen, da bin ich nur ein halber Mensch“, sagte die Doppel-Weltmeisterin.

Frauen-Freistil-Staffel wurde Vize-Europameister

Rudower MagazinSechs Medaillen für die SGN Britta Steffen, Dorothea Brandt, Benjamin Starke und Tim Wallburger hatten sich mit ihren Leistungen bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften (11.-14. November 20 I 0) für die Kurzbahn-Europameisterschaften qualifiziert. Austragungsort war das niederländische Eindhoven vom 25.-28. November 2010.

Januar 2011. Über 50 Meter Brust erzielte Dorothea Brandt am ersten Tag der Kurzbahn-EM die zweitschnellste Vorlaufzeit und gewann die Goldmedaille im Finale in einer Zeit von 30,40 Sekunden. Eine Bronzemedaille gewann über 100 Meter Freistil Britta Steffen. Sie kraulte in 52,92 Sekunden hinter zwei Niederländerinnen ins Ziel. Um nur eine Hundertstel verpasst hat diese Medaille Benjamin Starke über 100 Meter Schmetterling. Vizeeuropameister wurde mit Britta Steffen, Dorothea Brandt, Lisa Vitting und Daniela Schreiber die 4 × 50 Meter Freistil-Staffel in einer Zeit von I :36,83 Minuten. Die Niederlande benötigten I :36,83 Minuten und gewannen so die Goldmedaille. Über 200 Meter Schmetterling erschwamm sich Tim Wallburger in einem spannenden Rennen die Silbermedaille in einer Zeit von 1:53,71 Minuten und erzielte damit auch einen neuen Vereinsrekord. Eine weitere Silbermedaille erzielte die 4 × 50 Meter Lagen-Staffel mit Dorothea Brandt als Brustschwirnmerin und Britta Steffen als Schlussschwirnrnerin über die Freistildistanz in 1:44,70 Minuten, nach den Niederlanden. Platz fünf erreichte Benjamin Starke über 200 Meter Freistil in I :44,97 Minuten und verpasste die Bronzemedaille um eine knappe Sekunde. Britta Steffen gewann noch eine weitere Bronzemedaille über 50 Meter Freistil in 23,95 Sekunden und Dorothea Brandt erreichte auf der Sprintstrecke den vierten Platz in 24,48 Sekunden. Auf das Konto der Neuköllner Schwimmer gingen eine Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen

Pressespiegel 2010

Flotter Dreier über 200 Meter Schmetterling

Buckower Prisma Dezember 2010 Gold, Silber, Bronze gewannen bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal (11. bis 14. November 2010) Tim Wallburger, Benjamin Starke und Robin Backhaus vom Olympia-Team „Go Gold 2012“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln. Britta Steffen wurde Deutsche Meisterin über 50 und 100 Meter Freistil und es wurden vier weitere Medaillen erkämpft.

Eher selten belegen drei Sportler aus einem Verein die ersten Plätze. Über 200 Meter Schmetterling schafften das als Deutscher Meister Tim Wallburger mit neuem Vereinsrekord von 1:55,15 Minuten, Benjamin Starke mit Silber und 1:55,89 Minuten und Robin Backhaus mit Bronze und 1:57,94 Minuten. Nicht zu vergessen ist Timo Spring, der mit 1:58,95 Minuten auch noch knapp Fünfter wurde. Britta Steffen findet langsam zur alten Form zurück und konnte sich über 50 Meter Freistil (24,38 Sekunden) und 100 Meter Freistil (52,75 Sekunden) von der nationalen Konkurrenz absetzen. Benjamin Starke konnte neben seiner Silbermedaille über 200 Meter Schmetterling noch die Vizemeisterschaft in den beiden anderen Stildistanzen 50 Meter (23,14 Sekunden) und 100 Meter (51,49 Sekunden) erkämpfen. Dazu gab es noch Bronze über 200 Meter Freistil in 1:44,70 Minuten. Tim Wallburger bewies über 200 Meter Lagen mit dem dritten Platz (1:58,97 Minuten) ebenfalls seine gute Form. Insgesamt gab es drei Medaillen von jeder Farbe.
Dorothea Brandt, die auf der Weltcup-Serie ihre Titelambitionen über 50 Meter Brust deutlich machte, musste infektbedingt ihren Start bei den Deutschen Meisterschaften absagen. Für ihre Weltcup-Leistungen hat sie sich ebenso für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Eindhoven (25. bis 28. November 2010) qualifiziert wie Britta Steffen, Benjamin Starke und Tim Wallburger.

Dorothea Brandt siegt bei Kurzbahn-EM

rbb26. November 2010: Die Berlinerin Dorothea Brandt hat zum Auftakt der Kurzbahn-Europameisterschaften in Eindhoven die Goldmedaille über 50 Meter Brust gewonnen. Sie siegte in 30,40 Sekunden vor der Niederländerin Moniek Nijhuis. … Olympiasiegerin Britta Steffen aus Berlin qualifizierte sich bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft nach 16 Monaten Pause in 53,70 Sekunden als Halbfinal-Fünfte für den Endlauf über 100 Meter Freistil wie Daniela Schreiber (53,39/3.).

Britta & Paul nicht allein auf Goldjagd

Bild25.11.2010. Das Hotelzimmer ist kalt, aber im Wasser soll‘s heiß hergehen! Bei der Kurzbahn-EM, die heute in Eindhoven beginnt (9.30, 17 Uhr/Eurosport), krault nicht nur unser Gold-Paar Britta Steffen (27) und Paul Biedermann (24) um Gold.

Mit Dorothea Brandt (26), Benjamin Starke (wird heute 24) und Tim Wallburger (21) sind drei weitere Berliner dabei.

Brandt: „Im Hotel frieren wir, dafür ist die Schwimmhalle schön warm.“ Brandt schwimmt die 50 Meter Brust und Freistil, dazu die Sprint- und Lagenstaffel. „Über Brust ist Gold drin und im Freistil geht es gegen Britta um eine Medaille“, sagt sie. Steffen gegen Brandt – in den Staffeln sind sie dann gemeinsam am Start. Doro: „Da wäre es enttäuschend, wenn wir nichts holen.“

Starke hat die Langbahn-EM in Budapest wegen Krankheit verpasst, will nun über 50 und 100 Meter Delfin auftrumpfen. Wallburger tritt mit einem Handicap gegen Biedermann über 200 Meter Freistil an. Er war sechs Wochen beim Bundeswehr-Lehrgang, konnte daher nur eingeschränkt trainieren.

Buckower Prisma November 2010

Interview mit Dorothea Brandt

1. Hallo Doro, stell Dich kurz vor (wo du trainierst, lebst, Trainer, Strecken etc.).
Mein Name sollte dem Leser ja bekannt sein!? Ich lebe im wunderschönen Berlin und trainiere auch hier am Bundesstützpunkt bei Gerd Eßer, Steffen Zesner und Lasse Frank. Bei Wettkämpfen starte ich in den Farben der SG Neukölln Berlin e.V. Ich schwimme 50m und 100 m Freistil und 50m Brust.

2. Wie verliefen deine Europameisterschaften?
Meine Europameisterschaften verliefen sehr gut! Nach meinem ersten Rennen als Startschwimmerin der 4×100m Freistil-Staffel im Vorlauf hatte ich Zeit mich auf meinen Einzelstart über 50m Freistil vorzubereiten. Nach einem sehr guten Vorlauf und Halbfinale mit neuer persönlicher Bestzeit belegte ich im Finale den 4. Platz. Holzmedaille? Traurig? Nein, denn ich hatte ein tolles Jahr!

3. Was sagst du zum aktuellen Team der National Mannschaft?
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Europameisterschaft haben eine wunderbare Mannschaft gebildet! Es war eine Mannschaft, die trotz oder gerade wegen der teils großen Altersunterschiede sehr schön harmoniert hat. Das Interesse der Mannschaft am Einzelnen war sehr groß. Wir haben intern eine tolle Stimmung geschaffen, die jeden Starter zusätzlich unterstützt hat.

4. Ein sehr junges Team, doch leider blieben einige Medaillen noch aus. Denkst Du das wird sich bis Olympia noch ändern?
Ich bin davon überzeugt! Alter ist auch kein Kriterium für Leistung! Leistung ist das Ergebnis guten Trainings! Mit den sehr guten Maßnahmen die das Kompetenzteam um Lutz Buschkow und Dirk Lange in den vergangenen zwei Jahren geschaffen hat, wird es der Mannschaft gelingen weiter nach vorne zu schwimmen.

5. Du hast sehr gute Zeiten auch über 50m Brust aufgestellt. Wie kam es zu der Veränderung?
Ich bin im Rahmen der DMS für meinen Verein immer 50m Brust geschwommen. Und das nicht schlecht… Doch der Knoten ist erst bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2009 geplatzt. Um im (Wettkampf)Rhythmus zu bleiben, haben mich meine Trainer 50m Brust gemeldet. Dass es so ein gutes Rennen wird hat niemand für möglich gehalten. Ich freue mich sehr über diese Entwicklung. Denn so kann ich mich noch häufiger mit den anderen Mädels messen.

6. Wie lange hast Du nach der Saison Pause gemacht?
Ich habe zwei Wochen pausiert. Geplant waren jedoch drei. Doch nach zwei Wochen hat es schon wieder so gekribbelt, dass ich in der dritten Woche einmal am Tag mit meiner Trainingsgruppe trainiert habe, und einmal am Tag individuell. Nach dieser Woche bin ich wieder in den normalen Trainingsalltag der Gruppe eingestiegen.

7. Was hast Du dir für diese Saison vorgenommen?
Es wird eine aufregende Kurzbahn-Saison! Ich werde das erste Mal die Weltcup-Tour mitmachen. Im November sind dann die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal und die Kurzbahn-Europameisterschaften in Eindhoven, gefolgt von den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Dubai.
Ich möchte bei den Kurzbahneuropameisterschaften wieder vorne mitschwimmen und die Staffeln unterstützen. Bei der Kurzbahnweltmeisterschaft möchte ich eine vordere Endlaufplatzierung erschwimmen.
Das nächste Jahr steht natürlich ganz im Zeichen der Weltmeisterschaft in Shanghai! Die Qualifikation führt ja bekanntlich über die Deutschen Meisterschaften in Berlin. Wenn ich diese Hürde genommen habe, möchte ich im Finale der Weltmeisterschaft über 50m Freistil stehen und mich nicht unter Wert verkaufen.

8. Was machst Du neben dem Schwimmen?
Neben dem Schwimmen studiere ich duale Betriebswirtschaftslehre an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin. Der Olympiastützpunkt Berlin und die Beuth Hochschule pflegen eine sehr enge Zusammenarbeit, die es mir ermöglicht den Weg der dualen Karriere zu gehen. Dabei werde ich auch von der Stiftung Deutsche Sporthilfe unterstützt. Als Schwimmer muss man sich definitiv um das Leben an Land kümmern.
In der Zeit, die ich nicht in Schwimmhallen oder Hörsälen verbringe, versuche ich mich so oft es geht mit meinen Freunden zu treffen. Dann kochen wir sehr gerne, trinken Kaffee oder „machen Kultur“.

9. Wie sieht ein typischer Tag von dir aus?
Ich beginne je nach Inhalt der ersten Einheit um 7.00 oder 7.30 Uhr. Auf Landtraining folgt dann immer eine Wassereinheit. Am Nachmittag beginne ich mit der intensiveren Wassereinheit um 16.30 Uhr. Dazwischen fahre ich nach Hause, um mich auszuruhen, zu lernen und zu arbeiten oder ich fahre in die Uni. Abends bin ich häufig zu müde, zum um die Häuser zu ziehen und verwandle mich in eine Couchpotato.

10. Jetzt kannst Du noch jemanden grüßen.
Ich möchte meine Trainer, meine Trainingsgruppe und meinen Verein herzlich grüßen! Außerdem die TG Letz aus Potsdam.

Berliner Woche11. November 2010

Rudow-LiveNovember 2010.

Berliner Weltcup als Saisoneinstieg

wirbwegenberlin3. November 2010. Bei der Station des Schwimm-Weltcups in Berlin am letzten Oktoberwochenende konnten sich die Sportler des Neuköllner Olympia-Teams „Go Gold London 2012“ mit guten Leistungen und Medaillenplätzen im internationalen Klassefeld sehen lassen.

Dorothea Brandt, die die gesamte Weltcup-Serie bestreitet, konnte sich gleich über zwei Medaillen freuen. Sie gewann Silber über 50 Meter Freistil (24,27 Sekunden) und Bronze über 50 Meter Brust (30,42 Sekunden). Für die anderen Athleten war der Weltcup nach einem Höhentrainingslager in Flagstaff / USA der Einstieg in die neue Saison. So erfreute Benjamin Starke über 200 Meter Freistil (1:44,65 Minuten) mit einer Bronzemedaille, wo er nur drei Zehntelsekunden hinter Paul Biedermann ins Ziel kam. Knapp Vierter wurde er zudem über 400 Meter Freistil (3:45,67 Minuten).

Britta Steffen konnte nach längerer Wettkampfpause nicht aufs Treppchen schwimmen. Es blieb ihr ein vierter Platz über 50 Meter Freistil (24,53 Sekunden) und ein sechster über 100 Meter Freistil (53,45 Sekunden). Tim Wallburger erzielte eine Bestzeit über 200 Meter Schmetterling (1:56,73 Minuten) und wurde desgleichen Sechster. Robin Backhaus kam leider nicht ins Finale.

Steffen: Es fühlt sich beschissen an

B.Z.31. Oktober 2010. Im Interview mit der B.Z. spricht Britta Steffen über die Rückkehr ins Wasser und über Niederlagen.

Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen (26) freute sich über ihre Rückkehr ins Schwimmerlager beim Weltcup in Berlin wie über einen Sieg. Trotzdem musste die erfolgsverwöhnte Berlinerin nach Platz vier über 50 Meter und Platz 6 über 100 Meter Freistil mit unbekannten Gefühlen kämpfen. Denn ein Rennen hatte sie seit 2007 nicht mehr verloren.

Frau Steffen, wie fühlt es sich an, wenn man nicht gewinnt?
Ehrlich? Verlieren fühlt sich beschissen an.

