14. Juli 2010, syri. Drei Schwimmer der SG Neukölln fahren zur Europameisterschaft. Dorothea Brandt, Tim Wallburger und Robin Backhaus von der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln haben bei den Deutschen Meisterschaften das Ticket für die Europameisterschaft in Budapest gelöst.
Eine schlechte Nachricht gab es jedoch im Vorfeld der Meisterschaften, die vom 30. Juni bis 4. Juli in Berlin stattfanden: Weltrekordlerin Britta Steffen und Vizeweltmeister Benjamin Starke mussten aus gesundheitlichen Gründen ihre Teilnahmen absagen und konnten sich so nicht für die Europameisterschaft (EM) in Budapest vom 9. bis 15. August qualifizieren. Doch es gibt noch andere Hoffnungsträger: So glänzte Sprinterin Dorothea Brandt bei den Deutschen Meisterschaften mit zwei Titeln. Mit 24,88 Sekunden, die sie über 50 Meter Freistil schwamm, und 50 Meter Brust in 31,69 Sekunden ließ sie die Konkurrenz hinter sich. Sie darf in Budapest den Freistil-Sprint absolvieren, eventuell auch in der vier mal 100 Meter Freistil-Staffel starten. Über 200 Meter Freistil sicherten sich Tim Wallburger mit 1:48,47 Minuten und Robin Backhaus mit 1:48,99 Minuten als Zweit- und Drittplatzierte hinter Weltrekordler Paul Biedermann, der mit 1:45,84 Minuten ins Ziel ging, das Ticket für die EM für die vier mal 200 Meter Freistil-Staffel.
TV Berlin, 2. Juli 2010
Olympiasiegerin Britta Steffen krank, Vize-Weltmeister Helge Meeuw verletzt, Medaillen-Sammler Thomas Rupprath zurückgetreten – fast täglich hagelte es prominente Absagen für die deutschen Schwimmmeisterschaften. Aus der Not auf viele bewährte Kräfte verzichten zu müssen, versucht Bundestrainer Dirk Lange eine Tugend zu machen und nimmt den Nachwuchs in die Pflicht. Bei den Deutschen Meisterschaften kämpfen die besten Schwimmer um ein Ticket für die EM, die vom 9. bis 15. August in Budapest stattfinden wird. Das Augenmerk richtet sich also auf die jungen Wilden, die an die nationale Spitze drängen. Einer davon ist Tim Wallburger vom SG Neukölln, der mit Morgenpost-Redakteurin Alexandra Gross über seine Wettkampfchancen im Frühcafé-Sporttalk sprach.
24. Juni 2010: Neben Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen werden weitere deutsche Top-Schwimmer bei der in einer Woche stattfindenen DM in Berlin (30. Juni bis 4. Juli) fehlen. Der WM-Zweite Helge Meeuw aus Magdeburg sagte seine Teilnahme ab, weil er sich in diesem Sommer verstärkt auf sein Medizinstudium konzentrieren will. Benjamin Starke (Berlin), der bei der WM in Rom im vergangenen Jahr mit der 4×100-m-Lagenstaffel Silber gewann, fehlt wegen der Folgen einer Gürtelrose. Zuvor hatte Steffen ihren Verzicht wegen Nasennebenhöhlenproblemen erklärt.
März 2010. Zurück zur Badehose: Das 23. Internationale Schwimmfest der SG Neukölln Berlin am 29.-31.1.2010 an der Landsberger Allee stand unter dem Zeichen der Entscheidung des Weltschwimmverbandes FINA, dass es der erste Wettkampf war, bei dem nur noch knielange Badehosen und Anzüge aus Textil getragen werden durfte. Vielleicht kann man nun dadurch schneller schwimmen, dass nicht mehr 30 Minuten lang mit notextile.
dem Hineinzwängen in den Plastikanzug gekämpft wird. Aber das betrifft ja die schnellen wie Britta Steffen oder Vizeweltmeister Benjamin Starke, die wegen Erkältung kurzfristig absagen mussten. Denn die meisten der knapp 400 Kinder und Jugendlichen, die an den Start gingen, haben keinen dieser Superanzüge. Dennoch war es für alle der erste Wettkampf der Saison auf der 50-Meter-Bahn. Überzeugen konnte bei dem Langbahn-Test vor allem Robin Backhaus, der jeden seiner fünf Starts als erster beendete. So gewann er die 100, 200 und 400 Meter Freistil sowie die 200 Meter Schmetterling und Lagen. Dorothea Brandt holte sich die Siege über 50 Meter und 100 Meter Schmetterling und 50 Meter Brust. Tim Wallburger war bester über die 400 Meter Lagen. Die beste Mannschaft war Aqua Berlin, beste Einzelleistungen erzielten Isabelle Tschirch (SG Neukölln), René Heinz (Medizin Mahrzahn) und Robin Backhaus.
Zurück zur Badehose: Das 23. Internationale Schwimmfest der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln vom 29. bis 31. Januar an der Landsberger Allee stand unter dem Zeichen der Entscheidung des Weltschwimmverbandes Fina.
14. Juli 2010. Es war der erste Wettkampf, bei dem nur noch knielange Badehosen und Anzüge aus Textil getragen werden durften. Damit waren die Super-Hightech-Anzüge passe. Die meisten der knapp 400 Kinder und Jugendlichen, die beim ersten Wettkampf der Saison auf der 50-Meter-Bahn an den Start gingen, haben soundso keine Superanzüge. Überzeugen konnte bei dem Langbahnrest vor allem Robin Backhaus von der SG Neukölln, der jeden seiner fünf Starts als Erster beendete. So gewann er die 100, 200 und 400 Meter Freistil sowie die 200 Meter Schmetterling und Lagen. Dorothea Brandt holte sich die Siege über 50 Meter und 100 Meter Schmetterling und 50 Meter Brust. Tim Wallburger war Bester über die 400 Meter Lagen. Die beste Mannschaft war Aqua Berlin, beste Einzelleistungen erzielten Isabelle Tschirch (SG Neukölln), Rene Heinz (Medizin Mahrzahn) und Robin Backhaus. syri
29. Januar 2010: Schwimm-Star Britta Steffen, dick eingepackt, schaute nur kurz vorbei – schwere Erkältung! Steffen: “Ich habe sogar den Start beim Schwimmfest meines Heimatvereins Neukölln abgesagt.”
29. Januar 2010: Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen ist erkrankt und hat deshalb ihren Start beim 23. Internationalen Schwimmfest ihres Heimatvereins SG Neukölln abgesagt. Auch Vizeweltmeister Benjamin Starke wird bei den Wettkämpfen in Berlin fehlen. Das teilte Trainer Norbert Warnatzsch mit. «Gestern sind die beiden zwar noch ins Wasser gegangen, heute liegen sie aber flach. So ist ein Wettkampf nicht möglich», sagte der Coach. Beide Schwimmer wollten in Berlin in die Langbahnsaison starten. Britta Steffen hatte für Nebenstrecken gemeldet. Insgesamt treten beim Schwimmfest im Europa-Sportpark knapp 400 Athleten aus Deutschland, Tschechien und Russland an.
28. Januar 2010: Britta Steffen wird an diesem Wochenende beim 23. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln in Berlin an den Start gehen. Dabei will die Doppel-Olympiasiegerin am Samstag in der Schwimmhalle im Europa-Sportpark die 200 Meter Lagen, die 100 Meter Rücken und die 400 Meter Freistil absolvieren. Für das Schwimmfest haben 400 Athleten aus Deutschland, Tschechien und Russland ihre Teilnahme angekündigt. Die 100 Meter Freistil gelten als die Paradedisziplin der Doppel-Olympiasiegerin. Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom im vergangen Sommer hatte Steffen ihren eigenen Weltrekord in dieser Disziplin unterboten.
Dorothea Brandt vom Olympia-Team „Go Gold 2012“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln beweist erneut ihre gute Form in Instanbul.
23. Dezember 2009. Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften vom 10. bis 13. Dezember in Istanbul verbesserte Dorothea Brandt über 50 Meter Freistil den deutschen Rekord ihrer Vereinskollegin Britta Steffen um sechs Hundertstel auf 23,74 Sekunden. Damit erkämpfte sie sich den dritten Platz hinter den Niederländerinnen Hinkelen Schreuder (23,32 Sekunden) und Ramoni notextile.
