Pressespiegel

Sascha Pacyna von der SG Neukölln „Ich bin im Wasser geboren“

Berliner Zeitung29.04.2017. Von Christian Schweiger. Berlin – Sascha Pacyna ist derzeit nicht ganz leicht zu erreichen. Der 34-jährige Wasserballer startet an diesem Sonnabend mit der SG Neukölln ins Viertelfinale der Playoffs um die Deutsche Meisterschaft gegen den ASC Duisburg (20 Uhr, Schöneberger Schwimmhalle). Am Wochenende darauf (6./7. Mai) tritt der Angreifer zu maximal zwei Partien auswärts an. Beruflich ist Pacyna ebenfalls stark eingespannt. Er steht für viele Sportler, die in einer Bundesliga unter semiprofessionellen Bedingungen professionell Sport treiben.

Sie scheinen einen stressigen Job zu haben, Herr Pacyna, oder? Das kommt in Wellen: Mal ist sehr viel zu tun, mal weniger.

Was machen sie beruflich? Ich bin Investmentberater.

Was würden Sie mir denn im Moment als Anlage empfehlen? Kommt darauf an. Ich betreue ja eher vermögende Privatkunden.

Okay, reden wir über Sport. Was kann der Investmentbanker Pacyna vom Wasserballer Pacyna lernen? Puh!

Warum seufzen Sie? Tja, da muss ich erst mal überlegen: Teamfähigkeit. Ja, und die Fähigkeit, eine Mannschaft zu führen. Bei der SG Neukölln bin ich ja der verlängerte Arm von Florinel Chiru.

Dem Trainer? Genau. Wir zwei haben ja schon zusammen Wasserball gespielt. Das ist jetzt meine 19. Bundesligasaison. Ich bin inzwischen 34 Jahre alt.

Klingt da der Wunsch nach einem Karriere-Ende durch? Ich sage ja schon seit ein paar Jahren: ,So, das war meine letzte Saison.’ In der Sommerpause sieht man, dass es auch ohne Wasserball geht, dass es andere schöne Sachen gibt, die man machen könnte.

Was denn zum Beispiel? Andere Freizeitbeschäftigungen eben. Man hat dann erst mal keine Lust mehr, Woche für Woche jeden Abend zum Training zu kommen…

… Sie trainieren täglich? Ja, abends, wir trainieren teilweise zusätzlich um 6 Uhr vor der Arbeit oder dem Studium. Zweimal wöchentlich ist Krafttraining.

Wie groß ist das Pensum bei ihrem Viertelfinalgegner ASC Duisburg? Die trainieren durchweg zweimal täglich. Wie die Wasserfreunde Spandau auch. Das sind die beiden Großen in der Bundesliga.

Sind das Profis? Die Spieler gehören teilweise zur Sportfördergruppe der Bundeswehr. Manche sind bei Arbeitgebern beschäftigt, die mit Wasserball zu tun haben. Wie in Hannover, wo der Trainer eine Firma hat. Andere Spieler studieren, strecken ihr Studium.

Wie lange hält man das Pensum aus? In Köln hat bis vor drei Jahren einer mit über 50 Wasserball gespielt, wenn auch in der B-Gruppe der Bundesliga. Als Torwart ist das sowieso kein Problem, das hat Alexander Tchigir in Spandau gezeigt. Aber irgendwann muss man an eine Karriere nach dem Sport denken, denn Wasserball ist zu unbekannt, um damit etwas zu reißen.

Wird Wasserball nicht bei Olympischen Spielen im Fernsehen gezeigt? Wenn Deutschland dabei ist, ja. Wasserball ist übrigens die älteste olympische Teamsportart. In den USA heißt es, Wasserball sei der härteste Teamsport überhaupt. Aber die Deutschen denken bei Wasserball an einen blauen Nivea-Ball.

Wie viele Zuschauer kommen denn so zu ihren Heimspielen? So um die 500, 600 Leute. Für das Heimspiel an diesem Sonnabend haben wir viel Werbung gemacht. Wir sind ja Außenseiter, aber das ist gut so, da können wir ohne Druck aufspielen.

Wie wichtig ist im Wasserball der Heimvorteil? Schon nicht unwichtig. Die SG Neukölln ist ein großer Verein mit Jugendabteilung, Schwimmabteilung. Die alten Leute treffen sich in unserem Schwimmbad. Da ist großer Rückhalt da. Es geht familiär zu. Ich selbst bin im Wasser geboren.

Was, wirklich? Ich meine damit, dass meine Großeltern schon im Verein waren, meine Eltern auch. Ich habe Babyschwimmen gemacht, war Schwimmer und bin über Tennis beim Wasserball gelandet. Männer lieben ja alle Sportarten mit Bällen.

Vor allem, wenn sie die Bälle in ein Tor befördern können? Dann besonders. Wir werden gegen den ASC wieder alles dafür tun.

Aller Achtung bei Olympia mit guten Erfolgen

Berliner Woche19. August 2016 – Britz. Bei Olympia in Rio de Janeiro fanden vom 7. bis 13. August die Schwimmwettbewerbe statt. Leonie Kullmann und Lisa Graf von der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln erzielten bei ihren ersten Olympischen Spielen auf ihren Strecken die Plätze 12 und 13.

Auch wenn das Abschneiden der deutschen Schwimmer insgesamt enttäuschend war, gab es doch für die Berliner Schwimmerinnen kleine Erfolge: Im Vorlauf über 200 Meter Rücken beeindruckte Lisa Graf von der Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln immerhin mit neuer Bestzeit und Vereinsrekord von 2:08,67 Minuten. Auf ihrer starken letzten Bahn gewann die 23-Jährige ihren Lauf und zog als Vierte ins Halbfinale ein. Nach einem schwachen Start kam sie dort allerdings nicht mehr richtig ins Rennen zurück und belegte mit einer Zeit von 2:09,56 Minuten nur den 13. Platz. Lisa Graf sieht ihr Abschneiden im Wettkampf mit gemischten Gefühlen: „Leider habe ich im Halbfinale den Start verpatzt, aber das Rennen im Vorlauf mit Bestzeit war ein tolles Erlebnis.“

Ihre Vereinskollegin Leonie Kullmann erzielte mit der vier Mal 200 Meter Freistilstaffel den zwölften Platz. Nach 7:56,74 Minuten fehlten den vier deutschen Schwimmerinnen der Staffel 3,31 Sekunden zum Finale. Eine Zeit, die eigentlich nach den Leistungen bei den vorangegangenen Deutschen Meisterschaften im Bereich des Möglichen gewesen wäre. Leonie Kullmann schwamm an zweiter Position von 1:59,04 Minuten. Damit lag sie etwas über ihrer Bestzeit von 1:58,62 Minuten. Fazit der 16-jährigen Schwimmerin: „Die Spiele waren eine einmalige Erfahrung, die mich wahnsinnig motiviert für die Zukunft.“ SB

Matthias-Claudius-Grundschule gewinnt 12. Bärliball-Turnier

Rudower MagazinAugust 2016. Bei der inzwischen zwölften Auflage des von der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln für die 3. Klassen des Bezirkes organisierten Schulturniers Bärli-Ball gewann die erste Mannschaft der Matthias-Claudius-Grundschule souverän den ersten Platz. In dem Turnier, das am 2. Juli 2016 im Sportbad Britz stattfand, bekam die Mannschaft nur ein einziges Gegentor. Im Finale wurde die zweite Mannschaft der Oskar-Heinroth-Grundschule mit 7:0 besiegt.

Für den Projektleiter und Wasserballtrainer Florinel Chiru sind die Spielergebnisse aber zweitrangig: „Vor allem stehen die Gewöhnung an die Sportart, der Teamgeist und der Spaß im Vordergrund. Wenn ich dann noch Talente sehe, die schon gut mit dem Ball schwimmen und platziert werfen können, freut mich das sehr.“ So manch ein Bundesligaspieler der SG Neukölln hat früher einmal beim Bärliball mitgemacht. Jeder Schulmannschaft wurden ein oder zwei Jugendspieler des Vereins zur Seite gestellt. Diese ordneten die Mannschaften, gaben technische Tipps und feuerten an. Aber auch beim Anlegen der Wasserballkappen halfen sie mit. Insgesamt nahmen acht Mannschaften aus fünf Schulen teil. Dritte wurde die Schliemann-Grundschule, die im Spiel um Platz 3 gegen die Zürich-Grundschule mit 3:2 gewinnen konnte. Das Berliner Sportmagazin HAUPTSTADTSPORT.TV, der Medienpartner der SG Neukölln, hat abermals zu Kamera und Mikrofon gegriffen und diesen schönen Bericht gemacht.

Eine wird schon vor Olympia verlieren

Tagesspiegel30.7.2016. Von Frank Bachner – Zwei junge Frauen, ein Traum: Olympia in Rio. Nur für eine wird er wahr. Die andere muss verkraften, was an Deutschlands erfolgreichster Eliteschule des Sports Lernstoff ist: verlieren. Eine Langzeitbeobachtung.

Leonie Kullmann hat sich eine pinkfarbene Badekappe übergestülpt, deshalb leuchtet ihr Kopf jetzt wie eine Boje auf dem Wasser. Eine Boje in Bewegung: Kullmann pflügt auf Bahn vier durchs Becken der Halle an der Landsberger Allee. Bahn vier ist optimal, dort sieht man die Gegnerinnen links und rechts am besten. Sie gewinnt ihren Vorlauf über 200 Meter Freistil an diesem Tag Anfang Juli, aber es ist kein glanzvoller Sieg, Kullmann schwimmt seltsam verhalten. An der Anzeigentafel leuchtet ihre Zeit auf: 2:00,81 Minuten, weit entfernt von ihrer Bestzeit, die zu dieser Zeit bei 1:59,10 Minuten steht. Und Kullmanns stärkste Konkurrentinnen kommen erst noch, sie treten in anderen Vorläufen an. Wer hier am schnellsten ist, bekommt im Finale Bahn vier, die beste Bahn. Am Ende wird Leonie Kullmann in den Vorläufen nur die viertschnellste gewesen sein. Sie haben das Psycho-Spiel gewonnen. Trainer Alexander Römisch klatscht sich dennoch ganz entspannt mit seiner Schwimmerin ab. Sie haben das Psycho-Spiel gewonnen. „Das hat sie super gemacht“, sagt Römisch. Der muskulöse Oberkörper des Trainers steckt in einem gelben T-Shirt, um seinen Hals hängt eine Stoppuhr. „Sie sollte die ersten 100 Meter eher langsam angehen“, sagt er, „sie liegt mit ihrer Vorlaufzeit genau im Plan, perfekt.“ Kullmann sollte nämlich gar nicht die schnellste sein, das hatte Römisch ihr vorgegeben, als irreführende Botschaft an die Gegnerinnen: Leonie Kullmann, 16 Jahre alt, Mitglied der SG Neukölln, Deutsche Vizemeisterin 2016 über 200 Meter Freistil auf der Kurzbahn, ist nicht optimal in Form – so sollte es für die anderen aussehen. Eine bewusste Täuschung, um die Gegnerinnen in Sicherheit zu wiegen. Schließlich geht es um ein Ticket für die Olympischen Spiele. In der Halle an der Landsberger Allee finden die German Open statt. Hier wird geklärt, wer in Rio die beiden noch offenen Plätze in der 4-x-200-Meter-Freistil-Staffel besetzt. Sollten im Finale zwei Frauen, die noch nicht qualifiziert sind, schneller sein als Leonie Kullmann, wäre sie draußen. Aus der Traum von Rio. Das Finale, sechs Stunden später. Die Verwirr-Taktik geht auf, die Bahn ist egal: Leonie Kullmann gewinnt in 1:58,62 Minuten, sie holt das Ticket mit persönlicher Bestzeit. Römisch strahlt, seine Athletin sagt: „Einfach geil. Dass es geklappt hat, kann ich noch gar nicht richtig realisieren.

(…) Zwei junge Frauen kämpfen ums Olympia-Ticket, die eine scheitert, die andere holt es. Aber beide hätten ohne ihren schulischen Hintergrund diesen Kampf nie so führen können, wie sie ihn führten. Leonie Kullmann und Michelle Thimm sind Schülerinnen des Schul- und Leistungssportzentrums in Berlin-Hohenschönhausen (SLZB). Beide profitieren von den Unterrichtsbedingungen der größten deutschen Eliteschule des Sports. Aber wie sieht ihr Schulalltag aus? Wie funktioniert der Spagat zwischen knüppelhartem Training und anstrengendem Schulunterricht? Der Tagesspiegel hat die beiden Athletinnen bei ihrem Kampf um ein Rio-Ticket begleitet.

Zwei Tickets für Rio – Schwimmerinnen der SG Neukölln sind bei Olympia dabei

Berliner Woche18. April 2016 – SB. Lisa Graf und Leonie Kullmann vom Perspektivteam „Zeit für Rio“ der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln gehören zum 27-köpfigen Team des Deutschen Schwimm-Verbandes, das bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ab 5. August an den Start gehen wird.

Die beiden Schwimmerinnen vom Perspektivteam „Zeit für Rio“ sind zum ersten Mal bei dem begehrten Sportevent dabei. Vor ihnen ist dies zehn Sportlern der Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln gelungen. Lisa Graf hat sich über 200 Meter Rücken qualifiziert, wo sie bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Mai in 2:08,98 Minuten erstmals nationale Titelträgerin wurde. Mit dieser Zeit liegt sie in der Weltrangliste auf Platz 19. Nachdem sie im letzten Jahr bei den Weltmeisterschaften in Kasan (Russland) mit einem neunten Platz knapp das Finale verpasst hatte, könnte es diesmal mit einer Teilnahme am Endlauf klappen. Leonie Kullmann ist mit 16 Jahren die jüngste Teilnehmerin der deutschen Mannschaft. Sie wird in der vier Mal 200 Meter Freistil-Staffel an den Start gehen und hatte sich mit einer Zeit von 1:58,62 Minuten als drittschnellste deutsche Schwimmerin qualifiziert. Sie war die einzige Kandidatin, die beim zweiten Nominierungswettkampf German Open ihre Zeit von den Deutschen Meisterschaften noch steigern konnte. Die beiden Schwimmerinnen der SG Neukölln reisen am 6. August mit der deutschen Mannschaft ins Olympische Dorf nach Rio de Janeiro. Der bisher aussichtsreiche Robin Backhaus von der SG Neukölln verfehlte knapp die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Weitere Infos unter www.sgneukoelln.

Die fabelhafte Welt der Leonie Kullmann

Berliner Morgenpost10.7.2016, Klaus Weise: Das Berliner Schwimmtalent Leonie Kullmann qualifiziert sich für die Olympischen Spiele. Auch Lisa Graf kann für Rio planen.

Berlin. Vier Tage German Open gingen dank Leonie Kullmann von der SG Neukölln doch noch mit einem Erfolgserlebnis für die Schwimmer aus der Hauptstadt zu Ende. Zum Abschluss der Olympiaqualifikation in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee kraulte die 16-Jährige, die 2013 aus Dresden in die Hauptstadt kam und seitdem bei Alexander Römisch trainiert, die 200 Meter in 1:58,62 Minuten. Sie sicherte sich mit dieser persönlichen Bestzeit einen Staffelplatz für die Spiele in Rio (ab 5. August). Die Wahl-Berlinerin sprach nach dem Endlauf vom „besten und schönsten Rennen meiner bisherigen Karriere“.