Empfinden Sie das Verlieren jetzt als Makel?
Auf keinen Fall. Klar, muss ich das erst einmal verdauen, wenn man es gewöhnt ist ganz oben zu stehen. Aber es zeigt mir, auch eine Britta Steffen bekommt nichts geschenkt im Leben. Aber genau das macht den Reiz aus, dass ich für den Erfolg wieder richtig ackern und kämpfen muss.

Was hat ihr Freund Paul Biedermann zum Comeback gesagt?
Er hat mir Mut gemacht. Er sagte: Süße, was hast du denn erwartet, dass du nur mit fünf Wochen Training schon alle hinter dir lässt? Das wäre unrealistisch, weil die anderen Athleten ja das ganze Jahr trainiert haben. Dann haben wir uns vor den Fernseher gekuschelt und den Schildkrötenfilm Tartaruga angesehen. Danach sah ich alles entspannter.

Verlieren, tut das bei Ihnen auch körperlich weh?
Beim Schwimmen ganz bestimmt. Denn mir fehlt noch die Wettkampfhärte. Ich muss erst wieder die Schmerzen begrüßen lernen.

Erklären Sie uns das?
Mir taten Arme und Beine schon bei 75 Metern weh, sonst kommt das erst zehn Meter vor dem Ziel. Zurzeit habe ich mehr Training auf dem Stepper, Fahrrad und im Kraftraum gemacht. Diesmal werde ich mich auf den Muskelkater freuen, er wird mich daran erinnern, dass es vorwärts geht.

Wie sicher sind Sie denn, wieder die schnellste Frau der Welt zu werden?
Nichts ist sicher. Aber ich vertraue meinem Trainer Norbert Warnatzsch. Wenn der sagt, dass ich das kann, dann glaube ich ihm.

Britta Steffen: Wasser ist ihr Element

B.Z.26. Oktober 2010. Rund 15 Monate musste Britta Steffen pausieren. Vor dem Weltcup-Comeback sprach sie mit der BZ.

Sonnabend springt Berlins Schwimm-Nixe endlich wieder ins Wasser. Nach 15 Monaten Pause, eine Viruserkrankung legte sie lahm, startet Britta Steffen (26) in Berlin beim Weltcup ihr Comeback. Die Doppel-Olympiasiegerin will die Rückkehr genießen, wohl wissend, dass sie ihre eigenen Erwartungen zurückschrauben muss. Ziel ist es, im Frühjahr in Topform zu sein. Zusammen mit Freund Paul Biedermann hat Britta ein großes Ziel: „Wir wollen bei Olympia 2012 gemeinsam Erfolg haben.“ Vor dem Comeback sprach Britta mit der B.Z. über ihr Element Wasser.

Was treiben Sie gerade?
Ich war für knapp drei Wochen im Höhentrainingslager in Flagstaff mit dem Nationalteam und meinem Trainer. Mein Freund war in Arizona auch dabei. Seit letzter Woche bin ich wieder da.
Ab wann haben Sie wieder ernsthaft angefangen zu trainieren?
Seit September bin ich wieder im Training.
Wie war die Rückkehr ins Wasser, gab’s Muskelkater oder friert man plötzlich?
Es war, als wäre ich nie weg gewesen und es macht mir wieder sehr viel Spaß.
Was tut am meisten weh beim Training?
Nur mit den Beinen schwimmen, das mache ich überhaupt nicht gern.
Was haben Sie am meisten vermisst?
Am meisten hab ich meinen Trainer Norbert Warnatzsch vermisst. Bevor das Training losgeht, reden wir beiden immer noch über alles Mögliche. Darauf musste ich verzichten.
Gab’s mal den Gedanken, doch aufzuhören?
Meine Gesundheit hätte ich nicht riskiert. Das wäre ein Grund gewesen, aufzuhören.
Was treibt Sie an? Sie sind doch schon Weltmeisterin und Olympiasiegerin.
Kurz gesagt, ich bin so. Schwimmen ist meine Leidenschaft, und wenn ich etwas mache, dann mit vollem Einsatz. Das entspricht einfach meinem Charakter.
Können Sie sich auch bei anderen normalen Alltagsdingen so schinden und quälen?
Aber ja, wenn ich etwas will, kann ich mich dafür auch schinden. Ich glaube, das ist die Voraussetzung für alles.
Gibt es Dinge, bei denen Sie das Element Wasser nicht so mögen?
In kaltem Wasser trainiere ich nicht gern, da kann ich viel schlechter atmen. Glücklicherweise ist in unserer Trainingshalle am Olympiastützpunkt immer Warm-Badetag.
Da nun wieder in normalen Badeanzügen geschwommen wird, spielt die Stofffarbe auch eine Rolle?
Ich hab’ mir sagen lassen, dass ein schwarzer Anzug die besten Voraussetzungen hat.
Wenn Sie den Badeanzug nach Mode-Gesichtspunkten aussuchen könnten, wie sähe der aus?
Schwarz-weiß mit Totenkopf. Wäre doch cool, oder?
Muss der so super eng sitzen, wie zum Beispiel die Spikes von Sprintern, die immer zwei Nummern zu klein sind?
Ja, das ist ganz wichtig. Da sollten keine Falten mehr im Anzug sein. Ich trage normal Größe 38, der Schwimmanzug ist eine Nummer kleiner. Das ist kein Problem. Man trägt ihn ja nur für ein kurzes Rennen und läuft damit nicht über Stunden herum.
Bei wie viel Grad können Sie am schnellsten schwimmen und bei wie viel Grad liegen Sie in der Badewanne?
28 Grad ist meine Schnellschwimmtemperatur, dafür bade ich bei nur 36 Grad.
Wie oft am Tag ist der Fön an, wegen der nassen Haare?
Ich wasche mir die Haare nach dem Training, föne aber anschließend nur die Ohren. Wenn es kalt ist, setze ich mir eine Mütze auf.
Verschlucken Sie sich beim Wettkampf auch mal?
Falls beim Einatmen eine ungeahnte Welle auf dich trifft, kann das durchaus passieren. Mir ist das zum Glück noch nie passiert.
Mögen Sie auch gefrorenes Wasser?
Eher weniger, ich hab’s gern warm.
Könnten Sie nach der Karriere aufs Schwimmen verzichten?
Ich glaube, ich werde immer schwimmen.
Haben Sie den Kopf auch gern unter Wasser?
Ja, ich tauche sehr gerne. Da verschwindet alles um mich herum.
Wenn Sie Urlaub machen, zieht es Sie ans Wasser oder in die Berge?
Ich finde beides toll, alles zu seiner Zeit.
Haben Sie Angst davor wieder so krank zu werden?
Davor ist man als Leistungssportler nicht gefeit. Lieber pausiere ich einmal mehr als zuwenig. Letztlich bringt es ja nichts, kurzfristig zu denken und danach richtig auf der Nase zu liegen.
Und wie ist es mit der Angst zu scheitern?
Paul hat mir auch gesagt, ich könnte ganz schön was auf die Nase kriegen. Aber ich will mich in Berlin zeigen, dass ist mir wichtig.

Buckower Prisma September 2010

Rudower MagazinSeptember 2010

Berliner Woche25. August 2010

Rudower MagazinAugust 2010

Ein Dresdner beschenkt sich vorfristig

Sächsische Zeitung16. August 2010. Tim Wallburger trainierte bis 2004 beim DSC, dann zog es ihn nach Berlin. In Budapest holte er Silber.

Silber zum Abschluss mit der 4 × 200-Meter-Freistilstaffel – wie fällt Ihre persönliche EM-Bilanz aus, Herr Wallburger? Ich bin sehr zufrieden. Allein schon in der Staffel hinter Paul Biedermann schwimmen zu dürfen, ist fantastisch. Wir wollten Bronze holen, es ist Silber geworden – was will man mehr? Da kann ich auch verschmerzen, dass ich über 200 Meter Freistil den Endlauf um eine Zehntelsekunde verpasst hatte – lieber eine Staffelmedaille als ein Finalplatz im Einzelwettbewerb.
Tim Wallburger präsentiert seine silberne Staffelmedaille. (Foto: dpa)Mit 20 haben Sie Ihre ersten internationalen Titelkämpfe erlebt. Was hat Sie am meisten beeindruckt? Diese unglaubliche Stimmung. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied etwa zu einer deutschen Meisterschaft. Ich hatte auch noch nie direkt nach dem Rennen, wenn ich durch das Adrenalin noch so aufgeregt bin, Interviews fürs Fernsehen gegeben. Das war das Schlimmste für mich. Allgemein ging es für mich darum, Erfahrungen zu sammeln im Hinblick auf die WM 2011 und Olympia 2012 in London, meinen nächsten Zielen.
Sie wurden in Dresden geboren und trainierten bis 2004 beim DSC. Warum gingen Sie dann nach Berlin? Wegen der schlechten Trainingsbedingungen: alte Halle und viel Publikumsverkehr. Beim Abschied war ich dennoch traurig. Dresden ist meine Heimat, meine Familie wohnt immer noch dort. Beim DSC habe ich bei Trainer Dirk Oehme meine sportlichen Grundlagen gelegt. Ich bin auch sehr dankbar für diese Zeit.
Warum sind Sie nicht innerhalb Sachsens gewechselt, nach Riesa oder Leipzig? Robin Backhaus, der auch hier bei der EM schwimmt, hatte mich damals gefragt, ob ich nicht nach Berlin kommen will. Da wir damals schon auf einem Niveau waren, fiel meine Wahl auf die SG Neukölln und den Trainer von Britta Steffen, Norbert Warnatzsch. Die Entscheidung habe ich nicht bereut.
In Dresden soll die Halle saniert und erweitert werden. Würden Sie dann zurückkehren? Solange ich Leistungssport treibe, sicher nicht, danach bestimmt. Ich fühle mich in Berlin sehr wohl, bin jetzt gerade dabei, aus dem Sportinternat in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Demnächst will ich mit dem Studieren beginnen. Schwimmen allein ist mir auf Dauer zu langweilig.
Sie werden am Mittwoch 21. Wo feiern Sie Ihren Geburtstag? Bei meiner Familie in Dresden. Ich bin jetzt eine Woche dort, dann geht es in den Urlaub. Gespräch: Daniel Klein

Schwarzer Sonntag für die Schwimmer

Berliner Kurier16. August 2010. Nur die Lagenstaffel der Frauen kommt zu Bronze, weil die Russinnen disqualifiziert wurden
Budapest – So stark die Springer bei der EM auch auftrumpften, die deutschen Schwimmer enttäuschten. Am letzten Tag von Budapest gab es nur eine Bronzemedaille. Und die war auch noch mega-glücklich.
Das 4×100-m-Lagen-Quartett Jenny Mensing (Wiesbaden), Caroline Ruhnau, Daniela Samulski (beide Essen) und Silke Lippok (Pforzheim) profitierte von der Disqualifikation der eigentlichen siegreichen Russinnen, die einen Wechselfehler begingen.
Das gleiche Malheur passierte auch den deutschen Männern, die im Ziel auf Platz vier lagen. Ausgerechnet der Wechsel zwischen den Brüdern Steffen und Markus Deibler (Hamburg) war irregulär. Markus Deibler übrigens ersetzte im Finale Superstar Paul Biedermann auf der Kraulstrecke. Grund: Biedermann hatte im Vorlauf alles andere als überzeugt.
In den Einzelrennen kam Berlins Dorothea Brandt den Medaillen sehr nahe. Doch der 26-Jährigen aus Neukölln fehlten über 50 m Freistil in 24,71 Sekunden vier Hundertstel zu Bronze. Den Sieg holte sich Therese Alshammar (24,45) aus Schweden.
Elf Medaillen hatte der DSV bei Schwimmern eingeplant. Neun wurden es.

Grüße nach Amerika

Berliner Zeitung16. August 2010. EM-BILANZ – Den deutschen Beckenschwimmern glückt die Umstellung auf die textile Badehose. Neben einem soliden Paul Biedermann macht dabei eine 16-jährige Schülerin von sich reden.
Den weißen Plüschhund in seiner Hand lässt Paul Biedermann nach Tim Wallburger schnappen – und muss dabei selbst über seine Albernheit lachen. Sein Staffelkollege stimmt in das Gelächter ein, zusammen mit Robin Backhaus und Clemens Rapp. Auch sie haben jeweils so ein Stofftier unter den Arm geklemmt. Die Plüschhunde gab es am Samstag bei der Siegerehrung über 4 × 200 Meter Freistil als Zugabe zu den Silbermedaillen für die Deutschen, die hinter Russland und noch vor Frankreich angeschlagen hatten. …