Kromowidjojo (23,58 Sekunden). Nach einigen Staffelmedaillen in den vergangenen Jahren war dieser Bronzerang ihre erste internationale Medaille und ihr erster deutscher Rekord auf einer Einzelstrecke. Ihre zweite Bronzemedaille holte sich Dorothea Brandt mit ihren drei Kolleginnen über viermal 50 Meter Freistil. 1:36,73 Minuten brauchten Dorothea Brandt, Daniela Samulski und Lisa Vitting (beide aus Essen) sowie Daniela Schreiber (aus Halle) dafür. Es gewannen die Niederländerinnen mit neuem Weltrekord von 1:33,25 Minuten vor dem Team aus Schweden, das 1:35,46 Minuten benötigte. Über viermal 50 Meter Lagen hätte es noch eine Silbermedaille werden können, wenn da nicht Dorothea Brandt als Schlussschwimmerin eine Hundertstel zu früh ins Wasser gesprungen wäre. syri
Januar 2010. In Kleinstbesetzung ging das Olympia-Team “Go Gold 2012” der SG Neukölln Berlin bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Essen vom 26.-29.11.2009 an den Start. Britta Steffen konzentriert sich gerade auf den Abschluss ihres Studiums und Robin Backhaus und Tim Wallburger haben zwei Monate Grundausbildung bei der Bundeswehr hinter sich. Dort werden sie das nächste Jahr als Sportsoldaten trainieren.notextile. 
So kletterten nur Dorothea Brandt und Benjamin Starke auf die Startblöcke. Dorothea Brandt verteidigte ihren Titel – den inzwischen vierten – über 50m Freistil in 24,03 Sekunden. Damit kommt sie als zweitschnellste Deutsche Britta Steffen (Ihr Deutscher Rekord liegt bei 23,80 Sekunden) immer näher. Die 25-jährige qualifizierte sich damit ebenso für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Istanbul (10.-13.12.2009) wie über die 50m Brust, wo sie überraschend Zweite wurde (30,22 Sekunden). Noch nie stand sie in einem Brustfinale.
Benjamin Starke wurde Deutscher Vizemeister über 100m Freistil nach 47,51 Sekunden, verpasste die EM-Norm aber um neun Hundertstelsekunden. Über seine Hauptdisziplin Schmetterling ging er mit den kurzen Kniebadehosen an den Start, die ab 2010 getragen werden müssen. Dort kam er nicht über einen sechsten Platz heraus.
9.12.2009. In kleiner Besetzung ging das Olympia-Team der SG Neukölln bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Essen kürzlich an den Start. Unter anderen kletterte Dorothea Brandt auf den Startblock – und verteidigte ihren Titel über 50 Meter Freistil in 24,03 Sekunden. Damit kommt sie als zweitschnellste Deutsche Britta Steffen immer näher, deren Rekord bei 23,80 liegt.
22. November 2009. Doppel-Weltmeisterin Britta Steffen hat bei der Vorrunde der deutschen Mannschafts-Meisterschaften in Hannover zwei deutsche Rekorde geschwommen. Zunächst blieb die Weltklasse- Schwimmerin am Samstag über 100 Meter Lagen in 59,10 Sekunden um 24/100 Sekunden unter der Marke von Theresa Michalak. Anschließend blieb Steffen in 51,76 Sekunden über 100 Meter Freistil um 41/100 Sekunden unter ihrer eigenen fast zwei Jahre alten Bestzeit. Sie verpasste dagegen ihre deutsche Bestmarke über 50 Meter Freistil mit 23,82 Sekunden um 2/100 Sekunden. Wegen Trainingsrückstands und Prüfungen im Studium verzichtet die Doppel-Olympiasiegerin auf die Teilnahme an der Kurzbahn-Saison und geht nur im deutschen Team-Wettbewerb für ihren Verein SG Neukölln Berlin an den Start.
Reinickendorfer Unternehmen fördert die Spitzensportler der SG Neukölln
September 2009. Berliner Meister oder Weltmeister? Ganz gleich, denn die besten Sportler der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln Berlin werden mit dem neuen Projekt „Go Gold – London 2012“ auf die nächsten olympischen Spiele gezielt vorbereitet. Doch leistungsorientiertes Schwimmen bedeutet nicht nur fleißiges Training und Erfolge im Wettkampf, sondern auch finanzielle Belastungen für die Vereine. Das weiß auch die Berolina Plastic GmbH. Sie ist Hauptsponsor der fünf Schwimmer der SG Neukölln, die mit dem „Gold-Projekt“ die Qualifikation für die nächsten olympischen Titelkämpfe angehen werden.
Berolina Plastic ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Reinickendorf und ist eines der führenden Unternehmen bei der Herstellung von Verpackungsmaterialien auf dem europäischen Markt. Das Sortiment reicht von normalen Flachbeuteln bis zu Halbschlauchfolien, von Kleiderschutzhüllen bis zu den verschiedenen Faltenbeuteln. Welche Stärke, Farbe und Maß, ob lebensmittelecht oder antistatisch, Spitzenqualität oder Recyclingware, Berolina Plastic hat alles in ihrem Portfolio. In den letzten drei Jahren wurden zudem über 3,5 Millionen Euro in neue Anlagen investiert. Besonders der neueste Extruder beeindruckt. Mit ihm ist es möglich, 400 Kilogramm Folie pro Stunde zu produzieren. Zudem legt das Unternehmen viel Wert auf Umweltverträglichkeit. So wird ausschließlich Polyethylen verwendet, damit alle Produkte sortenrein recycelt und wiederverwertet werden können.
Seit der Unternehmensgründung 1966 war gesellschaftliches Engagement für Berolina Plastic schon immer selbstverständlich. „Wer, wenn nicht der Mittelstand, sollte Vereine unterstützen, die nicht im Rampenlicht von Stadien und Fernsehübertragungen stehen“, meint Jochem Kirschbaum, Geschäftsführer von Berolina Plastic und zeichnet das Dilemma für kleine Vereine auf, dass sich große Konzerne zumeist auf mediale Topevents konzentrieren. Absagen an die kleinen Vereine sind dann die automatische Folge.
Berolina Plastic geht aber mit gutem Beispiel voran und unterstützt die Spitzenschwimmer der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln – unter ihnen Olympiasiegerin und Weltmeisterin Britta Steffen – und damit die gesamte Arbeit des Vereins. Kirschbaum weiter: „Denn Vorbildcharakter haben die Sportler ja ungemein auf die Jugend. Die Kids wollen ihren Vorbildern nacheifern und gehen dann zum Training. So bewegen sie sich, anstatt am U-Bahnhof abzuhängen.“
Wie für jede Jugendeinrichtung ist dies auch das vorrangige Ziel der SG Neukölln: Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten und gleichzeitig Werte fürs Leben zu vermitteln. „Dass ein kleiner Teil von denen es dann später schafft, bei internationalen Schwimmwettkämpfen Medaillen zu gewinnen, ist ein sehr erfreulicher Nebeneffekt“, sagt Jochen Hanz, der bei der SG Neukölln das Olympia-Team „Go Gold – London 2012“ betreut. Wichtig ist für Hanz insbesondere, dass Unternehmen wie Berolina Plastic verstehen, dass es hier um mehr geht als nur um Goldmedaillen. Natürlich würde sich Hanz freuen, wenn weitere Unternehmen das Team 2012 als Sponsoren unterstützen würden, damit die Sportler unbeschwert für ihren Traum trainieren können. Benefits für die Unternehmen sind dabei selbstverständlich. Die SG Neukölln hat 4.800 Mitglieder und bietet in ihrem Freibad, dem Sportbad Britz, neben Schwimmen auch Wasserball, Gesundheitssport sowie Kinder- und Jugendveranstaltungen an.
September 2009. Britta Steffen und Benjamin Starke vom Olympia-Team „Go Gold 2012“ der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln haben bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom (26. Juli bis 2. August 2009) hervorragend abgeschnitten. Mit Sandra Schilling und Mariam Salloum waren auch zwei Wasserballerinnen aus dem Neuköllner Bundesliga-Team in Rom dabei.