„Du hast alles richtig gemacht. Super!“

Von Beginn an führte Kullmann, schwamm einfach vornweg und davon, hielt die Führung mit hoher Frequenz und schlug als Erste in gesteigerter Bestzeit an. Die Eltern auf der Tribüne – Mutter Anke war einst Top-Triathletin, Vater Raik Nordischer Kombinierer – waren nicht zu bändigen, Trainerchef Lambertz klatschte die von allen Seiten geherzte Sportlerin ab, Römisch lobte den Schützling übersprudelnd: „Du hast alles richtig gemacht! Super!“

Und hängte auf Nachfrage an: „Das hätte ich so nicht erwartet. Der Druck war da, und damit ist sie so mutig und großartig umgegangen. Vielleicht gibt das noch mal einen richtigen Push.“ Dass Leonie, Schülerin der zwölften Klasse im Sportgymnasium, für einen Teenager ungewöhnlich genau weiß, was sie tut und akribisch arbeitet, packt Römisch in die Charakteristik: „Sie ist relativ aufgeräumt im Kopf.“

Ihr Vorbild ist Olympiasiegerin Missy Franklin

Und auch seine weiteren Zuschreibungen klingen nach Zukunftsversprechen: „Sie ist völlig klar, clever, fokussiert, engagiert.“ Leonie Kullmann, die mit ihrer Familie im Alter von neun bis zwölf drei Jahre in den USA zugebracht und dort Missy Franklin zum Vorbild erkoren hat, lieferte mit ihrem Auftritt bei den German Open dann auch den Grund dafür, dass hinterher niemand mehr davon sprach, die lange Freistil-Staffel der Frauen erst gar nicht für Olympia zu nominieren.

Was die Sächsin bei den Frauen vormachte, gelang bei den Männern Robin Backhaus (ebenfalls Neukölln) nicht. Die vage Staffelhoffnung des im Zeitranking zuvor auf Position sieben rangierenden Berliners war mit Platz sechs (1:48,74 Minuten) nicht zu realisieren. Bliebe Rückenschwimmerin Lisa Graf als Nummer drei der Rio-Kandidaten, deren Traum sich trotz krankheitsbedingten Fehlens erfüllen sollte. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juni hatte sie die 200 Meter Rücken mit klar unterbotener Normzeit gewonnen, dann die German Open als zweite Qualifikation gewählt.

Lisa Graf scheint auch am Ziel zu sein

Dennoch startete sie auch bei der Mare Nostrum Tour und unterbot dort, quasi inoffiziell, die Normen. Nun entging ihr plötzlich ihre zweite offizielle Chance, weil sie erkältet war – mit ärztlichem Attest. „Sie hat sich nicht gedrückt oder durchzumogeln versucht. Für die Situation kann das Mädel absolut gar nichts. Wir werden sie also zur Nominierung vorschlagen und gehen davon aus, dass der DOSB das am 12. Juli auch absegnet“, so DSV-Diagnosetrainer Frank Lamodke.

Die Engel des Breitensports – Bezirk ehrt Funktionäre von Sportvereinen

Berliner Abendblatt02.07.2016, NM/RED Ob Fußballtraining oder Kindergruppen. Ohne ihr ehrenamtliches Engagement wäre der Breitensport undenkbar: Das Bezirksamt hat jetzt verdienstvolle Sportfunktionäre ausgezeichnet.

„In diesem Jahr wurden 13 Ehrenamtliche aus neun Neuköllner Sportvereinen geehrt“, so Jan-Christopher-Rämer (SPD), Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport. Die ausgezeichneten Männer und Frauen seien seit mindestens zehn Jahren in ihrer Sportorganisation im Vorstand, als Jugendbetreuer oder Übungsleiter tätig. Rämer: „Es ist eine gute Tradition, Ihnen im Rahmen einer Feierstunde auf Schloss Britz für ihren herausragenden Einsatz zu danken.“ Ihre Urkunden erhielten die Auszuzeichnenden unter anderem von Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) und Rämer.

(…) Ausdauer hat auch Heinz Dekara bewiesen, der ebenfalls ausgezeichnet wurde. 1966 begann er als Übungsleiter in der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln. Seit 2010 gehört er dem Ehrenausschuss des Vereins an. Vor zwei Jahren kam der Posten als Vereinsarchivar hinzu. (…)

Rücklings Richtung Rio

Berliner ZeitungKarin Bühler. 9.5.2016. Am Montag hat Lisa Graf bei der „Rio-Einweisung“ des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) ihre Flugdaten erhalten: Berlin, Florianópolis, Rio de Janeiro. Das Hochgefühl hielt bei der Rückenschwimmerin der SG Neukölln immer noch an. Sie sah in der Präsentation von Chef-Bundestrainer Henning Lambertz Bilder von Florianópolis, wo das DSV-Team sein vorolympisches Trainingslager aufschlägt und Fotos vom Olympic Aquatics Stadion in Rios Stadtteil Barra da Tijuca. Zudem boten am Tag nach den deutschen Meisterschaften drei Sportartikelhersteller ihre Wettkampfkollektionen all jenen zum Testen an, die Teil eins der Olympia-Qualifikation überstanden hatten.

Dass sie zu den Athleten gehörte, fand Graf, 23, auch zwei Tage nach ihrem Sieg über 200 Meter Rücken „echt unbeschreiblich“. Sie hatte ihre Bestzeit um vier Zehntel auf 2:08,98 Minuten gedrückt und damit die Olympianorm des DSV unterboten. „Und dass es dann auch noch mit dem Titel geklappt hat…“ Es ist der erste deutsche Meistertitel der Athletin, die 2012 von Leipzig nach Berlin gezogen war. In der Heimatstadt saßen ihre Freunde vor dem Fernseher, um Daumen zu drücken. Aber dann war es wie zuletzt oft: medial kam Lisa Graf nicht zum Zug. Das Fernsehen beendete die Übertragung aus Berlin kurz bevor sie ins Wasser sprang und wechselte zum Fußball. „Leider hat Lisa in den vergangenen Jahren nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient“, sagt ihr Trainer Gerd Eßer. „Sie hatte immer ein bisschen Pech oder stand im Schatten von Jenny Mensing.“
Vor zwei Jahren wurde Graf bei der EM in Berlin Vierte über 200 Meter Rücken, bei der WM in Kasan fehlte ihr als Neunte ein Wimpernschlag ins Finale, andere schwammen ins Rampenlicht. „Sie hat sich kontinuierlich entwickelt und das auch in diesem Jahr bestätigt. Ich hoffe, dass in Rio noch was geht. Ein, zwei Zehntel schneller – dann hat sie durchaus Endlauf-Chancen“, sagt Eßer. „Das ist das Ziel.“
Dass Graf in Rio startet, ist wichtig für den Trainingsstandort Berlin, wo man auch auf Alexander Kunert gehofft hatte. Der gewann zwar den Titel, verfehlte über 200 Meter Schmetterling aber die Olympianorm. Auch Graf muss bei den German Open (5. bis 8. Juli in Berlin) noch Richtzeiten knacken, aber die gelockerten Normen „sollten nicht allzu schwierig sein“, meint die Athletin, die im Sportinternat Hohenschönhausen wohnt und an der Beuth-Hochschule BWL studiert. Als zweite Berliner Olympiaschwimmerin hat sich Leonie Kullmann für die 4 × 200-Meter-Staffel empfohlen. Die 16-Jährige wurde am Sonntag im Einzelrennen Dritte.
Am Berliner Stützpunkt zählt Graf zu den erfahrenen Athleten. „Sie ist sehr realistisch, kann sich gut einschätzen, weiß, was sie kann und was sie noch verbessern muss“, meint Eßer. Naja, fügt Graf an, da gebe es bei ihr ja leider noch viel Potenzial. „Mein Start und die Delfinkicks sind sehr, sehr schlecht. Genauso die Wenden. Schwimmen kann ich. Aber der Rest ist verbesserungsfähig“ – was ja auch motivierend sein kann. In Rio liebäugelt sie jedenfalls mit dem deutschen Rekord, den Jenny Mensing 2012 in 2:08,30 Minuten aufstellte.
Viele Baustellen in Grundlagenausdauer, Technik und aktuell vor allem im Krafttraining hat Eßer mit ihr bereits beackert. Nach einem Gespräch mit 200-Meter-Brust-Weltmeister Marco Koch kam Graf zuletzt darauf, sich auf Lebensmittelallergien untersuchen zu lassen. Ähnlich wie Koch reagierte sie stark auf Gluten. Seither backt sie selber Brot und kauft glutenfreie Nudeln. Ihrem Körper, sagt sie, tue das gut.
Außerdem verzichtet sie auf Süßigkeiten, die sie, genau wie ihr Trainer, so gerne mag. Als sie in der Türkei im Trainingslager waren, erzählt Eßer, hätten die üppigen Desserts sie beide oft sehr angelacht. „Aber Lisa hat sie noch konsequenter verweigert als ich.“ Graf schmunzelt, als sie das hört, und sagt: „Wir haben uns ganz gut mit Obst gerettet.“

Eine Dresdnerin schwimmt nach Rio

Sächsische Zeitung10.5.2016. Leonie Kullmann qualifiziert sich bei den Meisterschaften in Berlin für Olympia. Auf die Nominierung muss die 16-Jährige noch warten.

Als sie nach 200 Metern am Beckenrand anschlägt, weiß Leonie Kullmann nicht, wo sie gelandet ist. Erst ein Blick auf die Anzeigetafel verrät der 16-Jährigen: Es hat gereicht. Dritte wurde die Freistil-Spezialistin bei den deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin – mit neuer Bestzeit von 1:59,17 Minuten. „Da war ich ganz schön erleichtert“, sagt die Dresdnerin. Normalerweise ist ein dritter Platz bei einem Qualifikationswettkampf ein undankbarer, weil maximal die zwei Besten zum Saisonhöhepunkt dürfen. Aber Bundestrainer Henning Lambertz will bei den Olympischen Spielen in Rio eine 4 × 200-Meter-Freistil-Staffel an den Start schicken. Und dafür braucht er die vier Schnellsten.

Zu denen gehört nun Leonie Kullmann. „Nominiert bin ich deshalb aber noch nicht“, sagt sie. Bist Anfang Juli haben die Top 6 vom DM-Finale die Chance, ihre Zeiten zu verbessern. Dann wird entschieden. „Aber natürlich war mein dritter Platz ein erster und wichtiger Schritt nach Rio“, sagt die Sportschülerin, die seit 2013 in Berlin lebt und trainiert. Fliegt sie Anfang August tatsächlich nach Brasilien, wäre sie mit noch nicht ganz 17 Jahren eine der Jüngsten. Und nach 1980 die erste Schwimmerin aus Dresden, die wieder bei Olympischen Spielen startet. In Moskau waren Rica Reinisch, Birgit Treiber und Bettina Löbel vom SC Einheit dabei.

„Wenn Leonie auf geradem Weg bleibt, dann wird sie uns mit Sicherheit noch viel Freude machen“, findet Lambertz. Das Talent hat sie geerbt. Mutter Anke war 1990 die erste und gleichzeitig letzte Triathletin, die für die DDR bei einer EM antrat. Vater Raik war in der Nordischen Kombination aktiv. Bereits am Mittwoch fliegt Leonie ins nächste Vorbereitungs-Trainingslager in die Türkei. Hätte sie Olympia verpasst, wäre Kullmann zur Junioren-EM nach Ungarn gereist: Hodmezovasarhely statt Rio de Janeiro – das ist nicht wirklich ein Alternativprogramm. (SZ/dk)

Lisa Graf schafft es als einzige Berlinerin nach Rio

Berliner Morgenpost9.5.2016, Klaus Weise: Die Schwimmerin von der SG Neukölln gewann die 200 Meter Rücken. Talent Leonie Kullmann darf noch auf einen Staffeleinsatz hoffen.

Berlin. Lisa Graf, 22-jährige Schwimmerin von der SG Neukölln, lächelte viel am Wochenende. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin, der ersten Qualifikationsstufe des Verbandes für die Olympischen Spiele, gab sie sich offen und mitreißend. Die Studentin hatte allen Grund dafür, am Sonnabend war sie über 200 Meter Rücken zum ersten Mal nationale Meisterin geworden und hatte ihre Bestzeit um eine halbe Sekunde auf 2:08,98 Minuten verbessert. Das Beste daran freilich war: Mit dieser Zeit unterbot sie die Olympianorm des Verbandes (2:10,39 Minuten) klar und steht damit auf der Nominierungsliste für Rio de Janeiro. Nun muss sie ihre Leistung noch einmal bei den German Open Anfang Juli, wiederum in Berlin, bestätigen. Aber das scheint derzeit kein Problem zu sein. „Ich bin überglücklich, dass ich bei Olympia dabei sein darf. Rio kann kommen“, sagte Graf. Sie wird einzige Hauptstadt-Aktive bei Frauen wie Männern sein, die nach Lage der Dinge diese Chance bei Olympia erhält. Eventuell kann es noch Leonie Kullmann (16/SG Neukölln) über die 4×200-Meter-Freistilstaffel schaffen, im Einzelrennen wurde sie da am Sonntag Dritte. … Lisa Graf war auch am Sonntag noch einmal im Einsatz, wurde über 100 Meter Rücken wie schon auf den 50 Metern Vierte. „Sie hat ihre Sache insgesamt gut gemacht“, sagte Trainer Gerd Eßer, der schon Asse wie Steffen Zesner oder Franziska van Almsick unter seinen Fittichen hatte. „Sie ist wohl eine der unterschätztesten deutschen Schwimmerinnen. Ihre Leistungen in den vergangenen Jahren sind medial zu Unrecht etwas untergegangen“, so der Coach. Wie zum Beispiel bei der EM 2014 in Berlin, wo sie als Vierte über 200 Meter Rücken die beste deutsche Einzelplatzierung bei den Frauen schaffte. „Sie ist kraftvoller geworden, zudem sehr bewusst. Sie weiß, was sie will“, lobte Eßer die gebürtige Leipzigerin, die an der Beuth-Hochschule Betriebswirtschaftslehre studiert. In den drei Jahren Zusammenarbeit hat das Duo „viele Dinge aufgearbeitet, bei denen noch Verbesserungen möglich waren, von der Ernährung bis zum Zeitmanagement“. Das zahle sich jetzt aus. In der Olympiasaison konzentriert sich Graf ganz auf Olympia, hat laut Trainer „Prioritäten gesetzt“. Bei den Meisterschaften ist sie mit dem klaren Ziel angetreten, den Titel zu gewinnen und die Rio-Norm zu schaffen. Das ist ihr souverän gelungen beim Heimspiel.

Wasserballer feiern Aufstieg in Gruppe A der Bundesliga

Berliner Woche18. April 2016 – Britz. Große Freude: Die Wasserball-Mannschaft der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln (SG Neukölln) hat sich am 17. April mit einer souveränen Leistung gegen die SV Krefeld 72 mit drei Siegen den Aufstieg von der Gruppe B in die Gruppe A der Bundesliga gesichert.

Damit erreichten die Neuköllner Wasserballer gleichzeitig das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft, das sie im nächsten Spiel am 11. Mai gegen den ASC Duisburg im Sportbad Britz bestreiten. Weitere Informationen gibt es unter www.sg-neukoelln.de/wasserball/bundesliga-herren. SB

SG Neukölln vor Rückkehr in die A-Gruppe?

hier in Rudow22. März 2016. Die Wasserball-Mannschaft der SG Neukölln hat sich am 19. März 2016 im letzten Spiel der Gruppenphase durch ein 13:13-Unentschieden beim SV Weiden den dritten Platz der B-Gruppe gesichert. Nun trifft das Team am 9. April in einer Best-of-five-Serie auf den A-Gruppen-Sechsten SV Krefeld 72. Hier geht es um die Rückkehr in die A-Gruppe und darum, eine Revanche für die vergangene Saison zu nehmen.