Mit Bananenkuchen zur Medaille

Tagesspiegel8. August 2010. Frank Bachner. Den Bananen-Pekannuss-Kuchen backt sie am liebsten, kein anderer gelingt ihr besser. Dorothea Brandt serviert ihn dann den Freunden an ihrem Esszimmertisch, mit leicht feierlichem Gesicht, das gehört zum Ritual. Oft ist es dann Samstagnachmittag, Zeit also für die lockere Atmosphäre. Und Dorothea Brandt ist einen Schritt weitergekommen. Noch einen, einen von vielen, doch viele liegen auch noch vor ihr. „Es ist noch ein langer Weg“, seufzt sie, „bis ich in mir ruhe.“ Viele ihrer Freunde haben nichts mit Schwimmen zu tun, das ist wichtig. Die meisten Freunde sind einfach Leute aus einer anderen Welt, die unbefangen auf sie zugehen, die nur Dorothea Brandt, die Marketing-Studentin, kennen. Und die Halt geben, wenn sie Halt braucht. „Durch meine Freunde bin ich ausgeglichener geworden“, sagt sie.
Dorothea Brandt (Foto: Mirko Seifert)Ein „soziales Netzwerk“ nennt sie das. Jemand musste sie auffangen. Man kann sich Dorothea Brandt wie eine Flipperkugel vorstellen. Damals trudelte sie durch den sportlichen Alltag, „zickig und ungerecht“, unberechenbar also, und überall, wo sie aneckte, gab’s Lärm oder andere Reaktionen. „Als Trainer hätte ich die Sportlerin Brandt hochkant aus der Gruppe geworfen“, sagt sie. Es klingt ziemlich abgeklärt. Aber jetzt ist sie auch 26 Jahre alt.
Eine der Gruppen, in der sie jetzt steckt, heißt „Perspektivkader London 2012“. Dorothea Brandt von der SG Neukölln ist eine der Olympiahoffnungen. Und natürlich eine Hoffnung bei der Schwimm-EM in Budapest. „Ich traue ihr viel zu“, sagt Chef-Bundestrainer Dirk Lange. Schon heute schwimmt sie in der 4-x-100-Meter-Freistil-Staffel. Es geht um eine Medaille. Über 50 Meter Freistil startet sie am nächsten Wochenende.
Die bemerkenswerte Entwicklung der Dorothea Brandt hat viel damit zu tun, dass eine sensible Frau, von Selbstzweifeln geplagt, zu schnell in eine ungewohnte Welt eintauchte. Es war keine böse Welt, sie hatte nur klare, raue Regeln, und Dorothea Brandt hatte das Gefühl, sie greife ins Leere, wenn sie Halt suchte. Nüchtern gesehen kam die Schwimmerin Brandt 2003 auch aus sportlichen Gründen aus Hamburg nach Berlin. Gefühlt landete sie „in der Hölle“. Sie hatte ihre Nestwärme verlassen, jetzt lebte sie in einer Stadt, die sie als „schrecklich“ empfand und in der sie keine Freunde hatte. Dazu noch Trainingsformen, die sie nicht kannte. Alle Impressionen und Gefühle verdichteten sich zu einer bedrohlichen, alles überrollenden Masse.
Sie landete in der Gruppe von Norbert Warnatzsch, dem Coach von Franziska van Almsick und Britta Steffen. Einer dieser Trainer der alten Schule, die viel verlangen. Und die Neue hatte immer das Gefühl, seinen und ihren Ansprüchen hinterherzuschwimmen. „Du bist trainierbar“, sagte er ihr mal, „aber du musst mehr kämpfen als jede andere.“
Sie ist eine sehr attraktive Frau, das erhöhte noch den Druck. IMG nahm Dorothea Brandt 2003 unter Vertrag, ein Ritterschlag. IMG, der größte Sportvermarkter der Welt, verpflichtet nur ganz wenige deutsche Schwimmer. Bei IMG sah man in Brandt eine mögliche Mini-Zweitausgabe einer Franziska van Almsick.
Das vermeintliche Covergirl war viel zu sehr in seinen Selbstzweifeln gefangen, als dass es sich etwas auf den Vertrag eingebildet hätte. Aber unterbewusst verstärkte der Kontrakt den Druck. Zeitweise war sie die Langsamste in der Gruppe, sie hatte das Gefühl, „allein zu schwimmen“. Genau das habe ihr dann „die Beine weggezogen“. Gute Resultate hatte sie vor allem auf der Kurzbahn, aber internationale Erfolge, auf der 50-Meter-Bahn, die bleiben aus.
Den Druck entlud sie durch permanente Diskussionen mit Warnatzsch. „Wir hatten viele Krisen miteinander“, sagt sie. Aber in dem erfahrenen Warnatzsch steckt auch eine Vaterfigur, die mit Problemfällen umgehen kann. „Er hat mich angetrieben und mir zugehört, alles genau im richtigen Moment“, sagt Brandt. Aber ihre Teamkolleginnen nervte sie irgendwann mit ihrem Gejammer und ihren Zickereien. „Ich habe meine Klagen zu oft nach draußen getragen“, gibt sie zu. Sie überlegte eine Rückkehr nach Hamburg, Warnaztsch überredete sie zu bleiben.
Seine Beharrlichkeit spielt eine große Rolle bei ihrer Entwicklung zur Olympiahoffnung. Den Rest übernahmen die Freunde, die sie fand. „In dieser Phase habe ich erfahren, wie unheimlich wichtig sie sind.“ 2008 verpasste sie die Olympiateilnahme nur knapp, in diesem Jahr gewann sie bei den deutschen Meisterschaften über 50 Meter Freistil und 50 Meter Brust und schwamm bei der Mittelmeer-Tour über 50 Meter Freistil auf Rang fünf der Weltjahresbestenliste. Dorothea Brandt greift nicht mehr ins Leere.
Aber noch immer kann vieles kippen. Es ist nicht lange her, da hätte sie „Gründe aufzählen können, warum ich nicht in den Perspektivkader gehöre“.
Den Vertrag mit IMG hat sie 2008 gekündigt. Sie fand das nur konsequent. „Ich habe ja keine Erfolge erzielt.“

Mit Schwimmsport zum Theatersport

Buckower PrismaAugust 2010. Im Herzen Berlins trafen sich dieses Jahr die Sportler und Sponsoren des Olympia-Teams Go Gold 2012 der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln, um sich im Admiralspalast das sportliche Theaterstück “Theatersport” anzuschauen.

Der Termin war gut gewählt. Die Fußball-WM machte für uns spielfrei, die Sommerferien hatten noch nicht angefangen und aufgehört haben ein Tag zuvor die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen. Letzteres wurde von den Sportlern höchst erfreulich absolviert – Dorothea Brandt, Robin Backhaus und Tim notextile. Wallburger haben sich für die Europameisterschaften qualifiziert – und so konnte der Abend besonders genossen werden. Zunächst stand der Besuch des Improvisationstheaters “Theatersport” an, bei dem immer wieder Spartak gegen Dynamo antritt und nach Vorgaben des Publikums Aufgaben (z.B. Nutella-Song in der Heavy-Metal-Version) zu lösen hat. Im Anschluss gab es im Irish Pub einen kleinen Umtrunk.
Mit dabei waren neben Britta Steffen, Benjamin Starke, Tim Wallburger, Dorothea Brandt und Robin Backhaus auch unsere JEM-Teilnehmerinnen Franziska Wohlert, Gözde Tekin und Lena Stiefvatter. Alle Sponsoren waren da, so Jochem Kirschbaum vom Hauptsponsor Berolina Plastic, Nancy Schultz und Julia Winkler von den Berliner Flughäfen, Sascha Dühring von Intersport Olympia, Ronny Gärtner von der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892, Natalie und Frithjof Engelke von Hans Engelke Energie, Petra Groneberg von Sodexo, Oliver Schwarz vom Partner Vakuplastic und Joachim K. Plonies von HUK Coburg.

Brandt hat Budapest im Blick

Berliner Woche14. Juli 2010, syri. Drei Schwimmer der SG Neukölln fahren zur Europameisterschaft. Dorothea Brandt, Tim Wallburger und Robin Backhaus von der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln haben bei den Deutschen Meisterschaften das Ticket für die Europameisterschaft in Budapest gelöst.

Eine schlechte Nachricht gab es jedoch im Vorfeld der Meisterschaften, die vom 30. Juni bis 4. Juli in Berlin stattfanden: Weltrekordlerin Britta Steffen und Vizeweltmeister Benjamin Starke mussten aus gesundheitlichen Gründen ihre Teilnahmen absagen und konnten sich so nicht für die Europameisterschaft (EM) in Budapest vom 9. bis 15. August qualifizieren. Doch es gibt noch andere Hoffnungsträger: So glänzte Sprinterin Dorothea Brandt bei den Deutschen Meisterschaften mit zwei Titeln. Mit 24,88 Sekunden, die sie über 50 Meter Freistil schwamm, und 50 Meter Brust in 31,69 Sekunden ließ sie die Konkurrenz hinter sich. Sie darf in Budapest den Freistil-Sprint absolvieren, eventuell auch in der vier mal 100 Meter Freistil-Staffel starten. Über 200 Meter Freistil sicherten sich Tim Wallburger mit 1:48,47 Minuten und Robin Backhaus mit 1:48,99 Minuten als Zweit- und Drittplatzierte hinter Weltrekordler Paul Biedermann, der mit 1:45,84 Minuten ins Ziel ging, das Ticket für die EM für die vier mal 200 Meter Freistil-Staffel.

Frühcafé-Sporttalk mit Tim Wallburger von der SG Neukölln

TV Berlin, 2. Juli 2010

Olympiasiegerin Britta Steffen krank, Vize-Weltmeister Helge Meeuw verletzt, Medaillen-Sammler Thomas Rupprath zurückgetreten – fast täglich hagelte es prominente Absagen für die deutschen Schwimmmeisterschaften. Aus der Not auf viele bewährte Kräfte verzichten zu müssen, versucht Bundestrainer Dirk Lange eine Tugend zu machen und nimmt den Nachwuchs in die Pflicht. Bei den Deutschen Meisterschaften kämpfen die besten Schwimmer um ein Ticket für die EM, die vom 9. bis 15. August in Budapest stattfinden wird. Das Augenmerk richtet sich also auf die jungen Wilden, die an die nationale Spitze drängen. Einer davon ist Tim Wallburger vom SG Neukölln, der mit Morgenpost-Redakteurin Alexandra Gross über seine Wettkampfchancen im Frühcafé-Sporttalk sprach.

Schwimm-DM ohne Meeuw und Starke

rbb24. Juni 2010: Neben Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen werden weitere deutsche Top-Schwimmer bei der in einer Woche stattfindenen DM in Berlin (30. Juni bis 4. Juli) fehlen. Der WM-Zweite Helge Meeuw aus Magdeburg sagte seine Teilnahme ab, weil er sich in diesem Sommer verstärkt auf sein Medizinstudium konzentrieren will. Benjamin Starke (Berlin), der bei der WM in Rom im vergangenen Jahr mit der 4×100-m-Lagenstaffel Silber gewann, fehlt wegen der Folgen einer Gürtelrose. Zuvor hatte Steffen ihren Verzicht wegen Nasennebenhöhlenproblemen erklärt.

Erfolgreicher Start in die Badehosensaison

Buckower PrismaMärz 2010. Zurück zur Badehose: Das 23. Internationale Schwimmfest der SG Neukölln Berlin am 29.-31.1.2010 an der Landsberger Allee stand unter dem Zeichen der Entscheidung des Weltschwimmverbandes FINA, dass es der erste Wettkampf war, bei dem nur noch knielange Badehosen und Anzüge aus Textil getragen werden durfte. Vielleicht kann man nun dadurch schneller schwimmen, dass nicht mehr 30 Minuten lang mit notextile. dem Hineinzwängen in den Plastikanzug gekämpft wird. Aber das betrifft ja die schnellen wie Britta Steffen oder Vizeweltmeister Benjamin Starke, die wegen Erkältung kurzfristig absagen mussten. Denn die meisten der knapp 400 Kinder und Jugendlichen, die an den Start gingen, haben keinen dieser Superanzüge. Dennoch war es für alle der erste Wettkampf der Saison auf der 50-Meter-Bahn. Überzeugen konnte bei dem Langbahn-Test vor allem Robin Backhaus, der jeden seiner fünf Starts als erster beendete. So gewann er die 100, 200 und 400 Meter Freistil sowie die 200 Meter Schmetterling und Lagen. Dorothea Brandt holte sich die Siege über 50 Meter und 100 Meter Schmetterling und 50 Meter Brust. Tim Wallburger war bester über die 400 Meter Lagen. Die beste Mannschaft war Aqua Berlin, beste Einzelleistungen erzielten Isabelle Tschirch (SG Neukölln), René Heinz (Medizin Mahrzahn) und Robin Backhaus.

Erster Höhepunkt der Schwimmsaison – Robin Backhaus siegt fünfmal

Berliner Woche

Zurück zur Badehose: Das 23. Internationale Schwimmfest der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln vom 29. bis 31. Januar an der Landsberger Allee stand unter dem Zeichen der Entscheidung des Weltschwimmverbandes Fina.

14. Juli 2010. Es war der erste Wettkampf, bei dem nur noch knielange Badehosen und Anzüge aus Textil getragen werden durften. Damit waren die Super-Hightech-Anzüge passe. Die meisten der knapp 400 Kinder und Jugendlichen, die beim ersten Wettkampf der Saison auf der 50-Meter-Bahn an den Start gingen, haben soundso keine Superanzüge. Überzeugen konnte bei dem Langbahnrest vor allem Robin Backhaus von der SG Neukölln, der jeden seiner fünf Starts als Erster beendete. So gewann er die 100, 200 und 400 Meter Freistil sowie die 200 Meter Schmetterling und Lagen. Dorothea Brandt holte sich die Siege über 50 Meter und 100 Meter Schmetterling und 50 Meter Brust. Tim Wallburger war Bester über die 400 Meter Lagen. Die beste Mannschaft war Aqua Berlin, beste Einzelleistungen erzielten Isabelle Tschirch (SG Neukölln), Rene Heinz (Medizin Mahrzahn) und Robin Backhaus. syri

Krank

B.Z.29. Januar 2010: Schwimm-Star Britta Steffen, dick eingepackt, schaute nur kurz vorbei – schwere Erkältung! Steffen: „Ich habe sogar den Start beim Schwimmfest meines Heimatvereins Neukölln abgesagt.“

Kranke Britta Steffen sagt Start in Berlin ab

Financial Times Deutschland29. Januar 2010: Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen ist erkrankt und hat deshalb ihren Start beim 23. Internationalen Schwimmfest ihres Heimatvereins SG Neukölln abgesagt. Auch Vizeweltmeister Benjamin Starke wird bei den Wettkämpfen in Berlin fehlen. Das teilte Trainer Norbert Warnatzsch mit. «Gestern sind die beiden zwar noch ins Wasser gegangen, heute liegen sie aber flach. So ist ein Wettkampf nicht möglich», sagte der Coach. Beide Schwimmer wollten in Berlin in die Langbahnsaison starten. Britta Steffen hatte für Nebenstrecken gemeldet. Insgesamt treten beim Schwimmfest im Europa-Sportpark knapp 400 Athleten aus Deutschland, Tschechien und Russland an.

Steffen am Wochenende beim Schwimmfest

rbb28. Januar 2010: Britta Steffen wird an diesem Wochenende beim 23. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln in Berlin an den Start gehen. Dabei will die Doppel-Olympiasiegerin am Samstag in der Schwimmhalle im Europa-Sportpark die 200 Meter Lagen, die 100 Meter Rücken und die 400 Meter Freistil absolvieren. Für das Schwimmfest haben 400 Athleten aus Deutschland, Tschechien und Russland ihre Teilnahme angekündigt. Die 100 Meter Freistil gelten als die Paradedisziplin der Doppel-Olympiasiegerin. Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom im vergangen Sommer hatte Steffen ihren eigenen Weltrekord in dieser Disziplin unterboten.