Britta Steffen setzte mit Bravour ihre Siegesserie fort. Wie bei den Olympischen
Spielen in Peking gewann die 25-jährige die 50m und die 100m Freistil. Beides gelang ihr zudem in neuer Weltrekordzeit. Über 100m Freistil verbesserte sie ihren eigenen Bestmarke auf 52,07 Sekunden, über die halbe Distanz schaffte sie dies in einer Zeit von 23,73 Sekunden erstmals. Eine Silbermedaille gewann sie mit der 4×100m Freistil-Staffel, Bronze gab es über 4×100m Lagen mit neuem Europarekord dazu. Benjamin Starke wurde mit neuem Europarekord Vize-Weltmeister über 4×100m Lagen und gewann damit erstmals eine Medaille bei einer großen Veranstaltung. Zudem verbesserte er seinen deutschen Rekord über 100m Schmetterling auf 51,22 Sekunden und wurde zehnter.
Ihre ersten Weltmeisterschaften erlebten die Wasserballerinnen Mariam Salloum und Sandra Schilling. Die deutschen Damen freuten sich am Ende des Turniers über den zehnten Platz. Mariam und Sandra konnten sich beide in die Torschützenliste eintragen. Im Sportbad Britz fieberten bei einem „römischen Abend“ 300 Kinder und Eltern an einer Großleinwand mit. Ein Highlight war das WM-Tippspiel, welches am Ende Michael Rochlitz gewonnen hat. Er verschätzte sich bei Britta Steffen und Benjamin Starke zusammen nur um 0,09 Sekunden. Sein Tipp war 52,09 Sekunden über 100m Freistil (Britta schwamm tatsächlich 52,07 Sekunden) und 51,24 Sekunden über 100m Schmetterling (Benjamin schwamm tatsächlich 51,31 Sekunden).
… Vor allem Britta Steffen glänzte in der italienischen Metropole mit zwei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille. Die 25-jährige Freistilspezialistin von der SG Neukölln gewann jeweils in Weltrekordzeit sowohl die 50 (23,73s) als auch die 100 m Kraul (52,07s) und wiederholte damit ihren Olympia-Doppelerfolg von Peking. Zudem gehörte sie den deutschen Staffeln an, die Silber über 4×100m Freistil und Bronze über 4×100m Lagen erkämpften. Als Startschwimmerin der Kraulstaffel war Britta mit 52,66s gleichfalls Weltrekord geschwommen.
Der zweite WM-Starter der Schwimmwettbewerbe aus Berlin – Benjamin Starke, gleichfalls von der SG Neukölln – wurde mit der deutschen Lagenstaffel gefeierter WM-Zweiter und beendete das 100-m-Schmetterlings-Einzelrennen als Zehnter des Halbfinals (51,51s). Im Vorlauf hatte er mit 51,22s einen deutschen Rekord erzielt.
Es hat mich schon berührt, wieder hier zu sein
29.8.2009 Jens Trommer – Britta Steffen ist ein wenig müde. Der Schwimm-Olympiasiegerin stecken 38 lange Kilometer mit dem Drachenboot in den Knochen. Sie hat kräftig getrommelt und ausdauernd gepaddelt – sechs Stunden lang war sie bei hochsommerlichen Temperaturen mit ihren Kollegen von der Nationalmannschaft auf der Potsdamer Havel unterwegs. „Es war schön, mal was anderes zu machen. Im Gegensatz zum Schwimmtraining, wo jeder seine Bahnen für sich absolviert, konnte ich auch mal mit dem Nebenmann quatschen,“ erzählt die 25-Jährige.
Die Tour auf der Havel gehört zu einem Programm, das sich Bundestrainer Dirk Lange (Hamburg) und der Potsdamer Langstrecken-Coach Jörg Hoffmann ausgedacht haben. Drei Wochen nach den Weltmeisterschaften in Rom, bei denen Britta Steffen zwei Goldmedaillen erkämpfte und drei Weltrekorde schwamm, hat das Trainer-Duo Deutschlands Top-Schwimmer zu einem Lehrgang nach Potsdam geholt. „Abseits des Beckenrandes wollen wir den Sportlern Defizite im Athletiktraining aufzeigen und ihnen helfen, diese zu beseitigen“, erklärt Lange. Bei Sprüngen, Sprints und Koordinationsübungen mit Bällen und an Seilen gab’s auch allerhand zu lachen. „Schwimmer sind an Land Grobmotoriker, wir hatten viel Spaß“ so Britta Steffen, die noch bis Olympia 2012 „in der Weltspitze mitmischen möchte“.
Für die gebürtige Schwedterin kommt der einwöchige Aufenthalt im Luftschiffhafen einer kleinen Reise in die Vergangenheit gleich. Von 1996 bis 2002 hat sie hier trainiert und ihr Abitur abgelegt. „Als Jugendliche habe ich immer gedacht, die Wege im Luftschiffhafen seien lang und die Häuser groß. Nun war es so, als hätten sich die Dimensionen verschoben, als sei alles geschrumpft“, beschreibt die Ausnahme-Schwimmerin ihre Empfindungen nach einem längeren Spaziergang mit ihrem Berliner Teamgefährten Benjamin Starke. Der stammt aus Cottbus und zog ebenfalls einst in Potsdam seine Trainingsbahnen.
Obgleich für die einstige Junioren-Europameisterin Britta Steffen während ihrer Zeit im Luftschiffhafen nicht alle sportlichen Träume in Erfüllung gingen und die Freistil-Spezialistin nach den Europameisterschaften 2002 frustriert zur Konkurrenz nach Berlin wechselte, erinnert sie sich gern an „die unbeschwerte Jugendzeit“ an der Potsdamer Sportschule. „Es hat mich schon berührt, wieder hier zu sein, das ist schon ein Stück zu Hause“. Auch deshalb wollen sie und Starke am Sonntag zur Einschulungsfeier der neuen Sportschüler kommen.
Britta bringt das Gold nach Berlin
4.8.2009 Dajana Rubert – Britta Steffen, du bist die Beste. Du bist unsere Gold-Queen. Du hast alles erreicht: Zweimal Olympia-Gold 2008, Doppel-Europameisterin 2006 und jetzt auch zweifache Weltmeisterin in Rom. In neuen Weltrekordzeiten, na klar. Man braucht nicht viele Worte: „Wahnsinn“, „Geil“ oder „der absolute Hammer“. Das trifft es ganz gut.
Gestern landete der Schwimm-Superstar in Tegel. Erst um 19.55 Uhr, weil Britta erst mit drei Stunden Verspätung aus Rom abhob. Egal, ihre Fans warteten geduldig. Und bereiteten ihr einen schillernden Empfang, ganz wie es der Königin gebührt. LSB-Präsident Klaus Böger war da. Und die Jungs und Mädels ihrer SG Neukölln. Von ihnen gab’s einen Laptop als Anerkennung. Ein Geschenk mit Geschichte: „Schon nach den EM-Titeln hatte sie von uns ein Notebook bekommen. Damit sie auch für ihr Studium bestens gerüstete ist, haben wir ihr jetzt einen neuen, moderneren Laptop geholt“, erklärt Jochen Hanz von der SG.
Denn neben der Karriere als Super-Schwimmerin baut Steffen auch auf ein zweites Standbein. An der Beuth-Hochschule für Technik studiert sie Wirtschaftsingenieurwesen. Das ist ihr genau so wichtig wie der Sport.
Doch ans Ende der Karriere denkt die hübsche Blonde auch nach dem letzten fehlenden Triumph noch lange nicht. 2012 will sie in London noch einmal bei den Olympischen Spielen angreifen. “Mit Paul Biedermann an meiner Seite fühle ich mich noch bestärkter darin, dass wir die Möglichkeit haben, als Team ganz vorne mitzuschwimmen”, sagt Gold-Britta.