Die Neuköllner mussten in Weiden mit Martin Andruszkiewicz einen Spieler ins Tor nehmen, da weder der erste noch der zweite Torwart zur Verfügung standen. Der Grund: Florian Thom musste wegen eines Autounfalls passen und Finn Dörries war auf einem Lehrgang der Jugend-Nationalmannschaft. Durch den einen erzielten Punkt wurde das Team der SG Neukölln zwar vom Duisburger SV überholt, mit dem SV Krefeld kommt für Trainer Florinel Chiru allerdings ein Wunschgegner. „Wir freuen uns sehr auf Krefeld. Nicht weil wir Krefeld für einen leichten Gegner halten, sondern weil sie uns letztes Jahr in die B-Gruppe geschickt haben und deshalb eine Rechnung offen ist“, so Florinel. Außerdem habe die SG bereits in dieser Saison im Pokal-Achtelfinale gegen sie überzeugen können, so der Wasserball-Coach. Für eine intensive Vorbereitung kommt jetzt das 10-tägige Trainingslager in Split gerade recht. Den Auftakt zur Best-of-five-Serie macht das erste Spiel am 9. April um 18:30 Uhr in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg am Sachsendamm. Es folgen zwei Auswärtspartien am 16. und 17. April in Krefeld. Sollte kein Sieger ermittelt werden, findet am 21. April in Berlin oder falls weiter erforderlich, am 23. April in Krefeld das Spiel um den Aufstieg statt.

Ein Schmetterling für Rio – Lisa Graf schwimmt in jeder Lage oben

Kiez und KneipeSeptember 2015 – pschl: Sie schwimmt zweimal täglich drei bis dreieinhalb Stunden, steht um sechs Uhr früh auf und das sechsmal die Woche. Die eiserne Disziplin hat sich gelohnt für die 22-jährige Lisa Graf. Sie schwamm für die »SG Neukölln« bei der Weltmeisterschaft im russischen Kasan und erreichte dort den neunten Platz. Zwar verpasste sie knapp das Finale, doch stellte sie einen neuen Vereinsrekord in der »SG Neukölln« auf. Ihr großer Traum sind nun die Olympischen Spiele im August 2016 in Rio de Janeiro.

Zwar muss sie sich dafür bei den deutschen Meisterschaften im April 2016 qualifizieren, doch die Chancen stehen gut. Findet sie doch beim »SG Neukölln« optimale Trainingsbedingungen vor. Die gebürtige Leipzigerin begann mit etwa zehn Jahren mit dem Leistungssport. Bald spezialisierte sie sich auf Schmetterlings- und Rückenschwimmen, da diese beiden Disziplinen am besten mit ihrer Statur harmonieren. Die Trainingsbedingungen beim »SSG Leipzig« waren aber nicht optimal. Deshalb wechselte sie nach ihrem Abitur in der Saison 2012 bis 2013 zur »SG Neukölln«. Hier fühlt sie sich sehr wohl und bestens betreut – in einem Verein, bei dem auch die Doppelolympiasiegerin Britta Steffen trainierte. Mit Steffen teilte sie auch das Zimmer bei ihrer ersten WM-Teilnahme 2013 in Barcelona. Mittlerweile ist Graf auf Rückenschwimmen spezialisiert. Sie schwimmt auch in der Lagenstaffel über 4 × 100 Meter mit, die in Kasan Elfte wurde. Mitte Juli trainierte sie mit dem »DSV-Team» in Belek in der Türkei und flog von dort direkt nach Kasan. Über die Bedingungen war sie angenehm überrascht. Die WM in Kasan war perfekt organisiert, da der Schwimmsport in Russland ein großes Ansehen genießt. Nach der erfolgreichen WM-Teilnahme liegt der Fokus der hochmotivierten und ehrgeizigen Topathletin ganz auf den Olympischen Spielen in Rio. Zwischen den beiden Trainingseinheiten geht Lisa Graf täglich zur Uni, wo sie Betriebswirtschaftslehre studiert. Bei einem derart ausgefüllten Tagesablauf bleibt zwar das Privatleben etwas auf der Strecke, doch der Traum von Rio entschädigt sie dafür.

Wasserballer mit starken Neuzugängen

Rudower MagazinSeptember 2015. SGN geht gut gerüstet in die nächste Saison. Nachdem vor einigen Wochen bereits die Neuverpflichtungen von Petar Markovic (21) vom Meister Wasserfreunde Spandau 04 und von Riccardo Scotti Galletta (27) von RN Neapel vermeldet wurden, gibt das Trainerduo Florinel Chiru (48) und Carsten Oestreich (44) weitere Neuzugänge bekannt. Aleksandre Kazakhishvili (20), Georgischer Nationalspieler vom Meister Lokomotiv Tbilisi, wird Neukölln auf der Centerverteidigerposition verstärken.

Nach einem Trainingslager mit der Nationalmannschaft in Montenegro, wird „Sandro“ Ende August an die Spree wechseln. Mit dem Slowakischen Duo Marek Bielik (24) vom Slowakischen Vizemeister Slavia UK Bratislava und Marek Molnar (23) von den White Sharks Hannover wird Neuköllns Angriffsspiel deutlich facettenreicher. Das erhoffen sich jedenfalls Chiru und Oestreich. Bielik wurde in der Wasserballhochburg Novaky ausgebildet und gehörte allen Jugend-Nationalmannschaften der verschiedenen Jahrgänge an. Sein erklärtes Ziel ist es, auch den Sprung in die A-Nationalmannschaft zu schaffen. 2011 wechselte er studienbedingt nach Bratislava und wurde dort 2x Vizemeister. Molnar spielte die letzte Saison für die White Sharks Hannover und erzielte dort in nur 12 Spielen 33 Tore! In der Saison 2013/2014 wurde Molnar mit Modry Draci Kosice Slowakischer Meister und absolvierte seine ersten Weltligaspiele für die Slowakei. Der schwimmstarke und wurfgewaltige Molnar wird die Lücke mehr als schließen, die der Weggang von Reiko Zech verursacht hat. Besonders stolz sind die Neuköllner, dass Jan Zoske (19) vom OSC Potsdam den Weg zurück in heimische Gefilde gefunden hat. Nach 4 Jahren Potsdam zog es ihn nun endlich zurück in die Heimat. Aus der eigenen Jugend gelangen Junioren Nationalmannschaftstorwart Finn Dörries (17), Center Filip Anderle (17) und Allrounder David Rösch (17) der Sprung in die 1. Mannschaft. Die Bronzemedaillengewinner der U17-Bundesliga dürfen sich im DWL-Team beweisen und auf Spielzeiten hoffen. Das Torwart Duo Florian Thom / Finn Dörries wird durch Julian Pohlmann (24) vom SV Krefeld 72 zum Trio. Den Rheinländer zog es studienbedingt an die Spree.

Höchstleistung im Sportbad

Berliner Abendblatt17.06.2015*„Bärli-Ball“ ist ein Projekt der SG Neukölln mit Neuköllner Grundschulen, bei dem im Schwimmunterricht der 3. Klassen einmal pro Woche Wasserball von dem Trainer und Jugendkoordinator Florinel Chiru der SG Neukölln angeboten wird.*

Vor den Sommerferien haben sich acht Mannschaften von fünf Schulen zum 11. „Bärli-Ball“-Turnier im Sportbad Britz getroffen. Jeder Mannschaft wurde als Betreuer ein Jugendspieler der SG Neukölln zur Seite gestellt, die taktische Vorgaben machten und das Team motivierten. „Alle Kinder zeigten hervorragenden Einsatz und wurden von ihren Lehrern zu Höchstleistungen angetrieben“, berichtet die SG Neukölln.

Am Ende hielt die Oskar-Heinroth-Grundschule den begehrten Siegerpokal in den Händen. Sie gewann das Finale mit 2:1 gegen die Matthias-Claudius-Grundschule, die sich ebenso mit drei Vorrundensiegen für das Endspiel qualifiziert hatte. Dritte wurde die Bruno-Taut-Grundschule. Die Kinder aller Mannschaften erhielten eine Urkunde und eine Medaille bei der Siegerehrung. Die Wasserballabteilung der SG Neukölln und das „Bärli-Ball“-Team um Florinel Chiru wünschten sich für das nächste Jahr weiterhin zahlreiche teilnehmende Schulen und Mannschaften.

Erst Pokal, dann gingen Trainer baden

Berliner Kurier23. Juni 2015. Aller guten Dinge sind drei. Und so gibt es bei den Wasserballern der SG Neukölln derzeit eine Erfolgsmeldung nach der anderen.

Während U17-Bundesliga-Spieler Finn Dröges als zweiter Keeper mit der Nationalmannschaft in Baku bei der Europameisterschaft den achten Platz erkämpfte, räumten seine kleinen Kollegen in Deutschland richtig ab.

Die allerjüngsten Kids erkämpften sich in Potsdam den ostdeutschen Pokalsieg. In unheimlich engen Partien gewann das Team von Oliver Möbius und Raphael Rösch gegen Auerbach Netzschkau (7:6) und Spandau 04 (8:6). Die beiden Unentschieden gegen die SG Schöneberg (6:6) und den OSC Potsdam (5:5) reichten hauchdünn.

Auch bei der U15 ging es sehr eng zu. Die Siege gegen Gastgeber Plauen (5:3), Spandau 04 (13:9 ) und Potsdam (11:8) machten die SG Neukölln schließlich zum Ostdeutschen Meister. Die Freude bei den Kids war riesig. So groß, dass die Trainer Mario Schoubye und Andre Kranjac baden gehen mussten.

73 Tore in 4 Spielen bringen Titel

Berliner Kurier10. März 2015. 24:0 gegen Chemnitz. 17:6 gegen Spandau. Gegen Wedding ein 20:2 und 12:1 gegen Potsdam. Was war das für eine beeindruckende Leistung, die die Mädels und Jungs der SG Neukölln da an den Tag gelegt haben.

Bei der Endrunde um den Ostdeutschen Wasserball-Pokal der U13 trumpfte das Mixed-Team groß auf und sicherte sich souverän den Titel. Philip Weber und Yannek Chiru, die beiden besten Werfer, brachten die Mannschaft auf die Siegerstraße. Dazu kam die tolle Verteidigungsarbeit der ganzen Truppe. Und fertig ist die Qualifikation für die Vorrunde um den deutschen Pokal. Da wollen sich die Neuköllner am 16. und 17. Mai in die Endrunde kämpfen. Bis dahin heißt es weiter: trainieren, trainieren und nochmals trainieren. JH

Zeit für Rio: Schwimmgemeinschaft Neukölln mit drei neuen Sportlern

Berliner Woche3.3.2015 – Klaus Tessmann: Neukölln. Die Schwimmgemeinschaft Neukölln bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro vor. Mit drei neuen Sportlern wollen die Schwimmer an den Start für die Auswahlkämpfe gehen.

Unter dem Motto „Zeit für Rio“ stellt der Verein sein Team für die Wettkämpfe vor. Nach dem plötzlichen Karriereende des Europameisters und Olympia-Vierten Tim Wallburger war es an der Zeit, drei junge hoffnungsvolle Sportler in das Team zu holen. Jetzt bereiten sich Anna Dietterle, Felix Auböck und Leonie Kullmann für die Olympischen Spiele vor. Die drei Sportler sind gerade dabei, sich erfolgreich in den Erwachsenenbereich zu schwimmen.

Anna Dietterle wurde 2014 erstmals deutsche Meisterin in der offenen Klasse über 100 Meter Freistil. Damit qualifizierte sie sich für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften. Bei den Wettkämpfen konnte sie einen beachtlichen achten Platz über 4 × 100 Meter Freistil erreichen. Bereits 2012 ist die nun 18-Jährige Jugend-Europameisterin geworden.

Der Österreicher Felix Auböck ist ebenfalls 18 Jahre alt und lebt seit eineinhalb Jahren in Berlin. Er wurde 2014 erstmals österreichischer Kurzbahnstaatsmeister über 1500 Meter Freistil. Bei den Europameisterschaften startete er in Berlin. Ferner nahm er an Junioren-Weltmeisterschaften, Jugend-Europameisterschaften und Kurzbahn-Welt- und Europameisterschaften teil.

Erst 15 Jahre jung ist Leonie Kullmann. Sie wurde 2014 dreifache Silbermedaillengewinnerin bei den Jugend-Europameisterschaften in diversen Staffeln und gewann Bronze im Einzel über 200 Meter Freistil.

Alle drei Sportler sind sehr talentiert und könnten neben den bewährten Teammitgliedern Robin Backhaus, Lisa Graf und Maximilian Oswald den Sprung in die olympische Mannschaft 2016 schaffen.

Ein Deutscher Meister aus Neukölln – SG Neukölln setzt sich im Bundesfinale durch

Berliner Abendblatt29.11.2014 Beim 19. Bundesfinale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen der Masters (DMSM) in Gelsenkirchen haben die Seniorenschwimmer (genannt Masters) der SG Neukölln ihren insgesamt neunten DMSM-Titel errungen. Das teilt der Verein mit.

Nach dem ersten Abschnitt zeichnete sich den Angaben zufolge ein Dreikampf zwischen den Mannschaften der Stadtwerke München, dem TSC Berlin und der SG Neukölln ab. Im weiteren Verlauf konnten sich die Neuköllner etwas absetzen. Der TSC Berlin und die Münchner mussten aufgrund von Disqualifikationen nach dem Ende je einmal nachschwimmen, was sich auf den Tabellenstand im laufenden Wettbewerb auswirkte. Die SG Neukölln gewann nach eigenen Angaben mit 22.276 Punkten vor dem TSC Berlin mit 21.798 Punkten und dem Team der Stadtwerke München mit 21.761 Punkten

Robin Backhaus ist Europameister

hier in Rudow25. August 2014. Robin Backhaus hat bei der Schwimm-Europameisterschaft im Berliner Velodrom vom 18. bis zum 24. August 2014 seinen ersten großen internationalen Titel gewonnen. Der Sportler der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln gewann mit der 4×200 Meter Freistilstaffel in 7:09,00 Minuten zusammen mit Yannick Lebherz, Clemens Rapp und Paul Biedermann die Goldmedaille.

Backhaus war Startschwimmer der Staffel, deren Sieg Paul Biedermann auf den letzten Metern festmachen konnte. Zweiter wurde Russland vor den Belgiern. Nach Marco Koch über 200 Meter Brust war dies die zweite Goldmedaille, die das deutsche Team gewonnen hat. Die zweite Schwimmerin der SG Neukölln, Lisa Graf, holte sich den vierten Platz über 200 Meter Rücken in 2:10,64 Minuten. Damit hat sie bedauerlicherweise das beste Ergebnis der deutschen Frauenmannschaft erzielt. Der dritte Neuköllner war Felix Auböck, der für Österreich startet und hier in Berlin trainiert. Das beste Ergebnis des 17-Jährigen ist der zehnte Platz über 4×200 Meter Freistil. In seinen Einzelrennen wurde er 33. über 200 Meter und 400 Meter Freistil. Alle drei Sportler konnten persönliche Bestzeiten erzielen.

rbb

RBB26.8.2014 Deutsche Schwimmer auf langem Weg zurück in die Weltspitze

… Von Rekorden sind die in den letzten Jahren chronisch erfolglosen deutschen Schwimmer weit entfernt. Immerhin haben sie bei der Heim-EM ihren leichten Aufwärtstrend fortgesetzt. Auf dem langen Weg zurück in die Weltspitze – Fernziel Olympische Spiele 2020 – konnte das Team von Bundestrainer Henning Lambertz die Pflichtaufgabe von sechs bis acht Medaillen erfüllen.