Pressespiegel 2009

Schneller als Britta

Berliner WocheDorothea Brandt vom Olympia-Team „Go Gold 2012“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln beweist erneut ihre gute Form in Instanbul.

23. Dezember 2009. Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften vom 10. bis 13. Dezember in Istanbul verbesserte Dorothea Brandt über 50 Meter Freistil den deutschen Rekord ihrer Vereinskollegin Britta Steffen um sechs Hundertstel auf 23,74 Sekunden. Damit erkämpfte sie sich den dritten Platz hinter den Niederländerinnen Hinkelen Schreuder (23,32 Sekunden) und Ramoni notextile. Kromowidjojo (23,58 Sekunden). Nach einigen Staffelmedaillen in den vergangenen Jahren war dieser Bronzerang ihre erste internationale Medaille und ihr erster deutscher Rekord auf einer Einzelstrecke. Ihre zweite Bronzemedaille holte sich Dorothea Brandt mit ihren drei Kolleginnen über viermal 50 Meter Freistil. 1:36,73 Minuten brauchten Dorothea Brandt, Daniela Samulski und Lisa Vitting (beide aus Essen) sowie Daniela Schreiber (aus Halle) dafür. Es gewannen die Niederländerinnen mit neuem Weltrekord von 1:33,25 Minuten vor dem Team aus Schweden, das 1:35,46 Minuten benötigte. Über viermal 50 Meter Lagen hätte es noch eine Silbermedaille werden können, wenn da nicht Dorothea Brandt als Schlussschwimmerin eine Hundertstel zu früh ins Wasser gesprungen wäre. syri

Dorothea Brandt mit neuem deutschen Rekord

Buckower PrismaJanuar 2010. In Kleinstbesetzung ging das Olympia-Team “Go Gold 2012” der SG Neukölln Berlin bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen vom 26.-29.11.2009 an den Start. Britta Steffen konzentriert sich gerade auf den Abschluss ihres Studiums und Robin Backhaus und Tim Wallburger haben zwei Monate Grundausbildung bei der Bundeswehr hinter sich. Dort werden sie das nächste Jahr als Sportsoldaten trainieren.notextile.
So kletterten nur Dorothea Brandt und Benjamin Starke auf die Startblöcke. Dorothea Brandt verteidigte ihren Titel – den inzwischen vierten – über 50m Freistil in 24,03 Sekunden. Damit kommt sie als zweitschnellste Deutsche Britta Steffen (Ihr Deutscher Rekord liegt bei 23,80 Sekunden) immer näher. Die 25-jährige qualifizierte sich damit ebenso für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Istanbul (10.-13.12.2009) wie über die 50m Brust, wo sie überraschend Zweite wurde (30,22 Sekunden). Noch nie stand sie in einem Brustfinale.
Benjamin Starke wurde Deutscher Vizemeister über 100m Freistil nach 47,51 Sekunden, verpasste die EM-Norm aber um neun Hundertstelsekunden. Über seine Hauptdisziplin Schmetterling ging er mit den kurzen Kniebadehosen an den Start, die ab 2010 getragen werden müssen. Dort kam er nicht über einen sechsten Platz heraus.

Dorothea Brandt immer schneller

Berliner Woche

Dorothea Brandt (Foto: Mirko Seifert)9.12.2009. In kleiner Besetzung ging das Olympia-Team der SG Neukölln bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Essen kürzlich an den Start. Unter anderen kletterte Dorothea Brandt auf den Startblock – und verteidigte ihren Titel über 50 Meter Freistil in 24,03 Sekunden. Damit kommt sie als zweitschnellste Deutsche Britta Steffen immer näher, deren Rekord bei 23,80 liegt.

Zwei Rekorde durch Britta Steffen

FAZ22. November 2009. Doppel-Weltmeisterin Britta Steffen hat bei der Vorrunde der deutschen Mannschafts-Meisterschaften in Hannover zwei deutsche Rekorde geschwommen. Zunächst blieb die Weltklasse- Schwimmerin am Samstag über 100 Meter Lagen in 59,10 Sekunden um 24/100 Sekunden unter der Marke von Theresa Michalak. Anschließend blieb Steffen in 51,76 Sekunden über 100 Meter Freistil um 41/100 Sekunden unter ihrer eigenen fast zwei Jahre alten Bestzeit. Sie verpasste dagegen ihre deutsche Bestmarke über 50 Meter Freistil mit 23,82 Sekunden um 2/100 Sekunden. Wegen Trainingsrückstands und Prüfungen im Studium verzichtet die Doppel-Olympiasiegerin auf die Teilnahme an der Kurzbahn-Saison und geht nur im deutschen Team-Wettbewerb für ihren Verein SG Neukölln Berlin an den Start.

WM-Schwimmer zum Anfassen

Rudow-LiveOktober 2009. Doppelweltmeisterin Britta Steffen und Vizeweltmeister Benjamin Starke kamen anlässlich der Vereinsmeisterschaften (12./ 13. September) ihres Klubs, der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln, in das Sportbad Britz.
notextile. Mit dem Besuch wollten sich die bei den WM-Starter bei dem Schwimmnachwuchs für das Daumendrücken bei den Weltmeisterschaften bedanken. Wieder einmal wurden fleißig Badekappen, T-Shirts und diverse andere Klamotten unterschrieben, bis alle Kids ihr Autogramm in den Händen hielten. Dorothea Brandt und Robin Backhaus nutzten die Vereinsmeisterschaften zum Einstieg in die neue Saison. Dorothea Brandt siegte über die 100m Schmetterling, Robin Backhaus wurde viermal Vereinsmeister.

Mit Berolina Plastic zu Plympia-Gold

Berliner WirtschaftReinickendorfer Unternehmen fördert die Spitzensportler der SG Neukölln

September 2009. Berliner Meister oder Weltmeister? Ganz gleich, denn die besten Sportler der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln Berlin werden mit dem neuen Projekt „Go Gold – London 2012“ auf die nächsten olympischen Spiele gezielt vorbereitet. Doch leistungsorientiertes Schwimmen bedeutet nicht nur fleißiges Training und Erfolge im Wettkampf, sondern auch finanzielle Belastungen für die Vereine. Das weiß auch die Berolina Plastic GmbH. Sie ist Hauptsponsor der fünf Schwimmer der SG Neukölln, die mit dem „Gold-Projekt“ die Qualifikation für die nächsten olympischen Titelkämpfe angehen werden.
Berolina Plastic ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Reinickendorf und ist eines der führenden Unternehmen bei der Herstellung von Verpackungsmaterialien auf dem europäischen Markt. Das Sortiment reicht von normalen Flachbeuteln bis zu Halbschlauchfolien, von Kleiderschutzhüllen bis zu den verschiedenen Faltenbeuteln. Welche Stärke, Farbe und Maß, ob lebensmittelecht oder antistatisch, Spitzenqualität oder Recyclingware, Berolina Plastic hat alles in ihrem Portfolio. In den letzten drei Jahren wurden zudem über 3,5 Millionen Euro in neue Anlagen investiert. Besonders der neueste Extruder beeindruckt. Mit ihm ist es möglich, 400 Kilogramm Folie pro Stunde zu produzieren. Zudem legt das Unternehmen viel Wert auf Umweltverträglichkeit. So wird ausschließlich Polyethylen verwendet, damit alle Produkte sortenrein recycelt und wiederverwertet werden können.
Seit der Unternehmensgründung 1966 war gesellschaftliches Engagement für Berolina Plastic schon immer selbstverständlich. „Wer, wenn nicht der Mittelstand, sollte Vereine unterstützen, die nicht im Rampenlicht von Stadien und Fernsehübertragungen stehen“, meint Jochem Kirschbaum, Geschäftsführer von Berolina Plastic und zeichnet das Dilemma für kleine Vereine auf, dass sich große Konzerne zumeist auf mediale Topevents konzentrieren. Absagen an die kleinen Vereine sind dann die automatische Folge.
Berolina Plastic geht aber mit gutem Beispiel voran und unterstützt die Spitzenschwimmer der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln – unter ihnen Olympiasiegerin und Weltmeisterin Britta Steffen – und damit die gesamte Arbeit des Vereins. Kirschbaum weiter: „Denn Vorbildcharakter haben die Sportler ja ungemein auf die Jugend. Die Kids wollen ihren Vorbildern nacheifern und gehen dann zum Training. So bewegen sie sich, anstatt am U-Bahnhof abzuhängen.“
Wie für jede Jugendeinrichtung ist dies auch das vorrangige Ziel der SG Neukölln: Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten und gleichzeitig Werte fürs Leben zu vermitteln. „Dass ein kleiner Teil von denen es dann später schafft, bei internationalen Schwimmwettkämpfen Medaillen zu gewinnen, ist ein sehr erfreulicher Nebeneffekt“, sagt Jochen Hanz, der bei der SG Neukölln das Olympia-Team „Go Gold – London 2012“ betreut. Wichtig ist für Hanz insbesondere, dass Unternehmen wie Berolina Plastic verstehen, dass es hier um mehr geht als nur um Goldmedaillen. Natürlich würde sich Hanz freuen, wenn weitere Unternehmen das Team 2012 als Sponsoren unterstützen würden, damit die Sportler unbeschwert für ihren Traum trainieren können. Benefits für die Unternehmen sind dabei selbstverständlich. Die SG Neukölln hat 4.800 Mitglieder und bietet in ihrem Freibad, dem Sportbad Britz, neben Schwimmen auch Wasserball, Gesundheitssport sowie Kinder- und Jugendveranstaltungen an.

Fünf römische Medaillen für Neukölln

Buckower PrismaSeptember 2009. Britta Steffen und Benjamin Starke vom Olympia-Team „Go Gold 2012“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln haben bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom (26. Juli bis 2. August 2009) hervorragend abgeschnitten. Mit Sandra Schilling und Mariam Salloum waren auch zwei Wasserballerinnen aus dem Neuköllner Bundesliga-Team in Rom dabei.
Britta Steffen setzte mit Bravour ihre Siegesserie fort. Wie bei den Olympischen Spielen in Peking gewann die 25-jährige die 50m und die 100m Freistil. Beides gelang ihr zudem in neuer Weltrekordzeit. Über 100m Freistil verbesserte sie ihren eigenen Bestmarke auf 52,07 Sekunden, über die halbe Distanz schaffte sie dies in einer Zeit von 23,73 Sekunden erstmals. Eine Silbermedaille gewann sie mit der 4×100m Freistil-Staffel, Bronze gab es über 4×100m Lagen mit neuem Europarekord dazu. Benjamin Starke wurde mit neuem Europarekord Vize-Weltmeister über 4×100m Lagen und gewann damit erstmals eine Medaille bei einer großen Veranstaltung. Zudem verbesserte er seinen deutschen Rekord über 100m Schmetterling auf 51,22 Sekunden und wurde zehnter.
Ihre ersten Weltmeisterschaften erlebten die Wasserballerinnen Mariam Salloum und Sandra Schilling. Die deutschen Damen freuten sich am Ende des Turniers über den zehnten Platz. Mariam und Sandra konnten sich beide in die Torschützenliste eintragen. Im Sportbad Britz fieberten bei einem „römischen Abend“ 300 Kinder und Eltern an einer Großleinwand mit. Ein Highlight war das WM-Tippspiel, welches am Ende Michael Rochlitz gewonnen hat. Er verschätzte sich bei Britta Steffen und Benjamin Starke zusammen nur um 0,09 Sekunden. Sein Tipp war 52,09 Sekunden über 100m Freistil (Britta schwamm tatsächlich 52,07 Sekunden) und 51,24 Sekunden über 100m Schmetterling (Benjamin schwamm tatsächlich 51,31 Sekunden).

Fünf römische Medaillen schwimmen nach Neukölln

Rudower PanoramaSeptember 2009. Britta Steffen und Benjamin Starke vom Olympia-Team „Go Gold 2012“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln haben bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom (26. Juli bis 2. August 2009) hervorragend abgeschnitten. Mit Sandra Schilling und Mariam Salloum waren auch zwei Wasserballerinnen aus dem Neuköllner Bundesliga-Team in Rom dabei.
Britta Steffen setzte mit Bravour ihre Siegesserie fort. Wie bei den Olympischen Spielen in Peking gewann die 25-jährige die 50m und die 100m Freistil. Beides gelang ihr zudem in neuer Weltrekordzeit. Über 100m Freistil verbesserte sie ihren eigenen Bestmarke auf 52,07 Sekunden, über die halbe Distanz schaffte sie dies in einer Zeit von 23,73 Sekunden erstmals. Eine Silbermedaille gewann sie mit der 4×100m Freistil-Staffel, Bronze gab es über 4×100m Lagen mit neuem Europarekord dazu. Benjamin Starke wurde mit neuem Europarekord Vize-Weltmeister über 4×100m Lagen und gewann damit erstmals eine Medaille bei einer großen Veranstaltung. Zudem verbesserte er seinen deutschen Rekord über 100m Schmetterling auf 51,22 Sekunden und wurde zehnter.
Ihre ersten Weltmeisterschaften erlebten die Wasserballerinnen Mariam Salloum und Sandra Schilling. Die deutschen Damen freuten sich am Ende des Turniers über den zehnten Platz. Mariam und Sandra konnten sich beide in die Torschützenliste eintragen. Im Sportbad Britz fieberten bei einem „römischen Abend“ 300 Kinder und Eltern an einer Großleinwand mit. Ein Highlight war das WM-Tippspiel, welches am Ende Michael Rochlitz gewonnen hat. Er verschätzte sich bei Britta Steffen und Benjamin Starke zusammen nur um 0,09 Sekunden. Sein Tipp war 52,09 Sekunden über 100m Freistil (Britta schwamm tatsächlich 52,07 Sekunden) und 51,24 Sekunden über 100m Schmetterling (Benjamin schwamm tatsächlich 51,31 Sekunden).