Schnell, schneller, Britta! Berlins Britta Steffen gewinnt WM mit Riesenvorsprung in Weltrekordzeit
1.8.2009 Rom – Es ist vollbracht! Britta Steffen ist am Ziel ihrer Träume. Und weiterhin schnellste Schwimmerin der Welt. Der WM-Titel in Rom über die 100 m Freistil sind die Vollendung des ersehnten Gold-Triples der 25-jährigen Berlinerin. Unser Goldfisch ist jetzt Europameisterin, Olympiasiegerin, nun auch Weltmeisterin! Und wieder gab’s einen neuen Weltrekord! Schnell, schneller, Britta – der Wahnsinn!
Wer nach Vorlauf und Halbfinale Zweifel an unserem Goldfisch hatte, wurde auf der zweiten Bahn des Finals eines Besseren belehrt. Unglaublich, wie Britta ab 70 Metern dem Feld davonzog, der silbernen Britin Fran Halsall und Titelverteidigerin und Freundin Lisbeth Trickett (Australien) keine Chance gab. Bei sensationellen, nie erreichten 52,07 Sekunden blieb die Uhr stehen, acht Zehntelsekunden vor Halsall. Eine Schwimm-Welt!
Britta realisierte schnell ihren Triumph, riss den rechten Arm in die Höhe und winkte ins Publikum. Da, wo ihre Team-Kollegen mitgeschrien hatten. Ihr Trainer Norbert Warnatzsch. Und auch ihr aus Berlin angereister Freund Oliver Wenzel.
Britta war überglücklich. Auch, dass es vorbei war. „Ich war so aufgeregt, viel aufgeregter als bei Olympia. Weil der Druck noch größer war. Mir war vorher richtig schlecht“, so Gold-Britta. Umso wohler ging’s ihr hinterher: „Jetzt möchte ich jeden Moment für immer einfangen. Jetzt habe ich die drei großen Titel zusammen. Phantastisch.“
Völlig aus dem Häuschen war man auch bei ihrem Heimatklub, der SG Neukölln. Wie schon bei Olympia in Peking waren fast alle auf dem Vereinsgelände über einen großen Monitor ganz nah bei ihrer Britta und erlebten den Triumph mit, dem ja auch noch der über die 50 m Freistil folgen kann.
Und dann? Ist die Karriere des Berliner Goldfisches dann vorbei? Schließlich ist sie ja scheinbar am Ziel. Was soll nach EM-Gold, Olympiasieg, WM-Gold und Weltrekord nach Weltrekord noch kommen? Britta: „Das Schönste ist, sich mit den Besten der Welt messen zu können. Und davon habe ich noch nicht genug.“ Das klingt nach mehr, nach viel mehr. Vielleicht sogar nach Olympia 2012 in London.
Erst einmal freut sich Britta aber auf Urlaub – und die Saison 2010. Wenn die Hightech-Anzüge, die „Raketen“ (O-Ton Steffen), wieder verboten sind. Wenn alle wieder den „normalen Badeanzug“ anhaben, dann – so Britta – „werden die Karten wieder neu gemischt.“ BD

Neuköllner Fans feiern ihre Berliner Schwimmstars im Sportbad: Knapp 300 Kinder und ihre Eltern können es kaum erwarten: Die Schwimmhelden Britta Steffen und Benjamin Starke sind nach Neukölln gekommen – nicht lebensecht, aber auf Großleinwand.
1.8.2009 Tanja Tricarico – Olivia tippt auf 52.05 Sekunden für 100 Meter Freistil. „Das schafft Britta,“ sagt die 12-Jährige und tackert den Wettschein an einer Pinnwand fest. Rund 300 Kinder, Eltern und Freunde der Schwimm-Gemeinschaft (SG) Neukölln sind am Freitagabend ins Sportbad nach Britz gekommen. Der Lauf über 100 Meter Freistil mit Britta Steffen überträgt der Verein auf Leinwand. Steffen ist Olivias Vorbild. Seit sechs Jahren trainiert die Schülerin in Britz. Fünf Mal die Woche, manchmal öfters. „Ich will auch mal Leistungsschwimmerin werden,“ sagt Olivia.
Die SG Neukölln hat die Übertragung zum römischen Volksfest gemacht. Es gibt Pasta, Wein und Traubensaft. Im Hintergrund krächzt Adriano Celentano ein rauchiges „Azzuro“. Gegen halb sechs wird Michael Rochlitz langsam unruhig. In knapp dreißig Minuten wird es Ernst für Britta Steffen. „Wir hoffen natürlich auf eine Goldmedaille,“ sagt er. Seit dreißig Jahren ist Rochlitz Mitglied in der SG Neukölln. Eine wie Britta Steffen im Verein zu haben, macht ihn besonders stolz. „Sie spornt die Kinder an,“ sagt Rochlitz. Sein Enkel hat für die Athletin aus Legosteinen ein Schwimmbad gebaut. Mittendrin die Schwimmerin als Spielfigur. Ein Foto davon hat Rochlitz der zweifachen Olympiasiegerin geschickt: Sie war schwer beeindruckt. Und schickte gleich ein Autogramm. „Britta ist auf dem Teppich geblieben,“ sagt Rochlitz.
Wenn Steffen in Berlin ist, trainiert sie im Olympiastützpunkt in Hohenschönhausen, oft besucht sie ihren Schwimmverein in Neukölln. Nicht nur zu Autogrammstunden, sondern auch für Trainingseinheiten. Die Kinder liegen ihr am Herzen, sie ist auch für ihr Engagement für benachteiligte Jugendliche bekannt.
Kurz nach 18 Uhr taucht das Foro Italico in Rom auf der Leinwand auf. Schlagartig wird es laut in Britz. Tröten, Hupen, johlende Kinder. In Rom positioniert sich Britta Steffen auf dem Startblock. Startschuss. Und los. In Britz springt Olivia auf einen Stuhl, um besser sehen zu können. Ungeduldig hüpft sie von einem Bein aufs andere, klatscht. Auf den letzten Metern von Steffens Lauf verharrt sie, blickt starr auf die Leinwand. Dann endlich. Steffen wird erste. Mit 52.07 Sekunden. Olivia fällt ihrer Freundin Viktoria um den Hals, die neben ihr steht. Olivias Tip war zwar nicht richtig. Dass Steffen gewinnen würde, dessen war sie sich aber ganz sicher.
SG Neukölln ist mit Finalparty vorbereitet
31.7.2009 Rom – Heute, 18.02 Uhr, soll Britta Steffens große WM-Stunde schlagen. 100-m-Freistil-Finale. Es ist ihre Strecke. Sie ist Olympiasiegerin, sie ist Weltrekordlerin. Sie will Weltmeisterin werden. Sie will Gold nach Berlin holen. Vor allem nach Neukölln, ins Sportbad Britz. Ab 16.30 Uhr steigt dort der Römische Abend der SG Neukölln. Wie schon bei Olympia 2008 in Peking (damals allerdings zu früher Morgenstunde) feiert ihr Verein das Finale mit einer großen Party. Mit der Hoffnung aufs goldige ende. Die ist berechtigt. Mit 52,22 Sekunden verbesserte Britt am Sonntag beim silbernen 4×100-m-Freistil-Staffelrennen ihren eigenen Weltrekord. Die Favoritenrolle ist damit geklärt. Britta pokert. Die 25-Jährige zog in 52,87 Sekunden als Zweitbeste hinter Lisbeth Trickett ins Finale ein. Die Australierin war drei Hundertstel schneller. Heute werden die Karten neu gemischt.
Die SG Neukölln lädt ein, wenn Superstar Britta Steffen am Freitag in Rom um WM-Gold kämpft.
21.7.2009 Oliver Ohmann – Neukölln fiebert mit den Schwimmstars Britta und Benny. In der Hoffnung, dass Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen und Benjamin Starke bei der Schwimm-WM in Rom siegen, bereitet sich die SG Neukölln auf einen “Römischen Abend” vor. Los geht’s zum Daumen drücken am Freitag, den 31. Juli ab 16.30 Uhr im Sportbad Britz.
Bevor sich die Fans auf Großleinwand Britta und Benjamin anschauen (18 Uhr), gibt es italienische Pasta, Musik-Programm und ein Wettbüro, bei dem die Kinder ihre Schwimmzeiten-Tipps von Britta (100-Meter-Freistil) und Benjamin (100-Meter-Schmetterling) abgeben können. Die, die am nächsten an die geschwommen Zeiten kommen, gewinnen unterschriebene Fanartikel der Stars.