Daran hatten die fünf Athleten aus Berlin und Brandenburg ihren Anteil. Yannick Lebherz und Robin Backhaus waren sogar am emotionalen Höhepunkt der Veranstaltung beteiligt. Das Duo aus Potsdam und Berlin holte im brodelnden Velodrom Gold mit der 4×200 Meter Freistilstaffel. „Zuhause so eine Goldmedaille zu gewinnen, mit einem fantastischen Publikum, ist mit eines der größten Dinge, die man so erleben kann“, beschrieb Lebherz das außergewöhnliche Ereignis.

… Neben Diener konnte sich die ebenfalls erst 21-jährige Lisa Graf in der europäischen Spitze etablieren. Die Berlinerin wurde über 200 Meter Rücken starke Vierte. Diener und Graf gehören zu den wenigen Hoffnungsträgern des DSV für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Das gilt auch für die erst 16-jährige Sonnele Öztürk. Bei ihrem ersten großen internationalen Auftritt scheiterte die Tochter des früheren Alba-Basketballers Teoman Öztür allerdings schon im Vorlauf. …

Jochen Trus am Morgen

Spreeradio12. August 2014: Vor der Schwimm-EM in Berlin sprach 105.5 Spreeradio mit Robin Backhaus, um herauszufinden wie er sich auf das Ereignis vorbereitet.

Erfolgreicher SGN-Wasserball

Rudower MagazinJuli 2014. Frauen holen sich dritten Platz. Im Rückspiel im Spiel um Platz Drei der Frauen-Bundesliga setze sich am 7. Juni 2014 die SG Neukölln mit 12:8 gegen den Rekordmeister SV Blau-Weiß Bochum durch machte die 4:6-Hinspielniederlage aus dem Auswärtspiel wett.

Vor rund 150 stimmungsvollen Zuschauern aus Fans von Neukölln und den für einen Schwimmwettkampf angereisten Vereinen lief die Partie gut an und schnell wurde mit 3:0 geführt. Damit war Neukölln nach dem Rückstand aus dem Hinspiel wieder voll im Rennen. Bis zur Pause blieb es spannend, da Bochum auf 5:5 aufkam. Aber die Konzentration kam wieder und die SG Neukölln zog mit einer 5:1-Serie davon. Mit dem Endstand von 12:8 (3:1, 2:4, 4:2, 3:1) wurden die Frauen erstmals seit 2010 wieder Deutschlands drittstärkstes Team. Bryony Smith und Mariam Salloum trafen je viermal, Sandra Schilling dreimal und Nadine Noack einmal.

Das Berliner Sportmagazin HAUPTSTADTSPORT.TV hat die Stimmung eingefangen und einen kurzen Bericht auf seiner Seite ins Netz gestellt, mit neuer Hintertorkameratechnik. Wer nicht im Sportbad Britz sein konnte, kann sich hier ein Bild machen. Clip ab!

Bruno-Taut-Grundschule gewinnt 10. Bärli-Ball-Turnier

hier in Rudow25. Juni 2014. Am 21. Juni 2014 hat im Sportbad Britz das 10. Bärli-Ball Turnier der Neuköllner Grundschulen stattgefunden. Der Einladung der SG Neukölln folgten zum Jubiläum vier Mannschaften. Der Turniersieger wurde in einer Gruppe nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“ ermittelt.

Bärli-Ball ist ein Projekt der SG Neukölln mit Neuköllner Grundschulen. Bei Bärli-Ball wird im Schwimmunterricht der 3. Klassen einmal pro Woche Wasserball durch den Trainer und Jugendkoordinator Florinel Chiru der SG Neukölln angeboten. Vor den Sommerferien treffen sich dann die Schulmannschaften zu einem Turnier im Sportbad Britz. Jeder Mannschaft wurde als Betreuer ein Jugendspieler der SG Neukölln zur Seite gestellt, der taktische Vorgaben machte und das Team motivierte. Alle Kinder zeigten einen hervorragenden Einsatz und wurden von ihren Lehrern zu Höchstleistungen angetrieben. Am Ende konnte die Bruno-Taut-Grundschule nach drei deutlich gewonnenen Spielen den begehrten Siegerpokal in den Händen halten. Alle Kinder erhielten eine Urkunde und eine Medaille bei der Siegerehrung.

Nicht nur die Eltern und Kinder waren zahlreich vertreten. Dr. Franziska Giffey , die Neuköllner Stadträtin für Schule, Bildung, Kultur und Sport, eröffnete das erste Anschwimmen, und unter den Augen von Violetta Barkusky-Fuchs (Vorsitzende des Sportausschusses der BVV Neukölln) und ihrem Stellvertreter Jörg Stempel lieferten sich die Kinder packende Spiele. Werner Ostermann, der Beauftragte für Schule und Verein im Berliner Schwimm-Verband, übernahm die Siegerehrung. Die Wasserballabteilung der SG Neukölln und das Bärli-Ball-Team um Florinel Chiru bedanken sich bei den Lehrern für die langjährige Zusammenarbeit, wünschen sich für das nächste Jahr aber wieder mehr teilnehmende Schulen und Mannschaften.

Das Berliner Sportmagazin HAUPTSTADTSPORT.TV, der Medienpartner der SG Neukölln, hat abermals zu Kamera und Mikrofon gegriffen und diesen schönen Bericht gemacht.

SGNOSC Potsdam, 5. Play-Off-Spiel

Hauptstadtsport TV31. März 2014. Unser Medienpartner HAUPTSTADTSPORT.TV hat die sensationelle Stimmung des 10:8-Sieges im entscheidenden 5. Playoff-Spiel um den Verbleib in der A-Gruppe der Wasserballbundesliga eingefangen und einen kurzen Bericht ins Netz gestellt. Wer nicht in der Halle sein konnte, kann sich hier ein Bild machen.

Vor rund 400 stimmungsvollen Zuschauern aus Fans von Neukölln und vielen aus Potsdam prägte anfangs das Abwehrspiel die Partie und die SGN konnte stets einen knappen Vorsprung ins Ziel kämpfen. Damit spielen alle Mannschaften der A-Gruppe auch in der kommenden Saison dort. In einer Serie mit fünf Heimerfolgen gewann die SGN in dem „S-Bahn-Derby“ (36 Minuten S1 ohne Umsteigen) gegen den OSC Potsdam mit letztendlich 10:8 (1:1, 3:1, 2:2, 4:4) und setze sich in der Gesamtwertung mit 3:2 Siegen durch.

SGN-Männer wurden deutsche Vize-Mannschaftmeister

Rudower MagazinMärz 2013. Lärm aus allen Ecken, Anfeuerungen der Teams und das große Rechnen um Punkte: auch bei den Schwimmern gibt es eine Bundesliga. Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) fanden im Essener Hauptbad am 1./2. Februar statt. Die SG Neukölln war mit jeweils einem Frauen- und einem Männerteam vertreten.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren wurde der Wettkampf wieder auf der 25-Meter-Bahn ausgetragen. Außerdem wurden an zwei Tagen drei Abschnitte absolviert, in denen lediglich das olympische Wettkampf-Programm zurückgelegt werden musste. Die Leistungen werden in Punkte umgerechnet und am Ende addiert. Es gibt mehrere Ligen, somit auch Auf- und Absteiger. Wie in den Vorjahren gehörten die Männer zu den Medaillenkandidaten, die junge Frauenmannschaft wollte unbedingt in der Liga bleiben.
Nach dem ersten Abschnitt bestätigten sich die Erwartungen. Während die Frauen auf Platz neun lagen, waren die Männer mittendrin im Kampf um die Medaillen und belegten den zweiten Platz. Am Ende des ersten Tages hatten die Frauen beruhigende 855 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz elf und lagen weiterhin auf Position neun. Der Abstand auf Platz sechs betrug auch nur 372 Punkte. Bei den Männern führten etwas überraschend die Münchener vor den favorisierten Potsdamern. Direkt dahinter folgten unsere Neuköllner. 271 Punkte auf Potsdam sowie 340 Punkte auf München Rückstand und 152 Punkte Vorsprung auf die viertplatzierten Essener waren hier die Abstände.

Am zweiten Tag folgte der finale Abschnitt. Nun hatte auch den letzten die Leidenschaft gepackt und beide Mannschaften griffen noch mal an. Bereits nach der Hälfte des Abschnitts hatten die Frauen den Rückstand zu Platz sechs halbiert, die Männer zogen sogar an Potsdam vorbei auf Rang zwei. Als der Endstand verkündet wurde, stand fest, dass sich die Frauen still und heimlich auf den sechsten Platz vorgeschoben hatten. Die Männer konnten sich ebenfalls richtig freuen, hatten sie doch den besten Abschnitt des Tages erzielt und somit die Silbermedaille hinter den erstmals siegreichen Münchenern gewonnen und damit der Cheftrainerin, Nicole Warnatzsch, den Sieg in ihrem Privatduell gegen ihren Vater Norbert, jetzt in Potsdam im Traineramt, ermöglicht.

Unterwegs bei der SG Neukölln: U11-Wasserball

Vollsport das Magazin 21. Dezember 2013. Die Ostdeutsche Endrunde der U11 im Wasserball: Wer sind die Großen unter den Kleinen? (1. Tuniertag) – Noch spürt man keine Anspannung. Zwei Runden Brust zum warmwerden, Trainer Oliver Möbius fragt einen Schützling, ob alles gut ist: Die Atmosphäre ist so locker, als wäre es ein normaler Trainingstag.

Doch es ist ein wichtiger, der letzte vor der ostdeutschen Endrunde, bei der man als amtierender Meister hohe Ambitionen hat. Das sieht auch Jochen Hanz so, Geschäftsführer der SG Neukölln. Auch wenn er auf den Titel hofft, sieht er keinen Erfolgsdruck und weiß, wie wichtig Erfolge in diesem Alter sind: „Die Erfolge, die man in diesem Alter erzielt, sind eine wichtige Motivation, von der die Kinder in ihrem späteren Leben innerhalb und außerhalb des Sports zehren und sich immer daran erinnern können.“

Nach einer halben Stunde Aufwärmen kommen die Tore ins Spiel. Die Anwesenheit unserer Kameras wird positiv aufgenommen. Drei-Sekunden-Regel, Herausstellung, Fouls: Dies ist kein großer Wasserspielplatz, die Kinder versuchen mit Freude, aber auch viel Einsatz ihr Spiel weiter zu entwickeln. Man sieht den Hunger nach Erfolg. Erfolg wie die großen. Oben hängen die Vorbilder, wie Nationalspieler Maurice Jüngling, zugleich sind diese jedoch die Konkurrenten von den Wasserfreunden Spandau. Diese gelten als Mitfavorit am Wochenende. Weiter bei Vollsport.

Schnelle Scwimmer – Robin Backhaus, Maximilian Oswald und Tim Wallburger in der Schwimm-Arena von Herning

Berliner Woche19.12.2013 – Sylvia Baumeister: Britz. Drei Sportler der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln komplettierten das deutsche Team bei den Kurzbahn-Europameisterschaften im dänischen Herning Mitte Dezember. Einer brachte immerhin Staffel-Bronze mit nach Hause.

Seine erste internationale Medaille im Erwachsenenbereich gewann der 19-jährige Maximilian Oswald bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Herning. Zusammen mit Christian Diener, Hendrik Feldwehr und Steffen Deibler ging der mehrfache Jugend-Europameister in der 4×50 Meter Lagen-Staffel an den Start. Als Schlussschwimmer konnte er die deutsche Führung gegen den russischen Freistilsprint-Europameister Vladimir Morozov zwar nicht halten, es reichte aber noch für Bronze.

„Das war ein sehr wichtiger Schritt für Maximilian, im Erwachsenenbereich Fuß zu fassen, was für jeden Schwimmer schwierig ist“, lobt Pressesprecher Jochen Hanz von der SG Neukölln. Mit seiner persönlichen Bestzeit von 21,85 Sekunden fehlten Maximilian Oswald im Rennen danach nur drei Hundertstelsekunden zu seiner zweiten Medaille in der gemischten 4×50 Meter Freistil-Staffel.

Fast einen deutschen Rekord schaffte Tim Wallburger über 400 Meter Lagen. Mit seinen 4:05,24 Minuten fehlen ihm nur zwei Zehntelsekunden, um sich erstmals in die Rekordlisten einzutragen. Er kam als Vierter ins Ziel. Zwei weitere Finalplätze gelangen ihm über 400 Meter Freistil und 200 Meter Schmetterling. Robin Backhaus erzielte zwei 17. Plätze über 200 Meter Schmetterling und über 200 Meter Freistil. Die nächsten wichtigen Wettkämpfe für die Schwimmer der SG Neukölln sind im Mai die deutschen Meisterschaften und im August die heimischen Europameisterschaften in Berlin.

Niklas und Tarek: Packt die Badehosen ein …

Berliner Kurier10. Dezember 2013. Von Dajana Rubert. Einfach nur schwimmen, das ist ihnen zu langweilig. Tarek Chiru und Niklas Braatz lieben Action, Spaß und das Gefühl, gemeinsam zu gewinnen.

Die beiden 13-jährigen Wasserballer der SG Neukölln vereint aber auch ein ganz großer Traum: irgendwann einmal mit dem Adler auf der Badehose auf Torejagd zu gehen. Gerade sind Tarek und Niklas mit ihren Jungs und Mädchen vom Neuköllner Mixed-Team deutsche Vizemeister geworden. Ein toller Erfolg. Zumal am Beckenrand nicht nur Trainer und Eltern standen, sondern auch einige Auswahl-Coaches, die die beiden genau unter die Lupe genommen haben. Weit ist das Ziel Nationalmannschaft nicht mehr entfernt.

„Als Erstes müssen wir für die Landesgruppe Ost gesichtet werden“, sagt Niklas. Das sei die Vorstufe für den deutschen Kader. „Aber da kriegt man schon eine Badehose vom DSV“, schiebt der Schüler hinterher. Das ist das vorläufige Ziel vom Centerverteidiger und seinem Kumpel Tarek. Schritt für Schritt wollen sie denken. So erreicht man leichter, was man sich vorgenommen hat.

Beide waren Schwimmer, bevor sie mit dem Wasserball angefangen haben. „Aber immer nur geradeaus schwimmen, wurde mir auf die Dauer ganz schön langweilig. Ich habe eine neue Herausforderung gesucht“, sagt Tarek. Tore werfen, das machen beide am liebsten. Abwehrspieler Niklas kommt als Verteidiger dabei vor allem seine Schnelligkeit zugute. Ein nettes Überbleibsel aus der Schwimmerzeit.

Jetzt trainiert er vier Mal in der Woche Wasserball im Verein. Dazu kommen Trainingseinheiten in der Schule. Beide sind auf der Sportschule mit vielen Talenten der Stadt aus anderen Sportarten.

Die U13 der SG Neukölln ist deutscher Vizemeister

hier in Rudow19. November 2013. Von Stephanus Parmann. Die U13-Wasserballer der SG Neukölln haben buchstäblich auf der Zielgraden den Titel des deutschen U13-Meisters verloren: Bei der Endrunde der vormaligen D-Jugend in Esslingen am 16./17. November 2013 siegten in der entscheidenden Turnierpartie nach einem 12:16-Rückstand die White Sharks Hannover noch mit 17:16.