Fünf römische Medaillen schwimmen nach Neukölln

Rudow-LiveSeptember 2009. Britta Steffen und Benjamin Starke vom Olympia-Team „Go Gold 2012“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln haben bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom (26. Juli bis 2. August 2009) hervorragend abgeschnitten. Mit Sandra Schilling und Mariam Salloum waren auch zwei Wasserballerinnen aus dem Neuköllner Bundesliga-Team in Rom dabei. Britta Steffen setzte mit Bravour ihre Siegesserie fort. Wie bei den Olympischen Spielen in Peking gewann die 25-jährige die 50m und die 100m Freistil. Beides gelang ihr zudem in neuer Weltrekordzeit. Über 100m Freistil verbesserte sie ihren eigenen Bestmarke auf 52,07 Sekunden, über die halbe Distanz schaffte sie dies in einer Zeit von 23,73 Sekunden erstmals. Eine Silbermedaille gewann sie mit der 4×100m Freistil-Staffel, Bronze gab es über 4×100m Lagen mit neuem Europarekord dazu. Benjamin Starke wurde mit neuem Europarekord Vize-Weltmeister über 4×100m Lagen und gewann damit erstmals eine Medaille bei einer großen Veranstaltung. Zudem verbesserte er seinen deutschen Rekord über 100m Schmetterling auf 51,22 Sekunden und wurde Zehnter.
Ihre ersten Weltmeisterschaften erlebten die Wasserballerinnen Mariam Salloum und Sandra Schilling. Die deutschen Damen freuten sich am Ende des Turniers über den zehnten Platz. Mariam und Sandra konnten sich beide in die Torschützen-
liste eintragen.
Im Sportbad Britz fieberten bei einem „römischen Abend“ 300 Kinder und Eltern an einer Großleinwand mit. Ein Highlight war das WM-Tippspiel, welches am Ende Michael Rochlitz gewonnen hat. Er verschätzte sich bei Britta Steffen und Benjamin Starke zusammen nur um 0,09 Sekunden. Sein Tipp war 52,09 Sekunden über 100m Freistil (Britta schwamm tatsäebuch 52,07 Sekunden) und 51,24 Sekunden über 100m Schmetterling (Benjamin schwamm tatsächlich 51,31 Sekunden).

Fünf WM-Medaillen für Berliner Schwimmer

BSV-Infos

… Vor allem Britta Steffen glänzte in der italienischen Metropole mit zwei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille. Die 25-jährige Freistilspezialistin von der SG Neukölln gewann jeweils in Weltrekordzeit sowohl die 50 (23,73s) als auch die 100 m Kraul (52,07s) und wiederholte damit ihren Olympia-Doppelerfolg von Peking. Zudem gehörte sie den deutschen Staffeln an, die Silber über 4×100m Freistil und Bronze über 4×100m Lagen erkämpften. Als Startschwimmerin der Kraulstaffel war Britta mit 52,66s gleichfalls Weltrekord geschwommen.
Der zweite WM-Starter der Schwimmwettbewerbe aus Berlin – Benjamin Starke, gleichfalls von der SG Neukölln – wurde mit der deutschen Lagenstaffel gefeierter WM-Zweiter und beendete das 100-m-Schmetterlings-Einzelrennen als Zehnter des Halbfinals (51,51s). Im Vorlauf hatte er mit 51,22s einen deutschen Rekord erzielt.

Olympiasiegerin Britta Steffen trainiert nach siebenjähriger Pause einige Tage in Potsdam

Märkische AllgemeineEs hat mich schon berührt, wieder hier zu sein

29.8.2009 Jens Trommer – Britta Steffen ist ein wenig müde. Der Schwimm-Olympiasiegerin stecken 38 lange Kilometer mit dem Drachenboot in den Knochen. Sie hat kräftig getrommelt und ausdauernd gepaddelt – sechs Stunden lang war sie bei hochsommerlichen Temperaturen mit ihren Kollegen von der Nationalmannschaft auf der Potsdamer Havel unterwegs. „Es war schön, mal was anderes zu machen. Im Gegensatz zum Schwimmtraining, wo jeder seine Bahnen für sich absolviert, konnte ich auch mal mit dem Nebenmann quatschen,“ erzählt die 25-Jährige.
Die Tour auf der Havel gehört zu einem Programm, das sich Bundestrainer Dirk Lange (Hamburg) und der Potsdamer Langstrecken-Coach Jörg Hoffmann ausgedacht haben. Drei Wochen nach den Weltmeisterschaften in Rom, bei denen Britta Steffen zwei Goldmedaillen erkämpfte und drei Weltrekorde schwamm, hat das Trainer-Duo Deutschlands Top-Schwimmer zu einem Lehrgang nach Potsdam geholt. „Abseits des Beckenrandes wollen wir den Sportlern Defizite im Athletiktraining aufzeigen und ihnen helfen, diese zu beseitigen“, erklärt Lange. Bei Sprüngen, Sprints und Koordinationsübungen mit Bällen und an Seilen gab’s auch allerhand zu lachen. „Schwimmer sind an Land Grobmotoriker, wir hatten viel Spaß“ so Britta Steffen, die noch bis Olympia 2012 „in der Weltspitze mitmischen möchte“.
Für die gebürtige Schwedterin kommt der einwöchige Aufenthalt im Luftschiffhafen einer kleinen Reise in die Vergangenheit gleich. Von 1996 bis 2002 hat sie hier trainiert und ihr Abitur abgelegt. „Als Jugendliche habe ich immer gedacht, die Wege im Luftschiffhafen seien lang und die Häuser groß. Nun war es so, als hätten sich die Dimensionen verschoben, als sei alles geschrumpft“, beschreibt die Ausnahme-Schwimmerin ihre Empfindungen nach einem längeren Spaziergang mit ihrem Berliner Teamgefährten Benjamin Starke. Der stammt aus Cottbus und zog ebenfalls einst in Potsdam seine Trainingsbahnen.
Obgleich für die einstige Junioren-Europameisterin Britta Steffen während ihrer Zeit im Luftschiffhafen nicht alle sportlichen Träume in Erfüllung gingen und die Freistil-Spezialistin nach den Europameisterschaften 2002 frustriert zur Konkurrenz nach Berlin wechselte, erinnert sie sich gern an „die unbeschwerte Jugendzeit“ an der Potsdamer Sportschule. „Es hat mich schon berührt, wieder hier zu sein, das ist schon ein Stück zu Hause“. Auch deshalb wollen sie und Starke am Sonntag zur Einschulungsfeier der neuen Sportschüler kommen.

Feiern mit der Schwimm-Queen

Berliner KurierBritta bringt das Gold nach Berlin

4.8.2009 Dajana Rubert – Britta Steffen, du bist die Beste. Du bist unsere Gold-Queen. Du hast alles erreicht: Zweimal Olympia-Gold 2008, Doppel-Europameisterin 2006 und jetzt auch zweifache Weltmeisterin in Rom. In neuen Weltrekordzeiten, na klar. Man braucht nicht viele Worte: „Wahnsinn“, „Geil“ oder „der absolute Hammer“. Das trifft es ganz gut.
Gestern landete der Schwimm-Superstar in Tegel. Erst um 19.55 Uhr, weil Britta erst mit drei Stunden Verspätung aus Rom abhob. Egal, ihre Fans warteten geduldig. Und bereiteten ihr einen schillernden Empfang, ganz wie es der Königin gebührt. LSB-Präsident Klaus Böger war da. Und die Jungs und Mädels ihrer SG Neukölln. Von ihnen gab’s einen Laptop als Anerkennung. Ein Geschenk mit Geschichte: „Schon nach den EM-Titeln hatte sie von uns ein Notebook bekommen. Damit sie auch für ihr Studium bestens gerüstete ist, haben wir ihr jetzt einen neuen, moderneren Laptop geholt“, erklärt Jochen Hanz von der SG.
Denn neben der Karriere als Super-Schwimmerin baut Steffen auch auf ein zweites Standbein. An der Beuth-Hochschule für Technik studiert sie Wirtschaftsingenieurwesen. Das ist ihr genau so wichtig wie der Sport.
Doch ans Ende der Karriere denkt die hübsche Blonde auch nach dem letzten fehlenden Triumph noch lange nicht. 2012 will sie in London noch einmal bei den Olympischen Spielen angreifen. „Mit Paul Biedermann an meiner Seite fühle ich mich noch bestärkter darin, dass wir die Möglichkeit haben, als Team ganz vorne mitzuschwimmen“, sagt Gold-Britta.

Jetzt hat sie ihr Gold-Triple

Berliner KurierSchnell, schneller, Britta! Berlins Britta Steffen gewinnt WM mit Riesenvorsprung in Weltrekordzeit

1.8.2009 Rom – Es ist vollbracht! Britta Steffen ist am Ziel ihrer Träume. Und weiterhin schnellste Schwimmerin der Welt. Der WM-Titel in Rom über die 100 m Freistil sind die Vollendung des ersehnten Gold-Triples der 25-jährigen Berlinerin. Unser Goldfisch ist jetzt Europameisterin, Olympiasiegerin, nun auch Weltmeisterin! Und wieder gab’s einen neuen Weltrekord! Schnell, schneller, Britta – der Wahnsinn!
Wer nach Vorlauf und Halbfinale Zweifel an unserem Goldfisch hatte, wurde auf der zweiten Bahn des Finals eines Besseren belehrt. Unglaublich, wie Britta ab 70 Metern dem Feld davonzog, der silbernen Britin Fran Halsall und Titelverteidigerin und Freundin Lisbeth Trickett (Australien) keine Chance gab. Bei sensationellen, nie erreichten 52,07 Sekunden blieb die Uhr stehen, acht Zehntelsekunden vor Halsall. Eine Schwimm-Welt!
Britta realisierte schnell ihren Triumph, riss den rechten Arm in die Höhe und winkte ins Publikum. Da, wo ihre Team-Kollegen mitgeschrien hatten. Ihr Trainer Norbert Warnatzsch. Und auch ihr aus Berlin angereister Freund Oliver Wenzel.
Britta war überglücklich. Auch, dass es vorbei war. „Ich war so aufgeregt, viel aufgeregter als bei Olympia. Weil der Druck noch größer war. Mir war vorher richtig schlecht“, so Gold-Britta. Umso wohler ging’s ihr hinterher: „Jetzt möchte ich jeden Moment für immer einfangen. Jetzt habe ich die drei großen Titel zusammen. Phantastisch.“
Völlig aus dem Häuschen war man auch bei ihrem Heimatklub, der SG Neukölln. Wie schon bei Olympia in Peking waren fast alle auf dem Vereinsgelände über einen großen Monitor ganz nah bei ihrer Britta und erlebten den Triumph mit, dem ja auch noch der über die 50 m Freistil folgen kann.
Und dann? Ist die Karriere des Berliner Goldfisches dann vorbei? Schließlich ist sie ja scheinbar am Ziel. Was soll nach EM-Gold, Olympiasieg, WM-Gold und Weltrekord nach Weltrekord noch kommen? Britta: „Das Schönste ist, sich mit den Besten der Welt messen zu können. Und davon habe ich noch nicht genug.“ Das klingt nach mehr, nach viel mehr. Vielleicht sogar nach Olympia 2012 in London.
Erst einmal freut sich Britta aber auf Urlaub – und die Saison 2010. Wenn die Hightech-Anzüge, die „Raketen“ (O-Ton Steffen), wieder verboten sind. Wenn alle wieder den „normalen Badeanzug“ anhaben, dann – so Britta – „werden die Karten wieder neu gemischt.“ BD

Britta schwimmt zu Gold

Britz im Britta-Fieber

TagesspiegelNeuköllner Fans feiern ihre Berliner Schwimmstars im Sportbad: Knapp 300 Kinder und ihre Eltern können es kaum erwarten: Die Schwimmhelden Britta Steffen und Benjamin Starke sind nach Neukölln gekommen – nicht lebensecht, aber auf Großleinwand.

1.8.2009 Tanja Tricarico – Olivia tippt auf 52.05 Sekunden für 100 Meter Freistil. „Das schafft Britta,“ sagt die 12-Jährige und tackert den Wettschein an einer Pinnwand fest. Rund 300 Kinder, Eltern und Freunde der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln sind am Freitagabend ins Sportbad nach Britz gekommen. Der Lauf über 100 Meter Freistil mit Britta Steffen überträgt der Verein auf Leinwand. Steffen ist Olivias Vorbild. Seit sechs Jahren trainiert die Schülerin in Britz. Fünf Mal die Woche, manchmal öfters. „Ich will auch mal Leistungsschwimmerin werden,“ sagt Olivia.
Die SG Neukölln hat die Übertragung zum römischen Volksfest gemacht. Es gibt Pasta, Wein und Traubensaft. Im Hintergrund krächzt Adriano Celentano ein rauchiges „Azzuro“. Gegen halb sechs wird Michael Rochlitz langsam unruhig. In knapp dreißig Minuten wird es Ernst für Britta Steffen. „Wir hoffen natürlich auf eine Goldmedaille,“ sagt er. Seit dreißig Jahren ist Rochlitz Mitglied in der SG Neukölln. Eine wie Britta Steffen im Verein zu haben, macht ihn besonders stolz. „Sie spornt die Kinder an,“ sagt Rochlitz. Sein Enkel hat für die Athletin aus Legosteinen ein Schwimmbad gebaut. Mittendrin die Schwimmerin als Spielfigur. Ein Foto davon hat Rochlitz der zweifachen Olympiasiegerin geschickt: Sie war schwer beeindruckt. Und schickte gleich ein Autogramm. „Britta ist auf dem Teppich geblieben,“ sagt Rochlitz.
Wenn Steffen in Berlin ist, trainiert sie im Olympiastützpunkt in Hohenschönhausen, oft besucht sie ihren Schwimmverein in Neukölln. Nicht nur zu Autogrammstunden, sondern auch für Trainingseinheiten. Die Kinder liegen ihr am Herzen, sie ist auch für ihr Engagement für benachteiligte Jugendliche bekannt.
Kurz nach 18 Uhr taucht das Foro Italico in Rom auf der Leinwand auf. Schlagartig wird es laut in Britz. Tröten, Hupen, johlende Kinder. In Rom positioniert sich Britta Steffen auf dem Startblock. Startschuss. Und los. In Britz springt Olivia auf einen Stuhl, um besser sehen zu können. Ungeduldig hüpft sie von einem Bein aufs andere, klatscht. Auf den letzten Metern von Steffens Lauf verharrt sie, blickt starr auf die Leinwand. Dann endlich. Steffen wird erste. Mit 52.07 Sekunden. Olivia fällt ihrer Freundin Viktoria um den Hals, die neben ihr steht. Olivias Tip war zwar nicht richtig. Dass Steffen gewinnen würde, dessen war sie sich aber ganz sicher.