29.7.2009. In Hoffnung darauf, dass Britta Steffen und Benjamin Starke bei der Schwimm-WM in Rom sich für das Finale über 100m Freistil und das Halbfinale über 100m Schmetterling qualifizieren, bereitet sich die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln am selben Tag ab 16:30 Uhr im Sportbad Britz am Kleiberweg 3 auf einen “Römischen Abend” vor. Bevor sich ab 18 Uhr der SGN-Nachwuchs auf Großleinwand die Wettkämfe anschaut, gibt es Programm mit Pasta, Traubensäfte, Musik und einem Wettbüro, bei dem die Kinder ihre Schwimmzeiten-Tipps von Britta und Benjamin abgeben können.
27.7.2009. Britta Superstar: Unser Goldfisch Britta Steffen (25) hat wieder zugeschlagen! Als Startschwimmerin der Sprintstaffel pulverisierte sie gestern bei der WM in Rom ihren eigenen Weltrekord über 100 m Freistil um 24/100 auf 52,22 Sekunden. Am Ende schwamm das DSV-Quartett zu Silber. Britta überglücklich: „Ich war total frei im Kopf. Dadurch hatte ich unheimliche Kraft.“ Doch realisiert hat die Berlinerin ihre Zeit erst spät. „Meine Kontaktlinse war verrutscht. Ich musste blinzeln und wusste nicht: 52,2 oder 52,8. Da dachte ich: die 52,2 wären zu hart, also sind es die 52,8.“ Denkste! Mit Daniela Schreiber (20), Petra Dallmann (30) und Daniela Samulski (25) blieb Britta am Ende in 3:31,83 Minuten auch noch unter der alten Weltrekord-Zeit. Titel und neue Bestmarke holten sich die Niederlande (3:31,72). Britta muss erst am Donnerstag wieder ins Becken. Was macht sie bis dahin? „Ich habe durch den psychischen Druck immer Rückenschmerzen. Die lasse ich behandeln. Ansonsten ist Ruhe im Hotel angesagt.“
25.7.2009. Jawollja, wie man sieht – die Vorbereitungen zum kollektiven Mitfiebern, Daumendrücken, Anfeuern und Jubeln sind in vollem Gange. Immerhin sind bei der Schwimm-WM, die gerade in Rom stattfindet, ja auch gleich vier Athleten der SG Neukölln am Start: Die Wasserballerinnen Mariam Salloum und Sandra Schilling spielen heute ab 16.50 Uhr mit dem deutschen Team in der Zwischenrunde gegen Kanada. Benjamin Starke geht Freitag in seinen Vorlauf über 100 m Schmetterling und Sonntag für die 4×100 m Lagen-Staffel ins Wasser. Und Olympiasiegerin Britta Steffen hat die 4×100 m Freistil-, die 4×100 m Lagen-Staffel, die 50 m und die 100 m Freistil-Strecke auf ihrem WM-Fahrplan.
29.6.2009. … Am Schlusstag der Titelkämpfe fielen zudem noch einmal mehrere deutsche Rekorde: Helge Meeuw (Frankfurt/Main) verbesserte in 53,08 Sekunden seine eigene Bestmarke über 100 Meter Rücken, Benjamin Starke (Berlin) schraubte die nationale Bestzeit über 100 Meter Schmetterling auf 51,47 Sekunden, und Annika Mehlhorn (Baunatal) schwamm auf der gleichen Strecke ebenfalls deutschen Rekord, verpasste in 58,45 Sekunden aber trotzdem die WM-Norm.
Lokalmatadorin Britta Steffen, die in Berlin gleich zwei Weltrekorde über 100 m Freistil aufgestellt hatte, verfehlte am Sonntag hingegen ihre dritte Bestmarke bei den Meisterschaften. Sie gewann zwar das Rennen über 50 Meter Freistil, blieb in 24,45 Sekunden aber sogar 39 Hundertstel über ihrem eigenen deutschen Rekord. Angesichts von zwei Weltrekorden räumte sie freimütig ein: “Am Ende war ein bisschen die Luft raus.”
28.6.2009. Britta Steffen verbessert ihren eigenen Weltrekord über 100 Meter Freistil auf 52,56 Sekunden. Der alte Rekord hatte zwei Tage Bestand. Steffen hatte ihn im Vorlauf erzielt.
Berlin / Frank Bachner – Die letzten Züge taten verdammt weh, man sah es an den Armen. Die tauchten mühsamer ins Wasser ein, mühsamer als Sekunden zuvor. Das Getöse in der Halle, diese Mischung aus Schreien, Pfiffen und Trötenlärm, das alles hörte Britta Steffen nicht. Der letzte Zug, der Anschlag, Weltrekord. Britta Steffen von der SG Neukölln, Doppel-Olympiasiegerin von 2008, hatte gerade die Weltbestmarke über 100 Meter Freistil auf 52,56 Sekunden verbessert. Ihre Bestmarke, zwei Tage alt. Im Vorlauf hatte sie bei der Deutschen Schwimm-Meisterschaft in Berlin 52,85 Sekunden erzielt. Natürlich hatte sie ihren neuen High-Tech-Anzug an, und dessen phänomenale Wasserlage kann jeder Laie sehen. Selbst Steffen registrierte verblüfft, wie hoch sie durchs Wasser pflügt. Auf youtube hatte sie ihren Vorlauf angeklickt, mit bemerkenswertem Ergebnis. „Ich habe auf Video zum ersten Mal bei einem Rennen von mir meinen Hintern gesehen.“
Also, welche Bedeutung hatte diesmal der komplett beschichtete Anzug für den Weltrekord? Vor zwei Tagen hatte sie noch erklärt: „Der Anzug hat diesen Weltrekord gemacht.“ Weil sie nur 90 Prozent gegeben hatte und nicht mal Schmerzen hatte. Jetzt klang sie erheblich zurückhaltender. Sicher, der Anzug, „aber man muss sehr gut schwimmen können, sonst nützt der Anzug auch nicht viel“, sagte sie. Die ganze Debatte um ihr Material, die sie selber befeuert hatte, kam ihr nun auf einmal etwas seltsam vor. „Ich hätte gedacht, dass die Leute wissen, dass man vor allem mit gutem Training schnell ist.“ Seltsam klang freilich jetzt eher diese plötzliche Zurückhaltung. Aber die, sagte Steffen, resultiere nur daraus, dass sich zu viele Leute allmählich fragten, ob denn der Anzug quasi alles allein erledige.
An Schmerzen jedenfalls mangelte es gestern nicht, die begannen schon nach 50 Metern. Das lag an Norbert Warnatzsch, dem Trainer. Geh’ schneller an als sonst, hatte er als Renntaktik vorgegeben. Also ging Steffen schnell an, so schnell, dass sie bei der Wende rund eine halbe Sekunde unter der Durchgangszeit des alten Weltrekords lag. „Vielleicht eine Zehntelsekunde zu schnell“, sagte Steffen nach dem Rennen. Sicher weiß sie nur, dass ihr bei dieser Taktik die Kraft zu einem Endspurt fehlt. Mit dem Endspurt hatte sie sich bei Olympia in Peking noch Gold gesichert. „Aber damals hatte ich auch ein Schweineglück.“ Doch weil Glück kein Faktor ist, mit dem man planen kann, sind die Zeiten vorbei, in denen Britta Steffen als Letzte wendete, um dann richtig aufzudrehen.
Heute schwimmt die 25-Jährige noch die 50 Meter Freistil. „Wenn ich unter 24 Sekunden bleiben würde, wäre das phantastisch“, sagte sie. Wenn sie nur einen Wimpernschlag unter 24 Sekunden bleibt, hat sie den Weltrekord. Der steht bei 23,96 Sekunden.