Nach jeweils vier siegreichen Partien beider Teams kam es zum direkten Duell um den Titel. Im Endspiel hatten die bereits in der Vorrunde gegen die Niedersachsen siegreichen Neuköllner unter Trainer David Skillen bereits mit 10:4 (12.) und nach acht Treffern von Mark Braatz dann 3:42 Minuten vor dem Ende sogar mit 16:12 in Führung gelegen. Doch der Neuköllner Vorsprung zerrann zusehends: 35 Sekunden vor dem Ende glich Hannover zum 16:16 aus, was den Niedersachsen aufgrund der besseren Tordifferenz bereits zum Titel gereicht hätte. Am Ende fiel dann sogar noch der Siegtreffer der White Sharks.
Dennoch hatte Trainer David Skillen nach vier Siegen und dieser Niederlage nur lobende Worte übrig: „Die Mannschaft hat ein super Jahr gut abgeschlossen und was diese Mannschaft an Einsatz zeigte, macht einen Stolz.“ Dritter wurde das Team vom OSC Potsdam.
Jannik Werblow, Timo Laufer, Sebastian Haspel, Leon Cyrus, Nico Santarossa, Philppe Castelain, Delara Gülfirat, Helene Lehmann, Tarek Chiru, Niklas Braatz, Yannek Chiru, Eric Schoubye, Niels von Schwerin, Pascal Herrmann und Maximilian Jende; Trainer Patrice Thurow, Mario Schoubye und David Skillen.

1. White Sharks Hannover 75:44 10:0
2. SG Neukölln 79:56 8:2
3. OSC Potsdam 44:45 6:4
4. Wasserfreunde Spandau 04 49:54 3:7
5. SC Chemnitz 1892 42:72 2:8
6. SSV Esslingen 34:52 1:9

Berliner Kurzbahnmeiserschaft

Hauptstadtsport TV30. Oktober 2013. Hauptstadtsport TV war bei den Berliner Kurzbahnmeisterschaften und hat Kilian Gaffrey dabei beobachtet, wie er sich auf die 50 Meter Freistil vorbereitet hat.

Vereinscheck SG Neukölln

SportfanatSeptember 2013. Die SG Neukölln hat in ihrer Geschichte viele erfolgreiche Athleten hervorgebracht. Unter anderem haben Weltstars wie Franziska van Almsick oder Britta Steffen im Verein das Schwimmen erlernt. Auch heute ist die Schwimm-Gemeinschaft ein Anlaufpunkt für die größten Schwimmtalente aus Berlin und Deutschland. Aber auch jeder Freizeitsportler ist im Verein gern gesehen.

Erfolg in Barcelona – Schwimmerin Lisa Graf wurde bei der Weltmeisterschaft Achte

Berliner Woche19.8.2013 – Klaus Tessmann: Neukölln. Mit einem persönlichen Erfolg kehrte die Schwimmerin von der Schwimmgemeinschaft Neukölln, Lisa Graf, von der Weltmeisterschaft in Barcelona zurück.

Bei der Schwimm-WM in Barcelona vom 28. Juli bis 4. August schwamm Lisa Graf für die SG Neukölln und dem Team „Zeit für Rio“. Mit der 4 mal 100 Meter Lagenstaffel erreichte in 4:01,81 Minuten den achten Platz zusammen mit Caroline Ruhnau, Alexandra Wenk und Britta Steffen. Lisa Graf schwamm als Startschwimmerin über die 100 Meter Rücken in 1:01,22 Minuten. Bereits im Vorlauf konnte sie mit einem neuen Vereinsrekord von 1:00,89 Minuten überzeugen.
Es war die erste Weltmeisterschaft für Lisa Graf. Die 21-Jährige Schwimmerin wurde zur Absicherung der Staffel nachträglich nominiert und während der Wettkämpfe eingeflogen. Ursprünglich hatte sich Tim Wallburger qualifiziert, der aber die Teilnahme verletzungs- und krankheitsbedingt absagen musste

Jochen Trus am Morgen

Spreeradio1. August 2013: Während der Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona begab sich Toni Schmitt zur SG Neukölln ins Sportbad Britz, um herauszufinden warum die deutschen Schwimmer der internationalen Spitze hinterher schwimmen. Charlotte Blanke, Stephanie Backhaus und Jochen Hanz gaben Antworten.

WM: DSV lässt Lisa Graf für Staffel einfliegen

Bild31.7.2013. Nach dem schwachen WM-Debüt von Rückenschwimmerin Selina Hocke lässt der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit Blick auf die Lagenstaffel Lisa Graf nach Barcelona einfliegen.

Die Berlinerin wird am Dienstag zum WM-Team stoßen und mit dem DSV-Quartett am WM-Schlusstag (4. August) an den Start gehen. Zuvor hatte die erst 16-Jährige Hocke im Vorlauf über 100 m Rücken als 31. (1:02,94 Minuten) enttäuscht und ein auch ein paar Tränen vergossen. „Das war eine Kopfsache, weil mich alles total überrollt hatte”, sagte die Berlinerin, die nach ihren zwei Titeln bei der DM in einer Boulevardzeitung schon mit Franziska van Almsick verglichen wurde: „Es war alles ein bisschen viel für mich nach den deutschen Meisterschaften. Ich hoffe, dass ich mich auf den 50 m wieder total konzentrieren kann.”

Schwimmvereine & Bäder

Hauptstadtsport TVJuli 2013. Hauptstadtsport TV war bei uns im Sportbad Britz Gast, um über das Thema „Schwimmvereine und Bäder“ zu berichten. Bei 5:00 Minuten beginnt unser Beitrag.

Ein SG Neuköllner nominiert für die Schwimm-WM in Barcelona

Buckower PrismaMai 2013. Die Deutschen Meisterschaften (25.-28.4.13) in Berlin sind geschafft. Wie jedes Jahr ging es bei diesem wichtigen Wettkampf, darum sich gegenseitig zu messen und seine persönlichen Bestzeiten aus dem Vorjahr wieder um ein paar Hundertstel oder sogar um ein paar Sekunden zu verbessern. Als einziger SG Neuköllner konnte sich Tim Wallburger ein Ticket für die WM in Barcelona (28.7.-4.8.2013) sichern.

Die SG Neukölln ging mit 15 Sportlern auf 49 Strecken bei den Deutschen Meisterschaften an den Start.
Lisa Graf durfte sich zweimal aufs Podest stellen. Sie erzielte mit ihren Zeiten über 200m Rücken und über 100m Rücken jeweils Platz drei. Leider reichte es für 50m Rücken nur für Platz vier. Tim Wallburger wurde Deutscher Vizemeister über 400m Freistil und dritter über 200m Freistil, womit er sich für die 4×200m Freistil-Staffel qualifizierte. Über die Strecke 200m Schmetterling konnte sich Robin Backhaus über seinen Titel als Deutscher Vizemeister freuen. Für Maximilian Oswald reichte es nur für Platz vier über 50m Freistil, ganz knapp am dritten vorbei.
Aber auch die anderen SGN Sportler wie Franziska Wohlert, Alisa Riebensahm, JeanineRoggenbruck, Tyra Blue Mauer, Tom Siara, René Asmus, Celine Ihl, Tony Wiegmann, Marcel Selinger, Tobias Zajusch und Fredrik Gaugg können auf sich stolz sein, der ein oder andere über eine neue Bestzeit oder einfach das sie dabei sein konnten und so ein spannendes Spektakel miterleben konnten.

Bildungspaket

Bild2.4.2013. Die Tagesthemen berichten über die Entwicklung des Bildungspaketes und vergleichen dabei die Bundesländer Berlin und Hamburg miteinander. Die SG Neukölln wird befragt und berichtet über eine sehr geringe Nutzung des Bildungspaketes, das Kindern einkommenschwacher Eltern die Teilnahme z.B. an einem Sportverein ermöglicht.

Schwimmhoffnungen Maximilian Oswald und Tobias Zajusch

Hauptstadtsport TVMärz 2013. Hauptstadtsport TV war mit den Schwimmhoffnungen der SG Neukölln Maximilian Oswald und Tobias Zajusch im Gespräch.

Jugendarbeit á la Carte – Das Jugendzentrum LIP29

hier in Rudow20. Februar 2013. Von Stephanus Parmann. Sie basteln, spielen, kochen oder werden bei ihren Schulaufgaben betreut – für das Wohl der Kinder der Schwimm_Gemeinschaft Neukölln wird auch außerhalb des Sports jede Menge getan. Seit Anfang des Jahres stehen die Türen des im Sommer frisch und in Eigenarbeit renovierten Jugendzentrums LIP29 der SG Neukölln in der Lipschitzallee wieder allen Kindern des 4700 Mitglieder starken Schwimmvereins offen. Gleich nach dem Jahresauftakt hatten die Kinder in den Winterferien vom 4. bis zum 8. Februar Gelegenheit, an einem „Winterferienprogramm“ teilzunehmen, das unter dem Motto Fasching und Valentinstag stand.

Am nächsten Tag ging es ans Kochen. Auf dem Speiseplan standen Wraps und Obstsalat. Fleißig wie die Kinder waren, schnitten sie die Zutaten für den Salat und den Schinken, rieben Käse und bereiteten anschließend den bunten Obstsalat zu. Danach wurde zusammen gespeist. Vielen Kindern schmeckte das selbst zubereitete Essen so gut, dass sie mehr als einen Wrap aßen, was sie selbstverständlich durften. Zum Abschluss suchten sich die Kinder einen von vielen Kinderfilmen aus, die Sarah Ott mitgebracht hatte und genossen beim Filmgucken ihren selbst gemachten Obstsalat mit Eis und Schokoraspeln.

Für den Fasching fertigten die Kinder ihre eigenen Masken an. Dafür suchten sie sich eine Vorlage aus und schnitten diese aus. Danach beklebten sie die Masken mit Fell und Strass-Steinen, um sie anschließend zu bemalen. Wer seine Maske schon fertig gestellt hatte, durfte sich noch ein Kuschelkissen mit weicher Wolle füllen und es zunähen. Der letzte Ferientag begann mit einem ruhigen Vormittag. Danach konnte sich jeder seine Wunschpizza selbst kreieren. Der Teig wurde den Lieblingszutaten belegt, bevor er in den Ofen ging. Anschließend landeten wieder jede Menge Vitamine im Obstsalat. Während sich die Kinder gemütlich den Film „Horton hört ein Hu“ an, aßen sie voller Freude ihre selbskreiierte Pizza.

Zum Schluss stand eines fest: Allen Kindern hat es wieder einmal sehr viel Spaß gemacht. Und die Betreuerinnen vom LIP29 freuen sich schon jetzt auf das Osterferienprogramm, wo sie für das Osterfest mit den Kindern jeden Tag etwas Neues basteln, bemalen oder Kochen.

Das LIP29 ist ein wesentlicher und ausgezeichneter Bestandteil der Jugendarbeit der SG Neukölln und erhielt dafür im Oktober 2011 den „Silbernen Stern“. Vergeben werden die „Sterne des Sports“ vom Deutschen Olympischen Sportbund und den Volksbanken Raiffeisenbanken für gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen außerhalb des Sports.

Normalerweise hat das LIP 29 die ganze Woche über an den Werktagen geöffnet. Da aber das nahe liegende Kombibad (Schwimmhalle und Sommerbad) in der Lipschitzallee 27-33 aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten noch voraussichtlich bis zum 3. Quartal 2013 geschlossen bleiben muss, hat das LIP29 derzeit nur mittwochs und donnerstags in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Melina Mahlow: Plitsch, platsch, Sieg!

taz, die Tageszeitung6. November 2012. Von Dajana Rubert. Sie hat lange Haare. Ihre Fingernägel sind mit Glitzernagellack überzogen. Und sie trägt im Gegensatz zu ihren Mitspielern einen Badeanzug. Ansonsten aber fällt Melina Mahlow (13) inmitten der Wasserball-Jungs der SG Neukölln nicht wirklich auf. Weil sie als einziges Mädchen im Team einfach die gleiche Klasse hat wie ihre Mitspieler. Und mit denen ist sie auf dem besten Weg, Deutscher Meister zu werden.

Melina ist eine Wasserratte. Mit drei Monaten ging sie zum ersten Mal zum Babyschwimmen. Oder besser: Damals wurde sie von ihrer wasserball-verrückten Familie einfach mitgenommen in die Schwimmhalle. Als sie vier war, schwamm sie ihren ersten Wettkampf. Seit viereinhalb Jahren krault sie im Becken dem Ball hinterher. Immer bei den Jungs.

„Zur neuen Saison soll ich zu den Mädchen wechseln. Da spiele ich dann mit 21-jährigen Frauen zusammen. Das finde ich eigentlich nicht so toll“, sagt sie. Die Jungs sind ihr ans Herz gewachsen. Da gehört sie dazu. „Ich habe hier meine besten Freunde“, sagt Melina. Sie wird nicht behandelt wie das einzige Mädchen. In der Mannschaft ist sie einfach ein guter Mitspieler und ein noch besserer Kumpel. „Die Jungs sehen mich nicht wirklich als Mädchen. Und das ist auch gut so. Ich habe keine Sonderrolle und ich will auch keine“, sagt sie.

Genau die befürchtet die Schülerin aber beim Wechsel zu den älteren Mädchen. „Die haben doch ganz andere Interessen als ich. Ich weiß nicht, ob ich mich da so gut in die Mannschaft integrieren kann“, spricht sie über ihre Bedenken. Erstaunlich reif wirkt sie.

Sie weiß, was sie will. Zum Beispiel auch ins Nationalteam kommen. Diese Saison war sie für die Sichtung noch zu jung. „In der neuen Saison wird sie sehr gute Chancen haben“, weiß ihr Trainer David Skillen. Bis das so weit ist, kämpft Melina erstmal weiter um die deutsche Meisterschaft. Die Zwischenrunde am Wochenende im Sportbad Schöneberg haben die Neuköllner bravourös mit drei Siegen in drei Spielen gemeistert. Jetzt winkt die Medaille. Und die feiert Melina dann mit ihren Jungs – ganz normal

Klasse Teamleistung – Wasserflöhe schnappen sich Teampokal

taz, die Tageszeitung2. Oktober 2012. Von Dajana Rubert. Riesenjubel bei den Wasserflöhen der SG Neukölln. Die Jungs um Kapitän Aron Wolf krallten sich bei der Ostdeutschen Meisterschaft den Gold-Pokal und damit den Einzug in die Gruppenphase der Deutschen Meisterschaft.

Seit neun Monaten tingeln die 11- bis 13-jährigen Jungs zusammen mit Trainer David Skillen quer durch Deutschland. Den vorläufigen Höhepunkt bescherten sich die Steppkes bei der Ostdeutschen mit dem souveränen Titelgewinn selbst. Und wie!

„Aus einer richtig klasse Teamleistung ragte unser Keeper Paul Nuzeniek noch einmal heraus“, lobt der Coach seinen Torhüter. Auf ihm ruhen auch die Hoffnungen fürs „Heimspiel“ (3./4. November, Schwimmhalle Schöneberg) in der Vorrunde der Deutschen Meisterschaft gegen die Zweiten aus dem Norden und dem Westen sowie dem Ost-Vierten Potsdam. Da wollen sich die Jungs fürs große Finale im Dezember qualifizieren.