Britta Steffen ackert für ihren Goldtraum…

Berliner KurierSG Neukölln ist mit Finalparty vorbereitet

31.7.2009 Rom – Heute, 18.02 Uhr, soll Britta Steffens große WM-Stunde schlagen. 100-m-Freistil-Finale. Es ist ihre Strecke. Sie ist Olympiasiegerin, sie ist Weltrekordlerin. Sie will Weltmeisterin werden. Sie will Gold nach Berlin holen. Vor allem nach Neukölln, ins Sportbad Britz. Ab 16.30 Uhr steigt dort der Römische Abend der SG Neukölln. Wie schon bei Olympia 2008 in Peking (damals allerdings zu früher Morgenstunde) feiert ihr Verein das Finale mit einer großen Party. Mit der Hoffnung aufs goldige ende. Die ist berechtigt. Mit 52,22 Sekunden verbesserte Britt am Sonntag beim silbernen 4×100-m-Freistil-Staffelrennen ihren eigenen Weltrekord. Die Favoritenrolle ist damit geklärt. Britta pokert. Die 25-Jährige zog in 52,87 Sekunden als Zweitbeste hinter Lisbeth Trickett ins Finale ein. Die Australierin war drei Hundertstel schneller. Heute werden die Karten neu gemischt.

Sportbad Britz: Daumen drücken für Gold-Britta!

B.Z.Die SG Neukölln lädt ein, wenn Superstar Britta Steffen am Freitag in Rom um WM-Gold kämpft.

21.7.2009 Oliver Ohmann – Neukölln fiebert mit den Schwimmstars Britta und Benny. In der Hoffnung, dass Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen und Benjamin Starke bei der Schwimm-WM in Rom siegen, bereitet sich die SG Neukölln auf einen „Römischen Abend“ vor. Los geht’s zum Daumen drücken am Freitag, den 31. Juli ab 16.30 Uhr im Sportbad Britz.
Bevor sich die Fans auf Großleinwand Britta und Benjamin anschauen (18 Uhr), gibt es italienische Pasta, Musik-Programm und ein Wettbüro, bei dem die Kinder ihre Schwimmzeiten-Tipps von Britta (100-Meter-Freistil) und Benjamin (100-Meter-Schmetterling) abgeben können. Die, die am nächsten an die geschwommen Zeiten kommen, gewinnen unterschriebene Fanartikel der Stars.

Schwimmer fiebern mit

Berliner Woche29.7.2009. In Hoffnung darauf, dass Britta Steffen und Benjamin Starke bei der Schwimm-WM in Rom sich für das Finale über 100m Freistil und das Halbfinale über 100m Schmetterling qualifizieren, bereitet sich die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln am selben Tag ab 16:30 Uhr im Sportbad Britz am Kleiberweg 3 auf einen „Römischen Abend“ vor. Bevor sich ab 18 Uhr der SGN-Nachwuchs auf Großleinwand die Wettkämfe anschaut, gibt es Programm mit Pasta, Traubensäfte, Musik und einem Wettbüro, bei dem die Kinder ihre Schwimmzeiten-Tipps von Britta und Benjamin abgeben können.

Britta Steffen mit neuer Bestzeit zu Silber

Bild27.7.2009. Britta Superstar: Unser Goldfisch Britta Steffen (25) hat wieder zugeschlagen! Als Startschwimmerin der Sprintstaffel pulverisierte sie gestern bei der WM in Rom ihren eigenen Weltrekord über 100 m Freistil um 24/100 auf 52,22 Sekunden. Am Ende schwamm das DSV-Quartett zu Silber. Britta überglücklich: „Ich war total frei im Kopf. Dadurch hatte ich unheimliche Kraft.“ Doch realisiert hat die Berlinerin ihre Zeit erst spät. „Meine Kontaktlinse war verrutscht. Ich musste blinzeln und wusste nicht: 52,2 oder 52,8. Da dachte ich: die 52,2 wären zu hart, also sind es die 52,8.“ Denkste! Mit Daniela Schreiber (20), Petra Dallmann (30) und Daniela Samulski (25) blieb Britta am Ende in 3:31,83 Minuten auch noch unter der alten Weltrekord-Zeit. Titel und neue Bestmarke holten sich die Niederlande (3:31,72). Britta muss erst am Donnerstag wieder ins Becken. Was macht sie bis dahin? „Ich habe durch den psychischen Druck immer Rückenschmerzen. Die lasse ich behandeln. Ansonsten ist Ruhe im Hotel angesagt.“

Public Viewing in Neukölln

Die Rixdorfer Stadtschreiber25.7.2009. Jawollja, wie man sieht – die Vorbereitungen zum kollektiven Mitfiebern, Daumendrücken, Anfeuern und Jubeln sind in vollem Gange. Immerhin sind bei der Schwimm-WM, die gerade in Rom stattfindet, ja auch gleich vier Athleten der SG Neukölln am Start: Die Wasserballerinnen Mariam Salloum und Sandra Schilling spielen heute ab 16.50 Uhr mit dem deutschen Team in der Zwischenrunde gegen Kanada. Benjamin Starke geht Freitag in seinen Vorlauf über 100 m Schmetterling und Sonntag für die 4×100 m Lagen-Staffel ins Wasser. Und Olympiasiegerin Britta Steffen hat die 4×100 m Freistil-, die 4×100 m Lagen-Staffel, die 50 m und die 100 m Freistil-Strecke auf ihrem WM-Fahrplan.

Europarekorde für Biedermann und Koch

rbb29.6.2009. … Am Schlusstag der Titelkämpfe fielen zudem noch einmal mehrere deutsche Rekorde: Helge Meeuw (Frankfurt/Main) verbesserte in 53,08 Sekunden seine eigene Bestmarke über 100 Meter Rücken, Benjamin Starke (Berlin) schraubte die nationale Bestzeit über 100 Meter Schmetterling auf 51,47 Sekunden, und Annika Mehlhorn (Baunatal) schwamm auf der gleichen Strecke ebenfalls deutschen Rekord, verpasste in 58,45 Sekunden aber trotzdem die WM-Norm.
Lokalmatadorin Britta Steffen, die in Berlin gleich zwei Weltrekorde über 100 m Freistil aufgestellt hatte, verfehlte am Sonntag hingegen ihre dritte Bestmarke bei den Meisterschaften. Sie gewann zwar das Rennen über 50 Meter Freistil, blieb in 24,45 Sekunden aber sogar 39 Hundertstel über ihrem eigenen deutschen Rekord. Angesichts von zwei Weltrekorden räumte sie freimütig ein: „Am Ende war ein bisschen die Luft raus.“

Steffen schwimmt erneut Weltrekord

Tagesspiegel28.6.2009. Britta Steffen verbessert ihren eigenen Weltrekord über 100 Meter Freistil auf 52,56 Sekunden. Der alte Rekord hatte zwei Tage Bestand. Steffen hatte ihn im Vorlauf erzielt.
Britta Steffen und Dorothea Brandt freuen sich über Brittas Weltrekord. (Foto: Mirko Seifert)Berlin / Frank Bachner – Die letzten Züge taten verdammt weh, man sah es an den Armen. Die tauchten mühsamer ins Wasser ein, mühsamer als Sekunden zuvor. Das Getöse in der Halle, diese Mischung aus Schreien, Pfiffen und Trötenlärm, das alles hörte Britta Steffen nicht. Der letzte Zug, der Anschlag, Weltrekord. Britta Steffen von der SG Neukölln, Doppel-Olympiasiegerin von 2008, hatte gerade die Weltbestmarke über 100 Meter Freistil auf 52,56 Sekunden verbessert. Ihre Bestmarke, zwei Tage alt. Im Vorlauf hatte sie bei der Deutschen Schwimm-Meisterschaft in Berlin 52,85 Sekunden erzielt. Natürlich hatte sie ihren neuen High-Tech-Anzug an, und dessen phänomenale Wasserlage kann jeder Laie sehen. Selbst Steffen registrierte verblüfft, wie hoch sie durchs Wasser pflügt. Auf youtube hatte sie ihren Vorlauf angeklickt, mit bemerkenswertem Ergebnis. „Ich habe auf Video zum ersten Mal bei einem Rennen von mir meinen Hintern gesehen.“
Also, welche Bedeutung hatte diesmal der komplett beschichtete Anzug für den Weltrekord? Vor zwei Tagen hatte sie noch erklärt: „Der Anzug hat diesen Weltrekord gemacht.“ Weil sie nur 90 Prozent gegeben hatte und nicht mal Schmerzen hatte. Jetzt klang sie erheblich zurückhaltender. Sicher, der Anzug, „aber man muss sehr gut schwimmen können, sonst nützt der Anzug auch nicht viel“, sagte sie. Die ganze Debatte um ihr Material, die sie selber befeuert hatte, kam ihr nun auf einmal etwas seltsam vor. „Ich hätte gedacht, dass die Leute wissen, dass man vor allem mit gutem Training schnell ist.“ Seltsam klang freilich jetzt eher diese plötzliche Zurückhaltung. Aber die, sagte Steffen, resultiere nur daraus, dass sich zu viele Leute allmählich fragten, ob denn der Anzug quasi alles allein erledige.
An Schmerzen jedenfalls mangelte es gestern nicht, die begannen schon nach 50 Metern. Das lag an Norbert Warnatzsch, dem Trainer. Geh’ schneller an als sonst, hatte er als Renntaktik vorgegeben. Also ging Steffen schnell an, so schnell, dass sie bei der Wende rund eine halbe Sekunde unter der Durchgangszeit des alten Weltrekords lag. „Vielleicht eine Zehntelsekunde zu schnell“, sagte Steffen nach dem Rennen. Sicher weiß sie nur, dass ihr bei dieser Taktik die Kraft zu einem Endspurt fehlt. Mit dem Endspurt hatte sie sich bei Olympia in Peking noch Gold gesichert. „Aber damals hatte ich auch ein Schweineglück.“ Doch weil Glück kein Faktor ist, mit dem man planen kann, sind die Zeiten vorbei, in denen Britta Steffen als Letzte wendete, um dann richtig aufzudrehen.
Heute schwimmt die 25-Jährige noch die 50 Meter Freistil. „Wenn ich unter 24 Sekunden bleiben würde, wäre das phantastisch“, sagte sie. Wenn sie nur einen Wimpernschlag unter 24 Sekunden bleibt, hat sie den Weltrekord. Der steht bei 23,96 Sekunden.

Großer Druck für deutsche Schwimmer

Tagesspiegel24.6.2009. … Und wenn er diverse Leistungen betrachtet, dann fühlt er sich in seiner harten Linie bestätigt. Druck erzeugt Leistung. Daniela Samulski verbesserte vor kurzem gleich vier Mal den Deutschen Rekord über 50 Meter Rücken (27,83), Norm klar unterboten. Kerstin Vogel verpasste die Norm über 50 Meter Brust nur um eine Hundertstelsekunde, auch die Berlinerin Dorothea Brandt hat die Richtzeit über 50 Meter Freistil nur knapp verpasst. Dabei hatte Brandt im Winter noch, nachdem sie die Normen registriert hatte, ihrem Trainer Norbert Warnatzsch stöhnend mitgeteilt: „Das schaffe ich nicht.“

Brandt in Canet über 50 Meter Freistil Dritte

Süddeutsche10.6.2009. Canet – Die deutschen Schwimmer haben im südfranzösischen Canet auf der zweiten Station der Mare-Nostrum-Tour zwei dritte Plätze erkämpft. Dorothea Brandt (Berlin), die Trainingspartnerin von Britta Steffen, musste sich in 24,75 Sekunden über 50 Meter Freistil lediglich der Australierin Lisbeth Lenton-Trickett (24,15) und der Schwedin Therese Alshammar (24,17) geschlagen geben. Für eine kleine Überraschung im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sorgte Lucien Haßdenteufel (Saarbrücken) als Dritter über 200 Meter Rücken in 2:03,61 Minuten. Vor allem Weltrekordhalterin Lenton-Trickett wird bei den Weltmeisterschaften in Rom (17. Juli bis 2. August) zu den Herausforderinnen von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen gehören; die Freistil-Spezialistin wird sich auf die Titelkämpfe in Europa vorbereiten.

Kick-Off für London 2012

Rudow-LiveJuli 2009. In der herrlichen Wettkämpfatmosphäre des 13. Internationalen Sportbadpokales hat die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln zum Pfingstwochenende ihr neues Olympia-Team „Go Gold – London 2012“ präsentiert. Das Team besteht zurzeit aus fünf Schwimmern, die berechtigte Chance haben, sich für dieses größte sportliche Ereignis zu qualifizieren.
Angeführt wird das Team von der Doppelolympiasiegerin und dreifachen Olympiateilnehmerin Britta Steffen (25). Sprinterin Dorothea Brandt (25) und „Schmetterling“ Benjamin Starke (23) haben ebenfalls schon olympische Erfahrungen. Komplettiert wird die Auswahlmannschaft von den Youngstern Robin Backhaus (19) und Tim Wallburger (19). Die Sportler gehören alle dem Nationalkader des Deutschen Schwimm-Verbandes an und werden am Olympiastützpunkt Berlin von Norbert Warnatzsch trainiert.
Die Zielsetzung der SG Neukölln mit dem Konzept „Go Gold – London 2012“ ist, die Sportler auf ihrem Weg auf die Insel finanziell zu unterstützen. Die Sponsoren erhalten im Gegenzug zur Bekanntheitssteigerung Werbemöglichkeiten und ihnen wird das positive Image der Leistungssportler übertragen. Als Hauptsponsor konnte das mittelständische Unternehmen Berolina Plastic gewonnen werden. Die Sponsoren sind die Berliner Flughäfen, Intersport Olympia, Hans Engelke Energie, Sodexo, die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 und die Firma Vakuplastic als Partner. Neben der Präsentation des Projekts konnten die anwesenden Politiker und Unternehmer die Sportler in einer persönlichen Gesprächsrunde kennen lernen.