24.6.2009. … Und wenn er diverse Leistungen betrachtet, dann fühlt er sich in seiner harten Linie bestätigt. Druck erzeugt Leistung. Daniela Samulski verbesserte vor kurzem gleich vier Mal den Deutschen Rekord über 50 Meter Rücken (27,83), Norm klar unterboten. Kerstin Vogel verpasste die Norm über 50 Meter Brust nur um eine Hundertstelsekunde, auch die Berlinerin Dorothea Brandt hat die Richtzeit über 50 Meter Freistil nur knapp verpasst. Dabei hatte Brandt im Winter noch, nachdem sie die Normen registriert hatte, ihrem Trainer Norbert Warnatzsch stöhnend mitgeteilt: „Das schaffe ich nicht.“
10.6.2009. Canet – Die deutschen Schwimmer haben im südfranzösischen Canet auf der zweiten Station der Mare-Nostrum-Tour zwei dritte Plätze erkämpft. Dorothea Brandt (Berlin), die Trainingspartnerin von Britta Steffen, musste sich in 24,75 Sekunden über 50 Meter Freistil lediglich der Australierin Lisbeth Lenton-Trickett (24,15) und der Schwedin Therese Alshammar (24,17) geschlagen geben. Für eine kleine Überraschung im Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) sorgte Lucien Haßdenteufel (Saarbrücken) als Dritter über 200 Meter Rücken in 2:03,61 Minuten. Vor allem Weltrekordhalterin Lenton-Trickett wird bei den Weltmeisterschaften in Rom (17. Juli bis 2. August) zu den Herausforderinnen von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen gehören; die Freistil-Spezialistin wird sich auf die Titelkämpfe in Europa vorbereiten.
In der herrlichen Wettkämpfatmosphäre des 13. Internationalen Sportbadpokales hat die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln zum Pfingstwochenende ihr neues Olympia-Team „Go Gold – London 2012“ präsentiert. Das Team besteht zur Zeit aus fünf Schwimmern, die berechtigte Chance haben, sich für dieses größte sportliche Ereignis zu qualifizieren.
Angeführt wird das Team von der Doppelolympiasiegerin und dreifachen Olympiateilnehmerin Britta Steffen (25). Sprinterin Dorothea Brandt (25) und „Schmetterling“ Benjamin Starke (23) haben ebenfalls schon olympische Erfahrungen. Komplettiert wird die Auswahlmannschaft von den Youngstern Robin Backhaus (19) und Tim Wallburger (19). Die Sportler gehören alle dem notextile. 
Nationalkader des Deutschen Schwimm-Verbandes an und werden am Olympiastützpunkt Berlin von Norbert Warnatzsch trainiert.
Die Zielsetzung der SG Neukölln mit dem Konzept „Go Gold – London 2012“ ist, die Sportler auf ihrem Weg auf die Insel finanziell zu unterstützen. Die Sponsoren erhalten im Gegenzug zur Bekanntheitssteigerung Werbemöglichkeiten und ihnen wird das positive Image der Leistungssportler übertragen. Als Hauptsponsor konnte das mittelständische Unternehmen Berolina Plastic gewonnen werden. Die Sponsoren sind die Berliner Flughäfen, Intersport Olympia, Hans Engelke Energie, Sodexo, die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 und die Firma Vakuplastic als Partner. Neben der Präsentation des Projekts konnten die anwesenden Politiker und Unternehmer die Sportler in einer persönlichen Gesprächsrunde kennen lernen.
April 2009. Auch beim zweiten Testwettkampf des Jahres auf der Langbahn konnten die Schwimmer des Teams „Go Gold – London 2012“ der SG Neukölln Berlin gute Leistungen abliefern. Sie traten zum Wettkampf an, dem sehr gut besetzten internationalen Schwimm-Meeting des SCC Reinickendorf an der Landsberger Allee.
Zu drei Siegen kam Britta Steffen. Neben den 100m Freistil (55,07 Sekunden), die sie vor zwei Wochen beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln knapp schneller schwamm, lag sie auch nach den 50m (25,19s) und den 200m Freistil (2:01,59min) ganz vorne. Über 50m Freistil komplettierte Dorothea Brandt den Neuköllner Doppelerfolg mit 25,68 Sekunden als Zweite.
Zweimal auf dem Siegertreppchen ganz oben stand Tim Wallburger, der die 200m Lagen (2:06,06min) und die 200m Freistil (1:51,65min) für sich entschied. Robin Backhaus erreichte über 400m Freistil nach 3:57,39min als erster die Anschlagmatte. Dazu wurde er Zweiter über die ihm ungewohnten 100m Rücken mit einer Zeit von 58,27 Sekunden.
Nach wie vor bestreitet Olympiateilnehmer Benjamin Starke wegen einer Verletzung keine Wettkämpfe und trainiert nur.
März 2009. Auch beim zweiten Testwettkampf des Jahres auf der Langbahn, dem sehr gut besetzten internationalen Schwimm-Meeting des SCC Reinickendorf an der Landsberger Allee, konnten die Schwimmer des Teams „Go Gold – London 2012“ der SG Neukölln Berlin gute Leistungen abliefern.
Zu drei Siegen kam Britta Steffen. Neben den 100m Freistil (55,07 Sekunden), die sie vor zwei Wochen beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln knapp schneller schwamm, lag sie auch nach den 50m (25,19s) und den 200m Freistil (2:01,59min) ganz vorne. Über 50m Freistil komplettierte Dorothea Brandt den Neuköllner Doppelerfolg mit 25,68 Sekunden als Zweite.
Zweimal auf dem Siegertreppchen ganz oben stand Tim Wallburger, der die 200m Lagen (2:06,06min) und die 200m Freistil (1:51,65min) für sich entschied. Robin Backhaus erreichte über 400m Freistil nach 3:57,39min als erster die Anschlagmatte. Dazu wurde er Zweiter über die ihm ungewohnten 100m Rücken mit einer Zeit von 58,27 Sekunden.
Nach wie vor bestreitet Olympiateilnehmer Benjamin Starke wegen einer Verletzung keine Wettkämpfe und trainiert nur.
Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen präsentierte sich beim Schwimm-Meeting in Power-Laune
9. März 2009 von Oliver Ohmann. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen (25) verbuchte beim zweiten Winterprüfstein der Saison drei Siege. Beim Schwimm-Meeting des SC Reinickendorf an der Landsberger Allee siegte sie souverän über 100-Meter-Freistil (55,07 Sekunden), 50-Meter-Freistil (25,19 Sekunden) und 200-Meter-Freistil (2:01,59 Minuten). Über
50-Meter-Freistil komplettierte Dorothea Brandt den Doppelsieg der Schwimm-Gemeinschaft Neukölln. Bei den Herren stand Tim Wallburger zweimal auf dem Siegertreppchen – über 200-Meter-Lagen (2:06,06 Minuten) und 200-Meter-Freistil (1:51,65 Minuten). Der Neuköllner Robin Backhaus schlug über 400-Meter-Freistil als Erster an (3:57,39 Minuten).
4. März 2009. Nach den guten Leistungen vom 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln von vor zwei Wochen absolvieren Neuköllns beste Schwimmer des Teams „Go Gold – London 2012“ den nächsten Test. Beim Internationalen Schwimm-Meeting (ISM) des SSC Reinickendorf geht es am 7. und 8. März in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee (SSE) auf die Startblöcke.
Britta Steffen (25) wird neben den 100m Freistil auch die 50m und 200m bestreiten. Sprinterin Dorothea Brandt (25) geht ebenfalls über 50m und 100m Freistil an den Start aber auch über 50m Schmetterling. Vielstarter Robin Backhaus (19) nimmt es diesmal mit den 100m, 400m Freistil, 50m, 100m Schmetterling sowie 50m, 100m Rücken auf. Ausdauervielseiter Tim Wallburger (19) schwimmt 200m Freistil, Brust und Lagen sowie 100m Brust und Rücken.
Nach wie vor geschont wird Olympiateilnehmer Benjamin Starke (22), der nach seiner Schulterverletzung noch nicht voll belastet werden kann.