„Zur Vorbereitung reisen wir noch einmal in die Ukraine“, erzählt der Trainer. Dort spielen die Jungs in dieser Woche ein internationales Turnier. Danach soll die Saison perfekt gemacht werden. Skillen: „Wir wollen unter die drei besten Teams Deutschlands kommen. Wenn wir da ansetzten, wo wir bei der Ostdeutschen aufgehört haben, schaffen wir das.“

London in Neukölln – Ein fast olympischer Spagat

taz, die Tageszeitung29. Juli 2012. Von Karen Grass. Seit 1996 haben Mitglieder der Schwimmgemeinschaft Neukölln sechs olympische Medaillen geholt, allen voran Britta Steffen. Dennoch sagt der Club: Unsere Basis ist der Breitensport

Sie haben sich trefflich in Schale geworfen in der Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln. „Sportbad Yard – London 2012: Auf der Suche nach Britta, Robin, Tim & Benjamin“ steht auf Jochen Hanz’ T-Shirt. Dazu trägt der Geschäftsführer des Schwimmvereins mit Sitz in Britz einen Detektivhut auf den dunklen Locken und eine Sonnenbrille auf der sonnengebräunten Nase. Er sagt: „Natürlich ist London großes Kino für uns. Wir stecken hier viel Herzblut rein.“
Der Heimatverein der deutschen Medaillen-Hoffnungen Britta Steffen und Benjamin Starke fiebert mit seinen vier Abgesandten in London mit; sein gesamtes Gelände ist auf die Olympischen Spiele abgestimmt. Der Vater eines Vereinsmitglieds ist Tischler und hat Hand angelegt: Der Wachturm ist so zu Big Ben geworden, die elektronische Anzeigetafel zur Tower-Bridge inklusive der olympischen Ringe, auch die Themse darf nicht fehlen, zu der neuerdings auch die Wasserflächen des Sportbads Britz zählen.
Dieser Samstag ist ein besonderer Tag: Es ist Bergfest, die Kinder der SG Neukölln haben die Hälfte ihres jährlichen zweiwöchigen Trainingslagers geschafft, und alle kommen zusammen zum Feiern. Höhepunkt des Abends sollte das Public Viewing der Finale über 400 Meter Freistil der Herren und die 400-Meter-Staffel der Damen werden – schließlich wurden den Deutschen Paul Biedermann und der Staffel um Britta Steffen im Vorfeld gute Chancen auf eine Medaille eingeräumt. Doch spätestens seit 13.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist klar: Kein Deutscher hat die Vorläufe überstanden. Tiefe Enttäuschung.
Also lassen sie sich im Sportbad Britz am Abend etwas mehr Zeit mit dem Aufbau der Public-Viewing-Arena. Während der US-Amerikaner Ryan Lochte die 400 Meter Freistil holt und sein Landsmann Michael Phelps auf Platz vier entzaubert wird, installiert Hanz noch Beamer und Übertragungskabel. „Wenn Britta in den Medien richtig zitiert wurde, ist sie mit angezogener Handbremse geschwommen, auf taktische Weisung der Trainer hin“, sagt der 35-Jährige. „Diese taktischen Spielchen, die waren vielleicht 2006 angebracht, als die Deutschen noch Weltrekorde am laufenden Band lieferten.“
Bis 2004 ist Hanz in einer Trainingsgruppe mit Steffen geschwommen, er weiß, dass „Britta vor dem Wettkampf immer mehr Angst als Vorfreude hatte“. Er hat ihre Entwicklung vom Talent, das sein Potenzial nicht abrufen konnte, zur „Gold-Britta“ hautnah mitbekommen, die seiner Ansicht nach erst mit ihrem Wechsel zur SG-Neukölln 2002 begann. Heute liegt Steffens Lebensmittelpunkt wie auch der ihres DSV-Kader-Kollegen Benjamin Starke am Olympia-Stützpunkt Hohenschönhausen. Sie kommen nur noch vier- bis fünfmal im Jahr bei ihrem Heimverein vorbei zur Autogrammstunde oder dem jährlichen internationalen Pfingstturnier.
Stellt man den Kindern im Trainingslager die Frage, wer ihr Idol ist, kommt dennoch zuerst: „Britta Steffen!“ Viktoria Plonies erklärt, warum: „Wenn sie kommt, schwimmen wir zusammen und machen Fotos, und sie erzählt uns, wie es ist, Rekorde aufzustellen und berühmt zu sein.“ Doch, ja, sagt die Zehnjährige, Steffen erzähle auch, dass Berühmtsein hart sein kann.
Während die zweifache Olympiasiegerin und Freistil-Weltrekordlerin Steffen den Rest des Jahres bei internationalen Wettbewerben versucht, ihre Furcht gegen Freude einzutauschen, sorgt Hanz heute vor allem dafür, dass in der SG-Neukölln jeder sein ganzes Potenzial in die Waagschale wirft. Was nicht unbedingt nur auf sportliche Leistung bezogen ist. Zwar schickt der 4.700 Mitglieder umfassende Verein in der Regel zehn Kinder pro Jahrgang auf Sportschulen, wo sie mit 15 bis 18 Trainingseinheiten pro Woche an sportliche Topleistungen herangeführt werden. „Aber wir gehen auch schon mal dazwischen und holen Kinder von den Schulen zurück, wenn wir merken, dass es von den Eltern ausgeht und sie überfordert sind“, sagt Jugendwart Markus Wyrwal, der bei der SG ausdrücklich für „alles außer Sport“ zuständig ist.
Der 50-Jährige schlürft sein wohlverdientes Bier und beschreibt, worin er den Kern des Vereins sieht: „Unser Fundament ist der Breitensport. Bei uns sollen Kinder und Erwachsene Spaß haben, und wenn jemand sich für etwas anderes mehr interessiert, hört er halt zwischendurch mal auf.“ Es ist ein schwieriger Spagat zwischen Spitzensport und familiärer Vereinsatmosphäre, doch die SG-Neukölln meistert ihn bisher erfolgreich.
Selina Klamt und Eileen Medau haben jetzt schon entschieden, dass sie zwischendurch mal aufhören werden, auch wenn Schwimmen für die elf und zehn Jahre alten Freundinnen momentan alles ist. „In Rio 2016 dabei sein, das ist unser Ziel“, sagt Selina selbstbewusst. Sie weiß, dass sie das mithilfe ihres Vereins schaffen kann, seit 1996 haben Vertreter der SG-Neukölln sechs olympische Medaillen geholt. Doch einmal das olympische Fieber erleben, das würde Selina schon genügen: „Ich werde sicher nicht Profisportlerin. Ich werde Meeresbiologie studieren und so mein ganzes Leben mit Wasser zu tun haben“, sagt die Elfjährige.
Obwohl sie sich sonst nicht so für die Übertragung der Wettkämpfe bei Olympia interessieren, sitzen Selina und Eileen pünktlich zum Finale der 400-Meter-Staffel der Frauen vor der Leinwand. Während die Erwachsenen im Hintergrund ob des zweiten Platzes der Niederlande förmlich ausrasten – „Schau dir diese Holländerinnen an, das sind nicht die Chinesen, das sind die Oranjes, hinter den Australiern!“ –, sagt Selina ziemlich optimistisch: „Das ist nicht so schlimm, dass Britta Steffen es heute nicht geschafft hat. Sie wird bei den anderen Wettkämpfen noch aufdrehen.“

Zu Gast bei „Sportzeit“: Die SG Neukölln

radio B22. Juni 2012: Das Freizeitsportmagazin für Brandenburg und Berlin „Sportzeit“ mit Helmut Orzechowski. Heute zu Gast die SG Neukölln mit Frank Schumüller, Fachwart für Breisten-, Freizeit- und Gesundheitssport.

rbb Sportplatz

RBB14.5.2012. Live im Studio: Benjamin Starke

Der Berliner braucht nicht mehr zu bangen. Bei der Deutschen Meisterschaft ist er 52,09 Sekunden über die 100 m Schmetterling geschwommen und hat das London-Ticket in der Tasche. Bei seinem Besuch im rbb war ihm die Freude natürlich anzusehen.


Winterspeck weg!

RBB7.3.2012. Der Frühling naht und damit auch wieder der Wunsch, einen gut trainierten Körper zu zeigen. Doch für viele bedeutet dies, zunächst dem Winterspeck zuleibe zu rücken. In Teil zwei unserer Miniserie sind wir im Motorikpark Buschkrug in Berlin.

Wer frühlingsfit werden und dauerhaft Winterspeck verlieren möchte, braucht wenig Zeit und Geld – das geht alles auch an der frischen Luft und ohne viel Aufwand! Zum zweiten Teil unserer Winterspeck-weg-Reihe treffen wir uns mit Aktiven im Park am Buschkrug in Berlin-Neukölln.

Seniorenschwimmen

RBB23.1.2012. Im Sport gibt es keine Altersbeschränkung – das gilt besonders fürs Schwimmen. „Kurz vor 5 Sport“ ist zu Gast beim Seniorenschwimmen in Berlin-Schöneberg. Hier haben sich zwei Vereine zusammengetan, damit die Sportler so viel Zeit wie möglich im Wasser verbringen können.

Die Idee, auf die man bei der SG Neukölln und der SG Schöneberg kam, ist simpel: Wenn die Hallenzeiten in Berlin immer knapper werden, legen wir unsere Zeiten eben zusammen. Jetzt können die Mitglieder beider Vereine häufiger ihre Bahnen ziehen. Von den Sportlern wird die Idee angenommen, sie trainieren bis zu fünf Mal in der Woche.

Darunter sind Hobbysportler, die nicht einrosten wollen, aber auch ein Schwimmer, der in seiner Altersklasse zu den zehn Besten der Welt gehört: Jürgen Lowag ist 72 Jahre alt und erzählt Moderatorin Sarah Beckmann stolz davon, dass seine Kondition locker ausreicht, um einen 50-jährigen abzuhängen.

Poller mal anders: eine Welle für Neukölln

Facetten Neukölln13. Dezember 2011. Sicher, es hätten nicht unbedingt Hunderte von Pollern sein müssen. Ein Bruchteil davon hätte auch gereicht, um das Problem des Wildparkens auf der Mittelinsel der Sonnenbrücke über dem Neuköllner Schiffahrtskanal in den Griff zu bekommen. Und natürlich wäre es ebenfalls nicht nötig gewesen, die einzelnen Pflöcke mit wasserblauer Zwei-Komponenten-Farbe zu lackieren. In dezentem Grau hätten sie genauso ihren Zweck erfüllt. Außerdem sind da noch die beiden Schwimmer, die durchs stilisierte Nass pflügen und aus der Ordnungsmaßnahme für Autofahrer Kunst im öffentlichen Raum machen: „Welle“ heißt die mit Stadtumbau West-Mitteln für den Bereich Neukölln-Südring finanzierte Installation, die der Berliner Künstler Egidius Knops auf einer 50 Meter langen Fläche schuf. In der vergangenen Woche wurde das Werk vollendet.

„Sechs Meter lang und 2 Meter 80 hoch sind die beiden Schwimmer“, erklärt Knops. Als Referenz an Britta Steffen, Franziska van Almsick und andere erfolgreiche Athleten der SG Neukölln seien die bemalten Aluminium-Silhouetten zu sehen, die zwischen den Pollern befestigt wurden. Die wiederum bilden ob ihrer Lackierung und unterschiedlicher Höhen zwischen 50 und 140 Zentimetern eine Welle nach. Den kostenlosen Stellplätzen und dem unfallträchtigen Ein- und Ausparken auf der Sonnenbrücke wurde nun also durch Egidius Knops’ nicht unumstrittenes Kunstwerk ein Ende gesetzt. Schon während der Bauphase beschäftigte Kritiker die Frage, ob das Geld in einem Bezirk wie Neukölln nicht sinnvoller eingesetzt werden könne. Um der Situation vorzubeugen, dass vom Ehrgeiz, die Poller zählen zu wollen, gepackte Autofahrer im Schneckentempo die Brücke überqueren und damit eine neue Gefahrenquelle schaffen: „Es sind genau 500″, verrät mit Knops einer, der es wissen muss.

Engagiert für Kinder

Berliner Woche2.11.2011 SG Neukölln erhält den „Stern des Sports“ in Silber. Die Berliner Volksbank und Landessportbund präsentierten am 20. Oktober die Gewinner des Großen „Stern des Sports“ in Silber 2011.

Beim sechsten gemeinsam ausgerichteten Wettbewerb von Landessportbund Berlin und der Berliner Volksbank, der vom Deutschen Olympischen Sportbund(DOSB) und dem Verband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) initiiert wird, bewarben sich 79 Vereine. Den 3. Platz und damit den „Stern des Sports“ in Silber erhielt die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln e.V. für ihr Projekt „ Lip 29“. In einer ehemaligen Hausmeisterwohnung haben die ehrenamtlichen Helfer der SG Neukölln 2007 den liebevoll „Lip 29“ genannten Kinder- und Jugendtreff eingerichtet. Denn nicht nur im leistungsorientierten Sport sieht der mit 4700 Mitgliedern größte Schwimmverein in Berlin seine Aufgabe. Auch der Breitensport und zunehmend das sozialpädagogische Engagement gehören zu seinen Kernzielen. Der 1. Platz und damit der Große „Stern des Sports“ in Silber ging an den Tauchsportklub Adlershof im Pro Sport Berlin 24 e.V. Der Verein hat sich für den Wettbewerb auf Bundesebene qualifiziert.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Berliner Abendblatt24.9.2011 Die SG Neukölln bewirbt sich um die „Sterne des Sports“ bei der Berliner Volksbank

Wenn der Herbst kommt, ziehen die Schwimmerinnen und Schwimmer der Schwimmgemeinschaft Neukölln e.V. Berlin ins Winterquartier in das Lipschitzbad. Und auch in der Lipschitzalle 29 zieht buntes Treiben ein. In einer ehemaligen Hausmeisterwohnung haben die ehrenamtlichen Helfer der über 110 Jahre alten SG Neukölln den liebevoll „Lip 29“ genannten Kinder-und Jugendtreff eingerichtet. Denn nicht nur im leistungsorientierten Sport, der Stars wie Britta Steffen, Dorothea Brandt und Benjamin Starke sportliche Heimat ist, sieht der mit 4.700 Mitgliedern größte Schwimmverein in Berlin seine Aufgabe. Auch der Breitensport und zunehmend das sozialpädagogische Engagement gehören zu seinen Kernzielen. Marlo Zahn, Assistentin der Geschäftsführung, sieht sich selbst bescheiden als „Mädchen für alles“ und kümmert sich um die Koordination der ehrenamtlichen Hilfe im Kinder-und Jugendtreff. Das Herz vor Ort ist Karin Jatta, eine pensionierte Lehrerin, die gut 20 Stunden in der Woche die Kinder und Jugendlichen mit kreativen Aktivitäten betreut. Hilfe erhält sie von Jugendlichen, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren und Eltern und ehrenamtlichen Helfern. Doch nicht Basteln, Kochen und verschiedene Themenwochen, wie Halloween in wenigen Wochen, gehören zum Programm. Hier können die Kids vor oder nach dem Training Hausaufgaben erledigen und Nachhilfe gibt es auch bei Bedarf. An Interessenten mangelt es nicht, im Gegenteil. Auch Nichtmitglieder kommen gern und lernen so den Verein und das Gemeinschaftsgefühl kennen. Für Marlo Zahn ist dies ein guter Weg „ um Nachwuchs für den Verein und den Breitensport zu gewinnen.“ Gern würde dasTeam um Marlo und Karin Jatta auch im Frühling und Sommer, wenn der Schwimmbetrieb im Kleiberweg stattfindet, diese Clubaktivitäten anbieten. Doch auf dem Gelände fehlt der dafür notwendige Bungalow oder Raum, um in Ruhe mit den Kids zu arbeiten. Doch Marlo und ihre vielen ehrenamtlichen Helfer lassen nicht locker. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Sie haben sich mit ihrem Projekt Lip 29 für die „Sterne des Sports“ bei der Berliner Volksbank beworben. www. sg-neukoelln.de GW

Gedämpfte Feier bei Steffens Klub SG Neukölln

Berliner Morgenpost30.7.2011, Melanie Haack: Walter Rettig blickt hinaus in den Regen. Eigentlich wollte der 90-jährige Schwimm-Liebhaber mit vielen Vereinskollegen der SG Neukölln draußen bei bestem Sommerwetter ein chinesisches Fest feiern. Alles war so schön gedacht. Aber die Leinwand für die TV-Übertragungen der WM in Shanghai hängt heute drinnen statt draußen – dort plätschert der Regen unaufhörlich in das nur ein paar Meter entfernte, leere Schwimmbecken.