Kick-Off für London 2012

BSV-Infos

In der herrlichen Wettkämpfatmosphäre des 13. Internationalen Sportbadpokales hat die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln zum Pfingstwochenende ihr neues Olympia-Team „Go Gold – London 2012“ präsentiert. Das Team besteht zur Zeit aus fünf Schwimmern, die berechtigte Chance haben, sich für dieses größte sportliche Ereignis zu qualifizieren.
Angeführt wird das Team von der Doppelolympiasiegerin und dreifachen Olympiateilnehmerin Britta Steffen (25). Sprinterin Dorothea Brandt (25) und „Schmetterling“ Benjamin Starke (23) haben ebenfalls schon olympische Erfahrungen. Komplettiert wird die Auswahlmannschaft von den Youngstern Robin Backhaus (19) und Tim Wallburger (19). Die Sportler gehören alle dem notextile.
Nationalkader des Deutschen Schwimm-Verbandes an und werden am Olympiastützpunkt Berlin von Norbert Warnatzsch trainiert.
Die Zielsetzung der SG Neukölln mit dem Konzept „Go Gold – London 2012“ ist, die Sportler auf ihrem Weg auf die Insel finanziell zu unterstützen. Die Sponsoren erhalten im Gegenzug zur Bekanntheitssteigerung Werbemöglichkeiten und ihnen wird das positive Image der Leistungssportler übertragen. Als Hauptsponsor konnte das mittelständische Unternehmen Berolina Plastic gewonnen werden. Die Sponsoren sind die Berliner Flughäfen, Intersport Olympia, Hans Engelke Energie, Sodexo, die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 und die Firma Vakuplastic als Partner. Neben der Präsentation des Projekts konnten die anwesenden Politiker und Unternehmer die Sportler in einer persönlichen Gesprächsrunde kennen lernen.

Goldenes Wochenende

Rudow-LiveMai 2009. Die Schwimmer des Perspektivteams „Go Gold – London 2012“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln Berlin sind gut in Form. Der letzte Wettkampftest des Wintertrainings Zyklusses wurde mit vielen ersten Plätzen und Bestzeiten beim Tritze-Cup“ der Berliner Wasserratten beendet. In den Mittelpunkt setzte sich diesmal der 19-jährige Robin Backhaus, der sämtliche fünf Strecken gewinnen konnte. Seine besten Leistungen waren die 200m Freistil (1:49,55 Min.) und die 400m Freistil (3:54,27 Min.). Zum Neuköllner Doppelerfolg trug der gleichaltrige Tim Wallburger bei, der mit 1:49,67 min und 3:54,81 Min. jeweils nur knapp hinter Backhaus lag. Wallburger durfte nach 4:27,05 Min. über 400m Lagen als erster anschlagen. Britta Steffen siegte souverän über die 100m Freistil (56,91 Sekunden) und den 200m Freistil (2:02,86 Min.). Backhaus und Steffen wurden beide für die „Beste Leistung“ des Wettkampfes geehrt. Auch die Mannschaftswertung ging an die SG Neukölln. Dorothea Brandt war dagegen in Halle/Saale am Start. Beim Einladungsschwimmfest des SV Halle konnte sie ihre Stärke unter Beweis stellen. Sie gewann über 50m Freistil in 25,29 Sek. und wurde Zweite nach 55,36 Sek. über die doppelte Distanz. Nach wie vor bereitet sich Olympiateilnehmer Benjamin Starke ohne Wettkämpfe auf die WM- Qualifikation im Juni in Berlin vor. Seine auskurierte Schulterverletzung erlaubt noch keine Wettkampfbelastungen.

Viele Siege beim zweiten „Wintertest“

Buckower PrismaApril 2009. Auch beim zweiten Testwettkampf des Jahres auf der Langbahn konnten die Schwimmer des Teams „Go Gold – London 2012“ der SG Neukölln Berlin gute Leistungen abliefern. Sie traten zum Wettkampf an, dem sehr gut besetzten internationalen Schwimm-Meeting des SCC Reinickendorf an der Landsberger Allee.
Dorothea Brandt und Britta Steffen. (Foto: Mirko Seifert)Zu drei Siegen kam Britta Steffen. Neben den 100m Freistil (55,07 Sekunden), die sie vor zwei Wochen beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln knapp schneller schwamm, lag sie auch nach den 50m (25,19s) und den 200m Freistil (2:01,59min) ganz vorne. Über 50m Freistil komplettierte Dorothea Brandt den Neuköllner Doppelerfolg mit 25,68 Sekunden als Zweite.
Zweimal auf dem Siegertreppchen ganz oben stand Tim Wallburger, der die 200m Lagen (2:06,06min) und die 200m Freistil (1:51,65min) für sich entschied. Robin Backhaus erreichte über 400m Freistil nach 3:57,39min als erster die Anschlagmatte. Dazu wurde er Zweiter über die ihm ungewohnten 100m Rücken mit einer Zeit von 58,27 Sekunden.
Nach wie vor bestreitet Olympiateilnehmer Benjamin Starke wegen einer Verletzung keine Wettkämpfe und trainiert nur.

Das ISM des SSC Reinickendorf

Rudow-LiveApril 2009. Nach den guten Leistungen vom 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln von vor zwei Wochen absolvieren Neuköllns bester Schwimmer des Teams „Go Gold – London 2012“ den nächsten Test. Beim Internationalen Schwimm-Meeting (ISM) des SSC Reinickendorf geht es am 7. und 8. März in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee (SSE) auf die Startblöcke. Britta Steffen (25) wird neben den Dorothea Brandt und Britta Steffen. (Foto: Mirko Seifert)100m Freistil auch die 50m und 200m bestreiten. Sprinterin Dorothea Brandt (25) geht ebenfalls über 50m und 100m Freistil an den Start aber auch über 50m Schmetterling. Vielstarter Robin Backhaus (19) nimmt es diesmal mit den 100m, 400m Freistil, 50m, 100m Schmetterling sowie 50m, 100m Rücken auf. Ausdauervielseiter Tim Wallburger (19) schwimmt 200m Freistil, Brust und Lagen sowie 100m Brust und Rücken. Nach wie vor geschont wird Olympiateilnehmer Benjamin Starke (22), der nach seiner Schulterverletzung noch nicht voll belastet werden kann.

Viele Siege beim zweiten „Wintertest“

Rudower PanoramaMärz 2009. Auch beim zweiten Testwettkampf des Jahres auf der Langbahn, dem sehr gut besetzten internationalen Schwimm-Meeting des SCC Reinickendorf an der Landsberger Allee, konnten die Schwimmer des Teams „Go Gold – London 2012“ der SG Neukölln Berlin gute Leistungen abliefern.

Zu drei Siegen kam Britta Steffen. Neben den 100m Freistil (55,07 Sekunden), die sie vor zwei Wochen beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln knapp schneller schwamm, lag sie auch nach den 50m (25,19s) und den 200m Freistil (2:01,59min) ganz vorne. Über 50m Freistil komplettierte Dorothea Brandt den Neuköllner Doppelerfolg mit 25,68 Sekunden als Zweite.

Zweimal auf dem Siegertreppchen ganz oben stand Tim Wallburger, der die 200m Lagen (2:06,06min) und die 200m Freistil (1:51,65min) für sich entschied. Robin Backhaus erreichte über 400m Freistil nach 3:57,39min als erster die Anschlagmatte. Dazu wurde er Zweiter über die ihm ungewohnten 100m Rücken mit einer Zeit von 58,27 Sekunden.
Nach wie vor bestreitet Olympiateilnehmer Benjamin Starke wegen einer Verletzung keine Wettkämpfe und trainiert nur.

Gold-Britta powert weiter

B.Z.Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen präsentierte sich beim Schwimm-Meeting in Power-Laune

Dorothea Brandt und Britta Steffen. (Foto: Mirko Seifert)9. März 2009 von Oliver Ohmann. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen (25) verbuchte beim zweiten Winterprüfstein der Saison drei Siege. Beim Schwimm-Meeting des SC Reinickendorf an der Landsberger Allee siegte sie souverän über 100-Meter-Freistil (55,07 Sekunden), 50-Meter-Freistil (25,19 Sekunden) und 200-Meter-Freistil (2:01,59 Minuten). Über Britta Steffen. (Foto: Mirko Seifert)50-Meter-Freistil komplettierte Dorothea Brandt den Doppelsieg der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln. Bei den Herren stand Tim Wallburger zweimal auf dem Siegertreppchen – über 200-Meter-Lagen (2:06,06 Minuten) und 200-Meter-Freistil (1:51,65 Minuten). Der Neuköllner Robin Backhaus schlug über 400-Meter-Freistil als Erster an (3:57,39 Minuten).

Britta Steffen und Co. testen in Reinickendorf

1asport.de4. März 2009. Nach den guten Leistungen vom 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln von vor zwei Wochen absolvieren Neuköllns beste Schwimmer des Teams „Go Gold – London 2012“ den nächsten Test. Beim Internationalen Schwimm-Meeting (ISM) des SSC Reinickendorf geht es am 7. und 8. März in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee (SSE) auf die Startblöcke.
Britta Steffen (25) wird neben den 100m Freistil auch die 50m und 200m bestreiten. Sprinterin Dorothea Brandt (25) geht ebenfalls über 50m und 100m Freistil an den Start aber auch über 50m Schmetterling. Vielstarter Robin Backhaus (19) nimmt es diesmal mit den 100m, 400m Freistil, 50m, 100m Schmetterling sowie 50m, 100m Rücken auf. Ausdauervielseiter Tim Wallburger (19) schwimmt 200m Freistil, Brust und Lagen sowie 100m Brust und Rücken.
Nach wie vor geschont wird Olympiateilnehmer Benjamin Starke (22), der nach seiner Schulterverletzung noch nicht voll belastet werden kann.

Erfolgreicher Start in die Langbahnsaison

Buckower PrismaMärz 2009. Das 22. Internationale Schwimmfest der SG Neukölln war ein erfolgreicher „Winterprüfstein“ nicht nur für die Neuköllner Schwimmer. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Finnland, Litauen, Schweiz und Rumänien nutzten den ersten 50m-Bahn-Wettkampf des Jahres für tolle Leistungen. Überzeugen konnte wiedereinmal Britta Steffen (25). Über ihre Paradestrecke 100m Freistil wusste sie in 54,83 Sekunden eine sehr gute Zeit nach ihrer Trainingspause zu bieten. Aber nicht nur sie präsentierte sich aus dem Neuköllner Team „Go Gold – London 2012“ in guter Form. In nichts nach ihr Foto: Mirko Seifertstand Robin Backhaus (19), der die 200 und 400m Freistil für sich entscheiden konnte. Tim Wallburger (19) war über 200m und 400m Lagen der schnellste. Dorothea Brandt (24) siegte über die 50m Freistil. Leider konnte Olympiateilnehmer Benjamin Starke (22) wegen einer unlängst auskurierten Schulterverletzung nicht teilnehmen. 41 Vereine hatten ihre Meldung abgegeben und dazu beigetragen, dass in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee ein bunter Wettkampf mit knapp 3.000 Starts über die Bühne ging. Die Mannschaftswertung gewannen die Gäste von Plymouth Leander aus Großbritannien vor der Nationalmannschaft aus der Schweiz.

Neuköllner Schwimmer in der Landsberger Allee

Rudower MagazinBritta Steffen in guter Form

März 2009. Das 22. Internationale Schwimmfest der SG Neukölln war ein erfolgreicher „Winterprüfstein“ nicht nur für die Foto: Mirko SeifertNeuköllner Schwimmer. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Finnland, Litauen, Schweiz und Rumänien nutzten den ersten 50m-Bahn-Wettkampf des Jahres für tolle Leistungen. Überzeugen konnte wiedereinmal Britta Steffen (25). Über ihre Paradestrecke 100m Freistil wusste sie in 54,83 Sekunden eine sehr gute Das ISF in der Landsberger Allee.Zeit nach ihrer Trainingspause zu bieten. Aber nicht nur sie präsentierte sich aus dem Neuköllner Team „Go Gold – London 2012“ in guter Form. In nichts nach ihr stand Robin Backhaus (19), der die 200 und 400m Freistil für sich entscheiden konnte. Tim Wallburger (19) war über 200m und 400m Lagen der schnellste. Dorothea Brandt (24) siegte über die 50m Freistil. Leider konnte Gut nass! (Foto: Mirko Seifert)Olympiateilnehmer Benjamin Starke (22) wegen einer unlängst auskurierten Schulterverletzung nicht teilnehmen. 41 Vereine hatten ihre Meldung abgegeben und dazu beigetragen, dass in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee ein bunter Wettkampf mit knapp 3.000 Starts über die Bühne ging. Die Mannschaftswertung gewannen die Gäste von Plymouth Leander aus Großbritannien vor der Nationalmannschaft aus der Schweiz.

Wintersport ohne große Kälte

Berliner AbendblattDie Schwimm-Gemienschaft Neukölln lud zum Schwimmfest

28. Februar 2009. Während draußen noch herrlicher Schnee lag und Kinder sich eher mit Schlitten vergnügten, hatte die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln zu ihrem internationalen Schwimmfest an der Landsberger Allee geladen – einem Foto: Mirko Seifertguten „Winterprüfstein“ nicht nur für die Neuköllner Schwimmer. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Finnland, Litauen, Schweiz und Rumänien nutzten den ersten 50m-Bahn-wettkampf des Jahres für tolle Leistungen. Britta Steffen wusste wieder mal zu überzeugen und schwamm auf ihrer Paradestrecke 100m Freistil 54,83 Sekunden – eine gute Zeit nach ihrer Trainingspause. Aber nicht nur Das ISF in der Landsberger Allee.sie präsentierte sich aus dem Neuköllner Team „Go Gold – London 2012“ in guter Form: Robin Backhaus gewann die 200m und 400m Freistil, Tim Wallburger war über 200m und 400m Lagen der schnellste und Dorothea Brandt siegte über die 50m Freistil. Olympiateilnehmer Benjamin Starke hatte wegen einer Schulterverletzung Pause. Aber die Veranstaltung hatte wirklich massig Andrang: 41 Verein hatten ihre Meldung abgegeben und dazu beigetragen, dass in der Schwimmhalle ein bunter Wettkampf mit knapp 3.000 Starts über die Bühne ging.