März 2009. Das 22. Internationale Schwimmfest der SG Neukölln war ein erfolgreicher „Winterprüfstein“ nicht nur für die
Neuköllner Schwimmer. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Finnland, Litauen, Schweiz und Rumänien nutzten den ersten 50m-Bahn-Wettkampf des Jahres für tolle Leistungen. Überzeugen konnte wiedereinmal Britta Steffen (25). Über ihre Paradestrecke 100m Freistil wusste sie in 54,83 Sekunden eine sehr gute
Zeit nach ihrer Trainingspause zu bieten. Aber nicht nur sie präsentierte sich aus dem Neuköllner Team „Go Gold – London 2012“ in guter Form. In nichts nach ihr stand Robin Backhaus (19), der die 200 und 400m Freistil für sich entscheiden konnte. Tim Wallburger (19) war über 200m und 400m Lagen der schnellste. Dorothea Brandt (24) siegte über die 50m Freistil. Leider konnte
Olympiateilnehmer Benjamin Starke (22) wegen einer unlängst auskurierten Schulterverletzung nicht teilnehmen. 41 Vereine hatten ihre Meldung abgegeben und dazu beigetragen, dass in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee ein bunter Wettkampf mit knapp 3.000 Starts über die Bühne ging. Die Mannschaftswertung gewannen die Gäste von Plymouth Leander aus Großbritannien vor der Nationalmannschaft aus der Schweiz.
Die Schwimm-Gemienschaft Neukölln lud zum Schwimmfest
28. Februar 2009. Während draußen noch herrlicher Schnee lag und Kinder sich eher mit Schlitten vergnügten, hatte die Schwimm-Gemeinschaft Neukölln zu ihrem internationalen Schwimmfest an der Landsberger Allee geladen – einem
guten “Winterprüfstein” nicht nur für die Neuköllner Schwimmer. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Finnland, Litauen, Schweiz und Rumänien nutzten den ersten 50m-Bahn-wettkampf des Jahres für tolle Leistungen. Britta Steffen wusste wieder mal zu überzeugen und schwamm auf ihrer Paradestrecke 100m Freistil 54,83 Sekunden – eine gute Zeit nach ihrer Trainingspause. Aber nicht nur
sie präsentierte sich aus dem Neuköllner Team “Go Gold – London 2012” in guter Form: Robin Backhaus gewann die 200m und 400m Freistil, Tim Wallburger war über 200m und 400m Lagen der schnellste und Dorothea Brandt siegte über die 50m Freistil. Olympiateilnehmer Benjamin Starke hatte wegen einer Schulterverletzung Pause. Aber die Veranstaltung hatte wirklich massig Andrang: 41 Verein hatten ihre Meldung abgegeben und dazu beigetragen, dass in der Schwimmhalle ein bunter Wettkampf mit knapp 3.000 Starts über die Bühne ging.
25. Februar 2009. Das 22. Internationale Schwimmfest der SG Neukölln vom 20. bis 22. Februar in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) war ein erfolgreicher „Winterprüfstein“ nicht nur für die Neuköllner Schwimmer. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Finnland, Litauen, Schweiz und Rumänien nutzten den ersten 50m-Bahn-Wettkampf des Jahres für tolle Leistungen. Überzeugen konnte wieder einmal Britta Steffen. Über ihre Paradestrecke 100m Freistil wusste sie in 54,83 Sekunden eine sehr gute Zeit zu bieten. Dorothea Brandt siegte über die 50m Freistil. 41 Vereine hatten ihre Meldung abgegeben und dazu beigetragen, dass in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee ein bunter Wettkampf mit knapp 3.000 Starts über die Bühne ging. Die Mannschaftswertung gewannen die Gäste von Plymouth Leander aus Großbritannien vor der Nationalmannschaft aus der Schweiz.
Olympiasiegerin Britta Steffen (25) überzeugte beim Neuköllner Schwimmfest mit Weltklassezeit
23. Februar 2009 von Oliver Ohmann. Am Wochenende tauchte die zweifache Olympiasiegerin Britta Steffen (25) wieder ins Becken. Beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln überzeugte Steffen beim Auftakt für die Langbahnsaison: 54,83 Sekunden auf ihrer Paradestrecke, die 100-Meter-Freistil.
600 Athleten aus 41 Vereinen und sieben Nationen waren in der Schwimmhalle an der Landsberger Allee am Start. Für Berlin räumte Robin Backhaus (19, SG Neukölln) über 200 und 400-Meter-Freistil ab. Die Mannschaftswertung gewannen die Gäste von Plymouth Leander (Großbritannien), vor der Nationalmannschaft aus der Schweiz. Organisator Jochen Hanz von der SG Neukölln (Gold-Brittas Heimatverein): “Das Fest war ein erfolgreicher Winterprüfstein, nicht nur für die Schwimmer aus Neukölln.”
23. Februar 2009 von Jürgen Holz. Einen besseren Anlass hätte es nicht geben können, um die zweifache Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen mit dem ND-Sportpreis zu ehren, den sie als Siegerin der Umfrage unter unseren Leserinnen und Lesern nach der »ND-Sportlerin des Jahres 2008« von ND-Chefredakteur Jürgen Reents am Sonnabend überreicht bekam. Der Anlass war nämlich das 22. internationale Schwimmfest ihres Berliner Vereins SG Neukölln in der Schwimm- und Sprunghalle an der Landsberger Allee mit über 500 Startern aus sieben Ländern und nahezu 500 Fans auf den Tribünen.
»Ich freue mich über diese Ehrung«, meinte die 25-Jährige und fügte hinzu: »Es ist wirklich ein wunderschöner Pokal.« Minuten zuvor war sie aus dem Wasser gestiegen, wo sie über 100 m Freistil mit 54,83 s die Zeitschnellste war. »Das ist eine Superzeit«, strahlte sie nach ihrem ersten Wettkampf auf der 50-m-Bahn seit Olympia. »Ich bin noch nie so schnell in die neue Saison gestartet«, ergänzte Britta Steffen, die mit 53,05 s den Europarekord hält und ihren Wunsch kundtat, dass sie sich bei den WM im Juli in Rom auch den Titel holen möchte. Den hatte sie 2007 in Melbourne als Dritte verpasst.
22. Februar 2009. Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen ist mit einem Sieg über ihre Goldstrecke in die Saison gestartet. Die “Sportlerin des Jahres” gewann beim 22. internationalen Schwimmfest der SG Neukölln in ihrer Heimatstadt Berlin über 100m Freistil in 54,83 Sekunden und war mit ihrem ersten Wettkampf auf der 50-m-Bahn seit den Olympischen Spielen in Peking zufrieden.
“Ich bin erst seit Januar wieder im vollen Training. Mein Ziel ist ein Titel bei den Weltmeisterschaften”, sagte die 25 Jahre alte Studentin mit Blick auf die Titelkämpfe in Rom (18. Juli bis 2. August). Nach dem Wettkampf tauschte Steffen den Schwimm-Anzug gegen das Abendkleid und überreichte beim deutschen Musikpreis in der Hauptstadt einen Echo an die britische Popsängerin Amy MacDonald.
18. Februar 2009. Beim 22. Internationalen Schwimmfest der SG Neukölln vom 20.-22. Februar 2009 überprüfen die Schwimmer ihre Winterform. Knapp 600 Athleten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Litauen, Finnland, Schweiz und Rumänien sind am Start. Mit dabei ist auch die zweimalige Olympiasiegerin von Peking, Britta Steffen. Die 25-Jährige wird über 100 Meter Freistil antreten. Ein weiterer Olympia-Teilnehmer kann nicht teilnehmen: Benjamin Starke ist erst vor kurzem von einer Schulterverletzung genesen.
18. Februar 2009. Den Hattrick bei der Auszeichnung als Deutschlands “Schwimmerin des Jahres” nahm Britta Steffen eher als schöne Nebensache zur Kenntnis, denn nach längerer Auszeit im Becken bereitet sich die Doppel-Olympiasiegerin auf weitere Großtaten vor.
Am Samstag bestreitet die 25-Jährige in Berlin ihren ersten individuellen Wettkampf auf der 50-m-Bahn seit den Sommerspielen in Peking. Ziel ist in diesem Jahr vor allem der Titel bei der WM im Juli in Rom.