Ungemütlich ist es. Die Neuköllner Tristesse passt gut zu dem Bild, dass Deutschlands Vorzeigeschwimmerin Britta Steffen in Shanghai abgegeben hat. „Ich bin ein bisschen traurig“, sagt die sieben Jahre alte Selina Richter.
Eigentlich wollten die Mitglieder der SG Neukölln ihre Britta Steffen (27), auf die sie alle so stolz sind, mental unterstützen und zur erfolgreichen Titelverteidigung schreien. Doch während des 100-Meter-Freistil-Finals springt keiner auf. Denn Steffen ist nicht am Start – Gesprächsthema ist sie dennoch. Sie war am Donnerstag nur 16. im Vorlauf gewesen, zum Halbfinale nicht mehr angetreten, hatte gleich dazu noch die 50 Meter Freistil und die Lagenstaffel abgesagt und war stattdessen aus China geflüchtet. Die Meinungen darüber sind hier geteilt.
„Sie hätte da bleiben sollen – wir haben uns so gefreut. Aber ich verstehe das auch. Sie braucht eine Pause“, sagt Diana Blum. Die Neunjährige mit dem SG-Neukölln-Shirt ist eines von etwa 60 Kindern, die das Beste aus diesem tristen Tag machen. Statt der Vorfreude auf die 100 Meter Freistil freut sie sich jetzt auf das chinesische Tattoo, das ihr mit Schablone und Spray auf den Arm gezaubert wird. Auch der acht Jahre alte Robert Gert hat schon eine feste Meinung zum Thema: „Sie hätte sich ausruhen sollen und es noch mal versuchen können.“ Böse sind sie ihr aber nicht.
Während des 100-Meter-Finals hat Walter Rettig Wichtigeres zu tun, als auf die Leinwand zu schauen. Er, der Archivar des Vereins, fotografiert lieber. Mit Blick auf das Rennen sagt er wehmütig: „Es ist ein komisches Gefühl. Da fehlt etwas.“ Diskutiert wird nicht Steffens schwache Leistung. Da stimmen sie mit Rudolf Taege (74) überein. „Britta ist doch keine Maschine“, sagt er. „Aber als Frontfrau hätte sie dort bleiben müssen“, entgegnet Walter Rettig. „Ziemlich unsportlich“, raunt ein anderes Mitglied mit Blick auf die Lagenstaffel, die ohne Steffen auskommen muss. Taege hat Verständnis und sagt versöhnend: „Mensch, das ist doch nur Sport.“ Nicht zu vergessen, so hört man, Steffen sei ein Vereinsmensch, komme hierher, spiele mit den Kindern, setze sich ein. Das zählt.

Ostdeutsche Wasserball-Meisterschaft

TV Sport in Berlin„TV Sport in Berlin“ war vor Ort und hier gibt es den Bericht zu sehen:

Vergangenen Donnerstag trafen die A-Jugend Mannschaften SG Neukölln und Wasserfreunde Spandau 04 im Sportbad Britz aufeinander. In diesem alles entscheidenden Spiel ging es um den Wanderpokal zur Ostdeutschen Wasserball-Meisterschaft. Ebenwürtige Gegner die sich nichts geschenkt haben und die Zuschauer in Atem hielten. Doch wer am Ende gewann und sich schließlich den Pokal holte… Seht selbst im TV-Bericht!

Schwimm-Asse kommen – Spannung pur beim Sportbadpokal und Bärliballturnier

Berliner Woche8.6.2011. Britz. Bei der Schwimmgemeinschaft Neukölln ist an den beiden kommenden Wochenenden viel los: Am 11. und 12. Juni veranstaltet sie den 15. Internationalen Sportbadpokal und am 18. Juni das Wasserball-Turnier „Bärliball“.

Seit 2004 trägt der Internationale Sportbadpokal im Gedenken an den langjährigen Schwimmwart der Schwimmgemeinschaft Neukölln den Zusatz „Dietrich-Bolz-Gedächtnis-Schwimmen“. Dieses Jahr erwartet der Verein im Sportbad Britz am Kleiberweg 3 etwa 500 Sportler aus Dänemark, Litauen, den Niederlanden, Polen, Russland und Schweden. Die Wettkämpfe beginnen am 11. und 12. Juni jeweils um 10 Uhr. Auf der Festwiese des Fördervereins gibt es für die Besucher Grillspezialitäten und Getränke.

Das Sponsorentreffen des GoGold-Olympiateams London 2012 wird am Sonnabend um 12 Uhr mit einer Autogrammstunde mit Britta Steffen und weiteren Weltklasse-Schwimmern des Vereins eröffnet. Für musikalische Unterhaltung sorgt am Sonntag von 11 bis 15 Uhr die Country-Band „Claudy Blue Sky“. An beiden Tagen endet die Veranstaltung gegen 17 Uhr. Für kleine Wasserballer, die einmal ihr ganzes Können unter Beweis stellen wollen, findet am 18. Juni von 10 bis 14 Uhr das 7. Bärliball-Turnier der Neuköllner Grundschulen im Sportbad Britz statt. Bei dem Turnier geht es darum, dass die Kinder zeigen können, was sie im Schulsport gelernt haben. Neun Mannschaften haben sich bisher zu dem Turnier angemeldet, eine neue Rekordteilnehmerzahl. Der Eintritt ist frei. syri

Schöne Eiszeit

Buckower Prisma Februar 2011: Spaß hat zum Jahresausklang der Vormittag auf der Eisbahn Neukölln an der Oderstraße gemacht. Rund 150 Kinder und Jugendliche der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln waren dem Aufruf des Jugendwartes gefolgt und kurvten ausgelassen auf dem Eis.

Wer wollte, konnte sich auch im Eishockey spielen versuchen, und mit etwas Geschick war der Puck am Torwart vorbei ins Tor gerutscht. An den freudigen Gesichtern und Ausrufen der Jungen und Mädchen war die Gaudi auf dem Eis ablesbar. „Schließlich zeigte sich, dass unsere Jugendlichen nicht nur schwimmen können“, so Jugendwart Markus Wyrwal.

Zum Aufwärmen gab es warmen Kakao und Kinderpunsch, der sich großer Beliebtheit erfreute. Sehr schön war auch, dass Kinder in Begleitung ihrer Eltern gekommen waren. Auf diese Weise hat das Event zu einem tollen Familienvormittag beigetragen. Insgesamt waren es wohl fast 300 Mitglieder der SG Neukölln, die sich bei schönem Wetter auf das Eis wagten. Vom Glühwein für die Eltern war jedenfalls am Schluss auch nichts mehr übrig.

An dieser Stelle möchte sich Markus Wyrwal besonders bei der Firma Detlef Blisse „Garten- und Landschaftsbau“ bedanken, die die Veran- staltung finanziell unterstützt hat. Ein Dankeschön spricht der Jugendwart der SG Neukölln auch an das Bezirksamt Neukölln und an die Mitarbeiter des Eisstadions dafür aus, dass die Eisbahn für dieses abwechslungsreiche Vergnügen zur Verfügung gestellt werden konnte. „Den Helfern, besonders den jugendlichen Helfern, vielen Dank für die Unterstützung und das Engagement in 2010. Bitte weiter so im Jahr 2011.“

Robert Caspari

Seepferdchen-Familientipp

Radio TEDDY, 3. Juli 2010

Frühcafé-Sporttalk mit Tim Wallburger von der SG Neukölln

TV Berlin, 2. Juli 2010

Olympiasiegerin Britta Steffen krank, Vize-Weltmeister Helge Meeuw verletzt, Medaillen-Sammler Thomas Rupprath zurückgetreten – fast täglich hagelte es prominente Absagen für die deutschen Schwimmmeisterschaften. Aus der Not auf viele bewährte Kräfte verzichten zu müssen, versucht Bundestrainer Dirk Lange eine Tugend zu machen und nimmt den Nachwuchs in die Pflicht. Bei den Deutschen Meisterschaften kämpfen die besten Schwimmer um ein Ticket für die EM, die vom 9. bis 15. August in Budapest stattfinden wird. Das Augenmerk richtet sich also auf die jungen Wilden, die an die nationale Spitze drängen. Einer davon ist Tim Wallburger vom SG Neukölln, der mit Morgenpost-Redakteurin Alexandra Gross über seine Wettkampfchancen im Frühcafé-Sporttalk sprach.

Viermal Silber und fünfmal Bronze

Neun Medaillen und die Nominierung der 15-jährigen Franziska Wohlert für die Jugend-Europameisterschaften gab es für die Schwimmgemeinschaft (SG) Neukölln bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin vom 2. bis 6. Juni zu feiern. Viermal Silber und fünfmal Bronze war die Ausbeute.

Berliner Woche, 16. Juni 2010

Dabei gingen alle Podestplätze auf das Konto der Mädchen der Schwimmgemeinschaft. Die Jungs kamen leider nicht über einen vierten Platz hinaus. Herausragend war Franziska Wohlert, die sich über 200 Meter Rücken um drei Sekunden auf 2:17,00 Minuten verbesserte und sich damit für die Jugend-Europameisterschaften vom 14. bis 18. Juli in Helsinki qualifiziert hat.

Je eine Silbermedaille gewannen Anna Stiefvatter (Jahrgang 1995) über 50 Meter Brust, Franziska Wohlert (1994) und Enna Rodewald (1995) über 400 Meter Lagen und Tyra Blue Mauer (1996) über 100 Meter Brust. Bronze holten sich Gözde Tekin (1994) und Jeanine Roggenbuck (1996) über 200 Meter Schmetterling, Franziska Wohlert über 200 Meter Rücken, Tyra Blue Mauer über 200 Meter Brust und Lena Stiefvatter (1993) über 1500 Meter Freistil. syri

Welcher Held macht uns zu Siegern?

Das Wasser spritzt und schäumt, im Mordstempo sausen die Bälle durchs Becken der Schöneberger Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm. Keine Frage: An Enthusiasmus mangelt es den jungen Wasserballern von der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln nicht.

B.Z., 15. Mai 2010

Trotzdem ist Trainer David Skillen (51), der die gemischte D-Jugend (bis 13 Jahre) betreut, unglücklich. „Im Gegensatz zu anderen Mannschaftssportarten ist unsere leider in den Medien kaum präsent“, sagt er. „Dadurch fehlt es uns an Nachwuchs und Unterstützern.“ Dabei hat der 1898 gegründete Verein (4700 Mitglieder) nicht nur eine große Tradition, sondern im Wasserball auch große Erfolge vorzuweisen: Das Frauen-Team war sechsmal Deutscher Meister, seit 1993 spielen auch die Männer in der 1. Bundesliga – und landen regelmäßig auf den vorderen Plätzen. Doch Skillen, der seinen Job wie alle seine Trainer-Kollegen ehrenamtlich macht, plagen Nachwuchs-Sorgen. Vor allem in den unteren Jahrgängen fehlt es an Spielern. Skillen kennt einen der Gründe: „Viele Kinder fangen nicht mit Wasserball an, weil das für die Familien organisatorisch zu schwierig ist. Oft ist der nächste Verein weit weg in einem anderen Bezirk, was lange Fahrtzeiten bedeutet.“ Auch notextile. die Fahrten zu Auswärtsspielen erfordern eine komplizierte Logistik – vor allem, wenn es um die Deutsche Meisterschaft und damit gegen Teams im ganzen Bundesgebiet geht. Deshalb sucht die SG Neukölln nicht nur Kinder, die Lust haben, Wasserball zu spielen, sondern auch Berliner, die als Fahrer und Betreuer die Jugend-Teams zu Spielen und Turnieren begleiten. Denn freiwilliges Engagement ist wie in allen Sportvereinen auch für die SG Neukölln überlebenswichtig. „Ohne unsere rund 300 Ehrenamtlichen würde der Verein dahinsiechen“, sagt Klub-Sprecher Jochen Hanz (33). Und zwar nicht nur an Veranstaltungstagen. Allein das vereinseigene Sportbad Britz erfordert vollen Einsatz: In dem Freibad muss der Rasen gemäht, die Hecke geschnitten und regelmäßig sauber gemacht werden. Also: Alle Hände voll zu tun für echte Berliner Helden! Wer die SG Neukölln als Betreuer oder Fahrer unterstützen möchte, meldet sich bei Jochen Hanz, Tel. (030) 603 50 10. Dort erfahren auch Jugendliche, die Lust auf Wasserball haben, wo und wann trainiert wird.

Frühcafé-Sporttalk mit dem Wasserballspieler René Grotzky von der SG Neukölln

TV Berlin, 23. April 2010

Für die Wasserballer der SG Neukölln beginnt jetzt die heiße Saisonphase. Es gilt, noch den wichtigen vierten Tabellenplatz für den Meisterschaftskampf zu erreichen. Zudem will die Mannschaft um Angreifer René Grotzky, der einst mit den Wasserfreunden Spandau 04 vier nationale Titel gewann, am Sonntag im Spiel gegen Duisburg (14 Uhr, Schwimmhalle Schöneberg) für die Hinspielpleite Revanche nehmen. Über Rivalität und Freundschaft im Berliner Wasserball, sowie versteckte Fouls unter Wasser, spricht Grotzky im Frühcafé-Sporttalk mit Morgenpost-Redakteurin Alexandra Gross.

Ha-Ho-He, Sport an Havel-Oder-Spree

Radio Oldiestar *, 6. März 2010

Das Freizeitsportmagazin für Brandenburg und Berlin „Ha-Ho-He, Sport an Havel-Oder-Spree“ mit Helmut Orzechowski. Heute zu Gast die SG Neukölln.

Britz im Britta-Fieber

TagesspiegelNeuköllner Fans feiern ihre Berliner Schwimmstars im Sportbad: Knapp 300 Kinder und ihre Eltern können es kaum erwarten: Die Schwimmhelden Britta Steffen und Benjamin Starke sind nach Neukölln gekommen – nicht lebensecht, aber auf Großleinwand.

1.8.2009 Tanja Tricarico – Olivia tippt auf 52.05 Sekunden für 100 Meter Freistil. „Das schafft Britta,“ sagt die 12-Jährige und tackert den Wettschein an einer Pinnwand fest. Rund 300 Kinder, Eltern und Freunde der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln sind am Freitagabend ins Sportbad nach Britz gekommen. Der Lauf über 100 Meter Freistil mit Britta Steffen überträgt der Verein auf Leinwand. Steffen ist Olivias Vorbild. Seit sechs Jahren trainiert die Schülerin in Britz. Fünf Mal die Woche, manchmal öfters. „Ich will auch mal Leistungsschwimmerin werden,“ sagt Olivia.
Die SG Neukölln hat die Übertragung zum römischen Volksfest gemacht. Es gibt Pasta, Wein und Traubensaft. Im Hintergrund krächzt Adriano Celentano ein rauchiges „Azzuro“. Gegen halb sechs wird Michael Rochlitz langsam unruhig. In knapp dreißig Minuten wird es Ernst für Britta Steffen. „Wir hoffen natürlich auf eine Goldmedaille,“ sagt er. Seit dreißig Jahren ist Rochlitz Mitglied in der SG Neukölln. Eine wie Britta Steffen im Verein zu haben, macht ihn besonders stolz. „Sie spornt die Kinder an,“ sagt Rochlitz. Sein Enkel hat für die Athletin aus Legosteinen ein Schwimmbad gebaut. Mittendrin die Schwimmerin als Spielfigur. Ein Foto davon hat Rochlitz der zweifachen Olympiasiegerin geschickt: Sie war schwer beeindruckt. Und schickte gleich ein Autogramm. „Britta ist auf dem Teppich geblieben,“ sagt Rochlitz.
Wenn Steffen in Berlin ist, trainiert sie im Olympiastützpunkt in Hohenschönhausen, oft besucht sie ihren Schwimmverein in Neukölln. Nicht nur zu Autogrammstunden, sondern auch für Trainingseinheiten. Die Kinder liegen ihr am Herzen, sie ist auch für ihr Engagement für benachteiligte Jugendliche bekannt.
Kurz nach 18 Uhr taucht das Foro Italico in Rom auf der Leinwand auf. Schlagartig wird es laut in Britz. Tröten, Hupen, johlende Kinder. In Rom positioniert sich Britta Steffen auf dem Startblock. Startschuss. Und los. In Britz springt Olivia auf einen Stuhl, um besser sehen zu können. Ungeduldig hüpft sie von einem Bein aufs andere, klatscht. Auf den letzten Metern von Steffens Lauf verharrt sie, blickt starr auf die Leinwand. Dann endlich. Steffen wird erste. Mit 52.07 Sekunden. Olivia fällt ihrer Freundin Viktoria um den Hals, die neben ihr steht. Olivias Tip war zwar nicht richtig. Dass Steffen gewinnen würde, dessen war sie sich aber ganz sicher.