Start in die neue Saison

Berliner WocheSchwimmfest der SG Neukölln

25. Februar 2009. Das 22. Internationale Schwimmfest der SG Neukölln vom 20. bis 22. Februar in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) war ein erfolgreicher „Winterprüfstein“ nicht nur für die Neuköllner Schwimmer. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Finnland, Litauen, Schweiz und Rumänien nutzten den ersten 50m-Bahn-Wettkampf des Jahres für tolle Leistungen. Überzeugen konnte wieder einmal Britta Steffen. Über ihre Paradestrecke 100m Freistil wusste sie in 54,83 Sekunden eine sehr gute Zeit zu bieten. Dorothea Brandt siegte über die 50m Freistil. 41 Vereine hatten ihre Meldung abgegeben und dazu beigetragen, dass in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee ein bunter Wettkampf mit knapp 3.000 Starts über die Bühne ging. Die Mannschaftswertung gewannen die Gäste von Plymouth Leander aus Großbritannien vor der Nationalmannschaft aus der Schweiz.

Gold-Britta powert wieder

B.Z.Olympiasiegerin Britta Steffen (25) überzeugte beim Neuköllner Schwimmfest mit Weltklassezeit

23. Februar 2009 von Oliver Ohmann. Am Wochenende tauchte die zweifache Olympiasiegerin Britta Steffen (25) wieder ins Becken. Beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln überzeugte Steffen beim Auftakt für die Langbahnsaison: 54,83 Sekunden auf ihrer Paradestrecke, die 100-Meter-Freistil.
Foto: Mirko Seifert600 Athleten aus 41 Vereinen und sieben Nationen waren in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee am Start. Für Berlin räumte Robin Backhaus (19, SG Neukölln) über 200 und 400-Meter-Freistil ab. Die Mannschaftswertung gewannen die Gäste von Plymouth Leander (Großbritannien), vor der Nationalmannschaft aus der Schweiz. Organisator Jochen Hanz von der SG Neukölln (Gold-Brittas Heimatverein): „Das Fest war ein erfolgreicher Winterprüfstein, nicht nur für die Schwimmer aus Neukölln.“

ND-Ehrung für Britta Steffen

Neues Deutschland23. Februar 2009 von Jürgen Holz. Einen besseren Anlass hätte es nicht geben können, um die zweifache Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen mit dem ND-Sportpreis zu ehren, den sie als Siegerin der Umfrage unter unseren Leserinnen und Lesern nach der »ND-Sportlerin des Jahres 2008« von ND-Chefredakteur Jürgen Reents am Sonnabend überreicht bekam. Der Anlass war nämlich das 22. internationale Schwimmfest ihres Berliner Vereins SG Neukölln in der Schwimm- und Sprunghalle an der Landsberger Allee mit über 500 Startern aus sieben Ländern und nahezu 500 Fans auf den Tribünen.
Foto: Wolfgang Frotscher»Ich freue mich über diese Ehrung«, meinte die 25-Jährige und fügte hinzu: »Es ist wirklich ein wunderschöner Pokal.« Minuten zuvor war sie aus dem Wasser gestiegen, wo sie über 100 m Freistil mit 54,83 s die Zeitschnellste war. »Das ist eine Superzeit«, strahlte sie nach ihrem ersten Wettkampf auf der 50-m-Bahn seit Olympia. »Ich bin noch nie so schnell in die neue Saison gestartet«, ergänzte Britta Steffen, die mit 53,05 s den Europarekord hält und ihren Wunsch kundtat, dass sie sich bei den WM im Juli in Rom auch den Titel holen möchte. Den hatte sie 2007 in Melbourne als Dritte verpasst.

Steffen beendet ersten Wettbewerb 2009 siegreich

N2422. Februar 2009. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen ist mit einem Sieg über ihre Goldstrecke in die Saison gestartet. Die „Sportlerin des Jahres“ gewann beim 22. internationalen Schwimmfest der SG Neukölln in ihrer Heimatstadt Berlin über 100m Freistil in 54,83 Sekunden und war mit ihrem ersten Wettkampf auf der 50-m-Bahn seit den Olympischen Spielen in Peking zufrieden.
„Ich bin erst seit Januar wieder im vollen Training. Mein Ziel ist ein Titel bei den Weltmeisterschaften“, sagte die 25 Jahre alte Studentin mit Blick auf die Titelkämpfe in Rom (18. Juli bis 2. August). Nach dem Wettkampf tauschte Steffen den Schwimm-Anzug gegen das Abendkleid und überreichte beim deutschen Musikpreis in der Hauptstadt einen Echo an die britische Popsängerin Amy MacDonald.

Schwimmer starten in Langbahnsaison

1asport.de18. Februar 2009. Beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln vom 20.-22. Februar 2009 überprüfen die Schwimmer ihre Winterform. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Litauen, Finnland, Schweiz und Rumänien sind am Start. Mit dabei ist auch die zweimalige Olympiasiegerin von Peking, Britta Steffen. Die 25-Jährige wird über 100 Meter Freistil antreten. Ein weiterer Olympia-Teilnehmer kann nicht teilnehmen: Benjamin Starke ist erst vor kurzem von einer Schulterverletzung genesen.

Olympiasiegerin Steffen greift wieder an

Berliner Morgenpost18. Februar 2009. Den Hattrick bei der Auszeichnung als Deutschlands „Schwimmerin des Jahres“ nahm Britta Steffen eher als schöne Nebensache zur Kenntnis, denn nach längerer Auszeit im Becken bereitet sich die Doppel-Olympiasiegerin auf weitere Großtaten vor.
Am Samstag bestreitet die 25-Jährige in Berlin ihren ersten individuellen Wettkampf auf der 50-m-Bahn seit den Sommerspielen in Peking. Ziel ist in diesem Jahr vor allem der Titel bei der WM im Juli in Rom.
„Ich bin seit Januar wieder ernsthaft im Training. Die Pause war wichtig für mich, auch, um mich intensiver um mein Studium kümmern zu können. Nun bin ich dabei, die Grundlage zu schaffen, um wieder zu meiner Form zu finden“, sagte Steffen, die die WM als Höhepunkt ins Visier genommen hat: „Dieser Titel fehlt mir noch. Das ist eine große Motivation.“
Gestern wurde Steffen bei der Kür zur Schwimmerin des Jahres
2008 noch mal für ihren Doppel-Coup von Peking belohnt. Wie erwartet und wie 2006 und 2007 lag die Berlinerin vorn. Zweite wurde Europameisterin Janne Schäfer aus Heidelberg, auf Rang drei folgte Daniela Samulski aus Essen. Bei den Männern setzte sich der Langstrecken-Spezialist und Olympia-Dritte Thomas Lurz aus Würzburg durch.
Am Samstag folgt für Steffen nun das sportliche Comeback beim 22. internationalen Schwimmfest der SG Neukölln. Zuvor hatte die Studentin die Kurzbahn-Saison fast komplett ausgelassen und nur auf Nebenstrecken bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft ein kurzes Stelldichein gegeben.

Britta Steffen Berlins Sportlerin des Jahres

Buckower PrismaJanuar 2009. Britta Steffen wurde zum zweiten Mal in Folge zu Berlins Sportlerin des Jahres gewählt. Mit 5.765 Stimmen lag sie deutlich vor Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (1.899) und der Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampfer Lena Schöneborn (1.752). Ihr Trainer Norbert Warnatzsch wurde in der Kategorie Manager/Trainer Sechster. Dort gewann Albamanager Bob Hannig. Sportler des Jahres wurde Arthur Abraham, Mannschaft des Jahres die Eisbären. Rund 20.000 Berliner hatten sich an der Wahl beteiligt, deren Gewinner im Neuköllner „Estrel Hotel“ gekürt wurden. Mit 2.400 Gästen war die Veranstaltung ausverkauft. Zahlreiche Prominente aus Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur gaben sich die Ehre.
Ende Dezember 2008 wurde Britta Steffen verdientermaßen auch zur Deutschen Sportlerin des Jahres gewählt. Steffen erhielt 3683 Stimmen und gewann so mit großem Abstand vor Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann und Biathletin Magdalena Neuner. Britta Steffen holte in Peking bei Olympia Gold über 100m und 50m Freistil.

EM-Bronze für Dorothea Brandt

Buckower PrismaJanuar 2009. Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in der kroatischen Hafenstadt Rijeka vertrat Dorothea Brandt das „GoGold“-Team der SG Neukölln. Für die vom 11.-14. Dezember stattfindenden Titelkämpfe hatte sich die 24-jährige bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften zwei Wochen zuvor in Essen über 50m Freistil und für die 4×50m Freistil-Staffel qualifiziert.
Dorothea Brandt (Foto: Mirko Seifert)Mit der 4×50m Freistil-Staffel qualifizierte sich das deutsche Quartett mit 1:37,76 Minuten als Vorlaufschnellste für das Finale. Dorothea Brandt schwamm als Startschwimmerin 24,82 Sekunden. Favorisiert sind die Weltrekordhalterinnen aus den Niederlanden, die Zweite wurden. Am Ende der 4×50m Freistil-Staffel sprang für die deutschen Frauen ein dritter Platz heraus. Mit 1:38,06 Minuten holten Dorothea Brandt, Petra Dallmann, Lisa Vitting und Daniela Schreiber die Bronzemedaille hinter den Schwedinnen (1:38,00min). Es siegten in neuer Weltrekordzeit die Niederländerinnen mit 1:33,80 Minuten. Dorothea schwamm als Startschwimmerin 24,81 Sekunden. Im Vorlauf über 50m Freistil belegte Dorothea mit 25,06 Sekunden den zwölften Platz und qualifizierte sich damit für das Halbfinale. Dort steigerte sie sich auf 24,81 Sekunden und wurde Elftplatzierte, was leider nicht zum Einzug in das Finale reichte.

Pressespiegel 2008

Triumph für Steffen, Steiner und die Hockey-Herren

Spiegel21. Dezember 2008. Deutschlands Olympiastars von Peking sind die Sportler des Jahres 2008. Matthias Steiner, der als erster Gewichtheber in der Geschichte der Abstimmung siegte, Schwimmerin Britta Steffen und das im August ebenfalls in China mit der Goldmedaille belohnte Hockeyteam der Herren wurden am Sonntag in Baden-Baden zu den Siegern der 62. Abstimmung seit 1947 gekürt. …
Bei den Frauen dominierte Britta Steffen vier Monate nach ihrem Doppeltriumph von Peking über 50 und 100 Meter Freistil noch deutlicher. Mit 3683 Punkten lag die 25-Jährige vor Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann (2076) und Biathletin Magdalena Neuner (1545), die im Vorjahr zusammen mit Turn-Weltmeister Fabian Hambüchen und den Handball-Weltmeistern auf Rang eins gewählt worden war.
„Eine solche Auszeichnung ist eine große Ehre, aber es gibt nichts, was mich jetzt über andere stellt“, sagte Steffen und verriet ihre sportlichen Zukunftspläne: „Nach Olympia habe ich mich gefragt, ob das noch zu toppen ist. Aber ich habe gemerkt, dass ich noch Ziele habe – zum Beispiel den WM-Titel 2009 in Rom.“

Eisbären, Hanning, Abraham und Steffen gewinnen Sportlerwahl in Berlin

Tagesspiegel14. Dezember 2008. Berlin – Gestern Abend wurden Berlins Sportler des Jahres geehrt: Hier stellen wir die Gewinner in den Kategorien beste Mannschaft, beste weibliche und männliche Sportler sowie bester Trainer/Manager vor. Deutscher Meister und Pokalsieger: Erstmals konnten die Eisbären Berlin in der vergangenen Saison das Double perfekt machen. Die Mannschaft profitierte dabei von ihrer gelungenen Mischung aus erfahrenen Profis und jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs. Nach einer verpatzten Spielzeit 2006/2007, in der die Berliner nicht einmal die Endrunde der Meisterschaft erreicht hatten, präsentierten sie sich unter ihrem neuen Trainer Don Jackson wieder geschlossen und feierten nach dem Play-off-Finalsieg gegen die Kölner Haie ihren dritten nationalen Titel der letzten vier Jahre.
Einen doppelten Triumph konnte auch Berlins Sportlerin des Jahres 2008 einfahren. Mit ihren zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Peking bewahrte Britta Steffen die deutschen Schwimmer, denen die Konkurrenz ansonsten weitgehend vorauseilte, vor einer Blamage. Vor allem aber bewies sich die Berlinerin selbst, dass die mental und physisch in der Lage ist, mit der Weltspitze mitzuhalten – unvergessen sind ihre emotionalen Reaktionen nach den Siegen über 50 Meter und 100 Meter Freistil. Am Beckenrand brach Britta Steffen in Tränen aus und rang um Worte. … Katrin Schulze

Olympija! Britta krault weiter

Berliner Kurier30. November 2008. Steffens Trainer: „Ja, wir planen für 2012“ – Berlin – Nach Peking tauchte sie ab. Das Doppel-Gold über 50 und 100 m Freistil bei Olympia, der Jubel, die Feiern, der Stress. Britta Steffen, Berlins Gold-Fisch, war müde und nahm eine Auszeit. Jetzt kündigt ihr Trainer Norbert Warnatzsch an: „Ich habe mit Britta über die Ziele gesprochen. Wir machen weiter bis London 2012.“
Noch einmal Olympia. Noch einmal vier Jahre voll durchziehen. Sich plagen, mühen. Trainieren, trainieren, trainieren. Freunde und Familie vernachlässigen. Eine längere Zeit auf dem Weg nach London will Britta in Australien verleben. Dort ackern, aber halt auch mal ein anderes Umfeld erleben. Und ihre Englisch-Kenntnisse verbessern. Warnatzsch: „Ich unterstütze, dass sich Britta auch als Persönlichkeit weiterentwickeln will.“
Dennoch soll sich erst mal alles dem großen Traum unterordnen, den sich die 25-Jährige in China schon zwei Mal erfüllen konnte. Ab Januar wird Britta wieder voll ins Training einsteigen. „2009 ist die WM in Rom. Da ein Titel, dann hätte ich alle zusammen. Das wäre fantastisch“, träumt sie.
Der nächste Titel aber wird ein anderer werden. Natürlich ist Britta Steffen große Favoritin bei Berlins Sportlerwahl des Jahres, bei der Sie mitstimmen können.


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