“Ich bin seit Januar wieder ernsthaft im Training. Die Pause war wichtig für mich, auch, um mich intensiver um mein Studium kümmern zu können. Nun bin ich dabei, die Grundlage zu schaffen, um wieder zu meiner Form zu finden”, sagte Steffen, die die WM als Höhepunkt ins Visier genommen hat: “Dieser Titel fehlt mir noch. Das ist eine große Motivation.”
Gestern wurde Steffen bei der Kür zur Schwimmerin des Jahres
2008 noch mal für ihren Doppel-Coup von Peking belohnt. Wie erwartet und wie 2006 und 2007 lag die Berlinerin vorn. Zweite wurde Europameisterin Janne Schäfer aus Heidelberg, auf Rang drei folgte Daniela Samulski aus Essen. Bei den Männern setzte sich der Langstrecken-Spezialist und Olympia-Dritte Thomas Lurz aus Würzburg durch.
Am Samstag folgt für Steffen nun das sportliche Comeback beim 22. internationalen Schwimmfest der SG Neukölln. Zuvor hatte die Studentin die Kurzbahn-Saison fast komplett ausgelassen und nur auf Nebenstrecken bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft ein kurzes Stelldichein gegeben.
Januar 2009. Britta Steffen wurde zum zweiten Mal in Folge zu Berlins Sportlerin des Jahres gewählt. Mit 5.765 Stimmen lag sie deutlich vor Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (1.899) und der Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampfer Lena Schöneborn (1.752). Ihr Trainer Norbert Warnatzsch wurde in der Kategorie Manager/Trainer Sechster. Dort gewann Albamanager Bob Hannig. Sportler des Jahres wurde Arthur Abraham, Mannschaft des Jahres die Eisbären. Rund 20.000 Berliner hatten sich an der Wahl beteiligt, deren Gewinner im Neuköllner „Estrel Hotel“ gekürt wurden. Mit 2.400 Gästen war die Veranstaltung ausverkauft. Zahlreiche Prominente aus Sport, Politik, Wirtschaft und Kultur gaben sich die Ehre.
Ende Dezember 2008 wurde Britta Steffen verdientermaßen auch zur Deutschen Sportlerin des Jahres gewählt. Steffen erhielt 3683 Stimmen und gewann so mit großem Abstand vor Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann und Biathletin Magdalena Neuner. Britta Steffen holte in Peking bei Olympia Gold über 100m und 50m Freistil.
Januar 2009. Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in der kroatischen Hafenstadt Rijeka vertrat Dorothea Brandt das „GoGold“-Team der SG Neukölln. Für die vom 11.-14. Dezember stattfindenden Titelkämpfe hatte sich die 24-jährige bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften zwei Wochen zuvor in Essen über 50m Freistil und für die 4×50m Freistil-Staffel qualifiziert.
Mit der 4×50m Freistil-Staffel qualifizierte sich das deutsche Quartett mit 1:37,76 Minuten als Vorlaufschnellste für das Finale. Dorothea Brandt schwamm als Startschwimmerin 24,82 Sekunden. Favorisiert sind die Weltrekordhalterinnen aus den Niederlanden, die Zweite wurden. Am Ende der 4×50m Freistil-Staffel sprang für die deutschen Frauen ein dritter Platz heraus. Mit 1:38,06 Minuten holten Dorothea Brandt, Petra Dallmann, Lisa Vitting und Daniela Schreiber die Bronzemedaille hinter den Schwedinnen (1:38,00min). Es siegten in neuer Weltrekordzeit die Niederländerinnen mit 1:33,80 Minuten. Dorothea schwamm als Startschwimmerin 24,81 Sekunden. Im Vorlauf über 50m Freistil belegte Dorothea mit 25,06 Sekunden den zwölften Platz und qualifizierte sich damit für das Halbfinale. Dort steigerte sie sich auf 24,81 Sekunden und wurde Elftplatzierte, was leider nicht zum Einzug in das Finale reichte.
21. Dezember 2008. Deutschlands Olympiastars von Peking sind die Sportler des Jahres 2008. Matthias Steiner, der als erster Gewichtheber in der Geschichte der Abstimmung siegte, Schwimmerin Britta Steffen und das im August ebenfalls in China mit der Goldmedaille belohnte Hockeyteam der Herren wurden am Sonntag in Baden-Baden zu den Siegern der 62. Abstimmung seit 1947 gekürt. …
Bei den Frauen dominierte Britta Steffen vier Monate nach ihrem Doppeltriumph von Peking über 50 und 100 Meter Freistil noch deutlicher. Mit 3683 Punkten lag die 25-Jährige vor Degen-Olympiasiegerin Britta Heidemann (2076) und Biathletin Magdalena Neuner (1545), die im Vorjahr zusammen mit Turn-Weltmeister Fabian Hambüchen und den Handball-Weltmeistern auf Rang eins gewählt worden war.
“Eine solche Auszeichnung ist eine große Ehre, aber es gibt nichts, was mich jetzt über andere stellt”, sagte Steffen und verriet ihre sportlichen Zukunftspläne: “Nach Olympia habe ich mich gefragt, ob das noch zu toppen ist. Aber ich habe gemerkt, dass ich noch Ziele habe – zum Beispiel den WM-Titel 2009 in Rom.”
14. Dezember 2008. Berlin – Gestern Abend wurden Berlins Sportler des Jahres geehrt: Hier stellen wir die Gewinner in den Kategorien beste Mannschaft, beste weibliche und männliche Sportler sowie bester Trainer/Manager vor. Deutscher Meister und Pokalsieger: Erstmals konnten die Eisbären Berlin in der vergangenen Saison das Double perfekt machen. Die Mannschaft profitierte dabei von ihrer gelungenen Mischung aus erfahrenen Profis und jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs. Nach einer verpatzten Spielzeit 2006/2007, in der die Berliner nicht einmal die Endrunde der Meisterschaft erreicht hatten, präsentierten sie sich unter ihrem neuen Trainer Don Jackson wieder geschlossen und feierten nach dem Play-off-Finalsieg gegen die Kölner Haie ihren dritten nationalen Titel der letzten vier Jahre.
Einen doppelten Triumph konnte auch Berlins Sportlerin des Jahres 2008 einfahren. Mit ihren zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in Peking bewahrte Britta Steffen die deutschen Schwimmer, denen die Konkurrenz ansonsten weitgehend vorauseilte, vor einer Blamage. Vor allem aber bewies sich die Berlinerin selbst, dass die mental und physisch in der Lage ist, mit der Weltspitze mitzuhalten – unvergessen sind ihre emotionalen Reaktionen nach den Siegen über 50 Meter und 100 Meter Freistil. Am Beckenrand brach Britta Steffen in Tränen aus und rang um Worte. … Katrin Schulze
30. November 2008. Steffens Trainer: “Ja, wir planen für 2012” – Berlin – Nach Peking tauchte sie ab. Das Doppel-Gold über 50 und 100 m Freistil bei Olympia, der Jubel, die Feiern, der Stress. Britta Steffen, Berlins Gold-Fisch, war müde und nahm eine Auszeit. Jetzt kündigt ihr Trainer Norbert Warnatzsch an: „Ich habe mit Britta über die Ziele gesprochen. Wir machen weiter bis London 2012.“
Noch einmal Olympia. Noch einmal vier Jahre voll durchziehen. Sich plagen, mühen. Trainieren, trainieren, trainieren. Freunde und Familie vernachlässigen. Eine längere Zeit auf dem Weg nach London will Britta in Australien verleben. Dort ackern, aber halt auch mal ein anderes Umfeld erleben. Und ihre Englisch-Kenntnisse verbessern. Warnatzsch: „Ich unterstütze, dass sich Britta auch als Persönlichkeit weiterentwickeln will.“
Dennoch soll sich erst mal alles dem großen Traum unterordnen, den sich die 25-Jährige in China schon zwei Mal erfüllen konnte. Ab Januar wird Britta wieder voll ins Training einsteigen. „2009 ist die WM in Rom. Da ein Titel, dann hätte ich alle zusammen. Das wäre fantastisch“, träumt sie.
Der nächste Titel aber wird ein anderer werden. Natürlich ist Britta Steffen große Favoritin bei Berlins Sportlerwahl des Jahres, bei der Sie mitstimmen können.