Die SG Neukölln feierte „50 Jahre Sportbad Britz“

Rudower Prisma, Juli 2009

Bei traumhaftem Wetter feierten die Mitglieder der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln Mitte Juni das 50-jährige Jubiläum des Sportbades Britz. Zu den Gratulanten gehörten auch Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky und Peter Scharmberg, stellvertretender Abteilungsvorsitzender der SPD Rudow sowie die Vorsitzende des Sportausschusses der BVV Neukölln, Violetta Barkusky-Fuchs von der CDU. Zur SG Neukölln gehören auch Spitzensportlerinnen wie Goldmedaillengewinnerin Britta Steffen und Dorothea Brandt, die auf der ersten Station der Mare-Nostrum-Tour in Barcelona Anfang Mai über 100m Freistil mit 54,99 Sekunden erstmals die 55-Sekunden-Marke knackte und dritte wurde.
Während sich die Spitzensportler des Vereins Britta Steffen. Dorothea Brandt, Tim Wallburger, Robin Backhaus aber voll auf die Deutschen Meisterschaften in Berlin vorbereiten, ließen es sich die Mitglieder und Freunde der SG Neukölln bei Sportbad-Bier, Sonne, guter Musik, alkoholfreien und alkholhaltigen Cocktails sowie leckerem Braten so richtig gut gehen. Für beste Stimmung sorgten die beiden Damen der Country Band Claudy Blue Sky, also Sandra und Claudy Sky, die Sunshine Disco, die junge Afrikatanzgruppe Tcheza Malinga und Celtic Irish Dance. Ein weiterer Höhepunkt war das Feuerwerk.
Ob auf der Liegewiese oder unterm Veranstaltungszelt, überall im Sportbad konnte man es sich richtig bequem machen, genießen, feiern, und relaxen. Natürlich gab es auch für die Kinde eine Menge Möglichkeiten, sich bei Spielen wie Basteln oder Tsichfußball zu vergnügen. Ausgiebig wurde denn auch bei dem schönen Wetter das heimische Schwimmbecken genutzt.
Übrigens: Als vor 111 Jahren der Ursprung der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln gelegt wurde, war es noch üblich, den Schwimmsport in den Berliner Flüssen, Seen und Kanälen auszuüben. Dieser Brauch hielt sich bis Ende der 50-er Jahre. Dann mussten aus Gesundheitsgründen die Schwimmer in Becken umziehen. Am 13. Juni 1959 war es schließlich soweit. Das Sportbad Britz wurde als Heimat der Schwimm-Union Neukölln, der Freien Schwimmer Neukölln, dem Schwimm-Club Neukölln und der BSG Eternit eröffnet.

50 Jahre Sportbad Britz

B.Z., 5. Juni 2009

Jubiläum – Das Sportbad Britz in Neukölln feiert am 13. Juni sein 50-jähriges Bestehen mit einem bunten Programm.

Am Sonnabend, den 13. Juni feiert Neukölln das 50-jährige Bestehen des Sportbades Britz. Ab 14 Uhr beginnt ein buntes Programm mit Musik, Spiel- und Bastelständen.
Das Sportbad Britz ist die sportliche Heimat der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln, für die auch Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen startet, früher auch Franziska van Almsick.
„Als vor 111 Jahren der Ursprung der Schwimm-Gemeinschaft gelegt wurde, war es noch üblich, in Flüssen, Seen und Kanälen zu schwimmen“, betont Jochen Hanz von der SG Neukölln. „In den Fünfzigerjahren mussten die Schwimmer aus Gesundheitsgründen in Becken umziehen.“
Am 13. Juni 1959 wurde das neue Sportbad Britz auch die neue Heimat der SG.
Zum Fest wird auch Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky erwartet. Im Showprogram: Claudy Blue Sky (Country), Sunshine-Disco und Celtic Irish Dance.

Die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln

TV Sport in Berlin, 1. März 2009

Ein Portrait über die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln aus der Serie „Stiftungsberichte der Deutschen Klassenlotterie Berlin“ auf TV Sport in Berlin. Im Archiv des Senders ist der Beitrag zu finden unter der Sendungsnummer 1061 im Kapitel 10 von 20.

Gold-Britta powert wieder

B.Z., 23. Februar 2009

Olympiasiegerin Britta Steffen (25) überzeugte beim Neuköllner Schwimmfest mit Weltklassezeit

Foto: Mirko SeifertAm Wochenende tauchte die zweifache Olympiasiegerin Britta Steffen (25) wieder ins Becken. Beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln überzeugte Steffen beim Auftakt für die Langbahnsaison: 54,83 Sekunden auf ihrer Paradestrecke, die 100-Meter-Freistil.
600 Athleten aus 41 Vereinen und sieben Nationen waren in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee am Start. Für Berlin räumte Robin Backhaus (19, SG Neukölln) über 200 und 400-Meter-Freistil ab. Die Mannschaftswertung gewannen die Gäste von Plymouth Leander (Großbritannien), vor der Nationalmannschaft aus der Schweiz. Organisator Jochen Hanz von der SG Neukölln (Gold-Brittas Heimatverein): „Das Fest war ein erfolgreicher Winterprüfstein, nicht nur für die Schwimmer aus Neukölln.“

Berlin Sport: Wasserball – Alles auf Angriff bei der SG Neukölln

TV Berlin, 7. November 2008

Am letzten Wochenende, Auftakt in die Bundesliga. Nicht aber für die SG Neukölln. Denn die Berliner waren erst gestern Abend dran, im Derby, im Heimspiel, gegen den ASC Brandenburg. 17 zu 4 ging die Partie an die Neuköllner, die in diesem Jahr viel vorhaben.

Familie und Freunde bejubeln Britta Steffens Sieg

Berliner Morgenpost, 15. August 2008

Es gab keinen Autokorso, doch daheim in ihren Wohnzimmern feierten viele Schwedter in der Nacht zu Freitag. Denn Britta Steffen, geboren in Schwedt, triumphierte bei den Olympischen Spielen in Peking. Eltern, Bruder und Freunde fieberten vor dem Fernseher mit. Ein Feuerwerk gab es allerdings nur im Berliner Vereinsbad.

Die Olympianacht im Sportbad Britz.Public Viewing in Neukölln – Ganz anders hingegen Berlin. Bei der SG Neukölln wurde die Nacht zum Tag gemacht. Im Sportbad Britz hatten sich schon seit dem Donnerstagabend Freunde und Vereinskollegen von Steffen versammelt und im Rahmen einer „Peking-Night“ das Warten auf das Finale über 100 Meter Freistil gemeinschaftlich zelebriert. Mit dabei war auch Oliver Wenzel. „Es gab asiatisches Essen und Kung-Fu Show-Kämpfe. Wir haben uns die Zeit schon gut vertrieben“, erzählt Steffens Lebensgefährte. Schlafen gegangen sind nur die ganz Kleinen, das Gros der Gäste hat durchgehalten. Beamer und Großbildleinwand transportierten überlebensgroße Bilder aus Peking nach Britz, etliche Gummiboote trieben im Wasser des Freibades mit Neugierigen an Bord, die voller Erwartung auf die Leinwand starrten. Und als Britta Steffen schließlich um kurz 11 Uhr Ortszeit auf den Startblock stieg, hielten Hunderte Fans im Freibad Britz den Atem an. …

Gummiboote kenterten im Freudentaumel der Freunde – Im Sportbad Britz knallten nicht nur die Sektkorken, ein Pyrotechniker beschleunigte mit einem gigantischen Feuerwerk die Morgendämmerung über Neukölln. „Die Leute sind vor Freude ins Wasser gesprungen“, erzählt Wenzel. So mancher nahm ein unfreiwilliges Bad, weil er seine Emotionen nicht kontrollieren konnte und mit dem Gummiboot kenterte. „Aber das war allen egal, schließlich kann man nicht jeden Tag einen Olympiasieg bejubeln.“

Während in Britz die letzten Raketen in den Himmel geschossen wurden, wurde Lutz Herrmann in Schwedt durch seinen Wecker unsanft aus den Träumen gerissen. In Abwesenheit von Bürgermeister Jürgen Polzehl ist Herrmann (SPD) als dessen Stellvertreter höchster Repräsentant der Stadt. Er kennt Steffen noch aus ihren Kindertagen. Alljährlich wurde in Schwedt für den schwimmenden Nachwuchs der „Pokal des Bürgermeisters“ ausgetragen. Wie oft Herrmann der kleinen Britta die Medaille für die Siegerin überreicht hat, weiß der 56-Jährige heute nicht mehr. „Es waren etliche Male, soviel steht fest“, sagt er. …

Sommerfest mit Bärli-Ball-Turnier – Spende für die SG Neukölln

Rudower Magazin, August 2008

Am 12. Juli ging es im Sportbad Britz wie in jedem Jahr um diese Zeit hoch her. Eine der Höhepunkte des Tages war das 4. Bärli-Ball Turnier der Neuköllner Grundschulen. Der Einladung der SG Neukölln folgten 5 Grundschulen mit einem Rekordmeldeergebnis von 11 Mannschaften. Die Vorrundenspiele fanden in drei Gruppen statt und dienten zur Qualifikation zur Platzierungsrunde.

Die Sieger von der Oskar-Heinroth GS.Nicht nur viele Eltern und Kinder waren zahlreich vertreten, die Vorsitzende des Sportausschusses der BVV Neukölln Frau Violetta Barkusky-Fuchs eröffnete zusammen mit Dirk Schumacher, dem Fraktionsvorsitzenden der Grauen, das erste Anschwimmen. Unter den Augen von Vereinspräsident Michael Steinke, Werner Ostermann (Beauftragter für Schule und Verein im Berliner Schwimm-Verband), Gerhard Thiedke (BSV Landestrainer Wasserball Jugend D + E), Gernot Häntschel (Jugendsachbearbeiter BSV) und Jürgen Behrend (Leiter Amt für Bildung, Schule und Kultur) lieferten sich die Kinder packende Spiele.

Jeder Schulmannschaft wurde ein Betreuer der SG Neukölln zur Seite gestellt, bei den Betreuern handelte es sich um Bundesligaspieler, Vereinstrainer und Jugendspieler. Alle Kinder zeigten hervorragenden Einsatz und wurden von ihren Lehrern zu Höchstleistungen angetrieben. Am Ende konnte die Mannschaft der Oskar-Heinroth GS I den begehrten Siegerpokal in den Händen halten. Alle Kinder erhielten eine Urkunde und eine Medaille bei der Siegerehrung.

Der Jugendtwart der SG Neukölln zieht den Hut vor der Spendenbereitschaft der Deutschen Bank.„Ich bin wie unsere anderen ehrenamtlichen Helfer immer wieder begeistert darüber, wie viele Kinder mit zum Teil einfachen Dingen glücklich gemacht werden können. Das wiegt den hohen Zeitaufwand für die Vereinsarbeit mehr als auf“, meinte Holger Kölling, seit Jahren ehrenamtlich in der Jugendabteilung tätig. Und Kölling hatte nicht nur Lob im Gepäck. Holger Kölling ist hauptberuflich im telefonischen Kundenservice der Deutschen Bank tätig. Gemeinsam mit seinen Kollegen Bärbel Schneider, Frank Fleischer und Theodoros Nikolopoulos setzten sie sich erfolgreich bei der Deutschen Bank für eine Spende ein. Innerhalb der „Initiative plus“, dem konzernweiten Programm der Deutschen Bank zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements ihrer Mitarbeiter, übergab Holger Kölling im Namen der Bank in Berlin eine Spende in Höhe von 2.000 Euro an die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln e.V. Die Spende dient dem Kinder- und Jugend-Sommerfest der Jugendabteilung der SG Neukölln.

Neben dem Bärli-Ball findet auch ein vereinsinterner Sichtungswettkampf im Schwimmen statt und dann wird natürlich auch gefeiert. Dabei sind Kinder und Jugendliche aus allen Abteilungen des Vereins, aber auch Nichtmitglieder und Familienangehörige willkommen. Mit der gezielten Förderung des gesellschaftlichen Engagements ihrer Mitarbeiter will die Bank ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, wie wichtig ihr der persönliche Einsatz der Mitarbeiter für gesellschaftliche Belange ist.Voraussetzung ist, dass sich die Mitarbeiter nachhaltig und ehrenamtlich außerhalb ihrer Arbeitszeit unter dem Dach des gemeinnützigen Projektpartners engagieren.

Aufwärmen mit Kickern und Tanzen – Jugendtreff „LIP29“ an der Lipschitzallee

Berliner Woche, 12. Dezember 2007

Gropiusstadt. Frisch gestrichen und tapezierte Wände, helle Holzböden, ein Kickerraum, Tanz- und Gymnastiksaal, Küche und Kuschelecke: So schön haben es jetzt die jungen Sportsfreunde der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln, denn neben dem DEGEWO-Sportplatz an der Lipschitzallee eröffnete der Verein den neuen Jugendtreff „LIP29“.

Kickern zur Eröffnung: Die jungen Mitglieder der SG Neukölln haben den neuen Jugendtreff "LIP29" in der vergangenen Woche begeistert in Beschlag genommen. (Foto: Claudia Pfister)Wen wunderts, dass es darum bei der feierlichen Einweihung durch Bürgermeister Heinz Buschkowsky und Bildungsstadtrat Wolfgang Schimmang (beide SPD) zuging wie in einem Bienenstock – alles schwirrte aufgeregt umher, um die frisch renovierten Räume zu beschnuppern. Eine Erkundungstour, die sich lohnt. Auf rund 90 Qudratmetern ist ein kleines Freizeitparadies für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 14 Jahren entstanden. Die jungen Sportler können hier ihre Aufwärmübungen machen, vor und nach dem Training Tanzen, Kickern oder Tischtennis spielen. Auch Computerworkshops, Spiel- und Spaßgruppen und eine Kochgruppe wird es geben. Beim „Kochen mit Karin“ erfahren die Kinder alles zum Thema „Gesunde Ernährung“ und lernen mit Küchengräten umzugehen. „Abgerundet wird das Programm durch die Hausaufgabenhilfe. Unsere Wasserballer Benjamin Wiese und Matthias Apostel übernehmen diese Aufgaben im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres“, sagt Jochen Hanz, Sprecher der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln. Der Umbau und die Renovierung der ehemaligen Mitarbeiterwohnung der Berliner Bäder-Betriebe kostete rund 5000 Euro und wurde aus Spenden, Zuwendungen des Bezirksamtes und MItteln des Fördervereins der SG Neukölln finanziert. Der Verein für Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport blickt auf eine über 100-jährige Tradition zurück und ist mit seinen über 4.700 Mitgliedern eine feste Größe in der Neuköllner Sportszene. pf


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20. Internationaler Sportbad-Pokal 2016 Mitglied werden Schwimmschule Vorschwimmen Jugentreff “LIP29“

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